Woche 15: Buchmesse und kleine Hadereien

Letzten Mittwoch war der Cheatday. Am Samstag war ich das erste Mal wieder auf der Waage: 79,2kg. Das war okay. Sonntag wollte Slaine partout nicht zum Training und so schob und ersetzte und löschte ich in der Planung, bis alles halbwegs stimmt. Dafür waren wir am Montag zum Training. Also wurde auch da wieder angepasst. Alles okay. Dienstag wieder Training verschoben->umgeplant, dafür gestern Training und beim Umplanen habe ich so lange geschoben, bis ein halber Broiler ( Grillhähnchen) reinpasste.
Nur dass man den gar nicht so leicht planen kann. Wer weiß schon, wie viel Fett das nach dem Grillen und dem Weglassen der schlimmsten Hautstellen noch hat?

Und plötzlich war er wieder da, der innere Dämon, der mir erzählt, dass ich nun nicht die 2kg /Monat schaffen werde. Und wenn ich die bisherige Abnehmgeschwindigkeit nicht halte, mache ja alles keinen Sinn und ich könnte mir gleich noch richtig was gönnen.

Das habe ich natürlich nicht gemacht, ich kenne die alte Schweinebacke! Und der Gedanke, dem Coach alles zu beichten, hält mich nach wie vor immer schön bei der Stange. Aber mir ist mit plötzlichem Erschrecken klar geworden, wie schnell es geht. Wie schnell die Stimmung kippt und alles in Gefahr gerät.

Und dann esse ich derzeit auch Eintopf mit Kasseler. Die Planung muss ich dringend nochmal überarbeiten denn das Salz zieht dermaßen Wasser…heute morgen strahlten mich satte 80,0 kg an. O_o Es ist nur Wasser..Wasser..asser..ser..ser. Alles ist gut. Aber ich bin gerade sehr vorsichtig.

 

Soweit zur Diät. Aber das ist nicht das Einzige, was mich verunsichert. Gestern war ich nämlich auf der neuen Arbeit, um genauere Infos einzuholen. Was ist da: Für die Kennlernphase, die Kompetenzfeststellung, die Lernstandserhebung, an Material insgesamt. Und als Antwort erhielt ich: fast nichts. Meine Vorgängerin hütet ihr Wissen äußerst eifersüchtig und nimmt ihre Materialien mit. Auf dem Heimweg überkam mich dann die alte „Oh Gott, ich bin nicht vorbereitet, es wird eine Katastraophe“-Panik. Zuhause angekommen schaute ich in meine überquellende Materialsammlung und stellte fest: totaler Blödsinn, ich habe richtig viel Material, Methodenrepertoire, Spiele und Gedönse da. Wahrscheinlich mehr als manch anderer, der das schon seit Jahren unterrichtet.

Heute ging es dann zur Buchmesse.

Expectations: Morgens die Zeit vor den Fortbildungen in der Lehrerhalle zubringen und nach den Fortbildungen endlich einmal Zeit für die Manga-Con haben, die anderen Hallen kann man ja fix abspazieren, ohne sich lang aufzuhalten, tausende von Cosplayern fotografieren, in Mangas stöbern und überlegen, was wohl den Reiz daran ausmacht, den Dance-Dance-Revolution-Stand besuchen und wild rumhüpfen, bis mir die Puste ausgeht, anderen bei Workshops über die Schulter schauen.

Soweit der Plan. Die erste Überraschung war eine Securitykontrolle vor dem eigentllichen Einlass. Das gab es noch nie. Mein Rucksack wurde kurz gefilzt und schon war ich drin! Zumindest im Kongress-Center, in dem der Lehrertag stattfindet. Denn die Messe öffnete erst um 10 Uhr. Also erstmal (kratzigen Bio-) Tee schlürfen und abwarten. Zehn vor zehn hielt mich nichts mehr…ich stürmte Richtung Übergang und gelangte auch prompt in die Bildungshalle (Halle 2), die auch die Fantasy beherbergt. Zumindest nehme ich das an.

Reality: Ich hatte gefühlt gerade mal zwei Stände intensiv durchforstet, als ein Blick auf die Uhr verriet, dass es 12:15 ist. In einer viertel Stunde würde meine Fortbildung beginnen und ich hatte noch nichts gegessen. ARGH! Außerdem würde ich erst herausfinden müssen, in welchem Raum die stattfindet und den Raum auch finden. Und aufs Klo musste ich ja noch! Hektik! Stress! Anonyme Zeugen sahen mich drei Minuten später in einer anderen Halle wie ein Neandertaler am Tuppernapf schlürfen.

Die Fortbildungen waren spannend und man wird geradezu bombardiert mit kostenlosem Material. Lehrwerke, Arbeitshefte, Infomaterial, Stoffbeutel, Kugelschreiber, Kataloge. Noch saß ich, aber ich wusste, dass die Taschen echt schwer würden, wenn ich anschließend noch munter die anderen Hallen abgrasen würde.

16 Uhr verließ ich die letzte Fortbildung, die Materialien tummelten sich trotz konkurrierender Verlage in einer gemeinsamen Tragetasche und schnitten sich zur Rache schmerzhaft in die Schulter, als ich den direkten Weg zurück zur eigentlichen Messe nahm: durch Halle 2.
Da wollte ich dann nur nochmal schnell einen Blick auf 1-2 Stände werfen, für die ich zuvor nicht genügend Zeit hatte…und plötzlich war es 17:40 Uhr, ich hatte drei weitere Bestellzettel ausgefüllt und die Verlagstüte quoll über.
Wie komm ich denn jetzt am schnellsten zur Manga-Con? Hallo? Ich bin in Halle 2, da muss es doch einen schnellen Weg zur Halle 1 geben. Oder…..auch nicht. Nach 10 Minuten mit stählernen Nackenmuskeln und gefühlten 10 G stand ich im Mittelgang und schaute hinüber auf die weit…weit entfernte Halle 1. Tja. Nächstes Jahr schaffe ich es bestimmt! Denn immerhin weiß ich, dass ich dann die Exkursion mit meinen Schülern anleite..über eben jene Buchmesse. Das wird ein Abenteuer!

Jetzt bleiben nur noch zwei Fragen offen: Wann kommt das bestellte Material an und (ieeek!) wie viel wird es kosten? :-O

Diät konkret: Reis mit Huhn in Kokos-Curry-Sauce

Die heutigen Diätpläne sind alle sehr ähnlich, sie unterscheiden sich nur in der einfachen Abendmahlszeit. Und auch da gibt es nichts Spezielles dran. Je länger die Diät dauert, desto einfacher hält man es. So gibt es bei mir derzeit meistens einen Shake zum Frühstück. Da ich viel Abwechslung gegeben habe, mach ich es mir zum Frühstück gern leicht.
Das Mittagessen koche ich meistens für 3 Tage. Einmal Aufwand, drei Tage lecker.
Zunächst die Pläne:
NTTA Kokosmilch Reis

TT WE Kokosmilch Reis

TTA Kokosmilch Reis
Nun zum Rezept: Reis mit Huhn in Kokos-Curry-Sauce

Zutaten für eine Portion:

4 g Erdnussöl
500 g Hähnchenbrust-Filet
40 g Parboiled Reis (ich mische immer mit schwarzem Wildreis)
250 g Zucchini, frisch
75 g Paprika, rot
133 ml Tai Shan Kokosmilch light
Frühlingszwiebel
Gewürze: Zimtstange, Curry, Rosmarin, ein Spritzer Süßstoff (flüssig), frischer Ingwer, 1 Tropfen Sesamöl (gerösteter Sesam)

Ärgerlich ist, wenn man solche Tagespläne erstellt und dann die Produkte nicht mehr zur Verfügung stehen. So geht es mir mit der Kokosmilch. Ursprünglich hatte ich eine andere Kokosmilch mit weniger Kalorien, aber die wurde im Sortiment ersetzt.

Den Reis koche ich mit doppelter Menge Wasser, indem ich es einmal aufkochen lasse und dann auf niedrigster Stufe ca. 30 min köcheln lasse, bis alles Wasser aufgenommen wurde.
Das Huhn wird geschnitten, angebraten und ein Tropfen vom Sesamöl zum Würzen zugegeben. Außerdem wird mit Salz und Ingwer gewürzt, wobei ich mich beim Salz zurückhalte, da das Gemüse stärker gesalzen wird.

Den Zucchini schäle ich (ich mag die Schale nicht), halbiere und schneide ihn in große Stücke. Dann wird es angebraten. Währenddessen schneide ich den Paprika und die Frühlingszwiebel, füge sie aber noch nicht hinzu. Ist der Zucchini goldgelb angebraten, kommt die Kokosmilch, das Curry, der Süßstoff, Rosmarin, Salz und die Zimtstange hinzu. Das ganze wird ca. 10 Minuten köcheln gelassen, bis Paprika und Frühlingszwiebel zugegeben werden. Nun nochmal 5 Minuten köcheln lassen, die Zimtstange anschließend rausnehmen. Fertig.

14. Woche: Neustart mit 36

Nachdem ich letztes Wochenende den Kopf gar nicht mehr frei bekam und es mich vor der nächsten Woche nur noch gruselte, stand für mich der Ausstieg endgültig fest. Am Montag brachte ich noch vier Unterrichtstunden hinter mich, in denen manche schliefen, andere durchweg kicherten/schwatzten und wieder andere wortlos den Raum verließen, um nach 20 Minuten zurückzukehren und auf meine Frage, wo sie gewesen seien, nur achselzuckend meinten: kopieren. Und ich dachte die ganze Zeit: Es sind meine letzten Stunden hier, ich sollte mich nicht mehr aufregen.

Dann saß ich an meinem Schreibtisch. Alle meine Sachen waren längst Zuhause und die Reste steckten im Rucksack. Die zu hinterlassenen Ordner waren frisch beschriftet ordentlich im Schrank. Alles war geregelt. Ich sah auf die Uhr: 10:00. Noch 6 h Arbeit vor mir. Nichts zu tun. Kein Sinn mehr in irgendwas. Also worauf wartete ich noch?
Auf nichts.
Und so beschloss ich, direkt den Weg zu Ende zu gehen. Ich sagte meiner Chefin, dass dies der Abschied sei. Nicht die diplomatischste Art, aber ehrlich. Ich erzählte nichts von Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen und Schwindel oder was sonst so die beliebtesten, nicht nachweisbaren Ausreden sind.

„Mir geht es nicht gut und ich muss mich jetzt um mich kümmern.“

Dann übergab ich meine Schlüssel, zerdrückte meine Mädels nochmal ordentlich und verließ in schönstem Sonnenschein die Arbeit. Zum letzten Mal.

Schon auf dem Heimweg überfiel mich eine selige Müdigkeit. Nicht diese überdrehte Erschöpfung, die sich so ausgewrungen anfühlt und gleichzeitig, als ob man zur Not noch einen Marathon laufen könnte, weil der Körper unter Dauerstress steht. Nein, es war Morpheus, der mich mit seiner süßen Schlummrigkeit besuchte. Ich schlief früh ein und die ganze Nacht durch, ohne schräges Fantasieren. Nur tiefer, gesunder, tablettenfreier Schlaf.

Und nun erhole ich mich. Auf Lehrerinnen-Art.

Und heute bin ich nun 36 Jahre geworden. Die Waage lieferte ein neues Tiefstgewicht, Slaine schenkte mir einen Shoppingtag zu zweit in der Stadt und von meinem Coach habe ich mir einen „Totaler-Ausrast-Cheatday“ gewünscht. Letzterer hat ihn gestattet, allerdings unter der Auflage, diese Woche nicht mehr auf die Waage zu steigen, um keinen Frust zu kriegen. Wenn das kein guter Start ins neue Lebensjahr ist!

Und so zogen Slaine und ich händchenhaltend in die Stadt, um sämtliche Läden zu plündern und überall zu futtern, wo es uns gefällt.
Die Klamotten für heute Abend:

😀

Ein neues Jahr beginnt und ich fühle mich endlich nicht mehr älter, als ich bin. Ich bin bereit! Bereit für einen neuen Job, einen neuen Körper und neue Abenteuer!
Und gerade freue ich mich sogar wieder auf die morgige Diät…man, bin ich voll!

Diät konkret: Apfelkuchen

Heute will ich ganz konkret zeigen, was ich so treibe. In meiner Diät sind die Makronährstoffe vorgegeben. An Trainingstagen:
2034 kcal (180g Eiweiß, 180g Kohlenhydrate, 60g Fett) und an Nichttrainingstagen:
1747 kcal (180g Eiweiß, 110g Kohlenhydrate und 60g Fett)
Außerdem soll ich jeden Tag Zimt und frische Grapefruit zu mir nehmen. Eigentlich soll das Frühstück Obst (am besten Beeren) enthalten, aber das passt derzeit selten in den Plan (110g Kohlenhydrate sind weg wie nichts).
Darüber hinaus soll ich möglichst wenig Verarbeitetes und möglichst viel Frisches essen.
Das sind so ziemlich alle Vorgaben und daraus bastel ich mir nun immer Tagespläne.

Heute zeige ich euch:
NTTA Apfelkuchen

TTA Apfelkuchen

Zum Frühstück gibt es Shake (geht immer fix runter, macht wenig Arbeit). Zum Mittag gibt es Apfelkuchen. Da ich sonst immer herzhaft esse, wurde der Wunsch nach einer süßen Abwechslung in den letzten Wochen groß.

Man nehme:

Für den Boden: 200g Haselnussmus, 700g geschälte und geriebene Möhren, 1 EL Zimt, 1 Msp. gemahlene Nelken, 20g Weizenvollkornmehl, 4 Eier ( davon 2 Eigelb in die Belagmischung), eine Prise Salz
Für den Belag: 1kg Magerquark, 1 Biozitrone (Schale und Saft), eine Prise Zimt auf 400g geschälten Apfelspalten, 40g Rosinen, 20g Mehl, 2 Eigelb, Flüssigsüßstoff, 1 Prise Salz

Ofen auf 200°C vorheizen, runde Springform fetten, alle Zutaten für den Boden zusammenrühren und 20 min backen, sodass der Boden schon eine feste Masse, aber noch nicht durchgebacken ist.

Anschließend die Zitronenschale reiben und mit einem guten Spritzer Saft zu Magerquark, Süßstoff, Salz, Mehl und Eigelb zugeben. Die Rosinen einzeln einstreuen. Äpfel schälen und leicht mit Zimt bestäuben. Quarkmasse auf den vorgebackenen Boden geben, Apfelspalten darauf verteilen und einsinken lassen.

Bei 180°C ca 45 min backen, zum Testen mit dem Messer einstechen. Klebt keine Quark- oder Bodenmasse daran, ist er fertig.

Nun nur noch abkühlen lassen, schneiden und schmecken lassen. 🙂

Nährwerte pro Stück (1/8 Kuchen)
387 kcal
Fett: 18,5 g
Kohlenhydrate: 28,5 g
Eiweiß: 22,7 g

13. Woche Das Ende ist nah..

..aber warum fühl ich das nicht?
Ich muss für den alten Job nichts mehr vorbereiten, muss mir keine Gedanken machen, ob ich alles schaffe. Was irgendjemand über mich denkt, wie die Zusammenarbeit in Zukunft besser werden kann, wie man nochmal alles verbessern kann…das alles muss mich nicht mehr beschäftigen. Warum fühle ich mich dann so, als wäre ich auf der Titanik in eine Kabine gesperrt worden? Mein Herz ist schon seit Wochen weitergezogen, aber mein Hirn steckt im Job fest und macht mich wahnsinnig. Ich spüre jeden Tag als dumpfes Hämmern, nagende Gedankensprünge. Mein Hirn sendet dauerhaft kurze Filmsequenzen von Dingen, an die ich noch denken muss oder die auf mich zukommen könnten. Tags wie nachts.

Aber nicht nur mein Herz ist weitergezogen. Vorher auf Arbeit…

Mein Heimweg in den letzten Wochen fühlte sich nach Atlas‘ Job an…

Inzwischen sieht es im Büro so aus:

Dafür so Zuhause. O_o Die meisten Regalböden sind doppelt belegt. -.- Chaos!

Zeit für einen endgültigen Schlussstrich.

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Heute ist der 11. des Monats und damit Zeit für ein Diätupdate. Morgen treffe ich mich wieder mit meinem Coach, um die nahe Zukunft zu besprechen.

Und da sieht es deutlich besser aus. Knapp 7kg sind inzwischen runter, die Figur wird hübscher, die Sachen sitzen immer besser und ich merke einfach jeden Tag, dass mir die erfolgreiche Diät jede Menge Stabilität und Sicherheit gibt.

Die Angst, zu versagen ist nicht vorhanden. Kein fieser Kerl auf der Schulter, der mir zuflüstert: bis hierhin lief es ja gut, aber es kommt der Moment des Versagens und dann läuft die Uhr wieder rückwärts. Ich weiß einfach, dass es mit Coach bis zum süßen Ende läuft, bis meine Figur endlich so aussieht, wie sie das schon seit Jahren sein sollte. Das weiß ich so genau, weil die Diät zur Zeit mit das Beste in meinem Leben ist. Ich esse abwechslungsreich, habe den Aufwand richtig gut im Griff und wenn mir alles zu fad wird, denke ich mir neue Rezepte aus. So wird es morgen zum Mittag einen Kuchen geben (vorausgesetzt meine Idee ergibt am Ende tatsächlich etwas Kuchenartiges und nicht nur süße Masse XD).

Gestern gab es mit Käse und getrockneten Tomaten überbackenes Huhn. Saulecker!

Wenn ich den alten Job hinter mit gelassen habe, wird auch endlich wieder anständig trainiert. Aktuell schaffe ich es nur am Wochenende und bin dann entsprechend enttäuscht von den Leistungen. Da freue ich mich schon auf die Zeit, wenn ich wieder regelmäßig viermal die Woche am Eisen bin und auch Jogging häufiger auf dem Plan steht.

Und noch eine gute Neuigkeit gibt es: Slaine ist auch endlich wieder mit auf Diät. ❤

Game-Vorstellung: Tap ‚em up

Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt über Games geblogt habe, aber heute ist es soweit. Und ich stelle ein ganz besonderes Game vor. Was macht es so besonders?

Ich stecke gewissermaßen selbst mit drin. Doch dazu später mehr.

Was ist es?
Eine Handy-Android-Multiplayer-Game-App.
1start

Worum geht es?
Seine Freunde und Verwandten mal ordentlich zu verprügeln.
1icke

Wie läuft das ab?
Man schießt ein Foto der eigenen Visage als Avatar, lädt einen Freund ein mitzuspielen und schon ordnet man die Gesichtszüge des anderen neu an.
Bisher gibt es drei „Waffen“: bloße Fäuste, Boxhandschuhe und Schlagringe. Später sollen mehr Waffen dazu kommen, darunter auch alberner Quatsch.
1waffen
Natürlich kann man durch besondere Kombos mehr Schaden und speziellere Wunden erzeugen.
Hat man den anderen schön verunstaltet, kann man dessen (oder auch das eigene) Bild teilen.
1face

Wo kriegt man das?
google play store: tap ‚em up
oder: link zum store

Was hat das nun mit mir zu tun?
Das Ganze ist ein Projekt von Slaine, meinem Lebenspartner. Aber manche Dinge sind eben einfach Frauensache…so findet sich mein Gesicht in den Komboerklärungen und auch der Schrei der Dramaqueen…nunja.
1erklaerung
Wer Lust hat, mich persönlich zu fordern, muss sich auf eine harte Linke gefasst machen und mich einladen: setzensechs <<<das ist mein Nickname. ;D

12. Woche: die magische Grenze durchbrochen…mal wieder

Endlich habe ich die 80ger-Marke hinter mir gelassen und schon kommen die ersten Zusprüche: „Du hast abgenommen, oder?“. Mir passen Hosen, in die ich lange nicht reingepasst habe, bei anderen Hosen wird der Gürtel ein Loch enger geschnallt. Shirts sitzen besser. Langsam kann man eine Taille erahnen, wo vorher nur Rettungsreifen waren.

Aber ich spüre auch, dass es nun an das „alte“ Fett geht, an die Polster, die schon lange Zeit festsitzen. Es wird anstrengender, ich fühle mich schneller müde, abends habe ich oft richtigen Hunger. Nicht Appetit, sondern Hunger. Und die Lust, sich mal wieder richtig gehen zu lassen, steigt.

Diese Woche war auch die Stimmung mies. Auf Arbeit macht sich eine offen spürbare Resignation breit. Diese Woche hat noch ein Ausbilder gekündigt. Er geht mit mir und hatte den größten Teil meiner Teilnehmer während der Berufsfeldwoche betreut. Meine Mädels sind noch immer geschockt, dass ich so bald geh. Und ich merke, wie sie den Mut verlieren. War ich doch immer positiv eingestellt, hatte immer ein „Taschakka“ in der Hinterhand. Jede meiner Mädels schaut derzeit nach Stellen… Gelacht wird seltener. Aber der Humor wird schwärzer. Kurz vor Feierabend rief noch ein Teilnehmer an, um sich die nächsten drei Wochen krank zu melden. Als meine Kollegin aufgelegt hatte, sagte sie trocken: „Der Arme, er muss so viel Stoff nachholen.“ Ich habe mich vor Lachen glatt verschluckt und die anderen hatten auch Tränen in den Augen.

Und die Teilnehmer?
Manche sind wirklich geschockt, ein paar sind regelrecht aufgerüttelt und begreifen plötzlich, dass das nicht ein ewiges Geplänkel bleibt, sondern dass sie kurz vor ihren Prüfungen stehen. Die nehmen meine Hilfe an, strengen sich an, auch wenn es ihnen unschaffbar erscheint. Aber der größte Teil lässt sich einfach immer weiter gehen. Heute kamen zwei zu spät, passten ca. 1 min lang auf und schossen dann ca. 300 Selfies. Im Unterricht. Und kommentierten das auch noch. Ich warf sie raus…zum dritten Mal diese Woche. Sie kamen nicht zurück, später traf ich sie in einem anderen Fachbereich an, sie hatten sich unter die Teilnehmer dort gemischt, als gehörten sie dazu. Der Ausbilder dachte, das soll so sein und hat sich nicht gewundert. Noch später beschwerte er sich, dass sie erst einfach verschwunden seien und anschließend mit roten Augen und nach Kiff stinkend wiedergekommen seien.
In der anschließenden Ausprache verneinten sie natürlich jeden Drogenkonsum, und zum sonstigen Verhalten hieß es nur: Machen doch andere auch. Und die Lehrer sind auch nicht besser.
Und da haben sie recht! Da werden ständig Raucherpausen zum Stundenbeginn, zur Mitte und zum Ende eingeschoben. Oder man vergisst ganz, dass man Unterricht hätte. Oder man redet nur darüber, wie betrunken man eigentlich noch ist, oder wer den schlimmeren Kater hat. Wenn man nicht sowieso mit dem einen Teilnehmer ein Verhältnis anfängt, während man den anderen Teilnehmer angräbt, um seine Beziehung zu zerstören. Die Leitung weiß davon. Unternommen wird dasselbe wie bei jedem Konflikt…man schleppt ihn ein paar Wochen lang hin, um irgendwann, wenn sich die Lage abkühlt, ein Gespräch zu führen, bei dem freundlich darauf hingewiesen wird, dass es so nicht geht. Anschließend beglückwünscht sich die Leitung zum Durchgreifen und die andere Seite vergisst es schnell.
Ich habe lange versucht, die Konstante in all dem Chaos zu verkörpern und zumindest den Anschein von Korrektheit und Vorbildfunktion zu wahren. Aber ich bin müde. Ich bin auch der Arschlochlehrer überdrüssig, die ständig offen lästern, selbst wenn man in Hörreichweite ist.
Letztendlich wird die Maßnahme für die meisten Teilnehmer nur eine Wiederholung früherer Erfahrungen, ein weiteres Mal:

  • kein Abschluss
  • Lebenszeit vertrödelt
  • schlechte Verhaltensweisen verschärft
  • aufgegeben / versagt
  • jeden Tag als anstrengend und unbefriedigend empfunden
  • kein Geld verdient oder sogar die Schulden vergrößert
  • Freundschaften begonnen und anschließend zerstört (Mobbing ahoi – du bist entweder Opfer oder Täter, dazwischen gibt es nicht viel)
  • kein Stück einer echten Zukunft näher

 

Jeden Tag komme ich heim und will nur ins Bett…Buch lesen. Alles vergessen und bloß nicht an den nächsten Tag denken, wenn man wieder 180 oder mehr Minuten vor der personifizierten Unlust steht und versucht, zu retten, was zu retten ist. Bloß nicht daran denken…es reicht ja, wenn mein Hirn damit nachts um 4 Uhr beginnt…

Noch zwei Wochen…

Ins Studio schaffe ich es derzeit nur am Wochenende. Durchhalten ist angesagt. Die Diät ist längst kein Stein im Weg mehr, sondern zum Halt geworden. Wenigstens eine Sache, die ich unter Kontrolle habe (und ja, mir IST klar, wie krank das klingt ;D), wenigstens etwas, das einfach funktioniert.

 

 

 

 

Diese Woche habe ich auch endlich den Arbeitsvertrag unterschrieben! Und allein der Unterschied zur Abwicklung bei meinen bisherigen Chefs sagt alles.

jetziger Job:

  • ich bekomme einen Vorabdruck eines Vertrages
  • mir wird gesagt, ich werde angerufen, um vorab nochmal zu einem Infomeeting zu kommen, dann höre ich bis 2 Tage vor Antritt nichts. Erst auf meine Nachfrage werde ich eingeladen.
  • Der Vertrag, den ich unterschreibe, hat nichts mit dem Vorabdruck zu tun. Gar nichts.
  • Der Vertrag enthält den Hinweis auf einen Anhang, der die ganzen interessanten Einzelheiten, wie z.B. Urlaub enthält. Der Anhang ist nicht dabei, auf Anfrage erhält man die Auskunft, dass der zur Einsicht in einem Ordner stehe, die zuständige Person weiß nichts davon.
  • Am ersten Tag wird mir das Konzept in die Hand gedrückt und gesagt, ich müsse die Teilnehmer testen. Es werde eine Potentialanalyse durchgeführt, die Kollegin rechnet mit Unterstützung.
  • Es ist nichts vorbereitet, es gibt keine Lehrmittel, kein Büro, keinen Aufenthaltsraum. Wir teilen uns mit Teilnehmern ein PC-Kabinett und werden ermahnt, wenn wir uns zu laut unterhalten.
  • Es gibt keine Einarbeitung, keine Vorbereitung, keine Anleitung…

neuer Job:

  • mir werden nach der Begrüßung Getränke angeboten
  • der Vertrag wird Absatz für Absatz durchgegangen
  • es gibt eine Datenschutzverordnung, auch die wird durchgegangen
  • ich kann Fragen stellen
  • es gibt nicht nur einen Bereichsleiter für sämtliche Fragen, sondern echte Zuständige für unterschiedliche Belange der Startphase
  • ich bekomme eine Einweisung
  • es gibt Mitarbeitergespräche und Evaluationen
  • alles wirkt sehr strukturiert und durchdacht
  • ich unterschreibe exakt den Vertrag, den wir durchgegangen sind
  • ich werde schon vorab mit Material versorgt (um das ich gebeten hatte)

 

 

 

Zwei Wochen noch…