Cardiobunny

„Nimm weniger Gewicht, das ist noch zu schwer. Komm mir nachher nicht wieder angejammert!“

…vor zwei Wochen hatte ich mir beim Rückentraining einen Muskel verletzt. Heute fühlte sich alles soweit okay an, also winkte ich die mahnenden Worte meines Freundes hinfort und ging mit Feuereifer an die erste Übung: dualer Latzug zur Brust.

Ihr ahnt niemals, wie die Geschichte weitergeht!

Nein!

Doch!

Nein!

Doch!

Beim Aufwärmen schon ein leichtes Brennen im Trapezius, aber so soll das ja sein, der Muskel muss ran. Im zweiten Satz hat sich schon langsam alles versteift, also machen wir extra langsam und sauber weiter. Und im dritten Satz war es dann wieder so schlimm, wie vor zwei Wochen. Ich weiß jetzt immerhin sicher, dass der Schmerz im Unterarm keine Unterarmüberlastung ist, sondern nur der vom Trapezius ausstrahlende Schmerz. Yay!

Was lernen wir daraus?

  • Bodybuilding wird mit der Zeit immer komplexer statt einfacher. Es gibt immer mehr, worauf man achten muss/kann/soll.
  • Ein 6er Split ist nichts für Natural-Bodybuilding.
  • Oder einfach zu viel für mich. (Was viel schwerer einzugestehen ist! Eher beschimpf ich alle anderen als Stoffer. ;P)
  • Ich muss lernen, meinen Nacken zu entlasten, zu entspannen, noch mehr zu lockern. (Gleich drei Aufgaben auf einmal! Oh wie schön!)

Mein Freund meint z.B., dass ich wirklich sehr schön gezogen hätte, Schultern runter, schön den Lat raus. ABER dabei hätte ich trotzdem den Kopf nach vorn bewegt und so den Nacken angespannt. Das ist für mich wie für andere das Nägel kauen oder eine krumme Haltung: schlichte Angewohnheit. Und die sind bekanntlich am schwersten zu ändern, weil man sie immer wieder vergisst.

Naja, ich hab ja jetzt Zeit, mich daran zu gewöhnen, denn trainieren kann ich so nicht. 😦 Dabei läuft es sooo gut, ich geh so gern ins Studio, kein Tag, an dem ich mich überwinden muss, im Gegenteil, ich freu mich jeden Tag darauf. Aber das nützt alles nichts.

Donnerstag gibts die nächste Massage manuelle Therapie. Die letzte hat zwar kein Wunder bewirkt, aber vielleicht brauchte das Wunder nur noch etwas Zeit? Hmpf…und ich hab gerade nicht einmal sonderlich spannende Bücher da, um mir die Zeit beim Cardio zu vertreiben. Am Ende wird etwa noch ein mageres Cardiobunny aus mir! X_o

Obwohl, vielleicht les ich einfach eines meiner Lieblingsbücher nochmal und vergesse dabei strampelnd die Zeit…Spieltrieb zum Bleistift, das wolle ich schon lange nochmal lesen…

Erwartet eine Schreiblawine, ich hab nämlich jetzt noch mehr Zeit! Vielleicht sollte ich eine Zeitvermietungsfirma gründen, dabei mag ich gar keine grauen Anzüge.

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Okami lesen…

Spoilerwarnung! Wer sich überraschen lassen will, lese hier nicht weiter.

Seit ein paar Wochen bin ich stolze Besitzerin einer PS3, allerdings spiel ich selber nur Spiele im Koop-Mode mit meinem Freund. Der hat sich aber in den Kopf gesetzt, dass ich unbedingt ein neues Spiel für mich selbst brauche.

Also las er Rezensionen und schaute, was zu mir passen könnte. Dabei kam er auf Okami. Ein kreatives Spiel mit einem Wolf als Charakter, dass den Geist von Japan widerspiegelt und einen so in eine exotisch-differente Welt entführen soll. Super! Also haben wir es angespielt.

Herunterladen, installieren, patchen…es dauerte ewig, aber dann endlich war es soweit! Das Spiel wurde gestartet, mein Freund drückte mir aufgeregt das Pad in die Hand und los ging es, mit einer Geschichte. Eine Figur erscheint und erzählt mit „Didudido“-Stimme eine Geschichte, während unten dazu der Text steht. Und die Figur erzählt von einem Dorf in dem die Bewohner jedes Jahr ein Mädchen für einen bösen Drachen opfern müssen. Und von einem Helden, der nun das Mädchen retten will.

Nu bin ich dran, denk ich und klicke ungeduldig den Text weiter. Jetzt werden mir die ersten Schritte beigebracht.

Weit gefehlt, der Wolf ist ja noch nicht da. Also wird vom Wolf erzählt, der in der Nähe lebt aber nie zu fassen ist.

NUN bin ich gleich dran, denk ich. Und zappel schon aufgeregt.

Aber nein, der Held rennt zum Drachen…wie gesagt, während der ganzen Zeit sieht man zwar im Hintergrund die Bilder passend zur Erzählung wechseln, aber statt SPIELEN darf man nur den endlosen Text weiterklicken…und klicken….und klicken….und die ganze Zeit geht es nur „Dödidudodidu“

Langsam wirds öde und nervig, also weiterklicken. Es kann ja nicht mehr weit sein.

Ist es aber…..22 Minuten lang wird einem die Geschichte SAMT DRACHENKAMPF erzählt. Ich meine, da geht ein Held zum Drachen und zusammen mit einem Wolf bringt er ihn zur Strecke und alles, was du in einem Spiel tun kannst, ist den nervigen Text weiterklicken. Und dann kann man endlich was tun…vorwärts laufen und die Kamera drehen und man denkt: jetzt gehts los! Aber nein, wieder wird erst drei Seiten lang „erzählt“. Da hab ich die Nerven verloren und das Spiel einfach aus gemacht.

 

Fazit: Okami ist kein Spiel, das ist ein interaktiver Manga. -.-

Supplemente

Nachdem mein DAA-Review ganz gut angekommen ist, will ich heute noch ein paar andere Supplemente vorstellen. Doch vorweg: Wer ganz normal trainiert und regeneriert, braucht nichts davon. Man braucht kein extra Protein zu sich nehmen, keine Mineralstoffe, man kann das als normal Trainierender ohne all das auskommen.

Aber vielleicht kennt ihr das Phänomen von Joggern. Erstes Argument für Joggen ist immer: Da braucht man nichts für, man kann immer und überall einfach loslegen.
Und dann, nach ein paar Wochen erzählen dieselben Leute mit leuchtenden Augen von ihren teuren Laufschuhen, Pulsmessern, GPS-Uhren oder Funktionsklamotten.
Fakt ist: Wer Spaß an einem Sport hat, gibt gerne Geld dafür aus und rechtfertigt das dann mit mehr Komfort, gesundheitlichen Gründen, mit Effektivität.

So auch beim Bodybuilding, nur dass die angebotenen Supplemente gern alles versprechen, bis zur Unsterblichkeit und noch viiieeel weiter und man irgendwann gar nicht mehr weiß, was überhaupt irgendeine Wirkung zeigt. Also wer jetzt zum „Alles Humbug! Spart euch das Geld, ist doch alles nur Chemie!“-Appell ausholt, der erspare sich dieses und kaufe sich lieber noch ein paar Biojoghurts mit rechtsdrehender Probiotik fürs Nervenkostüm.

Ich fange mit den, für mich persönlich, wichtigsten Supps an. Wie immer, ist das hier meine persönliche Erfahrung, ich nehme auch gern Kommentare oder Reposts mit anderen Erfahrungen entgegen. Und ich krieg natürlich auch keinen Cent dafür.

Magnesium
Niemand mag Krämpfe und jeder weiß, dass Magnesium dagegen hilft. Was viele nicht wissen, ist dass es anorganische Magnesiumverbindungen gibt, die der Körper kaum oder gar nicht resorbieren kann. Dazu zählt auch das fast überall erhältliche Magnesium-oxid. Magnesiumcarbonat wird auch nur schwer vom Körper resorbiert. Mein Tipp ist daher Magnesium-Citrat. Schaut bei Produkten genau auf die Inhaltsstoffe, da sollte das aufgeschlüsselt sein. Gern wird auch Magnesium mit Calcium im Kombipack angeboten. Aber diese beiden Mineralien behindern sich gegenseitig in der Aufnahme und sollten deswegen gerade nicht zusammen genommen werden. Ich nehme deswegen immer Magnesium-Liquid von Best Body Nutrition, das eignet sich durch seinen Geschmack auch hervorragend, um andere Pulver damit runterzuspülen.

Zink
Zink hat unheimlich viele positive Wirkungen. Es schafft reinere Haut, ist gut für das Immunsystem, ist wesentlich an der Produktion von Testosteron beteiligt und begünstigt diese, es erhöht die geistige Leistungsfähigkeit. Allerdings sollte man auf die Dosierung achten, da man sich damit auch bei einer Einnahme von über 100mg/d vergiften kann.

Protein-Pulver
Proteinpulver sind gut geeignet, um leicht auf eine gute Eiweiß-Bilanz zu kommen, denn Eiweiß ist wichtig für den Muskelaufbau, aber auch für die Regeneration und den Hormonhaushalt. In der BB-Szene schwören alle auf Whey-Protein, ein Protein aus Molke, weil es sehr schnell aufgenommen wird. Allerdings ist es eine Illusion, dass man vollen Einfluss darauf hat, was verstoffwechselt und was zum Aufbau genutzt wird. Ich persönlich halte eine regelmäßige Zufuhr für entscheidender. Außerdem nützt mir das wertvollste, schnellste, reinste Eiweiß nichts, wenn ich mich bei der Einnahme fast übergebe oder daran fast ersticke und es deswegen ab dem dritten Tag unberührt im Suppregal stehen bleibt. Deswegen entscheide ich nach Zutaten, Konsistenz, Geschmack und gleichbleibender Qualität der Anbieter. Die gleichbleibende Qualität ist mir sehr wichtig geworden, nachdem wir einmal zwei riesige Beutel Matrix, ein relativ teures Mehrkomponenten-Protein, bestellt hatten, weil es gut schmeckte, der Hersteller aber irgendetwas daran geändert hatte, sodass wir plötzlich zwei riesig Tüten dastehen hatten, die nach Nagellackentferner mit Gummiente schmeckten. Die Amis garantieren leider nur die Proteinzusammenstellung (war die Antwort auf unsere Beschwerde), nicht die Gesamtqualität des Produktes. Seither kaufen wir nur noch von deutschen Herstellern, denn 100€-Produkte wegzuwerfen tut nicht nur Ossi-Herzen empfindlich weh.
Mein persönlicher Tipp für cremige, nicht zu süße Shakes: Best Body Nutrition Premium Pro in diversen Geschmacksrichtungen und Powerman Protein 85%.

L-Glutamin
L-Glutamin ist eine Aminosäure, die die Regeneration verbessert und den Schlaf fördert. Für Menschen wie mich, die normalerweise schwer einschlafen und sehr leichten Schlaf haben macht sich das wirklich bemerkbar. Auch bilde ich mir ein, eine spürbar bessere Regeneration feststellen zu können.

L-Arginin
Arginin ist eine prima Aminosäure vor dem Training, denn sie verbessert spürbar die Durchblutung und damit die Versorgung und damit das Muskelwachstum UND man bekommt einen super Pump im Muskel. Ein tolles Gefühl. 😀

Kick-Supp
Damit meine ich Produkte mit Koffein, Taurin und allem was munter macht. Getestet habe ich bisher: Kick-Speed von Best Body Nutrition, Amok von Olimp und Thermo-Speed von Olimp. An Kickspeed hat mich gestört, dass es so spät anschlug und so lange nachwirkte. Ich geh recht spät zum Training, da ist es sehr lästig, wenn man im Training noch keine Wirkung spürt, dafür aber die ganze Nacht wach liegt und gedankliche Streitgespräche führt, weil der Körper inzwischen hellwach und bereit fürs Training ist. 😉 Mit Amok ist mir das nicht passiert, vielleicht weil es kein Guarana (pflanzliches Koffein, das langsamer freigesetzt wird) enthält. Dagegen spricht, dass ich auch mit Thermo-Speed, einem Kick-Supp mit Fat-Burner-Zusätzen, noch nicht passiert ist. Bei Thermo-Speed konnte ich zusätzlich feststellen, dass ich mehr schwitze, mein Stoffwechsel echt auf Trab ist und ich definitiv heiße Wangen davon bekomme (wie nach einem Glas Sekt auf leeren Magen *g*). Ob man das mag, ist Geschmackssache. Auch sollte man nicht glauben, dass die geringfügig und lokal höhere Körpertemperatur nun so einen Unterschied in der Kalorienbilanz bringt. Ich find es gut, da mein Stoffwechsel in Diäten schnell zum Einschlafen neigt und ich durch die Wirkung der Kick-Supps mehr Biss im Training verspüre.

Kreatin
Kreatin sollte man sich aufheben, für frustrierende Phasen, in denen man verzweifelt. Kreatin bringt definitiv eine Kraftsteigerung, allerdings bedeutet das auch höhere Last auf alle Hilfsmuskel, Sehnen und Gelenke und birgt damit ein höheres Risiko für Verletzungen, Überlastungen und Kontrollverlust. Kreatin ist nichts für Anfänger. Und in Diäten muss man damit rechnen, dass nach 1-2 Woche regelmäßiger Einnahme plötzlich das Gewicht auf der Waage klettert, weil man Wasser einlagert. Auch werden viele „Specialmischungen“ angeboten, die aber alle keine spürbare Verbesserung bewirken, das einfache Kreatin-Monohydrat ist da noch immer das beste.

Das sind die Supps, die ich selbst konsumiere.
Mein Freund schwört auf Omega-3 für Herz, Blutdruck und Gefäße. Außerdem nimmt er BCAAs, was essentielle Aminosäuren sind, die vom Körper nicht verstoffwechselt und primär zum Muskelaufbau genutzt werden. Das Problem für mich daran ist: Man muss den Studien glauben, weil man nichts davon spürt. Auch lösen sich BCAAs nicht in Shakes sondern bleiben am Stabmixer und am Gefäß kleben, außerdem schmecken sie widerlich bitter. *pfui*
Hat hier sonst jemand gute Erfahrungen damit, die mich überzeugen? 😉

Vorstellung: Lieblingsbodybuilder

Jeder Jugendliche hat so seine Vorbilder, die er bewundert und dadurch auch stärker betrachtet als andere Menschen. Dadurch hört man diesen Leuten besser zu, nimmt ihre Sprüche intensiver auf, erteilt diesen Leuten eine Rolle als Lehrer.

Als Erwachsene meinen einige, man sollte lieber sein eigenes Idol sein und sollte keine anderen mehr anbeten. Ich halte das für Ansichtssache und nehme mir gerne Vorbilder, weil ich mein ganzes Leben als Weg betrachte, als Entwicklungsweg. Leben ohne Veränderung ist für mich wie ein Leben aus dem Grab heraus. Und so betrachte ich Menschen auch gerne aus dem Blickwinkel heraus und frage mich, was ich von ihnen lernen könnte oder welche Eigenschaften sie besonders machen. So ist das auch mit den Großen des Bodybuildings. Auch da habe ich meine Lieblinge.

Mein absoluter Liebling ist Lee Priest– The blond Myth.
Dabei hat Lee Priest 2006 seinen letzten Wettkampf auf der Bühne gehabt, also lange bevor ich zu diesem Sport gefunden habe. Außerdem ist er klein, gerade mal 1,62m groß.
Wieso also gerade er? Und wie komme ich auf ihn?
Lee Priest taucht noch immer oft auf Motivationsvideos auf, in Foren gibt es viele Berichte über ihn und er selbst kommt noch oft für Gastauftritte zu großen Shows. Aber das faszinierende für mich ist seine Aura, seine Ausstrahlung.
Bodybuilding ist ein Sport, bei dem es um dein Äußeres geht und um all die Defizite, die dich beschränken. Es ist ein Wettkampfsport, bei dem man quasi nackt vor einem Publikum auftritt, dass deinen Körper genauestens nach Fehlern absucht. „Oh schau, die linke Schulter ist etwas größer als die rechte und der breite Nacken passt nicht gut zur schmalen Taille. Ne, der hat keine gute Symmetrie….Und da hat er noch zu viel Wasser eingelagert. Hier sieht er zu flach aus.“
Dazu kommt die Genetik. Im Bodybuilding geht es nicht allein darum, große Muskeln zu bekommen. Es geht auch darum, den Körperfettanteil extrem niedrig zu bekommen, dabei aber nicht flach auszusehen, den Wasserhaushalt genau zu dosieren, aber vor allem geht es darum, ein ästhetisches Gesamtbild zu bekommen und das ist größtenteils Genetik und damit Glücksspiel. Bodybuilding ist also kein Sport, den man auf Wettkampfniveau treiben sollte, wenn man Niederlagen und Kritik nicht locker wegsteckt. Im Bodybuilding wird die deine Genetik vorgeworfen, dein Training in Frage gestellt, an deiner Ernährung rumgekrittelt und vor allem das Ergebnis deiner Bemühungen: dein gestählter Körper, wird immerzu kritisiert.

Und da kommt Lee Priest auf die Bühne, mit einem Lächeln, dass jedem entgegen schreit: Hey, schaut mich an, ich seh so verdammt gut aus!

Auch die anderen Bodybuilder grinsen und ziehen Mienen, die ihre Selbstzufriedenheit zeigen sollen. Aber Lee Priest ist der einzige, dem ich das abnehme. Das meine ich mit Aura, schaut euch den jungen Gott an. Lee Priest ist stolz auf sich und er liebt das, was er tut. Er weiß, dass irgendwo immer etwas besser sein könnte, aber er verabscheut sich nicht. Er mag sich und das spürt man.
Von Lee gibt es auch die heftigsten Offseason-Fotos, die ich je gesehen habe. Schaut euch das an!
Quelle: http://www.ironsport.de/
Wie selbstzufrieden er als dicker Sack grinst. ^^ Wenn er auf seine Größe angesprochen wird, sagt er immer, dass er in seiner Familie einer der größten ist und wenn ihr seine Mama fragt, sei er der Gewinner.
Das ist für mich der wesentliche Aspekt des Bodybuildings, ich will es tun, um stolz auf mich zu sein, egal, wie viele Fehler andere in mir sehn. Ich will stolz sein auf das, was ich bin und auf das, was ich mache. Lee Priest darf übrigens nicht mehr auf die Bühne, weil er gesagt haben soll, dass man mit den Kampfrichtern schlafen muss, um zu gewinnen. Dafür wurde ihm eine 12,000$ Strafe auferlegt und die Auflage, sich zu entschuldigen. Lee hat beides dankend abgelehnt. Er fährt jetzt lieber Trackster-Rennen und lässt die Tattoos bis ins Gesicht wachsen. Ein echter Freak eben. *seufz*

Der zweite Bodybuilder, der für mich eine herausragende Rolle spielt, ist Kai Greene – The Predator. Viele Bodybuilder wählen eher ästhetisch-anmutende Beinamen. Wie etwa „The Blade“, „The Gift“. Namen die an Perfektion und Schönheit erinnern. Predator fällt nicht in diese Kategorie und auch Kais Körperbau fällt nicht in die Kategorie „ästhetische Physik“, sie ist freaky. Er hat so freakig-riesige Muskelberge. Sein Latissimus ist ein Gebirge, der sich über eine große Ebene erhebt.
Bei solchen Muskelbergen glaubt jeder, dass sich so ein Mensch vor lauter Muskeln nicht mehr bewegen könne. Aber Kai Greene widerlegt das. Er zeigt in seinen Routinen, wie er ganz gemütlich in den Spagat geht, oder einen schööön langsam aufgebauten Kopfstand macht, vor allem aber zeigt er, wie man sich bewegt, wenn man wirklich Kontrolle über seine Muskeln hat und seine Bewegungen steuert, statt sich nur darauf zu verlassen, dass die Füße schon wissen, was sie tun müssen, wenn man vorwärts will.

Schaut euch diese fantastischen Bewegungen an!

Wenn ich an Kai Greene denke, kommen mir zwei Satzfetzen in den Sinn: Einmal „Imagine!“ und zum anderen „This is my life, but this is also me living it.“ Man hört Kai Greene sehr oft „imagine“ sagen. Er meint damit, dass man sich seine Ziele visualisieren soll, so fest, bis man sie klar vor Augen hat. In einem Video steht er von einer Wand mit Plakaten der ganz Großen und sagt zu jemandem: „You have to imagine, with every contraction, this is the result!“ Dieser einfache Satz hat bei mir eine große Wende abgeschlossen. Durch diesen Satz bewerte ich meine Einheiten anders. Ein gutes Training ist nicht, wenn ich im zweiten Satz der dritten Übung eine Wiederholung mehr geschafft habe, als in der Vorwoche. Ein gutes Training ist nicht, wenn ich all die Übungen und Wiederholungen der Vorwoche halten konnte. Ein gutes Training ist nicht, wenn ich eine Scheibe schwerer auflegen kann. Nein. Ein gutes Training ist, wenn ich diesen einen Muskel erspürt und im Training fertig gemacht habe. Mit jeder.einzelnen.Wiederholung. Jede Wiederholung zählt, nicht erst der ganze Satz als solcher. With every contraction, this is the result ist für mich zu einem Mantra geworden, dass ich mir vor schweren Sätzen aufsage. Erst durch diesen Gedanken konnte ich meinen von mir selbst vorgelegten Satz- und Wiederholungszahlen den Wert nehmen, konnte sie als irrelevant markieren und endlich wirklich daran glauben!, dass es auf das Gefühl in jeder einzelnen Wiederholung ankommt. Erst seitdem mach ich wirklich langsamer. Denn langsamer bedeutet, dass man schneller ermüdet, aber es bedeutet auch mehr Gespür.

„This is my life, but this is also me living it.“ Das sind zwei Aussagen. Einmal eine Feststellung: Dass also ist mein Leben. Man betrachtet es als Außenstehender, Zuschauer, passiv. Und dann kommt der zweite Teil: but this is also me living it! Das ist das gewählte Leben, das selbst bestimmte Leben, Leben, dass man mit dem eigenen Willen und aktiv getroffenen Entscheidungen lenkt. Dafür steht Kai Greene für mich, für ein Leben, das ich selbst lenke und ausfüll.

Habt ihr noch Vorbilder?
Erzählt mir davon! Gern auch als Kommentar oder als Post in euren eigenen Blogs. Wer inspiriert euch und warum?

BBQ

Die beste Idee meines Mannes war die, die Schummeltage vorzuziehen, sodass Freitag schon geschummelt wird und Sonntag wieder mit Diät weitergemacht. Denn Freitag Abend fängt das Wochenende an, da will man entspannen und feiern.

Und wie kann man besser das tolle Wetter feiern als mit Grillen im Garten?

Aber wie das so ist, man plant, schaut nach dem Wetter, alles steht auf SONNE. Und kaum nähert sich der Tag des Ereignisses, überlegt es sich der Wetterbericht von Stunde zu Stunde anders, bis aus strahlend-heißen Fast-Sommertagen wasserfallartige Herbsttage werden. Aber das kann ja eine grillfreudige Arwen nicht erschüttern. So stellte ich den Grill bei den ersten Tropfen Regen auf, lies ihn mir von den stürmischen Böen gut anheizen, bald kamen auch zwei hartgesottene Freunde dazu und mit Bowle wurde es ein feucht-fröhliches Vergnügen.

Ich hab mir wieder so den Bauch vollgeschlagen, bis nichts mehr reinpasste. Heute werden die Reste vernichtet, ein paar Pralinen entleibt und ich weiß jetzt schon, dass ich mich spätestens heute Nachmittag, wenn mein ganzer Körper von der Fresserei völlig erschöpft ist, wieder auf die Diättage freu. Auf das Gefühl, wenn der Magen kleingeschumpelt und der Stoffwechsel auf voller Power ist. Die achte Woche Diät ist fast um und ich fühl mich einfach nur wohl damit. Hier und da treten langsam die Konturen stärker hervor. Die Schultern bilden langsam wachsende Hübel. Meine Oberschenkel werden trockener und zeigen langsam richtig sichtbar die darunterliegende Muskulatur. Und selbst der fiese Hüftspeck schrumpft fast unmerklich langsam, aber dennoch. Ich kann schon fast so etwas wie eine Taille erahnen.

Nach dem Grillen waren alle völlig erschöpft. Bis auf Floppsy, der war sauer, weil er nicht mit durfte und wir dann wohlduftend wieder heim kamen.2

Meine Stadt, die junge, wilde…

Nachdem ich letztens hier das alte Gesicht meiner Stadt vorgestellt habe, möchte ich heute das Gegenteil zeigen.

Meine Stadt, ganz jung und rebellisch.
Wo sich alt und neu die Hand reichen…
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mit analogen Verlinkungen…
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klaren Ansagen…
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negativ Graffitis…
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Werbung…
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schöneres Wohnen…
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Wettbewerb…
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Kunst.
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