Wem es zu wohl ist, der geht nach Gohlis…

Oder: Tage lang machen mal anders…

Derzeit fütter ich zusätzlich zu meinen Babies noch zwei Katzen einer Freundin. Das könnte man doch mit einem Stadtbummel verbinden, dachte ich. Aber was machen wir in der Stadt? Shoppingmäßig sind derzeit keine Wünsche offen. Ausstellungen gibts bald wieder schöne aber heute nicht, Samstag ist der ungünstigste Tag für einen Zoobesuch. Was tun?

Unsere Schaumstoffstücken zerfallen langsam…warum also nicht einen Spaziergang zum Obi unternehmen, um neue zu kaufen?
Was für ein fataler Gedanke das war, stellte sich leider zu spät heraus.
Aber zuerst ging es zum Schultertraining. Derzeit ist es weit angenehmer vormittags zu trainieren als abends, also verschoben wir das Schultertraining auf heute.
Bereits beim Aufwärmen spürte ich enorme Energien, die freigesetzt werden wollten. Die Gewichte flogen nur so und ich spürte eine Kontrolle über das Gewicht, wie lange nicht. Der Biss war da, ob es daran lag, dass ich den morgendlichen Kaffee gegen zwei Thermospeed getauscht hatte? Muharhar…
Aber ich wollte ja nicht übertreiben, ne? Schließlich hatte Slaine heute schon mit üblen Schulterschmerzen zu kämpfen. Ne?

Aber nicht mit Slaine, wenn er schon nicht richtig Gas geben kann, muss das seine Freundin wenigstens tun. Zack, flogen die 17,5er Hanteln ins Regal und die dicken 20ger lagen vor meiner Bank.
Öhm…okay!1
Zack landeten beide neben meinen Schultern und auch wenn ich sie wieder nicht allein rausgedrückt bekam, so schaffte ich es doch ein Stück weiter als sonst. Und danach kamen immerhin sieben (7!!!) also in Worten SIEBEN Wiederholungen und die habe ich richtig gespürt.
Sauber!
Obwohl die letzte DAA-Einnahme bald drei Wochen zurückliegt, habe ich nicht das Gefühl, schwächer zu werden, im Gegenteil. Ich bin gut konzentriert, top fokussiert und habe am Anfang des Trainings richtig Power.
Also ging ich rüber zum Kabelturm, wo ich seit ein paar Wochen Seitheben einarmig am Kabel mache. Dadurch ist der Fokus für jede Schulter einzeln größer und ich habe das Gefühl, gute Fortschritte zu machen, weshalb ich auch da heute erhöht habe.
Also weiter zum Frontheben…und da spürte ich sie wieder, die Auswirkungen der Diät..es beginnt mit mehrmaligem Gähnen, dann werden die Arme schwer und die Augenlider und überhaupt sieht die Ecke auch gemütlich aus, so gemütlich, dass man sich doch mal fix zusammenrollen und knacken könnte.
Ich brauch keine Benzinanzeige, um zu wissen, wann mein Tank leer ist. 😉

Also ging es nach einem kurzen Zwischenstopp Zuhause los nach Gohlis, einem Stadtteil im Norden. Die beiden Pupsgesichter freuten sich über unseren Besuch und neidisch beobachtete ich, wie Slaine sich gleich wieder ins Herz von Tieren spielt. Während ich erst dreimal zu Besuch kommen und stets erstmal ausgiebig beschnüffelt werden muss, wird Slaine direkt mit Schnurren begrüßt, auf Schritt und Tritt verfolgt und die Knäule spielen mit ihm, als hätten sie heimlich eine Show eingeübt…*gggrrrrr*
Nach dem Besuch überlegten wir, wie wir nun am besten zum Obi kommen.
So weit kann das doch nicht sein…
Wenn man hier lang geht, müsste man doch…
Abenteuer, sagte ich und damit wars beschlossen, wir stapften in unbekannte Straßen los.
Und gingen…
schlurften…
hechelten…
durch Ödnis…
und Verderbnis…
2
Hatten wir ein Wurmloch erwischt, dass uns in ferne Gefilde geschleudert hatte?
3
Wo zur Hölle sind wir gelandet?
1
Und wer verdammt nochmal war der Idiot mit der Idee gewesen, zum Obi zu laufen?

Der Durst lies alles nach Sand schmecken, die Haut brannte, die Luft flirrte und endlich kam die Rettung in Sicht!
Eine Tankstelle mit eiskalten Getränken und einer Bedienung, die man fragen kann.
Eine Bedienung, die die Antwort nicht kennt, aber wir waren für 0,2 Sekunden erfrischt und schöpften neuen Mut.
Und da…von einer riesigen Brücke, die eher einem Autobahnzubringer glich, konnten wir sie sehen, die orange-weißen Obifahnen, die genauso schlaff in der Hitze hingen, wie wir uns fühlten.
Spielten uns unsere Augen einen Streich, oder rannte da ein Jogger mit Mütze auf der Bundesstraße entlang?
„Der hat bestimmt heiße Sohlen. Schau mal, der zieht die Schultern hoch als würde er bei jedem Schritt Au, uh, oh, ist das heiß! rufen.“
Wir mussten nur noch Dornengestrüpp und Parkplatzanlagen überwinden und endlich überschritten wir die Schwelle zum Obi wie Ertrinkende sich aufs rettende Floß ziehen.
Im Obi fanden wir neuen Schaumstoff und ein neues, piepsendes Mäuschen für unsere Knödel hier zum Spielen. Obwohl die mit einem Karton und etwas raschelndem Papier noch immer am glücklichsten sind.
1

Jetzt müssen wir die Schaumstoff-Griffhilfen nur noch zuschneiden und bei Astro-TV anrufen, dass die uns die mit Energie aufladen. Aber hoffentlich mit der richtigen Energie, nicht mit Finanzkraft oder Potenzkraft, wir brauchen Muskelkraft!
Gleich mal anrufen, ob die den übers TV auch aufladen können, oder ob wir die erst einschicken müssen.

Wenn das mal keine Power beim Training bringt. ;D

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