Wenn die Idylle trügt…

Gegen 18 Uhr wollte Slaine mal nachschauen, ob es denn wirklich ein Mädchen ist. Statt der Geschechtsbestimmung fand er Würmer, Flöhe, Flohlarven und Flokot zuhauf. Also ab in den Transportkorb mit ihr, zur Tierklinik, wo wir einen wunderschönen Abend verbrachten. -.-

Nun sind alle drei Katzen mit Antifloh-Flüssigkeit im Nacken beträufelt, haben eine Tablette im Mettmantel zu sich genommen, die Bude ist geputzt, das Bettzeug im Müll, die Klamotten in der Waschmachine (der Schleudergang wird gegen ein Uhr erwartet), das Portemonnaie ist um 80 Euro ärmer und wir haben soeben mit einem Glas Wein aufs Elternsein angestoßen, bevor ich mich mit der Kleinen ins Quarantänezimmer zurückgezogen habe.

Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein hingegen sehr.

Dass es in der Tierklinik so lange dauerte, hatte einen fürchterlichen Grund. Bereits in der Straßenbahn schwatze mich eine junge Mutter an, dass sie ja auch gern nochmal ein Kätzchen hätte, die letzten beiden aber den Sturz aus der zweiten bzw. dritten Etage nicht überlebt hätten.
Shit happens, wa?, war der Ton ihrer Erzählung…

In der Klinik hieß es dann, es könne dauern, weil ein paar akute, lebensbedrohliche Fälle eingeliefert worden seien…
nach ein paar Stunden Wartezeit kommen nochmals Pärchen vorbei, die eine jämmerlich jaulende Katze dabei haben, die aus dem Fenster gefallen ist. Und die Sprechstundenhilfe ruft auf einer anderen Station an, ob man ihr noch ein paar Studenten schicken könne, es sei schon wieder eine gestürzte Katze eingeliefert worden.

Wenn wir Freunde eingeladen haben, erleben wir häufig diesen ungläubigen Blick, weil wir bestimmt darauf hinweisen, dass hier keine Fenster geöffnet werden sollen. Denn WENN wir lüften, wird stets ein Katzengitter, das in einen selbstgezimmerten Holzrahmen gespannt ist, eingefügt. Viele halten das für übertrieben, schließlich landen Katzen doch immer auf allen Vieren.
Ein Besuch in der Tierklinik belehrt einen da eines Besseren.

Zu dem Katzennetz wird handelsüblich ein ziemlich dämliches Drahtgestell angeboten, um das Gitter zu spannen. Die Bewertungen verraten schon, dass sich dieses Gestell kaum richtig installieren lässt und selbst nach erfolgreicher Installation total instabil und unsicher ist.
Eine günstige, stabile und einfache Abhilfe ist da ein selbstgebauter Rahmen. Man braucht nur die entsprechenden Fenster abzumessen, Holzleisten in der entsprechenden Länge zu erstehen, diese mit Winkeln zu einem Rahmen zu verschrauben, mit Reißzwecken oder einem Tacker das Katzengitter zu befestigen und zwei Riegel dort anzubringen, wo die normalen Fensterverschlüsse schließen.
Fertig sieht das Ganze so aus:
6b

Günstig und sicher.

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