Einen fröhlichen ersten Advent!

Na? Hat bei euch heute auch der erste Shoppingrun eingesetzt?
dela und wasabi rennen

Habt ihr vor den Schaufenstern ein Tänzchen aufgeführt?

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Und dann nur albernen Kram mitgenommen, den keiner will oder brauch?

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Egal, wie ihr den Tag verbracht habt, wir wünschen eine schöne Adventszeit. 😉

Wer weniger isst, vergiftet sich weniger…

Während meines Abiturs erzählte unser Biolehrer immer mit breitem Lachen Anekdoten über angewandte Chemie. Er erklärte, welche Lebensmittel mit anderen reagieren und erzählte, dass er mal als Streich Trockeneis in einem Koffer im Zug transportierte. Der dabei entstehende Rauch hat für viel Panik gesorgt. Der Unterricht gab uns viel zum Nachdenken und eines Tages meldete sich eine Mitschülerin und sagte: „Oh bitte, Herr Klein, ich weiß bald gar nicht mehr, was ich überhaupt noch essen soll. Alles ist ungesund!“ Worauf der Lehrer weiter breit lächelnd antwortete: „Na, am besten essen sie von jedem etwas, dann heben sich die Gifte gegenseitig auf oder härten sie ab.“

An diesen Lehrer musste ich heute denken, als ich in den weiten des Internets auf einen Post stieß, in dem ein Mädchen schrieb: „Nach einem Jahr clean essen, hab ich gestern gewagt zwei Lebkuchen zu essen. Mir war ungefähr halbe Stunde danach übel, mit Brechreiz und Kopfschmerzen. Dabei reagierte ich nie empfindlich auf Nahrung und hatte auch in der Vergangenheit keine Verdauungsprobleme. Die einzige Erklärung die ich habe, dass uns gesunde Nahrung sensitiver macht. Hat jemand von euch ähnliche Erfahrung gemacht?“ Darauf folgten viele zustimmende Antworten von Mädels, die ähnliche Erfahrungen mit anderen ‚Fastfood-Lebensmitteln‘ gemacht haben.

Passend dazu erschien heute ein Artikel in der Zeit online, der genau das Thema behandelt. Der Artikel beginnt mit dem gesellschaftlichen Aspekt: Der Glaube an Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder den schlechten Einfluss gewisser Lebensmittelinhalte mache es zunehmend schwer, mehrere Leute an einen Tisch zu bekommen. Sei es nun in Kitas oder beim gemeinsamen Abendessen mit Freunden, stets will alles genau bedacht und besprochen sein, alle Lebensmittel gezielt ausgewählt sein. Dabei gelten die Leute, die sehr auf solche Vermeidungen achten als nobel, während jemand, der alles isst, eher als unzeitgemäß und primitiv gilt. So kommt es, dass immer mehr Menschen zu speziellen Lebensmitteln greifen und auf viele Inhalte verzichten, ohne tatsächlich eine solche Unverträglichkeit zu haben. Sie lesen und hören überall die Berichte von Stars und Betroffenen, die ihre Ernährung entsprechend umgestellt haben und nun ein viel besseres, glücklicheres, gesünderes Leben führen.

Nahrungsmittel mit speziellen Inhalten als neuer Absatzmarkt der Lebensmittelindustrie…im zweiten Teil des Artikels wird der kommerzielle Aspekt des Themas näher beleuchtet. Nachdem fettarme oder zuckerfreie Produkte sich nicht mehr so gut verkaufen, passt die Angst um die Inhalte in Lebensmitteln der Lebensmittelindustrie gut, um durch gezielte Werbung diese Angst zu mehren und massenhaft solcher speziellen Lebensmittel teuer zu verkaufen. Mit der Angst im Nacken gibt der Verbraucher gern Geld für das Gefühl von Sicherheit und Gesundheit aus. Die Palette der vermeintlich schlechten Inhaltsstoffe lässt sich dabei leicht vergrößern. Aspartam, Histamin, Gluten, Laktose, Stärke, Zucker, Nitrat, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe…die Liste lässt sich leicht beliebig erweitern, denn man weiß ja nie. Man kann sich einfach nicht sicher sein. So werden Bedürfnisse nach neuen Speziallebensmitteln künstlich geschaffen und die Lebensmittelhersteller treten als Gesundheitsberater auf.

Im dritten Teil wird dann der verunsicherte Verbraucher nochmals genauer betrachtet. Parallel zu dem Klischee der alten Leute, die nur noch über ihre Gebrechen erzählen können und sich vollkommen darüber definieren, gibt es nun auch den Typus des Menschen, der zwar gesund aussieht, bei dem sich aber alles um seine Gesundheit, Fitness und Ernährung dreht, allerdings aus der Sicht seiner Defizite. Lebensmittelunverträglichkeiten werden zum Trend und schließlich zum Teil der Persönlichkeit erhoben. Essen an sich bekommt den Touch des Ungesunden und Verzicht wird zur obersten Maxime. Wie bei der jungen Dame, die besorgt den oben stehenden Post verfasst hat, ist dabei Besorgnis die grundsätzliche Einstellung. Man ist immer und ständig besorgt, beobachtet sich genauestens, jede Reaktion wird ausgewertet und das Leben danach angepasst. und der Placeboeffekt, so die Zeit, gilt auch hierbei. Wenn ich daran glaube, dass etwas Wirkung auf mich hat, dann hat es die mit einiger Wahrscheinlichkeit auch. Dabei will der Artikel niemandem seine Lebensmittelunverträglichkeiten abstreiten oder Lebensmittelallergien als Mythos deklarieren, bemängelt wird lediglich die Angsttreiberei unter der Bevölkerung.

Hier nochmal der Link zum Artikel:
http://www.zeit.de/2013/48/ernaehrung-essen-lebensmittelunvertraeglichkeit

„Die einzige Erklärung die ich habe, dass uns gesunde Nahrung sensitiver macht.“ Wenn das stimmt, spricht das doch eigentlich dafür, eine abwechslungsreichere Ernährung dem Verzicht vorzuziehen, und sei es, um den Körper abzuhärten. Schließlich ist nicht der der Fitteste, der die meisten Gebrechen aufzuweisen hat, sondern der, der mehr Angriffen standhält. 😉

Mal ein Transformationsvideo der anderen Art

Ich habs gestern im Fratzenbuch gesehen. Was mich daran wirklich beeindruckt hat ist, dass dem Mann ausgerechnet Yoga geholfen hat. Bei seiner Voraussetzung hätte ich an Yoga als allerletztes gedacht. Wenn ich an Yoga denke, seh ich Körper vor mir, die scheinbar der Schwerkraft trotzen und sich bis zur Unkenntlichkeit verbiegen. Aber daran sieht man wieder, es gibt unendlich viele Wege, sich zu verändern und scheinbar Unabänderliches umzustoßen. Man darf sich nur nicht von Niederlagen unterkriegen lassen. Und wenn andere an dich glauben, hilft das auch. 😉

Gefährliche Küchenabenteuer Teil 2!

Kochen macht mir nur Spaß, wenn ich irgendeine tolle Idee im Hinterkopf habe, die ein exotisch-leckeres Essen verspricht, was es noch nie (oder noch nicht oft) gegeben hat. Ja nicht dauernd dasselbe kochen!

Erschwerend kommt hinzu, dass ich ein absoluter Rezeptemuffel bin. Egal wie viele Gewürze, Saucen, Kräuter und Gedönse ich da habe, es fehlt garantiert immer etwas, für ein Rezept. Und wenn ich dann einkaufen gehe, um die fehlenden Zutaten zusammenzutragen, kommt mir mitten in der Zubereitung der geniale Gedanke, wie das Rezept noch zu verbessern wäre…was eigentlich noch nie zu einem guten Ergebnis führte. Aber ich bin ja kein Empiriker, ne? Diesmal wird alles anders…

Und so kommt es, dass ich immer öfter zu fertigen Mischungen greife, um Gerichte etwas aufzupeppen. Denn wenn alles, was ich tun muss ist, eine Tüte zu öffnen und den Inhalt über das geschnittene Fleisch zu schütten, dann kann doch nicht viel schiefgehen, oder? Mit Knorr und Maggi bin ich seit einiger Zeit durch und an Tüten ala „Huhn an Organen-Marzipan-Sauce“ komm ich nicht mehr ran, seit einmal das ganze schöne Huhn nach Zuckerbonbon mit Orangenlimonade geschmeckt hat. Pfui!

Also renn ich gerne mal zum Chinaladen meines Vertrauens, um mir neue Experimente zu holen. Ich greif immer wild zu und hoffe, dass es schmeckt. Was soll schon passieren, außer, dass es mal ein bisschen eklig schmeckt..oder scharf wie die Hölle ist…1

Das ist doch nicht gefährlich…
AUßER, man verträgt seit einiger Zeit keine scharfen Sachen mehr und bekommt davon Krämpfe. Was bei mir leider der Fall ist, sodass ich vor einiger Zeit einmal nachts um vier in der Notaufnahme vorstellig wurde, nachdem ich vom Kotzen, Durchfall und den Schmerzen so fertig war, dass ich mich kaum auf den Beinen halten konnte.

Die offene Tüte in der Mitte (auf dem Foto) war gestern so eine Überraschung. Die Hölle muss eiskalt dagegen sein, die Zunge brannte nur, man schmeckte nichts mehr, die Nase war frei und die Augen voller Kullertränen. Heidewitzka! Dabei hab ich das Pulver an 1kg Fleisch, statt angegebene 500g geworfen!
Hach, ich liebe die Gefahr!

..und hab schnell zwei Buscopan hinterher geworfen, sonst hätte ich bestimmt nicht überlebt! 😉

Die große Versuchung…

Die dritte Woche der Diät ist rum. Anfangs kullerten die Zahlen nur so nach unten, wie das am Anfang einer Diät so ist. Und ich freute mich bereits auf die 79,Xkg auf der Waage, nachdem sie nun schon drei Tage hintereinander 80,1 gezeigt hatte.

Und dann kam ich, viel früher als in den letzten Diäten, an den Punkt, der mich immer völlig fertig macht. Die Waage sprang nicht auf 79,9 kg sondern auf 81kg. Einfach so. Und mit diesem Ergebnis stand Besuch von Freunden an. Das bedeutet normalerweise: Essen bestellen, vorm Rechner hocken, zocken, Alkohol in Strömen. Der perfekte Punkt also, um aufzugeben und sich fallen zu lassen.

Unsere Freunde bestellten bei unserem sündigsten und verführerischsten Lieferservice und holten auch noch eine Almondy Torte… Und verrückterweise dachte ich nur: das hatte ich alles schonmal…und rührte mir meinen Magerquark ein. Nur eine Cheatmahlzeit gönnte ich mir, zum Abschluss der dritten Woche.

Und jetzt, wo es vorbei ist, fühl ich mich gut, weil es sich so anfühlt, als hätte sich wirklich etwas in mir verändert. Es gab auch keine Diskussionen, ob ich nicht doch was von der Torte essen will oder warum ich das mach und ob ich nicht doch eine Ausnahme machen will. Es war einfach klar, dass mein freund und ich die Diät jetzt locker durchziehen. Weil wir einfach viel zu viel tun, um noch so dick auszusehen. Wir wollen endlich nach dem aussehen, was wir leisten und nicht nach dem, was wir vermasseln.

Am Ende des Wochenendes landete im Müll:

  • eine halbe Almondytorte
  • 1,5 Burger
  • 1 Flasche Vitacola
  • drei Frikadellen

Und es tat gar nicht weh. 😉

Ich wittere Gefahr…

Es gibt doch nichts Schöneres, als ein bisschen Nervenkitzel im Alltag. Und es gibt nichts Scheußlicheres, als stumpfe Messer in einer Küche.

Und so kam es, dass mich die alberne Reklame im Rewe letztens nicht, wie sonst üblich, nervte, sondern geradezu anzog. Ein schönes, leichtes Keramikmesser, mit spiegelblanker Schneide, schneidet durch Fleisch, wie durch Butter. Ich musste es haben!

Seither habe ich großen Respekt vorm Kochen, auch große Freude, aber vor allem eine gute Spur Angst. Denn immer frage ich mich, wann diese schöne Schneide wohl aus Versehen die eigenen Finger genauso butterweich durchtrennt, wie das Huhn vor mir.

Aufregend!

keramikmesser

Nach zwei Wochen Diät…

…erinnert man sich plötzlich, was das eigentlich bedeutet.

Quark

  • abends im Bett der Hunger
  • viele Überlegungen beim Einkaufen
  • man steht ständig in der Küche
  • mehr Abwasch
  • im Training fehlt die Kraft
  • öfter mal Müdigkeit
  • alles wird gewogen, gezählt, eingetragen…und man ärgert sich, weil viele Lebensmittel falsch eingetragen wurden und man noch dauern umrechnen muss
  • die Angst vorm Stillstand auf der Waage
  • Angst haben, dass der Stoffwechsel runter fährt
  • die Konfrontation mit dem Gedanken, wie lange es nun noch konsequent so weitergehen muss, bis man ans Ziel kommt
  • die Angst vor der Angst bzw. vorm Versagen und wie enttäuscht man dann wieder von sich selber wäre

Wenn ich diese Liste selber lese, möchte ich einfach nur weglaufen, denn das klingt unzumutbar. Tatsächlich hatte ich jetzt ziemlich lang die Nase gestrichen voll vom Diäten. Aber manchmal gibt es unter Millionen guten, wahren Sprüchen einen, der im Kopf einen Hebel umlegt.

Ich weiß nicht wie viele Nächte ich wach lag, weil mein Magen drückte und mir übel war, von all dem Zeug, was ich gegessen hatte. Solche Nächte kennt sicher jeder. Und ich hab mich manchmal gefragt, ob all die Empfindungen, all die Wut auf einen selbst, denn gar nichts bewirken? Ob man denn nie dazu lernt? Ob sich nie etwas ändern wird?

Nach einer solchen Nacht hatte ich das satt. Wie schon hundert Mal zuvor. Und ich wollte etwas ändern. Wie auch schon hundert Mal zuvor. Und zu meinem Freund sagte ich: „Weißt du, ich will all das, was ich gut und richtig mache, all die Trainingseinheiten, die vielen begonnenen Diäten, den ganzen Aufwand, ich will das alles einfach nicht mehr kaputt machen. Ich bestrafe mich doch nur selbst.“

Das war kein neuer Gedanke, das hat man schon oft irgendwo gelesen. Aber dieses Mal hat es Klick gemacht. Zwei Wochen ist das her, eine lächerlich kurze spanne, für all die Kilos, die noch weg müssen. Und doch spüre ich schon, wie die Leistung im Training schlechter wird, wie ich öfter denke „Ach, morgen ist auch ein guter Tag für Ausdauersport, heut gönn ich mir Ruhe.“ und wie ich die Lust am Kochen verliere, wenn mir keine neuen Überraschungen mehr einfallen wollen.

Aber andererseits sind zwei Wochen auch schon eine Zeit und viel investierte Energie. Und das will ich nicht mehr kaputt machen. Ich will mich nicht mehr selbst bestrafen und dazu muss ich mein Leben ändern.

Wo werde ich in einem Jahr stehen?

Und schließlich gibt es auch die andere Seite:

  • der Stolz auf jeden (guten) Tag
  • das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein
  • gesteigerte Libido (im Fett sind viele Sexualhormone gespeichert, die freigesetzt werden, wenn man abnimmt)
  • immer genug Eiweiß in der Bilanz
  • man spart viel Geld (für Süßigkeiten, Aufschnitt, Restaurantbesuche)
  • die Hoffnung, sich endlich einen ganz großen Traum zu erfüllen
  • die Veränderungen im Spiegel
  • gesteigerter Spaß beim Klamottenshoppen
  • Sachen, die man lange nicht tragen konnte, passen wieder
  • gesündere Lebensmittel (außerhalb der Diät würde ich mir nie Obst fertig machen oder einen Gemüseteller zum Naschen)
  • der Stolz der Verwandten und die Komplimente, wenn man sie nach langer Zeit wiedersieht