Die beste Zeit um in den Zoo zu gehen

ist JETZT! Es ist herrlich leer, dadurch sind die Tiere auch gut drauf, die Vögel im Gondwanaland, die man im Sommer kaum sieht, fliegen herum und trällern ihre Liedchen, als ob es schon Sommer wäre. Auch das Klima im Gondwanaland ist angenehmer, als im Sommer. Endlich hat man einmal Zeit, um ganz in Ruhe stehen zu bleiben und zu beobachten.
taube

vogel

Gestern war ich selbst als Gast da und habe mir die Babys, der Bonobo, Orang-Utans und der Gorillas angesehen und es ist echt verblüffend, wie unterschiedlich die sind. Während die ersten beiden an der Mutter baumeln, spielen oder schon selbsttätig herumklettern, ist das Gorillababy dem Menschen sehr ähnlich. Es versucht tapfer auf allen vieren vorwärts zu robben, kommt dabei aber nicht weit. Wackelig steht es auf seinen kleinen Füßchen und fällt immer wieder um. Die Mutter hat ihm eine Decke untergelegt, was das ganze noch menschenähnlicher macht. Ich war total erstaunt, dass eine Art, die so große Kräfte entwickelt, am Anfang so schwach und verletzlich ist. Witzig ist auch,dass das Gorillababy ganz ungeplant kam, keiner wusste, dass die Gorilladame trächtig ist. Morgens fanden die Pfleger plötzlich die Mutter mit Baby vor.
gorilla

orang-utan

Ein anderes Argument, warum man gerade jetzt in den Zoo gehen sollte, sind Tiere, die dem Kindesalter langsam entwachsen und von ihrer Familie verstoßen werden. Baru, das Tapierbaby ist so ein Fall. Duldet der Vater ihn immer eine Weile in seiner Nähe, so kommt irgendwann der Moment, wo die Natur durchschlägt und er den kleinen unter wildem Grunzen quer durchs Gehege jagt. Baru schreit dabei panisch und die Mutter macht auch erschrockene Geräusche. In freier Wildbahn würde sich Baru jetzt sein eigenes Terrain suchen, im Zoo müssen die Pfleger die beiden trennen, weil Baru sonst zu Tode gehetzt würde. Und so wird Baru bald Abschied vom Leipziger Zoo nehmen.
tapire
Ich habe mich letztens gefragt, ob Tapire eigentlich ein Fell haben. Eine Kollegin erzählte, dass sie vor der Eröffnung des Gondwanalands mal eins streicheln durfte. Tapire haben Fettdrüsen auf der Haut und sondern darüber eine fettige Schmiere ab. Morgens werden sie von den Pflegern gestreichelt, um sie an die Berührungen zu gewöhnen, die Pfleger haben danach ganz schwarze Hände, als hätten sie Schuhcreme darauf verrieben. Tapire habe auch ein paar Haare, aber wenige, eher wie bei Schweinen.
Auch das Ozelotbaby Simone ist zu groß, um noch bei ihren Eltern zu leben und wird bald an einen anderen Zoo vermittelt.
ozelot

Jetzt muss ich aber erstmal wieder zum Einlass. Zum Glück ist es heute etwas wärmer. Mal sehen, ob mich heute wieder Kinder fragen, ob ich bei den Tieren wohne. *g* Letztens war auch ein Kind putzig. Es schaute auf die Poster von der verstorbenen Heidi, die noch immer im Zooshop hängen, und sagte: Guck mal Mama, da ist Heidi das Meerschweinchen!
echse

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