Wochenende…oh Schreck!

Wenn man denkt, man könnte sich mal so richtig gesund schlafen…
will erst der Freund die verpasste Konversation nachholen (natürlich nachts um eins, wenn ich hundemüde bin), dann schütteln einen die Hustenkrämpfe, dass man meint, die halbe Lunge kommt in Bröckchen geflogen (war aber nur Eiter) und dann fällt dem dicken Kater ein, dass er mal fressen könnte…wobei er so viel Krach macht, dass ich fest überzeugt bin, einen Einbrecher in der Wohnung zu haben…mittlerweile war es fünf Uhr und mein Husten ließ mich sowieso nicht mehr schlafen. Also ging ich ins Quarantäne-Arbeitzimmer, um wenigstens den kommunikativen Freund schlafen zu lassen.

Leg mich ins Bett, zum Glück hängen dort die dichten Vorhänge, sodass es auch tagsüber nachtfinster bleibt.
Meistens.
Denn gestern:
4
Hallo Sonnenschein!

Mein Blick war in etwa so:
5
Aber das beeindruckt hier ja schon lange niemanden mehr.

Also hab ich mich einfach an die Arbeit gesetzt. Mittlerweile graut mir freitags schon vorm Wochenende, denn Wochenende heißt: durcharbeiten vom Morgengrauen bis Geht-nicht-mehr.
Aber es gibt auch richtig schöne Stunden dabei, wie zum Beispiel gestern, als ich die Märchen korrigierte.
Wer glaubt, dass Märchen in einer 5. Klasse gut ankommen, der hat sich geschnitten. Das ist nämlich was für Kinder…und nicht für eine 5. Klasse!

Der Anfang war vorgeschreiben: Drei Prinzessinnen lieben denselben Prinzen und bitten ihren Vater um Rat. Der gibt ihnen die Aufgabe: Reist in die Welt und bringt mir den seltsamsten und merkwürdigsten Gegenstand, den ihr finden könnt. Wer den seltsamsten bringt, wird den Prinzen heiraten.

Die Schüler sollten nun ein paar Entscheidungsfragen beantworten und schon konnte es los gehen, mit ihrem eigenen Märchenende.
Und was dabei herauskam, ist schon erstaunlich.

Bei fast allen Märchen starb mindestens eine Prinzessin, wenn nicht gleich alle drei. Manche brachten sie achselzuckend mit „die erste Prinzessin fand den Tod“ um. Andere ließen sie erst noch ein Vögelchen heilen, bevor sie ein Löwe samt Vögelchen fraß. In einem Märchen spießte ein Elch eine Prinzessin auf und schenkte der toten Prinzessin anschließend einen Tannzapfen…

Es gab aber auch Märchen, die mich wirklich erstaunt haben, so gut waren die geschrieben und sprachlich ausgekleidet. Da finden die Prinzessinnen tolle Gegenstände, kehren heim zum Vater, überlassen die Gegenstände dem Prinzen und sagen: Behalte sie ruhig, auf unseren Reisen haben wir erkannt, dass es noch so viel zu entdecken gibt. Darum wählen wir die Freiheit und reisen nochmals los.
Oder eine Prinzessin findet unterwegs die unsterbliche Liebe, eine zweite stirbt (was sonst?), die dritte aber kehrt mit einem magischen Gegenstand heim, aber der Prinz hat sich „inzwischen umorientiert“ und stellt der Prinzessin seinen blonden Gatten vor. Die Prinzessing sperrte sich daraufhin in ihrem Turm ein. Und wenn sie nicht gestorben ist, dann ärgert sie sich noch heute.
🙂

Aber trotzdem wäre mal langsam EIN freier Tag schön. Mal schauen, wann der kommt.

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