Frustrier dich nicht, orientiere dich!

Hachja, das Training…so nötig ich es habe, es blieb in letzter Zeit doch oft als erstes auf der Strecke. Zu erledigt, zu verspannt, zu wenig Zeit, zu wenig Erfolge und dann schafft man die einfachsten Gewichten icht mehr, der Tonus ist runter, alles fühlt sich falsch an und man wird unzufriedener und unzufriedener.

Doch Stopp! So soll es doch nicht sein. Ich brauche nicht noch eine Baustelle, die an allen Ecken schreit: SCHLECHT!
Was ich brauche, ist Erfolg, Ziele, die sich gut anfühlen, wenn man sie erreicht, das Gefühl auf dem richtigen Weg zu sein. DAS soll mir der Sport geben. Frust habe ich genug.

Und so ging es heute morgen mit nüchternem Magen zum Beintraining.
Yes!

Freie Kniebeuge als erste Übung.
Spür nix.
Seh meinen Arsch in der Bewegung von links nach rechts rudern.
Spüre Schmerzen in der Hüfte, als ob das Gelenk wundgescheuert wäre.
Spüre die Belastung im Knie.
Weiß, dass der Bewegungsablauf alles andere als rund ist.
Hör meinen Freund, der sagt, dass ich zu stark auf dem Vorderfuß steh.
Und möchte mich heulend ins Bett werfen.

Ich mach das nur mit der Stange im Nacken, ohne Zusatzgewicht.
Mach nur 7 Wiederholungen.
Bau als Vorbereitung bewusst Spannung auf.
Konzentriere mich voll.
Hab Fokus.
Und empfinde es als totales Versagen.
Ätzend.

Also lass chs nach dem dritten „Satz“ sein. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt.
Ran an die Hackenschmidt, das ist auch eine Kniebugeübung, aber eben an einer Maschine. Ebenso eine Mehrgelenksübung aber man muss nicht alles allein stabilisieren, kann sich von der Maschine führen lassen.
Und nochmal volle Konzentration sammeln.
Langsame Bewegung.
Hallo Hüftstabilisatoren, da seid ihr ja, spannt euch an.
Hallo Gluteus, hör auf hier den Lässigen zu geben.
Na, unterer Beinstreckerkopf, wirds schwer? Warte, ich lass den Beuger arbeiten, der nimmt dir etwas Last ab.
Ey, Bauch, nicht die Spannung verlieren!

Und da werden die Hüftstabilisatoren voll und warm, die Hüftschmerzen versiegen. Die unteren Muskelköpfe des Beinstreckers zittern und ich kann so viel spüren. Mit geschlossenen Augen seh ich meine Anatomie vor mir und kann spüren, wie ich die Muskulatur einzeln anspreche, Muskulatur, die ich vor drei Jahren noch nicht einmal kannte.
Und es fühlt sich gut an.
Was nützt es, zu wissen, dass ich mal mehr Gewicht bewegt habe, mal weniger gewogen habe und dass ich nun schon sooo lange am Eisen bin und bei einigen Übungen noch immer ganz am Anfang.
Es nützt nichts, mich zu frustrieren und zu schämen und mental zu erniedrigen. Davon geht nichts voran, nichts wird besser, ich werde nicht motivierter.
Stattdessen ist es Zeit, den inneren Wettkämpfer zum Schweigen zu bringen und den lernfähigen Schüler hervorzuholen.
Ich will mich entwickeln. DAS ist der Weg und das Ziel und der gelebte Traum. Mich zu spüren, meine Schwächen durch langen Atem in Stärken zu verwandeln. Mehr aus meinen Anlagen, meinem Potential zu machen. Mir meines Körpers, meiner Muskulatur und deren Steuerung bewusster zu werden, mehr Kontakt, mehr Zwiesprache mit den Elementen meines Körpers zu bekommen und darin mehr Potential freizulegen.

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3 Kommentare zu “Frustrier dich nicht, orientiere dich!

  1. Hejhej,

    glaube mir, ich kann Dich (mal wieder) nur ZUUU gut verstehen.
    Das habe ich in den letzten 2 Jahren öfters mitgemacht.
    Sport nach Zunahme.
    Inklusive Mgeaschwabbel und -lechzen.
    Sich-in-den.Ar***-treten (wenn man nur dahin käme).
    Weil man es besser KONNTE!
    Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber, es lohnt sich.
    Immer.
    Dannach ifühlt man sich besser.
    Immer.
    Es bringt was.
    Immer.
    Dranbleiben.
    Immer.
    Aufhören.
    Niemals!!!!

    Liesst sich gut, wohin Deine Gedanken dann gekommen sind.
    Bleib dran.
    Du schaffst es.
    Wir schaffen es!!

    • Jap, weil alles andere doch auch langweilig wäre. Also aufgeben zum Beispiel. Und letztendlich wächst man an bewältigten Herausfoderungen, also wachsen wir doch, was? 😉

      • Jupps, sehe ich auch so.
        Mhm, wir wachsen definitiv.
        Manchmal in die falsche Richtung bzw. Rundung.
        Aber unsere Erfahrung und Weisheit wächst ja auch mit 😉

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