In die Flucht geschlagen…

Als ich den letzten Beitrag schrieb, war mir so gar nicht nach Joggen, Hanteln werfen, Trainingsklamotten etc. Ich wollte einfach meine Ruhe.
Daher auch der Aufruf, denn ehrlich gesagt, dachte ich, hier liest heute eh keiner und liked/kommentiert. Und so wollte ich mich gerade auf einen gemütlichen Abend einstellen, doch dann….

wurde ich von einer Horde hungriger Katzen umschwirrt. Sie mauntzen und kratzten und strichen mir um die Beine und machten Krach, wo sie nur konnten. Das liegt daran, dass ich nicht die einzige bin, die hier eine Diät macht. Und so kam es, dass ich von drei Katzen in die Flucht geschlagen und zum Training getrieben wurde.

Beim Rückentraining galt heute: Brings hinter dich. Und daher lief es sehr zufriedenstellend.

Aber ich bin total von den Socken wegen der Likes, ihr seid echt aufmerksam (Notiz fürs nächste Mal machen, so klappt das nicht mit dem gemütlichen Abend). *g*

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Mit einem Coaching ist nicht zu spaßen…

Herrje, was habe ich da wieder angestellt? Eigentlich wollte ich nur einen Witz machen. Eine Mitstreiterin schrieb, ob wir uns auch seltsam angestarrt fühlen würden, wenn wir nach dem Training in der Umkleide die Gummibärchen auspacken und mampfen.

Ich schrieb, ich hätte mal genauer darauf geachtet und nachdem ich die Tupperdose mit dem weißen (Glutamin-)Pulver mit Wasser aufgefüllt, mit dem Finger umgerührt und ich einem Schluck runtergewürgt hätte, würde keiner mehr komisch schauen, wenn ich die Gummitiere aus der Tasche zieh.

Badabumm-tsssss

Man fand es wohl auch lustig…so 1-2 Sekunden, bis die erste fragte, warum ichs nicht ins Whey tu, wie alle anderen.

Tja, wie soll ich das erklären…

  • dass ich schnelle Proteinen nach dem Training für Quatsch halte, wenn genug langsame durch Mahlzeiten noch im Darm sind und absorbiert werden
  • dass ich Probleme mit der Beherrschung habe und deswegen ab 20 Uhr strikt nix mehr esse
  • dass ich meine Kalorien oft mit zwei Mahlzeiten (Frühstück und Mittag) voll habe und nicht hungern will
  • ..um mir dann vorm Schlafengehen noch eine ganze Mahlzeit reinquälen zu können, die mir dann schwer im Magen liegt

Es sind auch schon andere mit kritischen Rückfragen angeeckt. Und die Antwort ist stets dieselbe: Ich habe mir etwas dabei gedacht, vertraut mir, lasst euch darauf ein, seid offen für Neues.

Hach verdammt, das ist so schwer, wenn man ein geborener Widerporst ist! 😉

Gestern ging es zum Brust-/Schultertraining und es war brechend voll im Studio. Und natürlich sind einige Ausdauersportler vorm Frühjahrsputz da…mit all den Verwesungsgerüchen vom letzten Jahr. Und neuerdings treiben sich auch Frauen in der Frauen-Hantelecke rum. Verdammt, das war sonst immer meine geheime Notrettungsecke, wenn oben keine Hantelbänke mehr frei sind. So wie letztens, als ich mit den 15kg-Hanteln quer durchs Studio spaziere und der Studioleiter mich entdeckt. Was blieb mir da anderes übrig, als zur Decke schauend eine schräge Melodie zu pfeifen und einfach so zu tun, als wäre es normal.

Jedenfalls hatte ich zu Beginn des Trainings keine freie Bank, ringsum alles Typen, breit wie zwei Ochsen. Und Plötzlich fiel Sonnenlicht auf den schwarzen Kunstlederbezug einer freien Flachbank (gut, das ist gelogen, es hat geregnet, aber es war ein schöner Moment, einer, an den man sich lange erinnert) und umgeben von Riesen hatte ich plötzlich richtig gut Power und die Hantel fühlte sich an, als wäre sie mit mir verwachsen. Bämm-bämm-bämm! Schön tief und aus dem Muskel. 40kg hatte ich drauf, nichts im Vergleich zu früher, aber da musste ich auch nicht die Sekunden zwischen den Sätzen zählen. ;D

Und dann ab zur Schrägbank, ich hatte Glück und erwischte genau die Zeitspanne, in der für einen Augenblick der Großteil der Trainierenden entweder fertig oder bereit für die Kabeltürme (andere Ecke im Studio) ist und man plötzlich frei atmen kann und viele freie Bänke findet. Hoch motiviert schnappte ich mir die 15er Kurzhanteln, merkte aber schnell, das ich die Power in der ersten Übung gut rausgelassen habe. Hui, da ging nicht mehr viel.

Dann kamen die Fliegenden…auch nicht leicht, aber trozdem irgendwie eine „Ausruhübung“ im Vergleich zu den vorherigen.
Und DANN, wenn die Brust zu Pudding verarbeitet wurde und man sich einfach nur noch eine Zwangsjacke wünscht, weil die Arme da so schön entspannt hängen können, DANN kommen die Liegestütze….wuäääähhhh! Und da kniet man dann, hat das Gefühl sich kaum zu bewegen und möchte dabei ächtzen und jammern und schafft noch nicht einmal die volle Wiederholungszahl im dritten Satz.
Wie frustierend!…wenn es da nicht ne Menge anderer Mädels gäbe, denen es genauso geht. Puh! Dann ist es ja okay. ^^

And suddenly: Frontdrücken für die Schultern! 3x 15 Wiederholungen und die 7kg Kurzhanteln zittern fast unkontrolliert durch die Gegend.

Von den Dips fang ich gar nicht erst an…trotz 50kg Unterstützung sah das unmöglich aus.

Trizeps am Seil war wieder einfacher. Diesmal reichten 35kg, das am anderen Turm war. 😉

Und zum Abschluss nochmals Kurzhanteldrücken, um das letzte Bisschen rauszuquetschen…

Das war gestern. Heute müsste ich eigentlich zum Training. Also jetzt…wer tritt mich mal? (Bei zwei Likes oder Kommentaren geh ich heut noch!) (Gott, hab ich das echt geschrieben?..Ja. … Mist!)

Beintraining

Heute:

  • Hausfrauenaerobic (putzen)
  • Joggen zum Training
  • Hardcorebeintraining
  • im strömenden Regen halb humpelnd, halb joggend heimkrüppeln
  • ums mal mit Coldmirrors Worten zu sagen singen:

Curling again

Gestern vorgenommen, heute umgesetzt: Neues Haarstyling und danach knallhart ab zum Training.

Erstmal gabs das Haarstyling. Ich habe mir den „Revlon Big Curls Hot Air Styler“ geholt, einen Lockenfön mit drei Aufsätzen. Eine Bürste zum Glattfönen, eine zum Lockenfönen und einen Lockenstab.
Mit dem Lockenstab komme ich gar nicht zurecht, die Spitzen sind immer strubbelig-abgeknickt und der Rest hängt schlapp herab.
Dazu muss ich sagen, dass meine Haare von Natur aus sehr kraftlos und fein sind.
Die Bürste zum Glattfönen habe ich noch nicht probiert.
Aber die Lockenbürste hat es mir angetan, die funktioniert gut.

vorher: schlappes, glattes Langweilerhaar
before

nachher: für ca. 5 Minuten eine tolle Hollywoodmähne
nachher

Vielleicht hätten die Locken etwas länger gehalten, aber im Hagel mit Kapuze zu joggen killt einfach jedes Styling.
Außerdem hätte es voll gereicht, die Spitzen einzudrehen und nur bei den Stirnsträhnen die ganze Strähne aufzuwickeln, denn wie man sieht, lockt es sich sowieso nur im unteren Bereich. So lassen sich auch taube Schultern vermeiden. ^^

Was mich am Gerät stört ist, dass es keine „Aufwärmen“-Position als Schalter gibt. 3-5 Minuten muss das Gerät also zum Aufwärmen volle Esse fönen. In meinem Bad ist quasi nirgends Platz, um den Lockenfön während der Zeit abzulegen, durch die Vibration wandert er außerdem, sodass ich ihn nun während der Aufwärmzeit im Waschbecken liegen lasse. Aber wehe da tropft mal der Hahn. 😉 Insgesamt ist die Anleitung sehr minimalistisch und ohne Bilder. Heißt der blaue Stern nun, dass es die Einstellung für feuchtes Haar ist oder für vorgetrocknetes, das durch den Fön auf der Einstellung befeuchtet wird? Es handelt sich um die erste Variante, aber das möchte ich eben nachlesen können, statt es mir selbst zu erschließen.

Nachdem das geschafft war, entschloss ich mich, doch wieder mit Vollgas zum Training zu joggen. Und das war gut so, denn sobald ich endlich soweit war, den Fuß über die Schwelle zu setzen, ließ das namenlose Grauen nach und ich war einfach wieder in der Spur.
Rückentraining und Bizepscurls standen heute an. Im Plan ist das die humanste Einheit. Da ich mich mehr auf die Ausführung konzentrierte, konnte die die Gewichte der letzten Woche kaum halten. Ich muss weg von dem Gedanken, hier schnell Fortschritte zu machen. Step by Step und lieber so, dass ich mich selbst im Training erspüre, als dieses Marathongefühl der ersten Wochen. Durchhalten ist wichtiger als schnelle Erfolge.

Morgen gibts dann wieder die Horror-Beineinheit. Yaaay! 😉

U shall not pass…the flatdoor

Donnerstag hätte ich zum Rückentraining gehen müssen. Spätestens aber Freitag. Frühstück, Serie, Dayliequests, Mittagskaffee. Ich packte die Tasche, schrieb meinem Freund, dass ich bald losmache. Die Uhr tickte. Und dann schrieb ich noch eine Mail, dass ichs doch nicht tue.

Gründe gab es viele. Mein Nacken ist so verspannt, dass ich Kopfschmerzen bekomme, wenn ich den Kopf nach vorn neige. Es war arschkalt, dunkel, neblig, mit überfrorener Nässe. Ich habe heftigen Muskelkater in einigen Muskelgruppen. Seit Mittwoch habe ich ein blutunterlaufenes Auge.

Aber der Hauptgrund ist: Es graute mir davor.
Aufstehen und zum Training gehen brauchte immer einen kleinen Ruck, aber durch die Gewohnheit musste der nur ein minimaler Impuls sein. Jetzt aber, mit joggen, dehnen und diesem Akkordtraining braucht es einiges an Überwindung, um den Arsch hochzukriegen. Statt 1h mit Zwischenschwatz bin ich nun über 2h unterwegs und habe das Gefühl, unter enormen Zeitdruck zu stehen, sodass ich nonstop gestresst bin.

Ich hoffe, das ist nur die Umstellung, bis ich mich daran gewöhnt habe. Wenn ich nicht mehr während des Trainings das Gefühl habe, jeden Augenblick zu kollabieren. Mit dem Gedanken im Hinterkopf ake ich es für diese Woche ab. Mich jetzt in Versagensängsten zu wälzen, hilft nichts. Kopf hoch und weitermachen. Ich lasse die 2. Schultereinheit samt Bauch ausfallen und trainiere morgen den Rücken.
Immerhin gibts so für nächste Woche eine kleine Stufe, um meine Leistung zu verbessern: Einfach viermal zum Training gehen.

Und um ja nicht auf den Gedanken zu kommen, dass hier nichts voran geht, habe ich mir einen Lockenfön geholt und werde morgen mit wahnsinniger Hollywoodmähne in Kamerazeitlupe zum Studio joggen. Das wird ein Anblick! ;D

Puh, heftig…

Nachdem ich gestern wieder einen ordentlichen Krisentag hatte (Ehrlich, arbeitslos zu sein macht mich einfach fertig. Ich bin nicht dafür geschaffen.), war für mich heute wichtig, dass der Tag für mich als Erfolg gebucht werden kann. Klingt total banane und ja, so siehts derzeit aus. Jeder Tag gleicht einem Überlebensspiel mit der Psyche. Umso wichtiger ist es mir, das Onlinecoaching durchzuziehen. Und damit heute nichts schief gehen kann, bin ich gleich alleine los. Joggen zum Training, 10 Minuten aufwärmen auf dem Crosser und ab da bestimmte die Stoppuhr den Takt. Ich war so konzentriert auf die bevorstehende Herausforderung, dass ich glatt Wasser und Handtuch vergessen habe. Glutamin hatte ich abgewogen, ein zweites Theraband eingepacht und sonstigen Schnickschnack dabei, aber so grundlegende Dinge verpeilt ich dann natürlich. *g*

Flachbankdrücken
Hier habe ich gut am Zielmuskel gearbeitet. Fühlte sich prima an, an die kurzen Satzpausen habe ich mich gewöhnt. Nur der Trizeps findet es noch arg.
 
Schrägbankdrücken
Nach dem ersten Satz fühlte sich alles wie kraftloser Pudding an, schon im zweiten Satz schaffte ich nicht mehr alle 12 Wiederholungen und ging runter auf die 12,5kg-Hanteln. Eieieiei…

L-Flys
Training der Rotatorenmanschette ist eigentlich gar nicht vorgesehen, ich finds aber wichtig und bau das hier als kleinen „Luftholsatz“ ein.

Fliegende
Mit der Übung werde ich noch immer nicht warm. Reines „abarbeiten“

Liegestütze (kniened)
Die fühlten sich heute wesentlich kontrollierter an. Vielleicht ein Fortschritt?

Frontdrücken
Sabrina hat den Plan nochmal geändert, sodass hier jetzt 3×15 statt 3×10 Wiederholungen zu machen sind, dafür hat sie die letzten Formkonzentrierten Pumpsätze Frontdrücken ganz zum Schluss gegen zwei Sätze Bauch getauscht. Und das geht gar nicht. Ich habe vom Sonntag (Schulter und Bauch) und Montag (Beine, da spanne ich den Bauch immer mit an) noch solchen Bauchmuskelkater, da kann ich heute nicht schon wieder Bauch trainieren. Also mache ich hier zwar die Wiederholungen mehr, lasse aber zum Abschluss die Pumpsätze Frontdrücken drin.

unterstützte Dips
Hier fühlte es sich wieder an, als würde der Brustkorb jeden Moment mit einem Knall auseinanderbrechen.

Trizepsdrücken am Tau
Da oben alles besetzt war, war ich am unteren Turm, der über zwei Rollen läuft. Da habe ich den ganzen Block (85kg) genommen, um etwas zu spüren. Muhar, das war heute mein Kingkong-Moment. 😀

Morgen folgt dann die Rückeneinheit…

Generalprobe und Auftakt

Heute startet das Online-Coaching offiziell. Seit einer Woche bereite ich mich schon darauf vor. Stück für Stück habe ich den Plan umgesetzt. Erst die Ernährung, dann die Trainingsinhalte, das Dehnen habe ich hinzugenommen und auf die Trainingshäufigkeit geachtet.

Zum Schluss fehlte nur eins: das Cardio.

Getern war der letzte Tag vorm startschuss und ich habe mich jeden Tag erfolgreich davor gedrückt. Morgen bestimmt, sagte ich mir.

Gestern war quasi Generalprobe…der letzte Tag, bevor es kein Zurück mehr gibt. Der Freund hat sich Arbeit mit nach Hause genommen und schaffte es nicht ins Studio. Vor mir stand also ein langweiliger Tag mit nicht ansprechbarem Freund und ich musste es allein ins Studio schaffen. Mein innerer Schweinehund rieb sich schon die Hände und sagte: Macht doch nichts, machs dir gemütlich. Du wolltest doch eh mal wieder länger Guildwars mit der Gilde zocken.

Aber dem Schweinehund hab ichs gezeigt. Zum ersten Mal überhaupt bin ich den Weg ins Studio gejoggt. Ganz locker, ziemlich genau 15 Minuten joggen. Und es ging leicht als gedacht! Nach dem Training habe ich mich dann noch 10 Minuten auf den Crosser begeben und voila, es war vollbracht!

Inzwischen sind es auch wirklich viele Starterinnen geworden und man entdeckt die ein oder anderen Gemeinsamkeiten. Es zeigen auch die ersten Zicken ihr typisch obrigkeitshöriges Fanboygehabe, aber da ich so etwas bereits zur Genüge kenne, halte ich diesmal einfach dne Mund und lehne mich entspannt zurück. Schließlich gehts hier um mich und mein Projekt, das lasse ich mir von den Launen anderer nicht nehmen.

Apropos Launen anderer…die fiese Waage will diesmal mit allen Mitteln die Motivation zerstören. Statt weniger wirds wieder mehr. Aber auch das fiese Spielchen kenne ich zur Genüge. Was auch immer der Grund dafür ist, dass ich plötzlich ein bis anderthalb Kilo mehr wiege, es ist mir egal. Ich habe einen Plan und den mach ich. Zwanzig Wochen liegen vor mir, wenn ich danach schwerer bin als vorher, mache ich mir Gedanken, aber nicht jetzt. Jetzt mache ich einfach, was der Plan sagt. Und der sagt heute: Cardio und Beintraining! Wenn das kein herausfordernder Start ist… 😉