U shall not pass…the flatdoor

Donnerstag hätte ich zum Rückentraining gehen müssen. Spätestens aber Freitag. Frühstück, Serie, Dayliequests, Mittagskaffee. Ich packte die Tasche, schrieb meinem Freund, dass ich bald losmache. Die Uhr tickte. Und dann schrieb ich noch eine Mail, dass ichs doch nicht tue.

Gründe gab es viele. Mein Nacken ist so verspannt, dass ich Kopfschmerzen bekomme, wenn ich den Kopf nach vorn neige. Es war arschkalt, dunkel, neblig, mit überfrorener Nässe. Ich habe heftigen Muskelkater in einigen Muskelgruppen. Seit Mittwoch habe ich ein blutunterlaufenes Auge.

Aber der Hauptgrund ist: Es graute mir davor.
Aufstehen und zum Training gehen brauchte immer einen kleinen Ruck, aber durch die Gewohnheit musste der nur ein minimaler Impuls sein. Jetzt aber, mit joggen, dehnen und diesem Akkordtraining braucht es einiges an Überwindung, um den Arsch hochzukriegen. Statt 1h mit Zwischenschwatz bin ich nun über 2h unterwegs und habe das Gefühl, unter enormen Zeitdruck zu stehen, sodass ich nonstop gestresst bin.

Ich hoffe, das ist nur die Umstellung, bis ich mich daran gewöhnt habe. Wenn ich nicht mehr während des Trainings das Gefühl habe, jeden Augenblick zu kollabieren. Mit dem Gedanken im Hinterkopf ake ich es für diese Woche ab. Mich jetzt in Versagensängsten zu wälzen, hilft nichts. Kopf hoch und weitermachen. Ich lasse die 2. Schultereinheit samt Bauch ausfallen und trainiere morgen den Rücken.
Immerhin gibts so für nächste Woche eine kleine Stufe, um meine Leistung zu verbessern: Einfach viermal zum Training gehen.

Und um ja nicht auf den Gedanken zu kommen, dass hier nichts voran geht, habe ich mir einen Lockenfön geholt und werde morgen mit wahnsinniger Hollywoodmähne in Kamerazeitlupe zum Studio joggen. Das wird ein Anblick! ;D

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2 Kommentare zu “U shall not pass…the flatdoor

  1. Führst du ein Trainingsjournal?
    Beinhaltet dein Training Progression?
    Ist die Progression an deine individuelle Leistungsfähigkeit angepasst?
    Hast du hierzu deinen momentanen Leistungsstand durch eine bis drei Prüfeinheiten „abgefragt“?
    Ist Deine Regeneration ausreichend?
    (Noch mehr Fragen, Ernährung, etc.)

    Wir (du, ich und alle anderen) wissen, dass gerade am Anfang einer neuen Trainingsplanung der Widerstand am höchsten sein kann (und zumindest bei mir oft ist ;-). Diesem Widerstand kann man/frau nur bis zu einem gewissen Punkt mit Motivation / Disziplin und haste-nicht-gesehen-was-weiß-ich-noch begegnen.

    Was hier enorm helfen kann, ist die Führung eines Trainingsjournals mit den notwendigen Details des eigentlichen Trainings, den kurz-, mittel- und langfristigen Zielen und dem Leistungsstand, den man alle paar Wochen testet. Und den Details (Schritt-für-Schritt), die für die Zielerreichung notwendig sind.

    Niedergeschriebene Fakten und Gedanken zu den Fakten helfen dir hier sicherlich ein Stück weiter.

    Ich jedenfalls freue mich schon wieder über die ersten knackigen Fotos, die du wieder in deinem Blog veröffentlichen wirst ;-))))).

    Dein Besserwisser
    Thomas

    PS: Gleich für mich selbst verinnerlichen 😉

    • Hehehe, ach Thomas, schön, dass du da bist. 🙂 Ja, ein trainingsbuch führe ich immer. Ich bin so ein typischer „Abarbeiter“. Wie ich während des Trainings oft sage: Es steht schon im Buch, also muss es gemacht werden. 🙂 Wenn irgendwas besonderes ist, wie zB eine Verletzung oder ein besonderer Plan, notiere ich das dazu. Vorgegeben sind bei dem Plan die angestrebten Satz- und Wiederholungszahlen, die Satzpausenlänge und die Übungen. Das Gewicht wählt man selber, sodass man die Wiederholungen schafft. Hier nehme ich mir auch teilweise noch zu viel vor, weil ich ständig schnelle Fortschritte erwarte. Da habe ich heute schon versucht mehr an der Ausführung zu feilen.

      Letztendlich hast du recht, ich habe zu viel von allem erwartet und keine konkreten Einzelziele verfolgt. Ich wollte einfach in allem gleich gut sein. Und nicht nur das, ich habe mir auch noch andere „Freizeitziele“ gesetzt und eine unerfüllbare innere to-do-Liste erschaffen. Der alte Fehler. 😉

      Meine Gedanken halte ich hier wieder fest, das brauche ich, gerade für die Niederlagen.

      Meine Ziele sind im Wesentlichen: durchhalten, fit werden (weg vom drohenden Kreislaufkollaps). Das reicht vollkommen zu, mehr Druck muss ich mir, zumindest für die nächsten 2-3 Wochen nicht machen. Der Plan ändert sich aller 4 Wochen und soll härter werden, da brauch ich mir wegen fehlender Progression also keine Gedanken machen.

      Trainingsfotos gibts, sobald ich mich nicht mehr wie ein knallrotes Walross fühle. ;D

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