Plötzlich wieder Lehrerin

Nach Wochen, in denen niemand auf Emails reagierte und bei Anrufen stehts nur „Schreibe Sie uns eine Email“ gesagt wurde, war ich etwas frustriert. Selbst ins Ehrenamt hineinzukommen scheint eine echte Hürde zu sein, dachte ich.

Und so verging eine Woche und noch eine und endlich war mein Termin bei der Freiwilligen-Agentur da. Dort wurde ich wirklich herzlich empfangen. Eine nette Dame, der man in ihrem herzlich offenem Gesicht das Alter gar nicht ansah, erzählte, dass sie meine Situation gut verstehe und ich sicher mit Kusshand genommen werde. Ich bekam 5 Blätter mit Tätigkeitsbeschreibung und Kontaktdaten im pädagogischen Bereich, zwei davon hatte ich schon auf eigene Faust zu kontaktieren versucht. Aber nun, ausgestattet mit offiziellen Dokumenten, versuchte ichs erneut. So erfuhr ich, dass viele dieser Vereine nur ehrenamtlich existieren, da arbeitet keiner für Geld. Ist jemand krank, bleibt die Arbeit liegen, so war es auch mit meinen Anfragen: durch Krankheit nicht beantwortet, aber nicht vergessen.

Bei einer Adresse erreichte ich jedoch sofort jemanden. „Können Sie morgen?“, fragte die Stimme mit russischem Akzent. Und so ging ich am Donnerstag zum Russisch-Deutschen-Hilfswerk, um mich vorzustellen…und wurde tatsächlich mit Kusshand genommen. „Wir brauchen dringend eine Lehrerin!“ Die Frau überlegte, erzählte dann von Kindern unterschiedlichen Alters, die Hausaufgabenhilfe und Deutsch-Nachhilfe brauchen. Wir vereinbarten, dass ich im April einsteigen werde. Das klang richtig gut. Und gerade als alles gesagt zu sein schien, liegt sie den Kopf schief und sagt: „Morgen! Können Sie morgen? Rentner kommen. 6 oder 8. Um 10 Uhr. Eine Stunde und eine halbe Stunde. Lehrerin ist krank. Machen Sie? Ich gebe Ihnen Material.“ Eh ich noch richtig drüber nachdenken konnte, hat mein Herz schon ja gesagt. Beim „Material“ war ich dann doch etwas erschrocken. Ein beschriebenes Blatt mit Fragen, oben russisch, unten deutsch. Thema war wohl ein Arztbesuch. Das schloss ich aus Fragen wie „Nehmen Sie ihre Medikamente ein?“ Zwei weitere Arbeitblätter sind wohl schon millionen Mal durch den Kopierer gegangen, denn man konnte kaum etwas lesen. Es war ein kurzer Text, ein paar Multiple Choice Fragen zum Textverständnis und ein Blatt mit grammatischen Übungen. Uff. Auf meinen ratlosen Blick meint die Dame „Sie können auch…“ und zeigt auf den CD-Player.

Als ich vor das Haus trat, löste sich die Schockstarre, die meine Contenance aufrecht erhalten hatte.
Was habe ich mir hier gerade angelacht?
Ich weiß ja icht einmal, wie viel die können.
Was, wenn die Truppe kaum Deutsch kann und selbst die Schrift nicht lesen kann?
Quatsch, dann hatten sie nicht solche Blätter bekommen.
Aber auf dem einen Blatt steht Russisch! Ich kann kein Russisch!
Das Material verwende ich auf keinen Fall! aber was kann ich dann nehmen? Für DaZ habe ich nichts Zuhause.
Oh weia, oh weia!
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Sofort fühlte ich die gute alte Überforderung und reine Panik. Ich rannte in die erstbeste Schulbuchverlagshandlung und die Dame schien zu merken, dass ich etwas kopflos bin. Sie hab mir auf zwei auslaufende Materialien einen dicken Rabatt und so hielt ich für 10€ ein Lehrbuch samt Arbeitsheft für Schüler in den Händen.
Ich fühlte mich gerettet. Genau so war es mir im Referendariat auch gegangen. Wenn du gutes Material hast, kannst du alles hinbekommen.


Zuhause stellte ich dann fest, dass kein Material richtig passte. Selbst wenn der Leistungsstand passt, die Themen, Ausdrücke…ach die ganze Sprache ist kindlich. Ich fand ein Arbeitsblatt im Internet, wo unterschiedliche Schmerzen bildlich dargestellt wurden. Die Lösungsworte standen darunter. Toll, dachte ich, passt ja perfekt.
Bis ich die Lösungsworte las: das Bauchweh, das Kopfweh. Süß bei Kindern, aber Damen über 70 haben eher die Kopfschmerzen oder die Bauchschmerzen.
Ich nahm es trotzdem mit und erklärte daran, dass zusammengesetzte Substantive meistens vom hinteren Teil bestimmt werden, daher wechselt der Artikel. Aber bis dahin war es ein weiter Weg.

Ein Nachmittag zwischen Recherche und Verzweiflung. Eine durchwachte Nacht mit dämlichen Albträumen und ein Morgen, in dem das Adrenalin nur so rauschte. Ich kam zu dem Schluss, dass das alles eine doofe Idee war und ich gar nichts kann und auch nichts mehr machen will und sowieso alles doof ist.
Dann legte ich los: Vorstellrunde.

Ich weiß nicht, was ihr euch unter einer Gruppe Rentner vorstellt. Meine Vorstellung lag jedenfalls Meilen daneben. Da kamen 5 hübsche, ältere Damen mit glatter, gut gepflegter Haut, schicken Frisuren und ganz lebhaftem, offenem Blick. Zu Beginn war ihr Deutsch teilweise sehr schlecht. Eine Dame ließ alle Verben aus. Sie sollten sich gegenseitig vorstellen und diese Dame sagte zum Beispiel: Maria gerne viel Fahrrad.
Doch kaum glaubte ich, das Aufgabengebiet der Stunde innerlich abgesteckt zu haben, kamen die verben hervor. Zunächst noch an falscher Stelle im Satz, aber nach ein paar weiteren Minuten hüpften sie pflichtschuldig an 2. Stelle. Maria kocht sehr viel und probiert immer neue Rezepte aus. Sie kocht für all ihre Freunde und wir treffen uns dann.

Und so merkte ich schnell, dass es nur die Nervosität war, die ihnen beim Sprechen Probleme bereitete. Mit Ruhe, Konzentration und ohne Druck war ihr Deutsch sehr, sehr gut. Und schriftlich waren sie nahezu perfekt. Jede Aufgabe wurde direkt gelöst und sie kennen die Regeln der Grammatik auswendig. Wir hatten alle zusammen großes Vergnügen in den 90 Minuten und ich hoffe, ich kann diese Gruppe noch einmal unterrichten, denn genau so ein Erlebnis brauchte ich, um wieder Zutrauen in mich selbst zu finden.

Kaum Zuhause angekommen, rief mich die Dame wieder an, ob ich nächsten Donnerstag eine Truppe Viertklässler übernehmen könnte.
„Aber gerne doch!“
Wuhuuu!

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By the Power of Cheat

Nachdem ich die Kalorienzufuhr nun schon fast 2 Wochen brav auf 1750kcal drossel, spürte ich am Montag (Pausetag, gaaanz gefährlich in Diäten) dass es nicht riechen wird. Ein unbändiger Hunger brannte in mir und so gönnte ich mir einen (erlaubten) Cheat. Zwei dicke Eiweißriegel verdauten gemütlich in meinem Magen, als ich spürte, dass der Hunger keineswegs besänftigt war. Und so kullerte noch eine Schüssel Müsli hinterher. Sabrina sagt immer, wir sollen ruhig 1x/Woche bis zu 500kcal (anfangs sogar 800) cheaten, das pushe den Stoffwechsel.

Die geballte Power der zusätzlichen Kalorien gab mir gestern einen richtigen Push. Und das am Pushtag, wie passend. 😉 Und so legte ich seit Äonen mal wieder 50kg bei der Flachbank auf und konnte die souverän fünfmal drücken. Hach, fühlte sich das guuuut an! Also gleich weiter mit 45kg. Als ich zum Schrägbankdrücken wollte, war alles voll. Geschwollene Bizeps wohin das Auge reicht, bis mir ein frendlicher Kerl anbot, die Bank mit ihm zu teilen. Umgeben von so viel Muskelmasse wollte ich natürlich nicht abstinken und BANG, BANG, BANG kamen sich die 17,5kg-Kurzhanteln in kraftvollen Stößen zusammen, um sich gleich wieder voneinander zu verabschieden. Da ich dazu gleich als Supersatz mit 5kg die Fliegenden erledigte, quoll die Brustmuskulatur nur so hervor.

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Weiter ging es dann mit der Schulter. Waren es die Glückshormone? Der zusätzliche Pump durch die leckeren Kohlenhydrate oder wächst dort mehr und mehr der Muskel aus der Fettschicht heraus? Man weiß es nicht, aber..hach, mir wuchsen Flügel.

Auch dem Trizeps wurde ordentlich das Blut durchgejagt.

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Dann hätten eigentlich 4 Übungen a 3 Sätze Bauch folgen müssen, so zumindest der Plan, aber diese gefühlt unendlichen Bauchübungen nach 1,5h hartem Training werden für mich mehr und mehr zur Belastung. Mein Bauch ist ein einfaches Defizit. Keine Kraft, keine Ausdauer und nur Fett zu sehen. Wie schon beim Kniebeugen, wo ich ein großes Defizit in der Stützmuskulatur hatte, müsste ich hier auch in kleinen Schritten arbeiten, weil es einfach nur noch frustriert. Es gibt auch keine Fortschritte, nur das Gefühl des Versagens. So bringt das nichts, also werde ich mich jetzt 2x/Woche auf eine Bauchübung richtig konzentrieren und die lieber richtig machen, als vier Übungen abgefälscht und nur halb zu machen.

Also entschied ich mich gestern für die verhassten Planks und konzentierte mich nur darauf, den Arsch nicht wie ein Kirchendach in den Himmel ragen zu lassen. Und tadaa, ich hab sogar 2x 30“ überlebt. 😉

Es leben die Kalorien! Nächste woche gibts den nächsten Cheat, bis dahin gibts Kohlrabi. 😉

Halbzeit erreicht

Es ist Woche 10 von 20 des Team Andro Strandfigurcoachings. Seit 10 Wochen strampel und esse ich nach externen Vorgaben. Zeit für ein Zwischenfazit.

Worum gehts bei der Strandfigur-Aktion?
Team-Andro ist ein Bodybuilding-Forum. Die Strandfiguraktion wird dort einmal jährlich kostenlos angeboten. Es gibt ganz unterschiedliche Theorien, wie man Muskeln aufbauen und Fett abbauen kann, daher bieten verschiedene Coaches ganz unterschiedliche Programme an.
Ich habe mich für Sabrinas Team Eisennixe entschieden, da sie vergleichsweise lockere Regeln aufstellt, die mit meinen eigenen Prinzipien gut übereinstimmen.
Jedes Programm umfasst die Bereiche Ernährung, Krafttraining und Cardio, nur die Stellschrauben werden anders gestellt.
Aller 4 Wochen gibt es einen neuen Ernährungs- und Trainingsplan.

Mein Fazit nach der ersten Halbzeit:
Wie bei allem im Leben gibt es auch bei so einem Coaching positive und negative Aspekte. Fangen wir mit den POSITIVEN an.

    • langsam steigendes Kaloriendefizit

Eingestiegen bin ich mit 1950kcal/d, das ist mehr, als ich selbst sonst angesetzt habe. Aller 4 Wochen wurden 100kcal abgezogen, sodass ich nun bei 1750kcal angekommen bin. Diese langsame Reduktion ist viel leichter, als von jetzt auf gleich die tägliche Zufuhr drastisch zu senken.

    • kontinuierlich steigende Cardiointensität

So wie die Kalorien langsam sinken, steigt auch das Cardio- und Trainingspensum langsam aber stetig. Angefangen hat das Cardio mit 3×25’/Woche. Nach 4 Wochen stieg es auf 3×30′ und mittlerweile sind es 4×30′. Da ich vorher nie wirklich Cardio betrieben habe, ist es wunderbar, so Stück für Stück mehr zu machen, da ich so Erfolge habe, ohne mit zu überfordern.

    • neue Übungen

So skeptisch ich war, viele der „Bunnyhoppübungen“ haben es echt in sich und durch die ungewohnten Belastungen kenne ich jetzt Muskeln, über deren Existenz ich vorher nichts wusste. Bisher waren Varianten einer Übung für mich genau das: sieht etwas anders aus, ist aber dasselbe. Frontdrücken war Frontdrücken, egal, wie ich es ausführe. Inzwischen weiß ich, dass all diese Varianten tatsächlich neue Reize setzen können.

    • Abwechslung

Es gibt an jedem Plan etwas Nerviges, aber da ich immer weiß, dass es nur für 4 Wochen ist, lasse ich mich darauf ein (meistens, außer, es ist zuuu nervig, dann änder ichs einfach ab und warte auf den neuen Plan).

    • viele Mitstreiterinnen um sich gemeinsam aufzubauen oder zu jammern


Einer der schönsten Punkte. Wie oft habe ich 8, 10 oder 12 Wochen Diät gemacht, ohne wirklich Gewicht verloren zu haben. Und wie oft bin ich dann verzweifelt. Nun habe ich quasi eine über 80 Teilnehmer große Vergleichsstudie. Diesmal gibt es jede Menge Mädels, die nach 8 Wochen feststellen, dass sie trotz Gestrampel und Diät kaum abgenommen haben und diesmal bin ich es, die sich ganz entspannt zurücklehnt, denn ich halte ja nur den Plan ein.
Nunja, fast. Sabrina gibt zusätzlich zu den Kalorienvorgaben die Makronährstoffverteilung vor. Klingt nicht so aufwändig, ist es aber. Ich habs in den ersten Wochen versucht, aber bald festgestellt, dann man dann nicht einfach über den Tag futtern kann und es irgendwie hinbekommt. Nein, man muss seine Tagesmahlzeiten vorher durchplanen. Sonst stellt man am Ende des Tages fest, dass zwar Eiweiß und Kohlenhydrate in etwa hinkommen, man aber noch Fett offen hat, aber keine Kalorien übrig. Oder noch schlimmer: man hat zum Frühstük etwas gegessen, das so viel Fett enthielt, dass der ganze Tagesplan damit gesprengt ist. Da die Makroverteilung keinem erkennbar zugrunde liegendem Prinzip (wie etwa bei einer anabolen Diät) folgt, sondern immer nur ein wenig an den drei zur Verfügung stehenden Reglern gedreht wird, habe ich diese Regel für mich persönlich einfach gekippt.
Was hat das alles mit dem POSITIVEN Aspekt der Mitstreiter zu tun?
Nun, nach fast 10 Wochen sind viele Mitstreiter sichtlich genervt, da der Aufwand, den sie betreiben nicht mit den Ergebnissen korreliert. Oder ums kurz zu sagen: Wenn man so lange jede Mahlzeit bewusst plant, zusammensetzt, vorbereitet, zubereitet, wiegt und einträgt, dabei aber kein Gewicht verliert, ist das doch ziemlich ärgerlich. Und nun bin ich plötzlich die Vergleichsgruppe, die einen Aspekt der Regeln weglässt. Ich habe auch kaum abgenommen, aber ich habe auch wesentlich weniger Aufwand. Und ich verliere cm an Umfang, während meine Muskulatur sichtbar wächst. Die anderen tröstet das wenig. Aber all das macht mich unglaublich glücklich und zufrieden. Ich bin nicht allein und ich merke, dass es nur darauf ankommt, VErtrauen in das eigene Handeln und Geduld zu haben.

    • höheres Sportpensum, als ich es bisher gewohnt war

Ums kurz zu machen, vor dem Programm war ich immer als erste fertig und habe dann im Empfangsbereich gelesen, bis die Jungs soweit waren. Jetzt jogge ich eher los und brauche viel länger als die Jungs und ich merke, dass ich leistungsstärker, belastbarer und rundum fitter werde. Auch wenn es schwerfällt, ich habe mich dieser Herausforderung gestellt und ernte langsam die Früchte.

    • Umfänge messen ergänzen das Wiegeergebnis

Wie viele Diäten hat meine Waage beendet? Unzählige. Und das Wiegen empfand ich immer nur als Ergänzung zu den Ergebnissen der Waage. Also wenn ich wengier auf der Waage hatte, erwartete ich auch weniger cm. War das mal nicht der Fall, war es nicht so wichtig, hauptsache weniger Gewicht. Diesmal ist es umgekehrt, obwohl ich kaum Gewicht verliere (in den ersten 8 Wochen kein Gramm, inzwischen ist die Waage aber buchstäblich 1kg nach unten gehüpft) schwinden die cm. Kontinuierlich. Sichtbar. Es ist nicht so, dass ich mich im Spiegel nicht wiedererkenne, aber bei genauer Beobachtung ist es doch sichtbar. Das ist ein richtiger Wow-Effekt. Wie oft habe ich mir gesagt, dass sich nach Wochen der diät und des Trainings etwas verändern muss, es aber selbst nicht geglaubt. Diesen Glauben habe ich jetzt, den Glauben an meinen eigenen Erfolg. Und das ist sooo viel wert!

    • wenige Supplementations- und Ernährungsregeln

Ich habe mal in die anderen Programme gelunscht, was da teilweise an Umstellung, Supplementregel und heftigen Verzichtvorlagen gefordert wird…puh. Das ist wirklich für Leute, die einmal im Jahr richtig auf die Tube drücken wollen. Ich will mich aber dauerhaft verbessern und bin daher froh, nicht so viel Aufwand und Extreme betreiben zu müssen.

Aber es gibt auch NEGATIVE Seiten:

    • Abwechslung

Ja, richtig gelesen. Abwechslung bringt sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich. Der größte Nachteil ist wohl, dass so viele grundlegend unterschiedliche Pläne auch immer Dinge enthalten, die dich gegenseitig behindern. Kein Bodybuilder würde bestreiten, dass freie Mehrgelenksübungen immer vor Isolationsübungen gehen. Keiner erstellt einen Plan, indem nur Isolationsübungen vorkommen, weil es wichtig ist, auch die ganze Stützmuskulatur und die Koordination mit zu trainieren. Aber so ist es auch nur natürlich, dass man zusätzlich zum eigentlichen Zielmuskel auch andere Muskelpartien mit trainiert. Sabrina gibt sich wahnsinnig Mühe uns ein wirklich abwechslungsreiches Programm zu liefern, aber dabei überschneiden sich einige Muskelpartien und man trainiert sie schon wieder, obwohl sie noch voller Mukselkater und kaum regeneriert sind.

    • Muskelkater

Das bringt mich auch zu Punkt 2: Man trainiert über den Muskelkater und der neueste Plan zeigt das Problem besonders stark. Sabrina hat ein anderes Trainingssystem eingeflochten: die Trennung von Push- (Drückübungen) und Pullübungen (Zugübungen), allerdings nur auf den Oberkörper begrenzt. So gibt es pro Woche 1 festes Beintraining, 1 Einheit mit Push- und eine Einheit mit Pullübungen, dazu noch wechselweise ein 2. Beintraining oder ein Rückentraining.
Klingt super, ist aber in der Umsetzung eine Qual. Da viele Übungen auch neu sind, der Körper also an die Belastung noch nicht gewöhnt, bekommt man starken Muskelkater (Stichwort Abwechslung: bringt Vor- aber auch Nachteile). Die Beine sind eine sehr große Muskelgruppe, die Waden, Quatrizeps, Beinbizeps, den Po und diverse Stützmuskeln erfasst. Ein Muskelkater in den Beinen umfasst also eine große Fläche, die man auch im Alltag stark spürt. Bei jedem Hinsetzen, Aufstehen, Treppelaufen, vom Beinmuskelkater hat man lang etwas und so ist es ziemlich übel, damit direkt wieder zu trainieren. Aber so siehts der Plan vor. Und siehe da, im zweiten Beintag ist das beliebte Kreuzheben, je nach Belieben kann man es der Beinmuskulatur oder dem Rücken zuordnen, da beide Partien ordentlich beteiligt sind. Ich spürte es auch in beiden Partein deitlich, mein Rücken war fürchterlich verspannt und voller schmerzhaftem Muskelkater, als es auch schon ins Pulltraining ging…doof nur, dass Pulltraining hauptsächlich Rückentraining ist. Da tröstet es mich auch nicht, dass diese Woche die zweite Beineinheit durch eine Rückeneinheit ersetzt wird. Denn auch der Rücken ist von seiner Größe her eine der größten Muskelpartien und die an zwei Tagen hintereinander zu trainieren ist eigentlich ein Fauxpas. Aber ich habe mich auf das Training eingelassen und hoffe einfach, dass der nächste Plan besser wird.

    • Länge der Trainingseinheiten

Viel Training hilft viel, scheint hier das zugrunde liegende Prinzip zu sein. Stimmt ja auch, wenn mans nur von den verbrannten Kalorien her sieht. Aber im Bodybuiling zählt auch sehr stark der Fokus, Konzentration, Gefahrenbewusstsein und Biss…und all das ist nach 60 Minuten intensiven Trainings mit sehr kurzen Satzpausen einfach nicht mehr vorhanden. Man hampelt den Plan noch durch, ist aber schon lange nicht mehr dabei. Ich mag diese Art zu trainieren überhaupt nicht, weil ich das ineffizient und sinnlos finde. Besonders wenn hintendran jedes Mal mehr Bauch folgt. Anfangs 2 Übungen, dann drei, jetzt 4 Übungen a 3 Sätze Bauch. Und das zweimal die Woche! Dabei krieg ich nicht eine Übung richtig hin! Keine Fortschritte, nur Quälerei. Ist es da ein Wunder, dass ich keine Lust mehr habe und lieber Übungen weglasse?

Gesamtfazit:
Das Coaching gibt mir sehr viel. Ich überwinde mich selbst, halte durch, fühl mich getröstet, schöpfe Mut und habe viel Power gewonnen. Ich bin sehr froh, dabei zu sein, auch wenn es jetzt erst richtig losgeht und sicher noch sehr hart wird.
Aber es gibt auch negative Aspekte und da heißt es entweder einfach tun oder eben den Plan anpassen. So und auch so, ich fühle mich endlich mal wieder als Gewinner.

OMG, ich bin 34 und hoppala, das Leben geht weiter.

Tja, jetzt ists passiert….34. Durch die aktuellen Umstände war diese Zahl in den letzten Monaten für mich das, was für andere die 30, 40, 50 oder vielleicht 60 darstellt: Die Zahl des unausweichlichen Grauens, die den körperlichen Zerfall, geistige Umnachtung und den Verlust jeglichen Humors ankündigt!
Persönliches Armageddon mit apokalyptischen Vorwehen.

Und wie immer nach angekündigten Weltuntergängen stellt man fest: es geht weiter.

Ich glaube, was Geburtstage für viele so unangenehm macht ist die Tatssche, dass man an diesen Tage innehält und die Welt, völlig perplex darüber, dass man kurz stehen bleibt, mit Vollgas an einem vorbeirauscht und, während einem die Hosen um die Knöcheln flattern, klar macht, dass man selbst nicht am Steuer sitzt. Zumindest bei mir ist das der Unterschied zwischen diesem und anderen Geburtstagen. Bisher habe ich mein Leben aktiv gestaltet, habe neue Seiten an mir entdeckt und hatte einen klaren Plan, wie meine Zukunft aussehen und was ich dann noch an mir verbessern will.
Ich hatte Träume und klare Vorstellungen.

Letztens sah ich ein tolles Motivationsvideo zum Threa Angst. Hach, warum verlink ichs nicht einfach?

„You can either live your dreams or live your fears“…bei dem Satz hats Klick gemacht.

Ich hatte immer meine Träume vor Augen. Immer! Und durch einen Rückschlag habe ich die alle vergessen. Ich lebe meine Ängste, weil ich meine Träume völlig aus den Augen verloren habe. Es gibt Sätze, die klingen gut und Sätze, die in uns einrasten. Letztere entfalten neue Macht in uns. Ich habe diesen Satz gefunden und er hat mir klar gemacht, dass ich so gar nicht leben kann. Ich mache mich klein, fühl mich klein und sehe nur alles, was in Bodennähe rumliegt: Stolpersteine. Das ist kein Leben, das ist der lebendige Tod.

Seither erhebe ich langsam mein Haupt, schau mich suchend nach meinen Träumen um. Ich bin wieder auf der Suche, nach persönlichen Erfolgen, Freude, Lust, Liebe, Stolz. Ein Job wird sich finden, aber bis dahin muss ich leben, muss das Steuer wieder in die Hand nehmen und mein Leben leben.

Mein 34. Geburtstag war ein schöner Tag. Das Wetter war arschkalt, aber ich bekam viel Wärme. Von meinen Katzen, die mich morgens weckten um mir zu gratulieren Futter zu erbetteln, von der ollen Waage, die mal einfach ein Kilo Gewicht vom Vortag abzog und natürlich von meinem Freund, der wieder alle Finanzen mit Füßen getreten hat um mir ein tolles Paket motivierender Trainingshosen zu kaufen.
Klar, dass ich damit direkt zum Training musste. 😀
gesamt12

Doch vorher hieß es wieder: vermessen, wiegen, vergleichen. Das 2. Update der Strandaktion stand an. Gut, dass die Waage mitspielte. Aber auch das Messband zeigte hier und da einen cm weniger. Yay!

Nach dem Training waren wir dann mordshungrig und schleppten uns mit letzter Kraft zum Steakhouse, wo ein reservierter Tisch auf uns wartete. Doch stattdessen wartete in Wirklichkeit ein Sixpack Polizisten auf uns…Krimidinner 4 real! Irgendwas muss wohl losgewesen sein, sodass wir nicht einmal kurz die Toilette nutzen konnten. Also nochmal quer durch die Stadt zum Griechen.
Grieche
Bei unserem Hunger gabs eine Vorspeise und dann einen verdammt leckeren Grillteller. Ich liebe die Abwechslung! Mjam!

Diese Woche gehts los, mit neuem Diätplan (1750kcal…ächtz!) und neuem Trainingsplan. Der hats auch in sich, gut, dass ich so motiviert bin und unbedingt meine neuen Hosen im Studio testen muss.

Wenn der Geisteswissenschaftler mit dem Naturwissenschaftler…

…spricht. Gestern ergab sich des Abends eine so typische Situation im Hause Spagg, dass ich gleich dachte: Das ist so typisch, das muss ich festhalten.

Sie liegt mit einem frisch aufgeschlagenen Buch im Bett, als ein Strahlen über ihre Gesichtszüge hereinrauscht.

Sie: Oh, hör mal, was für ein wunderschönes sprachliches Bild! „Er starb früh am Morgen, noch bevor man einen schwarzen von einem weißen Faden hätte unterscheiden können.“*

Er: Was? Ne, das ist überhaupt kein schönes Bild, das ist totaler Blödsinn! Wenn er gesagt hätte, einen roten von einem blauen Faden, dann hätte das Sinn ergeben. Aber einen schwarzen Faden! So ein Nonsense! Überleg doch mal. Entweder, es ist so dunkel, dass man gar nichts sieht, oder man kann einen Faden erkennen und dann erkennst du auch immer, wenn du einen schwarzen neben einen weißen Faden hälst, welcher der helle ist. Denk doch nur an Wasabi (unseren schwarz-weißen Kater), nachts erkennst du immer, wo der liegt, weil du immer das schwarz-weiß erkennst. (Dabei steigert er sich sowohl gestisch als auch durch Modulation der Stimme.)

Sie nur so:
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*Das ist der erste Satz aus Ilija Trojanows Roman „Der Weltensammler“

U turn

ENDLICH…nachdem Slaine nun schon wieder seit über vier Wochen hustet und seit über zwei Wochen nur noch mit Kuchen, Schokolade und ähnlichen Sünden heimkehrt, hat es jetzt bei ihm wieder *klick* gemacht und er ist wieder heiß auf Bodybuilding. Zusätzlich zu meinem eigenen Psychostress war es eine echte Belastung, jeden Tag gut zu beginnen und darum zu kämpfen, bis zum Abend stolz auf mich zu sein und dann am Abend wieder den Fressereien zu verfallen. Zwar nicht so schlimm, wie ich das von mir kenne, aber eben jenseits der erlaubten Kalorien.

Die Waage gab mal wieder den Ausschlag. Zu mir ist sie extrem gnädig, das Gewicht sinkt gaaan langsam, als wolle sie sagen: Komm, weiter, jeden Tag neu beginnen. Nicht aufgeben, dran bleiben! Slaine gab sie heute dagegen den nötigen Arschtritt.

Und so musste ich mit ansehen, wie all die „guten“ Lebensmittel weggeworfen wurden…das brach mir echt das Ossiherz. Nicht, weil ich unbedingt Süßes haben will, sondern vielmehr, weil die Packungen kaum geöffnet und fast noch voll waren. Schrecklich! Und dann werde ich auch noch gezwungen, daran aktiv teilzunehmen!

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Schaut euch nur die teuflische Miene des Herrn Slaine dagegen an…die rüttelt doch echt am Ohrfeigenbaum.

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So, noch schnell ein Bild vom heutigen Abendessen posten….ist es nicht schön angerichtet?

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Und damit uns die Motivation so richtig überrollt, bekam ich auch schon ein Geburtstagsgeschenk im Voraus…obwohls noch über eine Woche hin ist. Aber die Idee zog: mit frischem Style geht man ganz anders trainieren, als mit den „ichversteckmich“-Schlabberklamotten der letzten Wochen. So habe ich heute auch voll motiviert zwei Hardcoreeinheiten kombiniert, um wenigstens mal wieder alle Muskelgruppen in einer Woche beackert zu haben. Heftig..ich freu mich schon auf die Schmerzen. 😉

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So eng! Ich hätte nie gedacht, dass ich mal in so ne Leggin passe und nicht aussehe, wie die Rocky Mountains, aber der Modeberater hat sich mal wieder durchgesetzt und Recht behalten. Zum Geburtstag gibts noch mehr…ich werde berichten. 😉

 

Liebster Blogaward

Mir wurde der Liebste Blog-Award von Thomas verliehen. Vielen Dank dafür.

Die Regeln sind einfach: den Award gibt’s für Blogger die bisher weniger als 250 Follower haben, also eine tolle Möglichkeit um unbekanntere Blogs zu empfehlen und natürlich empfohlen zu werden und die Aufmerksamkeit von mehr Lesern zu bekommen. Weiters sind 11 Fragen zu beantworten die dir lieber Leser, helfen werden mich besser kennen zu lernen. Nach dem beantworten der Fragen werden wiederum bis zu 11 weitere Blogs bzw Blogger nominiert.

Fragen an mich:
Beschreibe deinen Blog, worum geht es?
Um MICH, jaa, mich, mit all meinen bescheuerten Ideen, meinen Launen, den Büchern die ich liebe oder hasse, peinlichen Makeupexperimenten, eleganten Sportauftritten, supererfolgreichen Diäten…alles auf nur einer Seite. Ist das nicht interessant?

Was hat dich zum Bloggen geführt?
Diätfrust…ich dachte, wenn ich darüber schreibe, halte ichs besser durch. Stattdessen entdeckte ich, dass Schreiben mir eher zeigt, warum es nicht funktioniert. So ein Mist.

Was machst du neben dem Bloggen?
Serien gucken, im Internet einen Job suchen, mich von meinen Katzen dominieren lassen, Picdumps schauen, manchmal schneid ich mir die Fingernegel mit dem Nagelknipser, Wörter googeln, um zu erfahren, wie man sie richtig schreibt.
Wenn ich gerade mal nicht blogge, lese ich Bücher, betreibe Bodybuilding oder esse irgendwas.

Was liest du gerne und wie oft liest du?
Ich lese eigentlich täglich, weil ich nicht warten kann. Steh ich an der Straßenbahnhaltestelle, lese ich, rumpelt der Freund noch kurz in der Küche, während ich mit ihm Serie schauen will, öffnet sich mir das Buch im Schoß von ganz allein. Wartezimmer beim Arzt? Nicht ohne Buch. Ich saß einmal bei einem Bewerbungsgesprächstermin mitten unter Hunderten von Bewerbern. Alle sahen stumm auf ihre Hände, ich nahm mein Buch. Eine Frau seufzte laut und sehnsüchtig „Ich hätte jetzt auch gern eins dabei.“ Da sagte ich: Ein Buch ist immer ein guter Begleiter. 🙂
Ich lese gern bitterböse Fantasy, kluge Jugendromane, moderne Sciencefiction (ja, das gibts!) und Kantiges wie etwa von Juli Zeh.

Wer sind deine Vorbilder?
Das kann jeder sein, ich gucke mir viel ab. Kleine Aspekte, Haltungen, Blickwinkel. Momentan ist es Lynette Scavo von den Desperate Housewives, weil sie sich so diplomatisch durchzusetzen weiß und dabei immer sie selbst bleibt.

Was sind deine Träume und Ziele?
Träume sind für mich stehts etwas ganz Reales, was ich zu erreichen versuche. Meine Muskeln aufbauen und zum Vorschein bringen, mich in einem Job wohlfühlen, einen Waschtrockner kaufen. Letzteres steht derzeit an erster Stelle.

Was tust du für deine Träume und Ziele?
Ich plane und geh es an! Darin bin ich meisterhaft. aber wehe mein Plan funktioniert nicht. Dann UUHMP!%&$“&

Wer oder was motiviert dich?
Ich bin stark intrinsisch motiviert. Ich habe den großen Wunsch, mein Potential zu entfalten und mein Leben selbst zu bestimmen, das bringt viel Motivation mit sich. Der Rest ist Musik und Kaffee.

Was sind deine Lebensgrundsätze?
Life is change, otherwise it’s dead.

Hast du eine Morgen- und/oder Abendroutine und wie sieht sie aus?
Morgens mindestens einen Kaffee, bevor mich jemand anspricht. Meistens mit einem festen Frühstück. Sonst geht der Tag nicht los. Ich habe auch eine Neigung entwickelt, die Vorhänge theatralisch aufzureißen und dabei „Hallo TAG!“ zu rufen.

Welche Frage würdest du gerne gestellt bekommen und warum?
Möchten Sie für uns arbeiten? Ich glaube, die Gründe sind naheliegend…

Ich möchte keine 11 Blogs nominieren, aber ich möchte ein paar Fragen stellen und wer sich angesprochen fühlt, darf sich gern als nominiert betrachten.

  • Warst du schon einmal in einer Filmfigur oder eine literarische Figur verliebt? Wenn ja, in wen?
  • Wenn du deinen Charakter neu erstellen dürftest, welche Eigenschaft würdest du dir aussuchen?
  • Was beruhigt dich, wenn du sehr aufgebracht bist?
  • Worüber hast du das letzte Mal richtig gestaunt?
  • Was macht deine beste Freundin/deinen besten Freund aus?
  • Wer hat dich zu etwas ganz Verrücktem überredet und was war es?
  • Nenne drei deiner Stärken.
  • Glaubst du an die bösen Griechen, die all unser Geld wollen?
  • Erzähle von deinem peinlichstem Erlebnis rund ums Essen.
  • Was muss jemand tun, um dich richtig zu verärgern?
  • Worin liegt für dich der sinn des Lebens?