Wenn der Geisteswissenschaftler mit dem Naturwissenschaftler…

…spricht. Gestern ergab sich des Abends eine so typische Situation im Hause Spagg, dass ich gleich dachte: Das ist so typisch, das muss ich festhalten.

Sie liegt mit einem frisch aufgeschlagenen Buch im Bett, als ein Strahlen über ihre Gesichtszüge hereinrauscht.

Sie: Oh, hör mal, was für ein wunderschönes sprachliches Bild! „Er starb früh am Morgen, noch bevor man einen schwarzen von einem weißen Faden hätte unterscheiden können.“*

Er: Was? Ne, das ist überhaupt kein schönes Bild, das ist totaler Blödsinn! Wenn er gesagt hätte, einen roten von einem blauen Faden, dann hätte das Sinn ergeben. Aber einen schwarzen Faden! So ein Nonsense! Überleg doch mal. Entweder, es ist so dunkel, dass man gar nichts sieht, oder man kann einen Faden erkennen und dann erkennst du auch immer, wenn du einen schwarzen neben einen weißen Faden hälst, welcher der helle ist. Denk doch nur an Wasabi (unseren schwarz-weißen Kater), nachts erkennst du immer, wo der liegt, weil du immer das schwarz-weiß erkennst. (Dabei steigert er sich sowohl gestisch als auch durch Modulation der Stimme.)

Sie nur so:
1 2 3

*Das ist der erste Satz aus Ilija Trojanows Roman „Der Weltensammler“

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s