subjektives Supplement-Review

Jeder, der mit Übergewicht zu kämpfen hat, träumt von einer Wunderpille, die plötzlich Geslüste und Stoffwechsel in Einklang bringt, sodass man isst, so viel die Gelüste befehlen, dabei jedoch kein Gramm Fett ins Polster gelangt. Man könnte aufhören, sich selbst zu geißeln und zu ermahnen. Man würde ganz auf seinen Körper hören und dürfte sich gut dabei fühlen.

Mein Freund entdeckte vor ein paar Wochen ein Ebook, dass einen solchen Effekt, nicht mittels einer Pille, aber mittels Supplementation von verschiedenen Nahrungsergänzungsmitteln verspricht. Über diesen Artikel ist er darauf gestolpert. Es ist von Chris Michalk und heißt „Das Handbuch zu Ihrem Körper„. Zusammengefasst sagt es, dass man jeden Körper mittels Biochemie steuern kann, dazu müsse man den Körper aber als System befreifen. Es reicht also nicht, einfach nur eine Pille mit Inhaltsstoff XY zu schlucken. Vielmehr müsse man den Ausgangszustand messen lassen (Blutwertanalyse bestimmter Stoffe) und dann die entsprechenden Stellschrauben anziehen, um Stoffwechsel und Verdauung anzukurbeln.

Ich bin ehrlich, ich hasse sowas. Wie oft ist schon versprochen worden, dass meine Gewichtsprobleme sich durch dies und jenes von selbst regeln würden. Einfachstes Beispiel: Mach Sport, dann baust du Muskeln auf, die verbrennen mehr Energie, alle Probleme gelöst. In der Realität ist es aber so: Mehr Sport -> mehr Muskeln -> der Körper schreit nach Baustoffen zur Reparatur und Verbesserung -> mehr Hunger. Nichts reguliert sich von selbst, ich mach noch immer Diät nach Diät ohne wirklich jemals anzukommen. Ein Ansatz, der damit beginnt, dass ich noch mehr Geld und vor allem Kalorien investiere, um dieses Versprechen einlösen zu können, machte mich einfach nur wütend.

Quelle: fitness-nerds.at

Aber Slaine nicht, der war begeistert. Er verschlang das Buch, erzählte mir ständig davon, ging zum Arzt, um eine Blutuntersuchung zu machen, kaufte Supplemente, erstellte einen enmaschigen Supplementeplan und zieht es seither einfach durch.

Was Slaine zusätzlich einnimmt:

  • Selen
  • Wakame (Braunalge mit viel Jod und anderen Superfoodstoffen)
  • Kartoffelstärke (für die Darmflora)
  • Gelatine (viele essentielle Aminosäuren)
  • Soja-Lecithin-Granulat
  • Grapefruitsaft

Wer mehr darüber wissen will, was wozu, dem empfehle ich sich das Buch zu leisten. Hier alles aufzuzählen und welche Wirkung das verspricht wird einfach zu lang.

Seine Veränderungen bisher:

  • Muskulatur tritt deutlich und voluminös hervor, alles wirkt runder
  • Leistungssteigerung im Training
  • mehr Power durch den Tag
  • Gewichtszunahme
  • keine Zunahme an Bauchzumfang
  • viel Hunger
  • durch Hunger eine erhöhte Kalorienaufnahme
  • teilweise starke Blutdruckschwankungen

Ich beobachte das sehr kritisch, aber im Moment sieht es danach aus, als würden die zusätzlichen Kalorien tatsächlich in den Muskelaufbau und nicht ins Bauchfett gehen. Obwohl er zugenommen hat, ist sein Bauchumfang nicht mehr geworden, sein Bizeps (ewiges Sorgenkind) ist aber deutlich gewachsen und dabei fest und hart, nicht weich. Sei Rücken sieht mit deutlich hervortretender Muskulatur vergleichbar aus mit Fotos, auf denen er 10kg weniger wog.

 

Slaine und ich sind immer ein Team, was der eine treibt, lässt den anderen icht unberührt. In mir sträubt sich alles gegen die Vorstellung, stündlich irgendwelche Pulver oder Pillen einzunehmen. Slaine kommt momentan auf 650kcal nur für Supplements, die nicht schmecken, nicht sättigen und einfach widerlich sind (allem voraus: Wakame). Wenn ich merke, wie er rasend vor Hunger ist, denke ich nur, wie froh ich bin, dass mein Körper sich momentan der Diät fügt und mich nicht mit sowas quält. Ihr merkt, ich kann mich nicht recht damit anfreunden. Nicht mit allem. Die Blutuntersuchung muss man zum Teil selbst tragen, je nach Arzt und Labor kann das über 100€ kosten, das kam für mich auch nicht in Frage. Dennoch habe ich in den letzten Wochen kleine Schritte verändert.

  • ich nehme jeden Tag 2x8g Soja-Lecitin ein
  • ich esse jeden Tag Wackelpudding aus 12g Gelatine, den ich mit Süßstoff zubereite
  • Gelatine hat ein echt gutes Aminosäureprofil und der Wackelpudding hat quasi keine Kalorien, aber viel „Masse“. Für eine Diät ist er deswegen allein zu emfehlen)

  • ich esse häufig 100g fertigen, tiefgefrorenen Wakame-Salat

Quelle: lobsterking.de
Unabhängig davon mache ich derzeit auch wieder eine DAA-Kur, die ganz klar auch ihre positiven Effekte beisteuert.

Festgestellte Veränderungen:

  • Leistungszuwachs im Training
  • mehr Power durch den Tag
  • eventuell (muss erst länger beobachtet werden) schnellere Abnahme
  • Hitzewallungen, aber auch Einbrüche bei Ruheperioden, die zum Frieren führen

Der Leistungszuwachs ist enorm, zumal ich derzeit ein Kaloriendefizit halte, wie ich es sonst nicht so lang aufrecht erhalten konnte. Mit 1650kcal/d beim Brusttraining 8 Wiederholungen mit 22,5kg Kurzhanteln zu absolvieren ist absoluter Rekord. Ich konnte es gestern gar nicht fassen! Im zweiten und dritten Satz griff ich zu 20kg-KH, konnte diese problemlos umsetzen und 11 bzw. 19 Wiederholungen machen. Ich glaube nicht, dass ich schon jemals so viel Power hatte, schon gar nicht bei so strikter Diät.

Das lässt sich auch nicht allein auf das DAA schieben, denn ich habe bereits vor der Kur angefangen, Soja-Lecitin zu nehmen und noch in derselben Woche mehr Kraft und Ausdauer im Training feststellen können.
Ob der Wackelpudding nun etwas bewirkt, weiß ich nicht, mir schmeckt er und er erfüllt auch seelisch die Funktion einer Zwischenmahlzeit, obwohl er kaum Kalorien hat.
Am Wakamesalat scheiden sich noch meine Geister. Einerseits weiß ich, dass Algen wegen ihrer Mineralstoffe und gesunder Verbindungen zu den Superfoods zählen. Wakamesalat schmeckt mir auch außerordentlich gut. Mit 100g nehme ich auch keine gefährlichen Mengen Jod zu mir (die Gefahr besteht bei Jod, wird auch auf jeder Packung angemahnt). Nach dem Essen fühle ich mich zunächst wärmer, es ist, als würde der Stoffwechsel wirklich hochfahren. Allerdings glaube ich, dass auch der Blutdruckabfall und das Frieren daher rühren, dass die Wirkung eben nachlässt. Slaine, der zu Bluthochdruck neigt, hat abends manchmal so niedrigen Blutdruck, wird ganz bleich im Gesicht und fühlt sich so müde, dass es mir schon Angst macht. Ich bin letztens nachts wach geworden und habe, obwohl es im Zimmer warm war, gefroren, als wäre tiefster Winter.
Ich beobachte das weiter und werde wieder berichten.

Erstes Fazit:
Soja-Lecitin bleibt definitiv als tägliches Supplement, weil es einen spürbaren Kraft und Ausdauerschub gebracht hat.
Bei dem Rest bin ich mir noch nicht sicher, behalte es aber zunächst bei.
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2 Kommentare zu “subjektives Supplement-Review

  1. Das mit dem Soja Lecithin ist interessant ! Es steht bei uns seit einigen Wochen im Schrank und Bus jetzt hatte ich keine Ahnung wozu es noch alles eingesetzt werden kann, danke 🙂 hab noch einige interessante Aspekte im Internet gefunden , super Zeug !

    • Ja, ich hab das zu Abizeiten mal für die Konzentration genommen. Dann, vor einer Klausur hatte ich viel genommen, nichts gegessen und mit dem Prüfungsstress addiert, ist mir furchtbar schlecht geworden. Auch jetzt nehm ichs nicht auf nüchternen Magen, sondern immer rund um Mahlzeiten, sonst wird mir übel. Schreib mal, falls dus probierst, ob du ähnliche Beobachtungen machst. Das interessiert mich. 😉 *Wackelpuddingschnabbulier*

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