Neuer Trainingsplan: Brusttraining und Grundlegendes

Die Strandfiguraktion nähert sich dem Ende, ich habe wieder volle Power zurückerlangt und einen neuen Booster ausprobiert. Das ist eine Konstellation, bei der mir der aktuelle Trainingsplan der Strandaktion einfach zu wenig ist. Durch die verlorenen Pfunde sehe ich meine Muskulatur wieder besser und nun möchte ich sie wieder ganz gezielt zum Wachsen bringen.

Zugrundeliegende Ideen:

  • durch Abdeckung aller Wiederholungsbereiche (3-6, 7-12, 13-20) in jeder Einheit sollen unterschiedliche Reize gesetzt werden
  • 4er Split,  Schultern werden einmal kurz und einmal ausgiebig trainiert
  • Intensität und Fokus aufs Muskelgefühl wird höher gewertet, als reines Gewicht
  • zweimal pro Woche drei Bizeps-Trizeps-Supersätze
  • mehr Rotatorenübungen

Die Übungsabfolge:

  • L-Flys, stehend
  • Kurzhantel-Schrägbankdrücken
  • Langhantel-Flachbankdrücken
  • Supersatz (SS) Liegestütze und stehendes Seitheben
  • SS L-Flys (liegend) und Crunches
  • SS Trizeps am Kabel mit Untergriff und Bizepcurls am Tau

Die Frage nach dem Warum?

Mit steigendem Alter merkt man einfach, wie empfindlich Bänder und Gelenke sind. Meine linke Schulter knurpst und kracht bei jeder Rotation. Und dann bringt es das Alter auch mit sich, dass man öfter mal Clips über Verletzungen im Bodybuilding sieht und dort auch immer wieder über die Rotatoren und deren Schutz gesprochen wird. Also mach ich das jetzt einfach, meine Schulter findets auch gut. Daher: mehr L-Flys!

Beim Schrägbankdrücken muss man selbst mehr stabilisieren, hat aber auch eine größere Bewegungsfreiheit. Ich habe gemerkt, dass ich hier gut Fortschritte machen kann, sowohl was die Kraft, als auch das Muskelgefühl anbelangt. Daher wird das nun die Primärübung und die Flachbank kommt als zweite Übung dran. Da die Stabilisierung auf der Flachbank mit Langhanteln leichter ist, kann ich zwei Sätze mit noch relativ hohem Gewicht machen und beim dritten Satz richtig Pumpen. Der Wiederholungsbereich von 3-6 Wiederholungen fällt somit auf die Schägbank, die Wiederholungsbereiche um 7-12 und 13-20Wiederholungen entfallen auf die Flachbank. Wenn es mir auf der Flachbank einmal zu langweilig wird, kann ich diese Übung locker mit Ketten kombinieren oder mal zur Multipresse wechseln, um die Reize unterschiedlicher zu gestalten.

Nun haben wir also eingentlich schon alles für die Brust abgearbeitet. Also quetsche ich sie nur noch etwas mit Liegestützen aus. Viel geht da nicht mehr, aber ich bin stolz, endlich richtige Liegestütze machen zu können. Das viele Bauchtraining hat also tatsächlich etwas gebracht.

Und weil wir schon beim Feinschliff sind, bekommen die Schultern, die beim Bankdrücken immer einen kleinen Anteil beitragen, nun noch etwas ab. Da Schultern sehr empfindliche Gelenke haben, wird rohes Gewicht hier schnell zur Verletzungsfalle. Außerdem spricht man beim Schultermuskel von drei Köpfen (vorderer, mittlerer und hinterer), die nur schwer gleichzeitig zu treffen sind. Das macht es schwer, die Schulter wirklich zu beanspruchen, ohne das Risiko von Verletzungen einzugehen. Da ich meine Schultern in einer einheit also nie ans Limit treibe, möchte ich sie durch häufigere Reize zum Wachsen bringen. So wird der vordere und mittlere Schulterkopf am Brusttag mitbearbeitet und die hintere Schulter am Rückentag.

Und weil ich merke, dass ich wirklich an meinem kraftlosen Bauch, der meinen Körper so schlecht stützen kann, arbeiten muss, gibts jetzt Crunches im Supersatz mit L-Flys. Da muss ich mich nur zur Seite rollen, um die Rotatorenmanschette richtig zu bearbeiten. Das macht mir sogar richtig Spaß.

Weil mir Bauch an sich gar keinen Spaß macht, sondern mich eher frustriert, lege ich diese Übung, soweit möglich, nicht mehr ganz ans Ende, sondern lass mir ein lohnenderes „Leckerlie“ übrig. Beim Brusttraining sind das die Arme. Auch die trainiere ich eigentlich nicht gern, allerdings habe ich hier entdeckt, dass der Bizeps wesentlich besser getroffen wird, wenn ich mit dem Tau am Kabelturm arbeite. Und weil ich schon am Kabelturm stehe, kann ich auch einarmig im Untergriff das Kabel von oben nach unten ziehen und treffe damit den Trizeps sehr gut.

 

Dieses Training habe ich am Donnerstag zum ersten Mal durchgeführt und der Pump war ENORM, alles fühlte sich voll und schön fertig an. Der Muskelkater hält noch an. ^^

Wer mein letztes Video gesehen hat, weiß ja schon, dass es für die Brust die wenigsten Übungen gibt, daher ist diese Einheit schon recht nah am letzten Trainingsplan der Strandaktion, enthält aber wieder mehr Sätze.

Im nächsten Beitrag gibts dann das Rückentraining.

Wer Fragen oder Anregungen hat: immer her damit!

 

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Unter Aufsicht der Trolle…

Letztens schrieb ich, dass es mir mit dem hohen Defizit nicht gut ergangen ist und ich deswegen entschied, wieder etwas mehr zu essen, um mich wohler zu fühlen. Frustfaktor zuvor war auch eine scheinbar stagnierende Abnahme.

Fettlogikfans werden jetzt sagen, dass man bei einem höheren Defizit abnehmen muss, das ist einfach science, bitch. Und so ist es auch. Irgendwann wird man damit schneller abnehmen, aber dennoch scheint der Körper bei einem sehr hohen Defizit zunächst irgendetwas zu machen, was die messbare Abnahme auf der Waage verzögert. Ich sage bewusst nicht, dass man in der Zeit nichts abnimmt, aber man kann es eben nicht messen, die Waage spielt schlicht nicht mit. Im Bodybuilding spricht man dann von einem Plateau, das überwunden werden muss, indem man einfach weitermacht. Klingt einfach und logisch. Logisch mag es sein, einfach hingegen nicht. Gerade Typen wie ich, denen in solchen Stresssituationen gern mal die Nerven blank liegen, scheitern oft an diesen Plateaus.

Nachdem ich vor wenigen Tagen selbst bei Team Andro auf die Nachfrage, wie es bei mir laufe, geantwortet habe, dass es eben derzeit so schlecht bei mir läuft, erhielt ich folgende warmherzigen Antworten:
„Wenn du wirklich abnehmen wolltest, wäre das auch kein Ding. Sei mal nicht so eine Memme.
Der Leidensdruck ist wohl einfach noch nicht groß genug.“
„Personaltrainer, am besten mit Erfahrung als Bundeswehr-Ausbilder, würde vlt helfen.“
„Ihr hilft nichts mehr. Sie wird den Kampf ja früher oder später eh verlieren, da ihre Gene so schlecht sind.“
„Hast du denn garkeinen Stolz? Solltest evtl mal 2 Wochen Urlaub in der Spamlounge machen, einfach um mal paar Gainz am Rückkrat zu verzeichnen. Immer diese Ausreden: keine zeit, schon immer dick, die anderen sind dran schuld, die chemtrails sind dran schuld oder auch gerne mal die freimaurer sind der grund das du nicht abnimmst.
Ganz alleine du bist dran schuld. Nur du. Willst du abnehmen? Dann musst du das ganze mal 100% durchziehen und nicht gleich wieder Dickmacher zu ballern sobald es im Reallife mal stressig wird. Dann ist man halt mal einen Abend hunrgig oder schlecht gelaunt. Na und?
Die Benefits die du durch Willenskraft kriegst sind das locker wert. Fullsrs, hab das selbst in der Diät sooft selbsterlebt.
War auch so eine Memme wie du, bin ich in machen Dingen wahrscheinlich immernoch, aber ich habs verstanden worum es geht.
Letztendlich ist es dein Leben, wünsche dir trotz der harten Worte noch viel Erfolg.“
„Das hat hier rein gar nichts mit Bodybuilding oder Fitness zu tun“

Nun könnte man meinen, ich wäre in ein Paralleluniversum gerutscht, in dem nur mir es derzeit so geht. Doch die anderen Nixen straucheln genauso:
„bin seit 10 Tagen nun bei ca. 1300kcal, aber passiert beim Gewicht rein gar nichts
stagniert einfach. nervt 😦 hoffe tut sich die Tage noch was“
Darauf der erste Tipp:
„schreit nach sauberem carb refeed!“
„hab ich auch überlegt *thinkabout*
wenn dann eher aufm samstag/sonntag da kein training
oder morgen auf arbeit ne schöne pizza :o“
Diese Frau hat bereits einen niedrigen Körperfettanteil und war mit den Trollen trainieren. Die darf das natürlich. Die macht auch nichts falsch, obwohl sie an Kilos weniger abgenommen hat, als ich. Aber sie startete bereits mit einem gut sichtbaren Sixpack.

Hier die Nächste:
„Komischer Körper! Habe mich gestern auf die Waage gestellt, 52kg!!!! Das sind gerade mal 2,5kg weniger zum Startgewicht *cat*
Seit meiner letzten „Ausnahme“ beim Essen (letzten Mi) letzte Woche habe ich mich zu 10000% an den Plan gehalten. Von Sonnstag bis Dienstag hatte ich Low Carb Tage und es hat sich rein gar nichts getan. Habe Montag und Dienstag in den Spiegel geguckt und gedacht das man meine Bauchmuskeln auch schon mal mehr gesehen hat *skeptisch* . Glaube das waren Wassereinlagerungen?! War auch Dienstag Abend echt extrem FERTIG, nicnt nur mit mir sondern auch mit dem Rest der Welt. Im Training hatte ich nach 3-4 Übungen einfach gar keine Kraft mehr und hab mich dann noch für 20min auf Rad gequält.und ich bin soooooooo unglaublich müde….nur noch….echt schlimm!
So und nun hab ich gestern bei der Arbeit wieder gedacht:“ ach komm sch*** drauf, ich ess jetzt n Stück Schweinebraten und n Brezel!“
Vlt is es auch nur Einbildung aber schon gestern Abend fande ich meine Form wieder besser und die Waage zeigte heute Morgen 51,6kg an.
Ich verstehe jetzt gar nichts mehr……
Vlt hab ich mich zu sehr gestresst wegen der Low Carb Tage? Hat das nicht auch alles Einfluss auf die Cortisolausschüttung?!

Und noch eine: „Mädels, momentan kämpfe ich sehr. Mir geht so langsam die Energie aus. Da im Geschäft gerade noch so wahnsinnig viel los ist, hat mich heute Nacht der Stress-Zucker- Hunger überfallen und ich habe mir zwei Mars Riegel reingepfiffen. Na ja jetzt kann ich es eh nicht mehr ändern.
Ansonsten wundert es mich etwas, das trotz des hohen kcal Defizits nichts mehr runter geht. Ich schwanke zwischen 76,3 und 76,4 egal was und wie viel oder wenig ich esse. Macht der Körper irgendwann einfach nicht mehr mit?
Es ist jetzt nicht so das ich deswegen durchdrehe aber es interessiert mich einfach woran das liegen könnte.“

Der Unterschied zwischen den anderen Mädels und mir ist, dass ich durch meine vorherigen Posts ins Visier der Trolle geraten bin. Die erste Regel in einem Bodybuilding-Forum lautet, niemals gegen die internen Forenmaximen zu verstoßen. Es gibt keine andere Wahrheit als die eine und wenn du dich in einem Bodybuildingforum zu einem Diätprojekt anmeldest, dann ist dein Ziel gefälligst der Bikiniwettkampf im Herbst. Wer was anderes sagt und dann auch noch Übergewicht hat, der kann sich warm anziehen.

Ich weiß das alles und finde es momentan trotzdem bitter. Nennt mich naiv, aber ich hätte wenigstens erwartet, dass Sabrina da mal Stellung bezieht. Sein Anfang an liest man in Nixenlogs:
*das ist kein Bodybuilding
*das ist keine Diät, was ihr macht
*die Pläne sind Quatsch
*Zeitverschwendung
*so wird man weder Fett verlieren noch Muskeln aufbauen
*…
Was mir hier einfach fehlt, ist jemand mit dem Schneid, den Spammern eine klare Ansagfe zu machen: Du kannst es besser? Dann freue ich mich auf dein Team bei der nächsten Aktion. Dann kannst du zeigen, wie du eine Superdiät mit den Supertrainingsplänen kombinierst und deine Leute 20 Wochen bei der Stange hälst.
Sowas würde ich erwarten.
Was dagegen tatsächlich passiert: Die Trollthreads werden einfach mit „weitermachen Mädels“-Floskeln weggespammt und das eigentliche Thema (Hey, wir machen hier viel und wir haben auch Ergebnisse vorzuweisen!) wird totgeschwiegen. Das hinterlässt den faden Beigeschmack, dass die Trolle gewinnen, weil keiner den Schneid besitzt, denen mal vors Schienenbein zu treten. Und das ärgert mich.

Neues aus dem Zoo

Im Leipziger Zoo sind die neuen WG-Bewohner jetzt auf die Außenanlage gezogen, zumindest stundenweise. Die Kiwara-Kopje ist die Verlängerung der Kiwara-Lodge, auf der, erstmalig in zoos, Husarenaffen, Geparden und Nashörner in unmittelbarem Kontakt miteinander vergesellschaftet werden.

Zuerst zogen die Nashörner ein und hatten Mühe, sich einzugewöhnen. Strom sollte Begrenzungen und Bäume schützen, machten das Nashorn aber nur wütend, worauf es erstmal neu dekorierte. Inzwischen scheint sich zumindest Nandu gut in ihrem Teilstück eingelebt zu haben.
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Ihr erkennt sie nicht? Tja, von weitem tarnt sie sich wirklich gut. Ganz entspannt liegt sie da.
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Später soll im Nachbarsteil ein Nashornbulle einziehen und direkt ohne Begrenzung mit den Geparden zusammenleben. Die waren heute schon ganz munter unterwegs. Inspizierten alles, schnüffelten hier und da…
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und beäugten die Husarenaffen neugierig, denn heute waren erstmals beide Tierarten zur selben Zeit auf der Anlage, zwar noch mit provisorischer Absperrung und unter Aufsicht, denn es könnte sein, dass die Raubkatzen die Absperrungen überwinden und sich einen Affen schnappen. wg1
Das muss von beiden Seiten erstmal ordentlich abgeschnüffelt werden…
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Auch neu auf der Anlage sollen Klippschliefer sein. Sollten. Denn geplant war der Anlagenteil eigentlich für andere Bewohner. Und dann haben wohl Tierpfleger aus anderen Zoos zu bedenken gegeben, dass diese kleinen Zwergentierchen bis zu 6 Meter hoch springen können! O__o Also wird das fertige Gehege nochmals aufgerüstet und nun kann man live beobachten, wie so eine Felsenlandschaft eigentlich modelliert wird.
Klippschliefer

Natürlich war ich auch im Rest des Zoos, alle „alten Bekannten“ besuchen. Die habens heut eher ruhig angehen lassen.
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Übertrieben

Mäh, ich habe es mit dem Kaloriendefizit übertrieben. Vor zwei Wochen dachte ich: Es läuft so gut, versuchs einfach mal, wenns nicht klappt, erhöhst du wieder.

Klingt doch nach einem guten Plan, oder? Und es lief auch gut. Sternchen hat uns für die letzten Wochen freie Wahl gelassen, wie drastisch wir nochmal senken. Mit 1650kcal habe ich knappe 2kg/Monat abgenommen, mich wohl gefühlt und ich war fit.

Dann hat mich der Teufel geritten…oder der Ehrgeiz und ich dachte: Es sind die letzten 4 Wochen, überrasche nochmal alle Hater.

Der Plan sieht vor, dass man die tägliche Zufuhr an Kohlenhydraten ändert, sodass man (wenn man sich für das maximale Defizit entschließt) einmal 1770kcal, dreimal 1500kcal und dreimal 1350kcal isst. Die drei Zahlen waren für mich leichter, als selbst zu erreichnen, wie viel ich nach dem Plan an KH, Kalorien und EW zu mir nehmen kann. Wieso übernehme ich die also nicht einfach?

Zwei Wochen lief alles prima. Nach einem 1770kcal-Tag merkte ich zwar, dass es schwerer fällt, wieder auf 1350 zu stürzen, aber es ging.

Langsam schlichen sich aber die Nebeneffekte ein, die ich anfangs nicht wahrnehmen wollte. Ich fühlte mich schlapper, eigentlich immer müde. Ich legte mich tagsüber öfter mal hin, trank täglich zusätzlich zum Kaffee noch Relentless ohne Zucker. Beim Training schaffte ich in der ersten Übung noch halbwegs annehmbare Zahlen, war danach aber nicht mehr zu gebrauchen. Joggen zum Training wurde mit jedem Tag ein größerer Horror und so ließ ich es irgendwann weg. Auch die Trainingshäufigkeit von 2 Trainingstage-1Pausetag-und von vorn, schaffte mich. Nachts lag ich wach, mein Kopf lief Amok und morgens fühlte ich mich wie überfahren. Alles in mir wollte Ruhe. Als mir dann auch noch bei jeder Nichtigkeit der Gedultsfaden riss und ich merkte, das ich grundlos aggressiv bin…da war es Zeit einzusehen, dass ichs übertrieben habe.

Was dem ganzen die Krone aufsetzte: Mein Gewicht hüpfte von ~78,4 zurück auf ~79,6 und blieb dort. Laut Waage nahm ich nichts ab in diesen zwei harten Wochen, die mir so viel abverlangten.

Ich war die ganzen 16 Wochen wirklich entspannt, was die Waage anging. Ich nahm Schwankungen als das hin, was sie sind: flüchtige Ergebnisse, die wenig aussagen. Und ich predigte bei Team-Andro ständig: Härter ist nicht besser…wenn ich mich am Ende einer Diät so schrecklich fühle, dass jede Faser meines Körpers nach Kalorien schreit, dann werde ich all das mühsam Errungene nicht halten und letztendlich frustriert sein. Lieber langsam und stetig.

Wäre ich doch nur dabei geblieben. Es ist okay, im lockeren Schrittempo die Waage gelassen zu sehen. Wenn ich aber spüre, wie viel mich so eine Diät kostet, erwarte ich einfach, dass die Waage täglich weniger anzeigt. Tut sie das nicht, kann ich auch nicht gelassen darüber hinweg sehen, weil eben jeder Tag enorme Anstrengung bedeutet.

Und jetzt sitz ich hier..2 Tage, 2 Dürüms, 2 Giottostangen, 5 Snickers Eiscreme, 2 Kinder Bueno, 4 Pickups, ein Subwaysandwich und eine göttliche Pizza später und frage mich, wie es weitergehen kann.

Denn man kennt das ja, nach solchen Tagen…

Es sind noch 2 Wochen bis zum Ende der Aktion. Ich habe viel über mich gelernt..auch aus diesen vergangenen zwei Wochen. Ich könnte jetzt abbrechen. Oder ich könnte mit einem Defizit zwischen 1600kcal und 1500kcal weitermachen. Letzteres erscheint mir das Beste. Andererseits kann ich keinen Kohlrabi, keinen Wackelpudding und keine Gemüsepfanne mehr sehen.

Aber am meisten ärger ich mich über mich selbst….ich hab das alles kommen sehen und dachte ich wäre…was eigentlich? Ich glaube, ich dachte einfach, meine „Glückssträhne“ hält an. Dabei war es nicht Glück, was mich hierher brachte, sondern, dass ich sorgsam mit mir umgegangen bin.

Neue Übungen

Durch die Strandfiguraktion war ich gezwungen, einige neue Übungen auszuprobieren. Einige davon haben mich enorm weitergebracht. diese möchte ich heute vorstellen. Anmerkung: Negative Klimmzüge, also Klimmzüge, bei denen man mittels Unterstützung nach oben gelangt und dann versucht so lang wie möglich oben zu bleiben, bzw. so langsam wie möglich nach unten zu gleiten, die gehören ebenfalls in die Kategorie neuer „Lieblingsübungen“. Allerdings kann ich das Zuhause nicht durchführen.

Woche 17 von 20

Schon 17 1/2 Wochen des Coachings sind um, jetzt geht es Richtung Zielgerade und ich bin richtig heiß.
Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zuletzt in einer Diät solchen Biss hatte, dass kein Hunger und kein heißer Appetit mehr aufkommt, weil man ein ganz anderes Ziel so nah vor Augen hat.

Wie kommt es jetzt plötzlich zu dieser Einstellung?
Das habe ich mich selbst gefragt und Folgendes herausgefunden:

    • langsam sinkende Kalorien

Morgen beginnt die Diät, knallhart und unvermittelt, also isst man heute nochmal richtig. Wer kennt das nicht, ich habe das immer wieder gemacht. Das Coaching begann mit einem ganz leichten Defizit, dass sich alle 4 Wochen um 100 kcal senkt. Dadurch merkt der Körper lange nicht, dass er überhaupt auf Diät ist. Spürte ich normalerweise recht schnell, dass der Körper gegen die Umstellung gegensteuert, sei es durch Müdigkeit, extremen Appetit, Schlafmangel durch Hunger oder frieren, so konnte ich all das diesmal nicht feststellen. Dadurch entstand auch nicht der „Stress“ für den Körper, er hat sich ganz geschmeidig angepasst. Mit Stress meine ich, so eine nagende Unruhe, die dir ständig zuflüstert, worauf du verzichtest und wie gut du dich fühlen würdest, wenn du einfach noch diese oder jene Kleinigkeit essen würdest. Stattdessen fühle ich mich die meiste Zeit voll in meiner Mitte.

    • möglichst exakte Einhaltung der Kalorien

Schon in der erste Woche wurde mir klar: Wenn die Kalorienmenge nur um 100kcal gesenkt wird, setzt das voraus, dass man sich wirklich exakt an die Kalorienvorgaben hält. Bisher habe ich immer bis zur letzten Mahlzeit getrackt und dann eine Mahlzeit ausgewählt, die grob in den Plan passt. Mal warens ein par kcal weniger, meistens aber ein paar mehr. Was sind schon 100kcal? Als mir klar wurde, dass diese 100kcal bei einem geringen Defizit wirklich alles sind, was ich einspare, wurde mir auch klar, dass es hier wirklich um jede Kalorie geht, zumal ich das Gemüse nach dem Plan nicht tracke und damit nochmal ungezählte Kalorien draufgeschlagen werden. Wenn ich also ein tatsächliches Defizit erreichen will, muss ich mich strikter ans Tracken halten und auch die letzte Mahlzeit vorher eintragen.

    • Füllstoff Gemüse

Das ist ein Punkt, den ich zwar selbst oft propagiert habe, letztlich aber immer in meinem Hinterstübchen als „Cheat“ empfand. Erst als die Kalorien weiter sanken und ich abends froh war, bei erreichtem Grenzwert noch etwas mampfen zu können, hörte ich auf, das Gemüse zu tracken. So wurde mein regelmäßiges Abendessen schließlich 1 Kohlrabi, 1/2 Gurke und 5 Cocktailtomaten. Alles ungezählt, aber der Magen hat genug Füllstoff, um mich einschlafen zu lassen.

    • Abnehmen im Team: die „ich bin besser“-Momente

Machen wir uns nichts vor, nichts macht bessere Laune, als festzustellen, dass du in irgendwas besser bist, als andere. So sehr ich bei den anderen Mädels auch mitleide, ein Stück meines Selbst freut sich einfach, dass ich munter weiterlaufe, wo andere straucheln, denn wie oft war ich diejenige, die strauchelt. All die Motivationsprobleme, Zweifel, das Überengagement, welches einen letztlich in den Wahnsinn treibt, weil man den Plan nie 100%ig perfekt umsetzt…das habe sonst immer ich durchgemacht. Es tut einfach enorm gut, festzustellen, dass es allen Mädels mal so geht, ganz egal, wie gut sie schon aussehen. Irgendwie macht mich das gelassener. Ich fühl mich wie die Puffmutter, die alles selbst schon durch halt und nun Trost spenden kann. Diese Distanz trägt mich.

    • ich habe einen Zyklus

Die größten AHA-Momente erlebt man ja oft bei Dingen, von denen man dachte, das man sie kenne. Natürlich wusste ich, dass ich einen Zyklus habe. Theoretisch. Praktisch brachte ich das nie mit meinen Abnehmauffälligkeiten überein. Ich stellte zwar immer fest, dass ich einige Zeit relativ konstant ein Gewicht halte und gerade dann, wenn ich an allem Zweifel und aufgeben will, gibt es einen Gewichtsrutsch und ich bin plötzlich leichter.
Durch die regelmäßigen Updates, genau aller 4 Wochen, ist mir aufgefallen, dass diese Gewichtsabstürze zufällig immer um die Updates herum liegen. Einen Tag davor oder spätestens 1-2 Tage danach gibt es so einen Rutsch, sodass ich immer sicher sein kann, im neuen Update etwas vorweisen zu können. Und dann endlich, durch diese Regelmäßigkeit und EMN Post übers Wasser hat es bei mir „Klick“ gemacht. Es war so naheliegend, dass ich schlicht nicht darauf gekommen bin. In der Zeit vor den Updates lagert sich offensichtlich Wasser ein, was in kleinen Schwankungen nach oben, häufiger aber ich schlicht gehaltenem Gewicht zu merken ist. Erst wenn dieses Wasser mit einem Mal wieder ausgeschwemmt wird, sehe ich, was ich tatsächlich die ganze Zeit über abgenommen habe. Wie EMN schon schreibt, bin ich auch schon dem Mythos aufgesessen, dass der „Abnehmkick“ wohl nur eingeleitet wird, wenn ich mehr esse…und plötzlich kam ich nicht mehr tief genug ins Defizit und nahm nichts mehr ab.
Nun endlich habe ich kapiert: Ich nehme die ganze Zeit konstant ab, die Wassereinlagerungen verschleiern das nur.

    • die Hater

Trotz all der oben aufgeführten Punkte, kommt man an den Punkt, an dem man es sich etwas gemütlicher machen will. Man möchte gerne mal so ganz relaxen, ohne Regeln. Wäre das nicht schön?
Genau in der Phase habe ich den wunderbaren Fehler gemacht, in dem Bodybuilding-Forum, welches das Coaching anbietet, meine eigenen Gedanken zu verfassen.
Ein grundlegender Fehler!
Foren entwickeln mit der Zeit eigentümliche Dynamiken, denen von Sekten sehr ähnlich. Das beginnt mit einer eigenen Forensprache, die man als Außenstehender erst einmal erlernen muss, weil man sonst gar nichts versteht.
Hat man den Sinn des Kauserwelchs grob verstanden, muss man noch begreifen, welche Vorstellungen sich hinter den Begriffen verbergen. Viele Übungen/Maschinen/Dinge/whatever erhalten neue Namen und an diese neuen Namen sind ganz exakte Begriffe gebunden. Da gibt es kein links und rechts mehr, es gibt nur den einen richtigen Weg. Alles andere ist schlichtweg dumm und falsch.
Wenn ich zum Beispiel sage: Stell dir einen Hund vor. Und dann würde ich euch fragen, wie der Hund denn aussähe, würde jeder von euch einen anderen Hund beschreiben. Alle würden einen Hund beschreiben, aber jeder einen anderen. Würde ich in einem Bodybuilding-Forum fragen, was dieses Squat ist, würde ich eine relativ eindeutige Beschreibung für die Standard-Kniebeuge erhalten. Da gibt es nur wenig Spielraum. Forenjunkys versuchen die ganze Komplexität auf Weniges einzugrenzen und stempeln das Eingerenzte dann zur ultimativen Wahrheit.
Und wehe dann kommt jemand wie ich, und stochert in diesen Wahrheiten herum.
Dann werden die Mistgabeln ausgepackt und es wird ordentlich geraged.
Was mich zum Listenpunkt zurückbringt.
Denn so seh ich auch verstandesmäßig weiß, dass das so ist, dass es mein eigener Fehler war und dass das Ganze in einer Woche vergessen ist…es bleibt ein kleiner Stachel. Und der wirkt glücklicherweise anstachelnd…weggewischt ist alle Bequemlichkeit. Jetzt will ich erst recht meine Linie weiter durchziehen und zeigen: Ihr könnt ragen, wie ihr wollt, ich geh meinen Weg weiter.

Nur noch reichliche 3 Wochen…ein bisschen bangt mir vor der Zeit danach. Umso mehr genieße ich den Moment, denn ich bin jetzt schon verdammt stolz auf das, was ich geschafft habe.
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Kleiner Nachtrag zum Thema Hater:
Dieser  UTube-Channel ist verdammt lustig. In diesem Vid wird die GymBro-Mentalität nochmal schön auf den Punkt gebracht. *g*

Eine verspaggte Woche

Slaine hat Urlaub und so gabs diese Woche etwas mehr Action, aber auch einige Sünden zu umgehen. Heute war nun das Strandfiguraktion-Update fällig und ich bin richtig stolz: 2kg sind weg und einige cm!

Wir haben uns diese Woche mal so ein umgebautes McFit in der Innenstadt angeschaut. Die haben tolle Kurzhanteln! Nicht so klapprig lockere aus Metallscheiben. Schön gummierte Klötze waren da, mit regelmäßigen 2kg-Stufen. Herrlich, man muss nur aufpassen, dass man sie nicht in der Endposition zusammenschlägt, da federn die nämlich prima auseinander.

Und so stand ich da vor der Qual der Wahl. Erste Übung Schrägbankdrücken, mitten im unbekannten Studio, da fühlt man sich auch gleich gestalkt. 20kg? 22kg? Aber ich durfte eh nicht entscheiden…Slaine wollte gern mit mir angeben und schon rollten mir zweimal 24kg vor die Füße. O_o Ich dachte nur: never!
Auf den Knien hingen die wie zwei Eimer Zement. Mit etwas Panik stupste ich sie hoch…und da hingen sie dann. Nix passierte, bis Slaine von unten mitschob. Doch kaum war die Ausgangsposition geschafft, kamen noch drei schöne Wiederholungen und ich dachte nur: Woooow, POWER! 😀
Anschließend spielten wir noch wild mit allen möglichen unbekannten Geräten. Eine Brustmaschine hat es mir besonders angetan. Man greift oben zwei Stangen und beschreibt dann einen Halbkreis, als ob man einen Eisenring neu biegen würde. Das gab einen Mörderpump! Über die Slackline musste ich mich natürlich im Kamikazestyle stürzen. Und dieses Ding hier wollte einfach bespackt werden:
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Im Leipziger Zoo hat eine neue große Außenanlage eröffnet, in der zukünftig Nashörner, Geparden und Husarenaffen als WG zusammenleben sollen. Bisher haben allerdings nur ein paar Thomson-Gazellen einen Abstecher zum Nashorn gewagt, sind beim Anblick des Hornes aber schnell wieder geflüchtet. Geparden und Husarenaffen leben sich erstmal in den Innengehegen ein, bevor sie draußen das Territorium erobern. Die Anlage selbst ist wirklich wunderschön angelegt. Als Besucher bekommt man rundherum Einblicke, allerdings ist das den Nashörnern im Moment noch ungeheuer, sie müssen sich an die Nähe der Besucher und deren erhobene Position noch gewöhnen. Mit eigenen Augen konnte ich sie noch nicht erblicken, aber im Fernsehen sieht man zweimal das Nashorn Nandi im Aggromodus, wie es die Begrenzungen auseinandernimmt, als wären es nur Stöckchen und Kiesel. Dabei sind es Baumstämme und Felsen.
Dafür waren die Orang-Utans umso kontaktfreudiger. Die nutzten einen grasbewachsenen Abhang als Rutsche und schlugen Purzelbäume. Man hätte stundenlang zusehen können.

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Zu einer Familienfeier ging es auch noch. Dabei hatte ich endlich mal wieder Gelegenheit mit meinen Neffen und Nichten ausgiebig zu schwatzen. Weil das Buffet sooo lecker war, habe ich mir ordentlich den Bauch vollgeschlagen. Pulles Pork und Bio-Rindfleisch aus dem Smoker…ein Traum! Es zerging auf der Zunge. Klöße, Curled Pommes, Lachs auf Spinat. Und natürlich ein Riesenbuffet mit Torten, Kuchen, Tiramisu…ich hab zwischendrin kaum Luft bekommen und musste weite Spaziergänge einlegen. Da musste ich natürlich begleitet werden und so enstanden wunderbare Gespräche, über die ich noch lange nachdachte.
Geschlafen habe ich bei einer Schwester…zumindest die paar Stunden, die von der Nacht übrig waren. Denn auch einer meiner Neffen wollte gern mal wieder richtig mit mir Schwatzen und lud mich auf ein Lagerfeuer ein. Das war schwer in Gang zu bringen, weil die Luft feucht und schwer war, das Holz recht nass. Als er, nur vom Mondlicht beschienen, die Axt schwang, wurde mir ganz anders. Aber alles ging gut, die Finger sind noch dran und mit viel Fächerei wurde es schließlich ein schönes, warmes Feuerchen mit wirklich tiefgreifenden Gesprächen. Unglaublich, wie gut sowas tut.

Nur ein Wermutstropfen dämpfte meine Stimmung. Vor ca. 14 Jahren verließ ich meine Heimat, um in der Fremde mein Glück zu machen. Zurück ließ ich bei meinen Eltern auf dem Dachboden ein paar Kartons. Nun hatte sich meine Mutter in den Kopf gesetzt, den Dachboden zu entrümpeln und mir meine „Schätze“ zu überreichen. 14 Jahre lag das Zeug also rum, ohne, dass ichs vermisst hätte. Und nun sollte ich es..tja…wie eigentlich wegkriegen und was damit tun? Die Wohnung hier ist so schon vollgestopft, da passt nichts rein. Der Keller ist so feucht und muffig, da kann ichs auch gleich wegwerfen. Und wie soll ich das überhaupt hierher kriegen? Auf den Buckel schnallen? Ich will ehrlich sein, ich war genervt und wütend. Jedem anderen Menschen hätte ich gesagt: Wirfs in den Müll. Aber das geht bei meiner Mutter nicht. Je näher die Feier rückte und je öfter Muttern anrief, um mich an die Kisten zu erinnern, desto wütender wurde ich. Die letzte Nacht lag ich wach und schimpfte vor mich hin. Hätte ich geahnt, wie gut sich alles wendet, hätte ich ganz entspannt sein können.
Zur Feier nahm mich eine Schwester mit. Hach, ich sags euch. Ich fand eine Großfamilie immer furchtbar. Aber jetzt, wo ich älter werde, wird es richtig schön. 🙂 Und so erzählte ich ihr von den Kartons und schärfte ihr ein: Du hast keinen Platz im Auto, lass dir von Mutter ja nichts aufschwatzen.
Ach weißt du, sagte meine Schwester, im Alter wollen Menschen ihre Sachen regeln und keine Lasten für die Nachgeneration hinterlassen. Wahrscheinlich ist sie deswegen so versessen drauf. Was ist da drin? Eine Küchenmaschine, eine Bettdecke und ein Kissen? Ach, das kann ich gerade gut gebrauchen. Meine Küchenmaschine ist eben kaputt gegangen, ich hätte mir einen neue gekauft. Lass uns die Sachen mal durchsehen.“
Und als wir sie durchsuchten fand ich tatsächlich alte Schätze, bei denen ich mich freute, nicht alles einfach weggeworfen zu haben.

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Mein uraltes Handy, die Knöpfe wurden teilweise von meinem ausgebüchsten Chinchilla weggeknabbert. Und meine alte Star Trek-Ambanduhr….vom Taschengeld mühsam abgespart. War ich damals stolz! Dazu noch alter Schmuck.
Meine Schwester fand auch einiges und dann sagte sie: Ach weißt du, einen Karton Müll krieg ich weg, den bring ich bei mir zum Sperrmüll und dann ist das Thema erledigt. Und so packten wir die Reste in eine Kiste und das, was sich in mir zu einer unbewältigbaren Aufgabe aufgetürmt hatte, verpuffte im Nichts.

Und wo wir schon bei der Familie sind…auf dem Heimweg stattete ich einer weiteren Schwester einen Besuch ab. Diese führt eine Apotheke und hatte mir zum Geburtstag eine Hautanalyse inklusive individueller Hautcreme geschenkt. Da ich nach dem Duschen schuppig-trockene Wangen habe, von Cremes aber instant Pickel kriege, war ich gespannt wie ein Flitzebogen.
Apotheken such ich bisher nur für Medikamente auf…also höchst selten. Ich hatte keine Ahnung, dass man dort auch medizinisch verträgliche und hochwertige Kosmektia bekommen kann.
Also saß ich nun im Untersuchungszimmer, die Haut roch durchdringend nach Lagerfeuer. Meine Schwester drückte mir verschiedenste Sonden an Stirn, Wangen und Kinn. „Die hier saugt Luft an und untersucht die Elastitzität…die misst die Feuchtigkeit..die den Fettgehalt. Jetzt kommt etwas Interessantes, wir schauen und mal deine Poren an. Und PENG kommt nach all den Balkendiagrammen ohne Vorwarnung ein Foto vein meiner Haut…vergrößert! Eine Mondlandschaft! Da, das Meer der Triefigkeit…wir haben Talkvorkommen entdeckt, es gibt massenweise Talkablagerung auf dem Mond!
Es war ein echter Schocker…Bilder, die man nie vergisst. Und dann schauen wir mal nach den Falten…wuäh! Und nach Hautrötungen..uiuiui. Ich sag mein Gesicht mit ganz neuen Augen.
Und es zeigte sich ganz klar, warum meine Wangen schuppen, mein Kinn aber verpickelt.
„Typische T-Zone“, sagt meine Schwester und ich schau wie die Kuh wenns blitzt. Dann erklärt sie: Du durchschnittlich stark Fett auf Stirn, Nase und am Kinn. Aber auf den Wangen hast du beinah null Prozent.
Du hast Poren, aber die sind frei. So muss das bleiben. Bei Cremes musst du darauf achten, dass sie nicht porfhfjfrwrh [Fachwort, sofort vergessen] wirken, das heißt nicht verstopfend.
Jetzt machen wir erstmal eine Gesichtsreinigung. Hier hast du gute Reinigungsmilch, die nehm ich auch immer. Ich geb dir eine Packung davon mit. Nutzt du Intimseife? Ich geb dir davon auch mal eine zum Probieren mit. Hast du die Milch einmassiert? Dann kannst du sie jetzt abwaschen, das Handtuch ist für dich, das gehört dazu. Dann mix ich dir jetzt mal deine individuelle Creme an. Aber hier, die Quittencreme ist auch sehr gut, die kannst du mal probieren. Vielleicht ist die auch gut für dich.
Bei deiner Haut würde auch dies hier und diese gut passen, ich pack dir ein paar Proben ein.
Und schau mal hier, das ist nah am Verfallsdatum. Wenn du da was brauchst, packs dir ein. Und so verließ ich meine Schwester schließlich mit zwei randvollen Tüten.
Und was soll ich sagen: Es ward kein Pickel mehr gesehn!
Beim Duschen nutz ich nun die Reinigungsmilch. Nach dem Duschen kommt auf die Wangen die Quittencreme von Dr. Hauschka. Damit werden meine Wangen gang glänzend geschmeidig. Für den Rest verwende ich die individuelle Creme. Endlich habe ich nicht mehr das Gefühl, zu vertrocknen, sondern kann wieder ganz entspannt Grimassen schneiden. Hier sind nur einige der Artikel, mit denen ich vergnügt von dannen zog.
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Das Leben ist schön, das Leben ist schön! ^^