Mein neuer Booster

Trainingsbooster sind Supplements, die man vor dem Training einnimmt, um sich zu pushen. Die Zusammensetzungen sind so bunt, wie die Möglichkeinen der Pharmaindustrie. Ob man so etwas braucht oder es für überflüssig oder sogar gefährlich hält, entscheidet jeder selbst. Für mich altes Faultier sind Booster ein „must have“ geworden. Gerade wenn ich abends schon gemütlich vorm Rechner sitze, fällt es mir oft schwer, mich für ein knackiges Workout aufzuraffen. Doch durch die Booster weiß ich, dass jede Müdigkeit und Faulheit in ein paar Minuten vertrieben ist. Ich persönlich kann mir kein Training ohne mehr vorstellen.

Soweit zur Theorie, in der Praxis sieht es dann so aus: Bisher habe ich sehr gern Grenade .50 Calibre (Geschmack Lemon Raid) in der Granatenkiste genommen. Der neue Booster heißt Red Line White Heat, schmeckt nach Erdbeere und kommt in einer spacig-glitzernden Dose daher. 1 Daten, Pros und Cons von Grenade .50 Calibre:

In so einer Dose sind 580g, sie kostet zwischen 45 und 50 Euro. Bei einer Menge von 14g/Training hält die Packung also etwa 41 Trainingseinheiten lang. Eine Dosis kostet also zwischen 1,10 und 1,20 €. Das ist viel Geld, aber das ist bei Supplementen und Boostern leider generell so.

Pros:

  • Lemonraid hat einen guten, kräftigen Geschmack, der auch bittere Stoffe, wie z.B. BCAAs überdeckt und den ich nie satt hatte
  • das L-Arginin lässt die Haut schon nach wenigen Minuten richtig kribbeln, das ist das Startsignal für den Kick in
  • guter Fokus, gute Power
  • guter Biss im Training

Cons:

  • mein Freund „tripte“ nach dem Training oft, so hatte er beispielsweise das Gefühl, mit aufgerissenen Augen im Bett zu liegen, obwohl sie geschlossen waren (bei mir war das nicht der Fall)
  • es zieht sehr stark Wasser, kommt aber in einer mit Klettverschluss verschlossenen Tüte (in der Dose) an, sodass häufig schon die Oberfläche bei der ersten Öffnung verklebt ist und sich Pulver in der Dose befindet
  • mit 3,5g Kohlenhydraten und 35 kcal eignet es sich nicht für eine anabole Diät und wenn das Defizit groß ist, stören selbst die 35kcal, (weil sie mit den anderen Supps doch schnell eine Menge ausmachen)
  • das Kribbeln kann unangenehm werden
  • nur bei wenigen Shops erhältlich (Amazon)
  • schlechte Löslichkeit (mit Stabmixer aber kein Problem)

Daten, Pros und Cons von White Heat:

Red Line White Heat gibt es in Dosen von 160g zu kaufen und kostet um die 35€. Bei einer Dosierung von 4g hält die Dose 40 Einheiten lang und kostet ~1,15€ pro Dosis. Es hält also ungefähr genauso lang wie Grenade und liegt auch preislich in derselben Kategorie.

Pros:

  • bei 4g/Dosis hat es quasi keine Kalorien und keine Kohlenhydrate
  • ordentlicher Fokus- und Kraftboost
  • guter Biss während der Einheit
  • der Erdbeergeschmack überdeckt Bitterstoffe
  • ordentliche, saubere Verpackung mit Hydrotütchen
  • gute Löslichkeit

Cons:

  • teilweise Aggressivität noch nach dem Training erhöht, man muss sich wirklich auspowern, sonst kann man nachts nicht schlafen (zumindest wenn man spät trainieren geht)
  • manchmal „Absturz“ nach dem Training, man fühlt sich plötzlich totmüde und total erschöpft (oder ist das ein Pro? *g*)
  • der intensive Kaugummi-Geschmack kann eklig werden (ist Geschmackssache und bisher nur einmal aufgetreten, werds weiter beobachten, vielleicht war auch das Wasser nur zu warm)
  • nur bei wenigen Shops erhältlich (nicht bei Amazon)
  • teilweise Engegefühl in Brust, Hals oder Bauch, wahrscheinlich durch die hohe Koffeindosis
  • vermehrtes Schwitzen

Fazit: Beide Booster haben eine gute Wirkung, die Wahrscheinlich über die Dauer etwas nachlässt (Gewöhnungseffekt). Ich erinnere mich, dass Grenade anfangs noch wesentlich stärker gekickt hat, als vor wenigen Wochen. Mit White Heat wird es sicher nicht anders sein. White Heat hat die Vorteile, dass es weniger Kalorien und Kohlenhydtrate mit sich bringt. Grenade lässt sich leichter besorgen. Wer sensibel auf aufputschende Substanzen reagiert, sollte lieber die Finger von beiden lassen, oder sich langsam rantasten.

 

Edit:

Noch ein kleines Praxisbeispiel hinterher. Gestern abend überfiel mich die altbekannte Feierabend-Trägheit. Die suggeriert mir, dass es nichts Schöneres auf der Welt gibt, als ein paar Stunden vorm Rechner zu hocken, bis man bereit ist, ins Bett zu fallen. Dabei stand ausgerechnet Beintraining auf dem Programm! Beine 2, genauer gesagt, eine Einheit, die ich noch nie absolviert hatte. Also habe ich mich erstmal ans Booster anmischen gemacht.
Noch auf dem Weg zum Training spürte ich nicht viel, die schlimmste Trägheit war zwar überwunden, aber ich war alles andere als fit. Auf dem Chrosstrainer kam dann langsam alles in Schwung und bereits beim Aufwärmen für die Kniebeuge war ich voller Feuer. 20 Wiederholungen mit der 20kg Stange und nochmal 15 hinterher. Dass ich diese Wiederholungszahlen scheinbar leicht schaffte, gab meinem Feuer den Rest. Obwohl ich freie Kniebeuge schon ewig nicht mehr gemacht habe, wollte ich die Fortschritte (von den ganzen Squatalternativen während der Strandfiguraktion) gleich austesten und legte erst 20kg, dann 40kg und zum Schluss sogar 50kg auf! Die 50kg bewegte ich zwar nur mit Müh und Not (immerhin dreimal), aber bei den Sätzen davor war die bewegung wirklich kontrolliert und mit Fokus gesteuert. Ein unglaubliches Gefühl.
Innerhalb eines Zeitraums von 60 Minuten war ich von einer trägen Coachpotato zur hochkonzentrierten Maxsquaterin geworden. SO muss ein Booster wirken. 😀

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