11 verrückte Jahre

Der Januar ist nicht nur deshalb ein besinnlicher Rückblickspunkt und gleichzeitig der Planungspunkt fürs neue Jahr, weil die Jahreszählung eine Ziffer weiter springt, nein, der Januar ist für mich auch wegen des heutigen Datums ein Zeitraffer-Moment. Elf Jahre ist es her, dass ich zu Slaine in die Kiste gesprungen bin und keiner hätte geahnt, dass es so lang halten würde.
Schon gar niemand hätte daran geglaubt, dass wir zwei so glücklich würden.

Mittlerweile kenne ich viele Kollegen und Bekannte, die mit Ehering und Klotz äh Kind am Bein weniger gemeinsame Jahre auf dem Buckel haben als wir zwei. Da merkt man erst, wie lang die Zeit wirklich ist.

Blicke ich zurück, kann ich mich an bittere Zeiten erinnern. Die Anfangszeit ist in meiner Erinnerung eine einzige Kette von Streitgesprächen, Auseinandersetzungen und nervigen Missverständnissen. In der Zeit nach dem Umzug hierher war ich zum ersten Mal arbeitslos, das Amt hat unsere Wohnungen inspiziert…da fühlte ich mich ausgeliefert und wie der letzte Versager. Das Geld war immer knapp und wir sind aufgegangen wie zwei Hefeklöße. Schließlich kam noch das Ref…eine der schlimmsten Zeiten, die ich erlebt habe. Doch all diese schweren Zeiten haben uns nur weiter zusammengeschweißt. Egal was kommt, wir wissen, wir können das packen und alles ändern, denn wir sind ein Team.

Doch das Beste ist, dass ich mich zwar an schlimme Zeiten erinnern kann, aber die ersten Eindrücke, die mir in den Sinn kommen, sind all die bekloppten Sachen, die wir schon unternommen haben. All die verrückten Episoden und Einfälle.
Da ist die Gamingzeit, als wir in Runes of Magic die totalen Fun-Owner waren und es so einer Kiddiegilde richtig gezeigt haben. Wir waren die Besten und es fiel uns einfach in den Schoß. In diese Zeit gehören auch lustige Gildenabende wie die virtuelle Schnitzeljagd, betrunkene Teamspeakausraster und all die RL-Gildentreffen in unserer Minuaturwohnung, die kaum größer war als ein durchschnittliches Badezimmer.
Oder die Zeit, als wir selbst Tanzautomaten bauten und munter durch die Wohnung stompten.
Viele Tierpark- und Zoobesuche. Missbrauchte Lebensmittel und Streiche auf Parties.
Und das ganze Bodybuildingding…mit bescheuerten Klamotten, albernem Posing, angeberischem Hantelschubsen und dem ganzen Diät- und Supplementwahnsinn.
Auf Slaines Arbeit wurde letztens ein Quiz veranstaltet. Eine Frage war: Welche Diät hat Slaine noch nicht gemacht?
a) keine-Kohlenhydrate-Diät
b) Brigitte-Diät oder
c) Schilddrüsen-Tuning mit Algen
Das ist es, was ich vor meinem inneren Auge sehe, wenn ich an uns denke: jede Menge verrückter Sachen und Spaß am Leben. Dafür liebe ich Slaine und davon bekomm ich nicht genug.

Heute ist der Tag, an dem man sich wieder besonders stark erinnert und wo wir uns feiern. Doch wie feiert man sich, wenn man auf Diät ist, am Vortag schon zu viel gefuttert hat, der Tag auf einen Trainingstag fällt und man am nächsten Tag wieder in einen Alltag voller Arbeit stürzt? Unmöglich?
Nicht für uns…wir haben unsere Trainingseinheit zur Feier des Tages in eine andere Muckiebude verlegt, die den Ruf einer Hardcorebude hat. Und so waren wir auf alles gefasst: belegte Geräte, Schweißgeruch, abschätzige Kommentare und eine dicke Magnesiumschicht auf allen Elementen. Doch in Wirklichkeit war es gar nicht so wild.
Es war fast leer, aber relativ aufgeräumt und sauber. Kein Magnesium weit und breit. Alle Gewichte waren zwar aus nacktem Eisen, aber davon mal abgesehen war es einfach etwas enger und weniger als gewohnt. Man tauchte gleich in eine Gemeinschaftsatmosphäre ein. Jeder sprach mal kurz die anderen Mitglieder an, hielt einen kurzen Smalltalk. Es fühlte sich mehr nach Gemeinschaft an, als das in unserem riesen McFit der Fall war. Es war auf jeden Fall ein lustiger Abstecher. Aber ich liebe mein McFit jetzt noch mehr. ❤

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der „Sündenfall“

Wieder ist eine gute Woche herum. Die Erkältung wich mit knurrender Fratze langsam aber sicher, nur etwas Schnupfen ist noch geblieben…und die vermalledeiten Schmerzen. Tagsüber, wenn ich mich bewege, verschwinden sie nach und nach, aber jede Nacht, wenn ich ruhe, kehren sie zurück.

Doch heute nicht! Denn heute war ich endlich wieder im Studio und habe gleich ordentlich die Beine strapaziert. Dort konzentrierte sich auch der Schmerz: Beinbeuger, Arsch und Rücken. Also ordentlich Bewegung reingebracht und damit sind die Schmerzen hoffentlich Teil der Vergangenheit. Schon beim Aufwärmen auf dem Crosser ließ der Schmerz endlich nach und allein das sorgte schon für eine leichte Euphorie.
Oder war es der neue Booster?

mein Neuer: Lipo 100 Hardcore von Body Attack

Apropos Booster! Das habe ich ja noch gar nicht erzählt. Ich gehöre ja zur Kategorie der unverbesserlichen Idioten. Wenn ihr in Bodybuilding-Clips mal die Profis über Pumpsupps und Booster ablästern hört, dann gehen die immer auf all die Schwachsinnigen ein, die sich vor jedem Training die Synapsen mit solchem Zeugs fluten, bis das Herz stolpert und die Lider flattern, nur um anschließend darauf hinzuweisen, dass man es nie weit bringen wird, wenn man nicht von Natur aus Bock und Biss mitbringt. Das beschreibt mich ganz gut. Zumindest bis vor ca. 2 Monaten. Da änderte sich das Ganze. Nachdem ich auf der Suche nach immer krankeren Boostern bei Red Line White Heat gelandet bin und damit echt glücklich war, bemerkte ich eines Tages, dass ich das Zeug nicht mehr riechen kann. Ich würgte es nur mit zugehaltener Nase runter, hatte aber anschließend ein ganz leichtes Gefühl der Enge in der Brust. Aber da ich eben nunmal unverbesserlich bin, ignorierte ich das zunächt. Das Gefühl ignorierte mich jedoch nicht! Es wurde stärker, bis ich mich dabei erwischte, dass ich ganz bewusst die Luft einsog, wie ein Weltraumfahrer nach dem Kryoschlaf. Das beunruhigte mich dann doch etwas und ich beschloss, eine Pause einzulegen und stattdessen zu den guten alten Energydrinks zu greifen. Red Bull, Monster, Relentless…vollkommen egal, hauptsache das Herz stottert und der Biss ist da. Doch plötzlich musste ich feststellen, dass selbst bei kleinen Dosen auch durch Energydrinks die Enge sofort zurückkehrte. Ich verglich die Zutaten und hatte erst das Taurin in Verdacht. Doch Taurin pur gesuppt löst kein Engegefühl in der Brust bei mir aus.
Also probierte ich an einem besonders schlappen Tag das gute alte Thermospeed aus. Kein Schnickschnack, keine kranken Zutaten, nur viel Koffein und Capsaicin, wodurch einem schön warm wird. Ideal für den Winter. ;D Und siehe da: kein Gefühl der Enge.
Woran es liegt, dass mir bei den ganzen Energysachen eng in der Brust wird, weiß ich nicht. Mein neuerlicher Verdacht fällt auf die zugesetzten Vitamine, denn viel mehr Gemeinsamkeiten gibt es zwischen Energydrinks und den kranken Boostern nicht.

Wenn jemand noch eine Idee hat, immer her damit.

Jedenfalls nehme ich seitdem nur noch Koffein-Booster, denn ich bin und bleibe nun einmal einer von den Schlappsäcken, die ohne einfach oft den Arsch nicht hochkriegen. Und dann nehme ich lieber etwas und reiße mir den Arsch danach auf, als auf meine verkümmerten Instinkte zu hören und einfach nur meinen Arsch plattzusitzen, denn nach einem 9h-Arbeitstag sagt mein Körper immer: Ach lass mich doch einfach liegen! Und so steh ich zu meiner Booster-Abuse-Einstellung und damit gehts zurück zum heutigen Training.
Ich wärmte mich also richtig auf und fühlte mich immer besser, weil es so eine Erleichterung war, endlich keine fiesen ziehenden, nervenden Schmerzen mehr zu verspüren. Stattdessen fühlte ich mich wie ein Hund, dessen Herrchen das Stöckchen weit weggeworfen hat und der nun hechelnd hinterher rennt und rennt und sich dabei seines Lebens freut. Ich testete meine Kraft, meine Stabilität und Beweglichkeit und mit jedem bestandenen Test wurde ich noch euphorischer und wilder. Am Beinstrecker angekommen nagelte Slaine den Stift gleich bei 105kg rein. Kein Aufwärmen, Antesten oder vorsichtiges Probieren, nee, gleich BÄMM! Volle Power! Und es kamen 4 1/2 Wiederholungen. BÄÄÄM! So muss man sich auf Koks fühlen…genau so stell ich mir das vor. Berauschend und das Ego auf Ozonlochhöhe. Mein Gang auf dem Weg zur Umkleide glich bestimmt dem eines Cowboys auf dem Weg zum Duell. Wie hoch der Anteil des neuen Boosters daran ist, kann ich nicht sagen. Aber ich weiß, ich werd ihn wieder nehmen. 😀

Mit dem Trainer im Studio habe ich auch wegen meiner Schmerzen geschwatzt. Er bestätigte meinen Verdacht: Die Schmerzen rühren sicher von verkürzter Muskulatur her, die normalerweise nur nicht schmerzt, weil sie durch das ständige Training immer gut versorgt und gezerrt wird. Er beschrieb den Muskel wie ein Gummiseil, dass ständig in einer Position gehalten wird, irgendwann werden die Enden porös. Das erinnerte mich an das Buch übers Dehnen, das ich mal gelesen hatte. Dort war es genau so beschrieben worden. So weit, so gut, doch bisher glaubte ich, dass „verkürzte“ Muskulatur nur einmal ausgiebig gedehnt werden muss und schon wäre alles geritzt. In dem Punkt hat mir der Trainer ordentlich den Kopf gewaschen und bei der Aussage: „das ist ein längerer und schmerzhafter Prozess“ wusste ich, dass ich in den nächsten Wochen noch ordentliche masochistische Sessions vor mir habe. Dehnen wird jetzt fest ins Hometraining aufgenommen. Verdammte Axt, das wird furchtbar! Bauchtraining und Dehnen an einem Tag, ich fühle, wie die Hölle gerade überfriert! Dass es mal so weit mit mir kommen würde…

So viele vernünftige Gedanken mussten erstmal verdaut werden. Und wie lässt sich nüchterne Vernunft besser verdauen, als mit einem 650g T-Bone-Steak im Magen? Da ich quasi auf nüchternen Magen trainieren war, war der entsprechend gierig. Und was soll ich sagen…habt ihr schon mal eine Katze mit einem Ballen Katzenminze gesehen? So fühlte ich mich heute vor meinem Teller.
vorher nachher Vergleich
Hätte Slaine nicht so pikiert geschaut, hätte ich den Teller abgeleckt und die Kellner umarmt. Aber ich weiß ja, was sich gehört…zumindest wenn der Freund entsetzt guckt.
Zuhause angekommen hat der Sack gleich auf der Maredo-Homepage nach den Kalorien geschaut und rief mir schon von weitem zu: „Verbrenn die Tüte mit den Belohnungsbildchen! Allein dein Steak hatte 1284kcal. Und die Bohnen 341kcal.“
Ieeeek!

Aber ehrlich, die „Sünde“ gönn ich mir heut gerne. 😉

Das Leben ist schön! Hach…ich habs so gut. Ehrlich.
Achja, neuestes Wiegeergebnis: 81,5kg. 500g weniger zur Vorwoche und das ohne Training! Morgen geh ich gar nicht erst auf die Bodenschlampe. ;D

Vier Wochen sind vorbei…

Training lief gut

Ernährung lief gut

Homegym lief gut

Arbeit lief gut

alles lief gut

und ZACK hab ich ne fette Erkältung.

Trotz täglicher Vitamin C und Zink Einnahme!

Tja, da machste nichts.

Am Samstag habe ich dennoch meine Maße genommen und das Gewicht festgehalten. Nur für Fotos war ich nicht zu gebrauchen. Seit Freitagnachmittag lag ich flach.

Aber immerhin sind folgende Veränderungen festzuhalten:

28.12.2015                   24.01.2016

Gewicht: 85 kg             82 kg              (-3 kg)

Brust: 103 cm               101 cm            (-2cm)

Taille: 90 cm                 83 cm             (-7 cm)

Hüfte: 104 cm               101 cm            (-3 cm)

Po: 109 cm                     105 cm            (-4cm)

Wieder habe ich an der Taille am stärksten Umfänge verloren. Das war auch in der Strandfiguraktion letztes Jahr so. Aber auch der Hüftspeck schmilzt ordentlich.

Die Erkältung wirft mich nun durch Trainingsausfälle ein paar Tage zurück, aber ich habe bereits gestern den Diätplan wieder aufgenommen und hoffe, am Wochenende wieder am Eisen zu sein. Aufhalten lasse ich mich jedenfalls nicht. 😉

Nachdem ich die letzten Tage nur gelegen habe, ziehen mir heute alle Muskeln. Fürchtlerlich! Kennt das jemand? Ich habe mich versucht zu dehnen, aber der Schmerz sticht dann so stark, dass ich es nicht lang aushalte. Dennoch versuche ichs immer mal wieder. Wenn ich mich bewege (Stecksprünge, Kniebeuge) hört es kurzzeitig auf. Wenn ich fit wäre, könnte ich mich damit über Wasser halten. ;D Da ich auch in den letzten Tagen gegessen habe, kann ich eine Mangelerscheinung weitestgehend ausschließen. Übersäuerung ist möglich, allerdings habe ich daraufhin gestern und auch heute den Saft von frisch gepressten Zitronen getrunken. Und es kann natürlich eine Verkürzung der Muskulatur sein, aber ich dachte, bei sowas hilft einmal knackig gegendehnen und fertig ist der Spaß. Lieg ich damit falsch? Magnesium habe ich auch schon genommen. Das könnte nun wirklich langsam mal nachlassen… :-/

Was steht sonst noch an?
Am Sonntag haben Slaine und ich unser elfjähriges Jubiläum. Da wir Dennoch im Plan bleiben wollen, steht Training auf dem Programm und ein schnöder Restaurantbesuch ist nicht drin. Also was tun? Klar, man geht als feierlisches Event in ein anderes Fitnessstudio. ;D Wir werden bestimmt Fotos machen. Ich freu mich schon auf hoffentlich aufregende Hammerstrenght-Geräte und ordentlich Spaß. Außerdem steht das nachträgliche Vergleichsfotoshooting an. Es bleibt also spannend. 😉
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Zwei Wochen später…

Die ersten zwei Wochen der Diät sind rum und es läuft. Das erste Foto im neuen Jahr: Mein Kühlschrank.

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ein Sammelbildchen für jeden guten Diättag

Wie ihr seht, habe ich schon einige gute Diättage hinter mir. Eine Zeile entspricht einer Woche. Jeden Samstag wird gewogen. Aller vier wochen werden Maße genommen, daher gibt es bis jetzt nur die Ausgangsmaße.

Was habe ich sonst noch vom Plan umgesetzt?

  • den zweiten Hypnosetermin habe ich abgesagt, weil ich nicht glaube, dass er mehr gebrahct hätte. Der Drang zu Essen lässt momentan nur nach, weil ich einen Plan habe, das Phänomen kenne ich bereits. Teetrinken hilft, aber ich tue eben bewusst, mein Unterbewusstsein ist noch ganz das Alte und sagt immer: aber mit mehr Essen wäre alles schöner
  • Die Belohnungsbildchen ziehen für mich am meisten. Es ist albern und nur durch einen instinkitven Sammeltrieb zu erklären, aber ich freue mich schon immer tagsüber darauf, das nächste Bildchen ziehen und aufhängen zu können. Es ist ein gutes Gefühl, zu sehen, wie sie mehr werden. Der Gedanke „oh Gott, es geht schon so ewig, wie lang muss ich denn noch“ verkehrt sich in sein Gegenteil.
  • der Trainingsraum für Trainingstage wird genutzt. Es sind nur kurze Einheiten, die aber tatsächlich unsere Schwachpunkte peinlich offenbaren. Zu zweit können wir darüber lachen und haben Spaß daran. Es ist eben auch Zeit, die wir miteinander statt nebeneinander verbringen. Filme schauen und zocken ist noch immer schön, aber die neue intensive Zweisamkeit während dieser Trainingsstunden ist eben intensiver. Auch im Fitnessstudio trainiert letztlich jeder für sich, nur im Trainingsraum stacheln wir uns wirklich gegenseitig an und sind ganz privat beieinander.
  • Das Trainingssystem rockt einfach, es fordert mich stets aufs Neue heraus. Unter der Woche ist es frustrierend, weil ich dann sehr kraftlos, schlapp und k.o. bin, aber ich hoffe, dass sich das noch einpegelt. Aber am Wochenende bringe ich mich selbst immer wieder zum Staunen und der Körper fühlt sich durch die hohe Intensität auch einfach schon an, als würden überall neue, feste Muskelfasern spriesen.katze-wird-im-spiegel-zum-loewen-dxpfxp9pv5-20-lol-de.jpg
  • Der Ernährungsplan läuft wie ein Uhrwerk. Das liegt auch daran,dass meine Tage unter der Woche einem echten Marathon gleichen. Auf Arbeit war ständig was los, ich hatte kaum Zeit für Pausen. Nach Arbeit sah ich zu, dass ich dann schnell nach Hause komme, dort wird die Tasche gepackt, Essen und Kleidung für den nächsten Tag organisiert und schon gehts los zum Training. Nach dem Training dann fix zwei Mahlzeiten auf einmal essen, die Folge irgendeiner Serie schauen und schon ist es wieder 22 Uhr und eigentlich schon viel zu spät für mich. Am Wochenende kochen mein Freund und ich dafür gemeinsam. Freitags werden zwei Rezepte

Was soll sich in den nächsten Wochen tun?

Ich möchte natürlich weiter abnehmen und die guten Seiten des neuen Plans erleben: intensivere Stunden mit meinem Freund, das ergibt sich schon daraus, dass wir mehr über unsere Pläne reden, uns gegenseitig einschwören und bestärken.

Das Gefühl des Marathonlaufes wird sich hoffentlich legen. Auf Arbeit wird es mehr Pause geben und ich gewöhne mich sicherlich noch mehr an den hohen Trainingsrhythmus. Andernfalls wird die Trainingsfrequenz leicht angepasst.

Ich denke weiter darüber nach, wie es nach den tollen Ergebnissen der Strandfiguraktion wieder zu einem solch desaströsen Gewichtsanstieg kommen konnte. Das langsame Abnehmen ist für mich weit weniger frustrierend als das Wissen darum, dass ich es immer wieder schaffe, all das gewonnene zu vermasseln.

Was kann ich tun, um auch in Zukunft nicht mehr zuzunehmen? Das ist und bleibt die große Frage. Zunächst habe ich mich damit beschäftigt, was diese Fressanfälle auslöst. Genauer: Was verspricht mir mein Unterbewusstsein da eigentlich, das auf mich so überzeugend wirkt, dass es meinen Verstand ausschaltet? Und ich bin auf ein Wort gestoßen, das wie das letzte Puzzleteil passt: Kontrollverlust. Ich bin ein sehr organisierter Mensch, der immer einen Plan hat. Jetzt noch schnell in der Küche den Wasserkocher betätigen, dann kann ich die Wäsche anstellen, wenn die läuft ist auch das Wasser für den Tee fertig. Ich könnte aber nach dem Wasserkocher auch schnell noch einen Kaffee ansetzen, der wäre dann nach dem Teeaufgießen fertig. So sieht mein Alltag aus, lauter kleine to-do-Listen, die wie Gelenke ineinander laufen und für einen reibungslosen, optimierten Ablauf sorgen. Eigentlich toll. Es wird nur zum Problem, wenn ich mich total ausgebrannt fühle, aber keine Ruhe finde, weil noch drei Listen offen sind. Und da kommt auch der Wunsch nach Kontrollverlust her. Ich muss mir Pausen gönnen und dann wirklich Entspannung finden. Entspannung meint dabei mehr als ein trotziges „Das kann ich auch später noch machen“…denn „später“ ist für mich nur eine weitere geplante to-do-Liste, die auf Ausführung wartet. Nicht optimal…

Soweit mein 2016…und bei euch so?