Was ist denn hier schon wieder los?

Keine neue Eiszeit, es gab nur nicht so viel zu erzählen.
Die Grippewelle hat uns hier auch erwischt.
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Erst erwischte sie mich, dann waren wir am Jahrestag in dem anderen Studio trainieren und schon lag Slaine flach.
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Und als ob das nicht ausreichen würde, habe ich dann auch noch heldenhaft versucht mir am Kratzbaum den großen Zeh zu brechen. Hat nicht ganz geklappt, aber um nicht trainieren zu können, reichte es allemal.

Soweit die schlechten Nachrichten, doch es gibt auch Gute. Zum Masterplan für dieses Jahr gehört nicht nur das Training, sondern natürlich auch die Ernährung. Die ist bekanntlich der schwerere Part und Zeiten wie diese sind meist ein Anlass, dass ich mich gänzlich gehen lasse. Man muss ja schließlich erstmal gesund werden. Aber diesmal nicht. Auch wenn es viele Lücken gibt, so zeigt mein Kühlschrank doch, dass es jede Woche mehrere Tage gibt, in denen ich mich glasklar an den Plan gehalten habe. Und selbst die meisten Lücken sind kleinen Extraportionen geschuldet und nicht den üblichen Fressgelagen.

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Es sind auch tatsächlich diese Bildchen, die das bewirken. Mein Geist lässt sich nach wie vor leicht verführen und unter Hungergefühlen bin ich ebenfalls noch immer an der Grenze zur Unzurechnungsfähigkeit, sobald kalorienreiches Fast Food in Sichtweite kommt. Und nun kommt auch noch mein Job dazu, der manchmal echt miese Tage enthält.
Letzten Freitag zum Beispiel…

Wer mich kennt, weiß ja, dass ich den gaaaanz weichen Kern eines Superhelden habe, der immer mal wieder die Welt retten will. Oder wenigstens ein paar meiner Teilnehmer…
Die meisten Teilnehmer sind das auch wirklich wert. Die haben furchtbare Biographien vorzuweisen und inzwischen ein Alter erreicht, bei dem der entscheidende „Klick-Moment“ schon hinter ihnen liegt. Die wollen raus aus der Maßnahmen-Schleife, wollen nicht bevormundet, sondern ernst genommen werden und endlich einen Schritt in eine neue Zukunft machen. Die Plagen sich mit ihren Macken und Problemen, aber sie bleiben dran und grundsätzlich wollen die.
Und dann gibt es noch die Kategorie „junger Knallhorst“, deren Kandidaten und Kandidatinnen den entscheidenden „Klick-Moment“, an dem sie schnallen, dass es im Leben nicht nur immer GEGEN andere, sondern eigentlich UM einen selbst geht, noch vor sich haben. Die legen sich volle Kanne ins Zeug, damit  die Welt sich vier Stunden lang um sie dreht. Stören, Schwatzen und eine Beteiligung die auf „Ich kenn da auch noch jemanden, dem ist das passiert und das war so…“ hinausläuft und die zu unterrichten einen zermürbt. Meistens sind diese Kandidaten bzw. ihr Verhalten sich selbst aber zu anstrengend, sodass sie sowieso nur aller zwei Wochen mal für ein paar Stunden reinschneien.

Dann gibt es noch die Tage, wo diese Kandidaten entgegen aller Wahrscheinlichkeit doch mehrere Tage hintereinander den Unterricht besuchen, um mich dann mit einem Wechsel aus Unverschämtheit, Aggressivität, Teilnahmslosigkeit und Provokation zu beehren, der mich gleichzeitig rasend vor Wut und total erschöpft zurücklässt.
So auch letzten Freitag…90 Minuten, die sich wie ein Kaugummi auf dem Rolltreppengeländer langziehen und mich am Sinn des Universums zweifeln lassen.
Auf dem Heimweg fühlte ich mich wie frisch aus der Schrottpresse geflutscht und war mir sicher, dass mein Leben nur mit Flaschen voller Desperados, Rum und Energybier zu retten ist.
Auf meinen Schultern tanzen Engelschen und Teufelchen Pogo.
Und so steuerte ich den nächsten Getränkemarkt an, wie ein Zombie mit Aussicht auf frisches Gehirn.

ABER DANN…dachte ich, dass ich doch den ganzen Tag so tapfer war und noch mein leckeres Abendessen vor mir habe und wenn ich das einfach weiter machte, dann gäbs wieder ein Bildchen am Kühlschrank.
Selten fiel mir eine Entscheidung schwerer, aber ich habs gepackt und mein Bildchen für den Tag gerettet. Oder hat das Bildchen mich gerettet?

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Und je voller der Kühlschrank wird, desto größer ist die Macht der kleinen Bildchen. Und das ist prima. 🙂

Am Dienstag gab es die erste Trainingseinheit, gestern die zweite, heute fühlt sich jede Bewegung wie sterben an und SONNTAG gibts ein großes Update inklusive Maße und (unveröffentlichter) Fotos.

Dieses Jahr will ich die 70kg schaffen, verdammichnochemal!

 

Und bei euch so?

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2 Kommentare zu “Was ist denn hier schon wieder los?

  1. Hej, ich glaube es wird mittlerweile echt schwer jemanden zu finden, der nicht flachlag (zumeist mehrere Wochen).
    Auch bei uns hat es 3 Wochen gedauert 😦
    Dabei war ich gerade vorsichtig gut drin, im Hanteln stemmen!
    Aber immerhin diese Woche einen 2er Light Split, der leicht schief gelaufen ist, zu viel Gewicht bei einer Übung genommen*hmpf*
    Jedoch bin ich noch nicht genug drin, dass es nicht maaaaaaaaaassig Überwindung braucht, hinzugehen.
    Futter, puh, nun ja, krampfhaft halte ich mich daran zumindest nicht zuzunehmen.
    Aber das Jahr ist noch lang.
    Und Motivation habe ich auch, 2 Urlaube und endlich mein Tattoo fortzusetzen/umzugestalten.
    Mein Traum ist ja U60…einmal (wieder) im Leben..das letzte mal war ich da eher 12 oder so 🙂

    Prima, dass Du mit den Bildern ein echt gutes Motivationsmittel gefunden hast!

    Bin gespannt auf Sonntag!

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