Ich bin Egoist oder: Folgen jahrelanger emotionaler Erpressung

Weihnachtszeit, Familienzeit. Ich gehöre zu denen, die allein der Gedanke gruselt und so habe ich mich die letzten Jahre vor eben jener gedrückt. Dieses Mal stand die goldene Hochzeit meiner Eltern zusätzlich auf dem Plan, da war Drücken unmöglich. Also Augen zu und durch.

Ich hatte ja vorher schon einige Bedenken, aber es kam dann doch viel schlimmer.

Kurz vor dem Termin wurden alle hektisch. Goldene Hochzeit und wir haben noch kein Programm, wie wir das richtig würdigen. Also schnell was ausgedacht. Eine Idee führte zur nächsten. Ein festlicher Rahmen wurde geplant. Schön. Dann bat eine Schwester um ein absolutes Handy- und PC-Verbot, weil sonst besonders die Kinder den ganzen Abend am Handy hängen. Einerseits total verständlich, andererseits stieg das Level meines persönlichen Grauens dadurch schon gut an. Meine Eltern hatten sich gemeinsames Singen gewünscht. Also wurden noch die Kirchen-Gesangsbücher eingepackt. Das Grauen wurde greifbar. Ich sah einem Abend entgegen, bei dem alle hektisch Essen auftrugen, das Abendessen jagt das Kaffeetrinken, dazwischen Gebete, Lieder, Ansprachen, Rituale, Kinder spielen schiefe Musik, noch mehr Singen, Geschirr verräumen, aufräumen, sentimentale Verabschiedungen und Beteuerungen, wie toll alles war. Und kein Raum für Gespräche. Also schmiss ich mich zwischen die Planungswütigen und bat um etwas Raum für Gespräche. Wenn es etwas gibt, was ich an Familienfeiern schätze, dann sind es Gespräche mit meinen Neffen und Nichten, denn die verwandeln sich dadurch binnen weniger Minuten von Fremden zu Vertrauten, mit denen man etwas intimes teilt. Das schafft Verbundenheit.

So kam es dann auch und es sollte noch besser werden. Einer meiner Neffen lud mich zu sich ein, zeigte mir seine Wohnräume, seine Wive. Es wurde gezockt und geschwatzt, alles ungezwungen und schön. Wäre da nicht das schlechte Gewissen gewesen, weil wir die Party relativ früh verlassen hatten. Aber es half nichts, seine Frau musste früh arbeiten, da gab es kein Halten. Also schob ich das schlechte Gewissen, so gut es ging, zur Seite und genoss den Abend.

Bis das Handy meines Neffen brummelte und sein Gesicht einfror. Auf die Frage, was los sei, zeigte er mir ein Bild seiner Mutter.

Ein Selfie mit verweintem Gesicht, dazu eine ordentliche Packung Vorwürfe und Vorhaltungen.

Wir haben die Party ruiniert, alle enttäuscht, das Schönste verpasst. All die Mühe, die investiert wurde und wir gehen einfach. Der Vater traurig, die Mutter unglücklich. Es wird nie wieder so eine Feier geben. Sie habe auch keinen freien Tag und müsse immer arbeiten und sei trotzdem da, hätte alles vorbereitet und gemacht. Sie sei nun so fertig, wegen ihm.
Einerseits verständlich. Ich kann es verstehen. Wirklich. Aber andererseits riss es mir in dem Moment alle alten Wunden auf und triggerte all das mühsam bezähmte Grauen, dass mich beim Gedanken an meine Familie immer begleitet. Denn die Strategie, das eigene Befinden in die Verantwortung von Nahestehenden (Kinder, jüngere Geschwister, enge Freunde) zu legen und das persönliche Missbehagen dem anderen vorzuwerfen und ihn verantwortlich zu machen, weil man traurig oder enttäuscht ist, ist in meiner Familie Methode.

Das ist zunächst sehr effektiv, denn jeder, der so etwas erlebt hat weiß das nächste Mal: Vorsicht, sonst löst du gleich eine Katastrophe aus, die dir noch lange nachhängt. Kurzfristig erhält man damit also vernünftige, liebe Kinder/Freunde/Verwandte, die machen, was man will und Verständnis haben. Keine Egoisten, sondern nützliche Glieder einer Gemeinschaft. Wird diese Methode jedoch häufiger oder von mehreren Personen angewandt, verkehrt sich das Ganze in sein Gegenteil. Man erhält bockige Egoisten, die sich allen Gemeinschaftsplänen widersetzen, sich abkapseln und bei Druck zur Totalverweigerung übergehen.

Wie kann man das erklären?

Die Adressaten dieser Behandlung werden zunächst empathischer, sie nehmen die Gefühle und Stimmungen anderer Menschen stärker wahr, schließlich will man nicht jeden Tag ein oder mehrere familiäre Tragödien auslösen. Um das zu schaffen, beobachten sensible Gemüter ihr Umfeld sehr genau. Reagieren auf alle Signale und versuchen schon im Vorfeld emotionale Minenfelder zu entdecken und zu entschärfen. Tag für Tag. Das ist anstrengend. Man stellt die eigenen Bedürfnisse immer mehr zurück, verdrängt die eigenen Wünsche und Erwartungen und hofft, dass damit alle glücklich sind. Aber das klappt nicht immer. Irgendwann schlägt der böse Egoismus durch und man gönnt sich etwas oder trotz aller Vorsicht übersieht man eine Mine und ist Schuld an der nächsten Tragödie. Der Druck wird stetig größer, der Bewegungsraum für die eigene Entfaltung immer enger.

Nun brauchen diejenigen, die diese Methode angewendet haben gar nichts mehr sagen, denn ihre Wünsche und Bedürfnisse haben sich längst in meine Seele eingeschrieben und sind zu Stimmen in meinem Kopf geworden, die mich, absolut verselbständigt, jeden Tag emotional erpressen. So entsteht ein täglicher Eiertanz zwischen emotionalen Minen und dem Wunsch nach persönlicher Entfaltung.

Es zerreißt einen innerlich, Betroffene kommen nie mit sich selbst ins Reine, egal, wie sie sich verhalten, sie fügen gefühlt immer jemandem Schaden zu. Schuld wird auf Schuld gehäuft. Große Verantwortung für kleine Seelen. Eine Last, die man bald nicht mehr tragen kann. Man trägt immer Schuld, schon morgens beim Aufwachen überfällt dich die Schuld vergangener Ereignisse und wird zu einem Mantel, den du nur im Schlaf kurz ablegst.

Und endlich meldet sich das geschundene Ego und ruft: Wenn ich doch sowieso Schuld bin, wieso können wir dann nicht etwas Spaß haben? Lass uns was Egoistisches machen! So entstehen Totalverweigerer. Unfähig die eigenen Bedürfnisse und die anderer abzuwägen und zu managen, macht man irgendwann dicht. Die Stimmen im Kopf, die Stimmen der realen Personen, die werden sowieso wieder toben, egal, was ich tu. Also gönn ich mir für kurze Zeit etwas egoistischen Spaß.

Was man erhält ist genau das Kind, vor dem man immer gewarnt hat: selbstbezogen, stur, ignoriert die Bedürfnisse anderer, ein Einzelgänger, der sein Verhalten weder rechtfertigt noch erklärt, das personifizierte egoistische Schweigen.

So bin ich jetzt. Aus Sicht meiner Familie ein richtiges Arschloch. Meine Versuche es zu erklären, die Methode aufzudecken und meine Nachfolger davor zu bewahren, schlugen fehl. Es bleibt wieder nur die Verweigerung und das Gefühl, mein Ich sei allen eigentlich scheißegal, Hauptsache man funktioniert und tanzt nicht aus der Reihe. Und in meinem Kopf ist die Hölle los…

a b

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Die zweite Woche…

…ist rum und es ist deutlich einfacher geworden. Schnell habe ich den Knackpunkt erkannt: die Fettmenge. Also habe ich einige Mahlzeiten überarbeitet, sodass sie weniger Fett enthalten.
Anfangs wollte ich alle neuen Rezepte ausprobieren. Und wenn ich Rezepte sage, meine ich Gerichte, die man kocht und brät. Inzwischen nutze ich viele Varianten ohne kochen/braten.
Fehlt mal eine Zutat und ich müsste nur wegen ihr nochmal los, suche ich eine Alternative die ich direkt zubereiten kann.

Die ersten drei Kilos sind gepurzelt. Da ist sicher viel Wasser dabei, aber die Richtung stimmt schonmal.
Langsam sind also die nervigen Seiten auf ein erträgliches Niveau gesunken und ich kann die Vorteile genießen. Die da wären:

  • ich ernähre mich gesund und abwechslungsreich -> gut fürs Ego
  • ich esse viele kleine Mahlzeiten und habe nicht mehr so große Zwischenräume zwischen den Mahlzeiten -> ich bin ständig satt, ohne davon fertig zu sein
  • es schmeckt, echt! Es schmeckt einfach gut. ❤
  • mich lockt nichts mehr. Slaine bestellt Pizza und Cookies, spült das mit einem Bier runter? Soll er doch, tangiert mich nicht. Das gute Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, ist stärker als jede Verlockung. Bzw. lockt es eben derzeit nicht. Gar nicht. Ich muss mich nicht überwinden. Es zieht und zerrt einfach nichts, ich bin im Diätmodus, in meiner eigenen Essenswelt.
  • ich werde abnehmen, ich werde gut aussehen, gott! das wird großartig!
  • mein Coach sagt, ich mache das super -> Bauchbepinselung von außen statt ständiger Zweifel von innen, das ist viel besser.

Gestern war ich beim Schultertraining und ich fühle mich heute noch fit. Yay! Morgen geht es zum Beintraining, es wird wieder trainiert.

Kurz: Es läuft. 🙂

Euch wünsche ich einen entspannten Übergang ins neue Jahr. Möge 2017 besser werden, als sein Vorgänger.

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Die erste Woche

…ist rum.

Es ist festzustellen: Ohne Coach, der mir das Ganze befiehlt, hätte ich keine zwei Tage durchgehalten.
Vorher:
Essen wird am Vorabend aus dem Frostschrank in die Tupperdose befördert und am nächsten Tag, nach einer Runde in der Mikrowelle, gegessen. Abends Fastfood.

Jetzt:
Am Tag vorher wird der kommende Tag durchgeplant, bis Kalorien und Makros passen.
Einkaufen, was fehlt. Üblicherweise fehlt irgendein Produkt, was es nur in einem entfernten Supermarkt gibt.
Zubereiten.
Essen.
Abwaschen.
Das nächste Essen vorbereiten.
Bloß nichts vergessen, nochmal alles checken, Einkaufslisten erstellen, überlegen, wann man es in welchen Laden schafft.
Makros und Kalorienwert in die Liste für den Coach eintragen.
Plan für den nächsten Tag erstellen, Mahlzeiten überarbeiten, bis die Makros passen, Veränderungen festhalten, gegebenenfalls die Mahlzeiten-Übersichtslisten in der Küche anpassen.

Fazit: Von früh bis spät kann ich mich mit dem Ernährung befassen und ständig hat man Angst, irgendwas nicht bedacht oder vergessen zu haben. Da rutscht hier mal mit einem Tap ein Kaloriendummi in eine Liste und dort vertippst du dich bei der Mengenangabe. Und dann gibt es noch die schönen Situationen, wie am Samstag. Ich habe festgestellt, dass ich jeden Tag auf zu hohe Fettwerte komme und so ständig nach fettarmen Alternativen suchte. Zufällig hatte ich irgendwann einmal fettarmen Frischkäse (Almette Kräuter 7%) gekauft, der unberührt im Kühlschrank stand. Ich fing also an, den eigentlich eingeplanten Frischkäse durch Almette zu ersetzen. Alle Listen wurden angepasst, neu ausgedruckt, an die Wand gepinnt, die ersten Mahlzeiten zubereitet und plötzlich sah ich den Boden des Fässchens und hatte doch noch 2 Mahlzeiten damit vorausgeplant. Doch wo hatte ich das Fässchen eigentlich gekauft?
Ein Marathon durch die Läden begann, der mich echt Nerven gekostet hat.
Abends war der Abfluss in der Küche verstopft und plötzlich lieg ich heulend im Bett…keine adäquate Reaktion aber ein sicheres Zeichen, dass ich gerade zu viel investiere.

Es muss nicht jede Mahlzeit aufwändig sein, ich habe viele einfache Varianten.
Es kann auch mal zwei oder drei Tage hintereinander das gleiche Mittagessen oder Frühstück geben.
Es muss machbar sein.
Langsam wird es das.

Die ersten 1,5kg sind weg. Ich bin immer satt. Es ist ein gutes Gefühl, sich gesund und vollwertig zu ernähren. Es ist ein gutes Gefühl, es richtig zu machen, auf dem Weg zu sein, tapfer zu sein. Und die neuen Rezepte sind allesamt verdammt lecker.
Ich bleibe dran. 😉

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Aller Anfang…

…ist bekanntlich schwer. Und wer glaubt, ein Personal Trainer nehme einem alles ab, der irrt sich. Die Hauptarbeit bleibt immer bei einem selbst.

Gestern bekam ich also den Ernährungsplan zugesandt. Darin steht:

  • wieviel kcal ich pro Trainingstag bzw. trainingsfreien Tagen zu mir nehmen soll
  • eine entsprechend angepasst Menge an Makronährstoffen (Eiweiß, Kohlehydrate, Fett).
  • jede Menge Mahlzeitenoptionen
  • Allgemeine Tipps und Hinweise

Wo steckt denn nun die Arbeit?

Zunächst mussten all die Zutaten Mengenangaben erhalten, sodass abzusehen ist, wo wir (also ich) mit den Kalorien am Ende des Tages landen. Da ich Kalorien tracke, habe ich gestern also munter Listen mit Mahlzeitenoptionen erstellt und die Mengen so angepasst, dass jede Mahlzeitenkategorie für sich eine bestimmte Kalorienzahl hat. Mein Frühstück hat also, egal welche Option ich wähle, immer ca. 270kcal. Mein Mittagessen hat stets um die 700kcal. An Trainingstagen gibt es einen Nachtrainingsshake und eine Dosis Dextrose, was die 300kcal Unterschied zwischen Trainings- und Nichttrainingstagen ausmacht.

Das hat viele Stunden gebraucht, aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Die Kombination der Makronährstoffe reguliere ich, sobald ich die ersten beiden Mahlzeiten eingetragen habe und die anderen beiden vorplane.

Nachdem das geschafft war, habe ich meine halbe Küche ausgemistet. Plastikbehälter, die ich schon lange nicht mehr nutze, wurden aussortiert. Dazu jede Menge Fertigprodukte, wie Kartoffelbreipulver, Glasnudeln etc. und steinalte Zutaten, die schon seit Jahren darauf warten, benutzt zu werden (z.B. Linsen..rote Linsen, Tellerlinsen, weiße Linsen, ich muss wohl mal eine echte Linsenphase gehabt haben…oder es gab sie im Angebot), dann noch alles hin und herräumen, damit neuer Platz entsteht.

Nun fehlten nur noch die neuen Zutaten…also raus und den ersten Schwung einkaufen.

Irgendwie war die Zeit dann so schnell rum, dass ich das Essen völlig vergessen habe. XD Und so blieb, nach einer großen Mahlzeit nichts vom Tag mehr übrig. Da nützt der beste Plan nichts. ^^

Ein Tipp war, Reis zu kaufen, der mindestens 40 Minuten kochen muss. Gesagt getan…allerdings habe ich mir angewöhnt, die Gemüsemischung immer direkt mit zu kochen. Bei 40 Minuten Kochzeit kommen interessante Ergebnisse heraus, offensichtlich haben Schalotte und Aubergine ihre Farbe abgegeben, der Reis war vorher nämlich gelblich. 😉

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Nächstes Mal füge ich das Gemüse später hinzu.
 

Nach dem chaotischen Auftakt wollte ich heute alles richtig machen. Also morgens direkt die erste Mahlzeit und auf ging es in den nächsten Laden, um noch weitere Zutaten zu holen. Und schon war es wieder Zeit zu essen. Ich habe noch nie Quinoa gegessen, also wollte ich das heute antesten. Der Geruch ließ grauenhaftes erahnen, aber ganz so schlimm war es dann nicht. Das Rind war mal wieder etwas zäh (irgendwie immer -.-), hatte dafür eine richtig leckeren Eigengeschmack. Danach noch fix eine halbe Grapefruit geschaufelt, alles nach Plan.
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Allerdings hatte ich vergessen, ein Foto zu machen und überfiel meinen Freund mitten in der Mahlzeit. Mein Teller war zu dem Zeitpunkt schon lange leer. Upsprünglich ist die Mahlzeit üppiger und hat mich bis jetzt gut gesättigt.
So gut, dass ich noch gar nicht an die nächste Mahlzeit denken mag, obwohl die nun bald ran ist.
Das ist schon eine Umstellung, wenn man an zwei Riesenmahlzeiten gewohnt ist, nun plötzlich alles auf vier bis fünf kleinere Mahlzeiten verteilt.

Inzwischen ist die Bestellung für den Supplementeshop raus, denn auch beim Proteinpulver muss nachgerüstet werden. Das Fleisch für die Abendmahlzeit habe ich schon beim Mittagessen mitgebraten, alle kommenden Mahlzeiten schon vorher eingetragen, sodass die Makros ungefähr passen. Nun kann ich mich eigentlich zurücklehnen. Dennoch kommt es mir heute so vor, als könnte man mit alledem auch jeden Tag füllen. Einkaufen, einräumen, abwiegen, vorbereiten, kochen, essen, abwaschen, in Dosen packen, hin und herräumen, Essen tracken und vorausplanen.
Hoffentlich stellt sich da bald eine erleichternde Routine ein. 😉

Anamnesegespräch und Erstellung des Ernährungsplanes

Mitten in der schönsten Erkältung (die sich von Tag zu Tag immer weiter zu steigern scheint) gab es heute das Gespräch mit meinem Personal Trainer (ab jetzt immer mit PeTra abgekürzt *chrchrchr*). Das war auch höchste Zeit, denn so ganz ohne Training, ohne Arbeit, ohne Sonnenlicht und ohne Abenteuer bleibt einem doch nur maßloses Essen um sich aufzuheitern. Und zack: Biste fetter. Frei nach dem Motto: Mein Ziel dieses Jahr war 10kg abzunehmen. Muss nur noch 15kg schaffen!

Ehrlich, meine Selbstdiziplin ist so hoch, wie die Motivation eines Obdachlosen, einen Bausparvertrag abzuschließen.
Und so fieberte ich dem heutigen Gespräch entgegen, überlegte schon, wie einzelne Mahlzeiten aussehen könnten und stelle fest: das isst du ja immer. Und vergaß meine Pläne. Das ist ab jetzt Job des PeTras.

Nun war es also soweit und ich stellte schnell fest: das ist keine Magie, die da wirkt. Es wird weiterhin mit Wasser gekocht.
Einige Sachen weiß ich schon lange, kriege sie aber nicht alleine hin (nicht nur 2 Riesenmahlzeiten pro Tag, nicht permanent an gesunden Fetten sparen, Makroverteilung zu bestimmten Tageszeiten).
Andere Sachen weiß ich, glaube aber nicht wirklich daran und höre nun von Studien, die dies und das belegen, was die Verdrängung nicht mehr so leicht macht (mein enormer Kaffeekonsum über den Tag, Mikrowelle als Hauptzubereitungsgerät). *seufz*
Sympatisch fand ich, dass er bei einigen Dingen ohne Zaudern zugibt, dass er das auch nicht weiß (kann der Darm Leinsam und Chiasamen überhaupt verdauen?), statt mit Halbwissen zu pokern. Bei manchen Fragen machte er sich direkt einen Kommentar dran, um das genauer zu recherchieren.
Manches habe ich dazu gelernt (Spinat ist nichts für jeden Tag, einfach gesättigte Fettsäuren sollten nicht verteufelt werden, Hydrogencarbonat ist ein gutes Boostmittel).

Er favorisiert natürlich eine gesunde Ernährung, ohne da zu übertreiben, was mich dazu bringt, Neues auszuprobieren, ohne das Gefühl zu haben mich in allen Dingen vollkommen umstellen zu müssen. So werde ich mal dieses doofe öko-vegane Quinoa probieren.

Und die wichtigste Erkenntnis des Tages: Ich bin mit ihm auf Augenhöhe, muss mich nicht schämen, nicht rechtfertigen, wir verstehen uns prima und ich kann daran glauben, dass das wirklich klappt. Endlich wieder das Herzflattern vor einem großen, neuen Projekt. Diesmal muss es klappen, sonst fällt mir nichts mehr ein.
Ein Jahr lang Betreuung. Und morgen gehts los!

Startgewicht: 86 kg
Taille: 87 cm
Hüfte: 104 cm

Ab jetzt mit Unterstützung

So, nach langen Überlegungen habe ich nun endlich beschlossen, dass es Zeit für Unterstützung wird. Morgen habe ich ein Erstgespräch mit einem Personal Trainer. Man, bin ich gespannt! 😀