14. Woche: Neustart mit 36

Nachdem ich letztes Wochenende den Kopf gar nicht mehr frei bekam und es mich vor der nächsten Woche nur noch gruselte, stand für mich der Ausstieg endgültig fest. Am Montag brachte ich noch vier Unterrichtstunden hinter mich, in denen manche schliefen, andere durchweg kicherten/schwatzten und wieder andere wortlos den Raum verließen, um nach 20 Minuten zurückzukehren und auf meine Frage, wo sie gewesen seien, nur achselzuckend meinten: kopieren. Und ich dachte die ganze Zeit: Es sind meine letzten Stunden hier, ich sollte mich nicht mehr aufregen.

Dann saß ich an meinem Schreibtisch. Alle meine Sachen waren längst Zuhause und die Reste steckten im Rucksack. Die zu hinterlassenen Ordner waren frisch beschriftet ordentlich im Schrank. Alles war geregelt. Ich sah auf die Uhr: 10:00. Noch 6 h Arbeit vor mir. Nichts zu tun. Kein Sinn mehr in irgendwas. Also worauf wartete ich noch?
Auf nichts.
Und so beschloss ich, direkt den Weg zu Ende zu gehen. Ich sagte meiner Chefin, dass dies der Abschied sei. Nicht die diplomatischste Art, aber ehrlich. Ich erzählte nichts von Magen-Darm-Beschwerden oder Kopfschmerzen und Schwindel oder was sonst so die beliebtesten, nicht nachweisbaren Ausreden sind.

„Mir geht es nicht gut und ich muss mich jetzt um mich kümmern.“

Dann übergab ich meine Schlüssel, zerdrückte meine Mädels nochmal ordentlich und verließ in schönstem Sonnenschein die Arbeit. Zum letzten Mal.

Schon auf dem Heimweg überfiel mich eine selige Müdigkeit. Nicht diese überdrehte Erschöpfung, die sich so ausgewrungen anfühlt und gleichzeitig, als ob man zur Not noch einen Marathon laufen könnte, weil der Körper unter Dauerstress steht. Nein, es war Morpheus, der mich mit seiner süßen Schlummrigkeit besuchte. Ich schlief früh ein und die ganze Nacht durch, ohne schräges Fantasieren. Nur tiefer, gesunder, tablettenfreier Schlaf.

Und nun erhole ich mich. Auf Lehrerinnen-Art.

Und heute bin ich nun 36 Jahre geworden. Die Waage lieferte ein neues Tiefstgewicht, Slaine schenkte mir einen Shoppingtag zu zweit in der Stadt und von meinem Coach habe ich mir einen „Totaler-Ausrast-Cheatday“ gewünscht. Letzterer hat ihn gestattet, allerdings unter der Auflage, diese Woche nicht mehr auf die Waage zu steigen, um keinen Frust zu kriegen. Wenn das kein guter Start ins neue Lebensjahr ist!

Und so zogen Slaine und ich händchenhaltend in die Stadt, um sämtliche Läden zu plündern und überall zu futtern, wo es uns gefällt.
Die Klamotten für heute Abend:

😀

Ein neues Jahr beginnt und ich fühle mich endlich nicht mehr älter, als ich bin. Ich bin bereit! Bereit für einen neuen Job, einen neuen Körper und neue Abenteuer!
Und gerade freue ich mich sogar wieder auf die morgige Diät…man, bin ich voll!

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4 Kommentare zu “14. Woche: Neustart mit 36

  1. Hej,

    nachträglich alles Gute zum Geburtstag und auf ein grossartiges neues Lebensjahr.
    Deine Richtung (sowohl im ‚privaten‘ als auch in beruflichen) scheint einen richtig guten Weg gefunden zu haben.
    Ich freue mich auf die ersten Berichte, wenn der neue Job und das HardcoreTraining losgehen 🙂

    Viele Grüße

    -k.

    • Huhu Kayah, ich danke dir. 🙂 Auf den neuen Job bin ich auch sehr gespannt. Training läuft auch endlich wieder besser. Es hilft enorm, wenn man sich bei einem Coach „ausweinen“ kann und direkt gute Tipps bekommt, um etwas Neues zu probieren, statt an den alten Standardübungen zu verzweifeln.

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