Iron Fist (Netflix Original)

Iron Fist ein eine Netflix Originalserie um den Marvel Superhelden „Iron Fist“.
Vorsicht, Spoileralarm!

Worum geht es?
Danny Rand (Loras Tyrell aus GoT) ist als Junge mit seinen Eltern über dem Himalaya abgestürzt. Seine Eltern sterben bei dem Unfall, während er, schwer verletzt und halb erfroren, von Mönchen eines geheimen Ordens gerettet wird. Im Laufe der Jahre wurde Danny so zum Kämpfer ausgebildet und hat jede Herausforderung angenommen. So durfte er sich schließlich auch einer geheimnisumwitterten Herausforderung stellen, bei der er seine geheimnisvollen Kräfte erlangt hat. Er kann sein Karma in seiner Faust konzetrieren, sodass sie gelb leuchtet. Ach, und natürlich kann er damit alles zertrümmern.
Seine Aufgabe ist klar: Für den Rest seines Lebens muss er den Eingang zum Kloster bewachen.

Und plötzlich wird ihm klar, was er lange verdrängt hat: er ist ein Fremder, der sich gut angepasst hat. Aber er kennt auch noch eine andere Welt da draußen, voller Möglichkeiten, alter Bekannter und Abenteuer. Also haut er ab und schlägt sich zu seiner Heimat durch: New York. Und hier setzt die Serie ein. Danny Rand kommt als naiver ausgeglichener Bettler nach New York. Zunächst kann ihm kein Rückschlag die Laune vermiesen. Das ändert sich, als man ihm den Zutritt zur Firma seiner Eltern verweigern will. Denn die haben nicht irgendeine Firma, sondern einen riesen Konzern geleitet, zusammen mit ihren Partnern, deren Kinder inzwischen die Leitung übernommen haben: die Geschwister Walt und Joy Meachum.

Zu Beginn ist die Serie echt spannend…der naive Bettler in der Großstadt, der sich sichtlich bemüht, sein Zen zu erhalten. Später wird die Geschichte um Danny und seine charakterliche Entwicklung leider echt seicht und öde.
Dafür tritt aber ein anderes Argument für die Serie zutage: Der Charakter des Walt Meachum!

Anfangs nur ein arroganter, abgeklärter Karrieremacher, der sich nur für sich interessiert, entwickelt der Charakter im Laufe der Geschichte eine erstaunliche Tiefe, die der Schauspieler Tom Pelphrey mit kleinen Gesten und Blicken zum eigentlichen Hauptdarsteller macht. Zum einen ist das Verhältnis zu seinem machthungrigem, verstecktlebenden Vater sehr schwierig, weil der ihn einerseits als Erben fördert und andererseits manipuliert und erniedrigt. Seine Schwester weiß nicht, dass ihr Vater noch am Leben ist und vergöttert Walt und seine Art, die Firma zu leiten, obwohl es eben nur zum Teil seine Entscheidungen sind. Raum für Privatleben gibt es für ihn nicht. Bis Danny auftaucht und die wohlgeordnete Welt ins Wanken bringt. Fassade und Abgrund…das ist zunächst alles, was man in Walt Machum erkennt, doch als die Fassade aufbricht, kann auch Walt sich endlich entwickeln. Und diese Entwicklung ist das eigentlich spannende an dieser Serie. Der Nebencharakter stielt dem Hauptcharakter die Show!

Selbst die deutsche Synchronstimme von Walt Meachum ist eindrucksvoll. Wenn ich in den Witcherromanen von Geralts tonloser gefühlsarmer Stimme lese, dann höre ich innerlich Walt Meachum.
Gänsehaut!

22. Woche: stolpern, aufstehen, weiter machen

Woah…der Sommer ist da. Ganz plötzlich hält man es in Jeans nicht mehr aus und ZACK! packe ich die langen Hosen in den Schrank und zerre die Röckchen aus der Schublade.

Und endlich passen sie wieder. Manche sogar gerade noch so…die werden schon locker! 😀
Dann noch die Blusen dazu…man! Sind das wirklich meine schlanken Beine, die ich da im Spiegel sehe? Und schau dir diese Taille an! Die Arme passen endlich in die Ärmel!
Und wie die Menschen ringsum auf den Look reagieren…eine Teilnehmerin brummt frustriert und lässt den Kopf auf den Tisch knallen…ich habe keinen Schimmer, was sie damit sagen will.
In Läden geben mir Männer bereitwillig Auskunft.
„Ich schau mal, ob wir sowas da haben. Gehen sie ruhig weiter einkaufen, ich finde sie!“
Das hätte er mit meiner 95kg schweren Version sicher nicht gemacht.
Es ist Sommer und ich kann ihn endlich mal genießen. Es liegt Jahre zurück, dass ich mich nicht mehr schämen musste.

Da sollte man meinen, es geht nun alles leichter.
Seltsamerweise ist das Gegenteil der Fall. Es fällt mir zur Zeit unheimlich schwer. Slaine ist total erkältet. Und obwohl ein großer Teil in mir gerne zum Training will, um all die Muskeln ordentlich durchzupumpen, schaffe ich es nicht. Ich schaffe es einfach nicht, mich nach Feierabend noch aufzuraffen. Auf Arbeit bin ich voller Energie und zum Feierabend…nur leere Akkus.

Der Hunger ist abends häufig zu Besuch. Stöhnend rumort mein Magen und alles steht auf Konsumbereitschaft. Dass Slaine sich beinahe täglich Fast Food beim Lieferservice bestellt oder wir zusammen durch die Supermärkte schlendern, während ich gar nichts kaufen muss und nun all die leckeren Sachen wahrnehme, die alle nicht auf meinem Plan stehen, macht es auch nicht gerade einfach. Dann kommt noch der Stress dazu. Keine Ahnung, ob es die Diät ist, der Zyklus, das Erbe meiner Workoholicmutter oder schlicht die Tatsache, dass mich mein Job so er-/ausfüllt, dass ich irgendwie nichts anderes mehr finde, was mich noch erfüllt…jedenfalls arbeite ich gefühlt dauerhaft und merke, wie meine Nerven dünner werden. Da kann es schonmal vorkommen, dass ich nach Feierabend in der Küche stehe und auf den sorgenvollen Ruf meines Freundes mit einem sehr bestimmten „Ich will diese Sache jetzt noch durchziehen und dabei nicht angesprochen werden!“ reagiere. Immerhin merke ich noch selber, dass das kein guter Zustand und nicht ganz angemessen ist. Leider ist das einzige, was mich dann rettet eine halbe Tüte Haribo. Wirkt Wunder bei akuten Stimmungstiefs und entspannt ungemein.

Tja, und so kommt es dann zur nächsten Phase: die Waage steigt leicht an und obwohl ich weiter Zentimeter verliere und toll aussehe, zähle ich all die Abweichungen vom Plan Stück für Stück zusammen und bekomme als Summe:

totales Versagen

Von jetzt auf gleich kippe ich in tiefe Verzweiflung, weiß nicht mehr weiter und habe keine Power für irgendwas.

Auch diese Situation habe ich hundertfach erlebt. Unzählige Male!
Sie waren der Endpunkt jeder Diät.
Immer.
Ich kam nie darüber hinweg. Konnte nicht mehr voran gehen, musste stehenbleiben und meine Batterien mit Scheißkram füllen. Und danach fand ich natürlich nie in die Diät zurück.
So lief es immer.
Jedes einzelne Mal.
Jahr um Jahr.
Erfolg-Stagnation-Abweichungen vom Plan-Verzweiflung-due Uhr läuft rückwärts und schlittert über Start

Diesmal nicht.
Ich weiß, da draußen ist mein Coach, mit dem ich mich wieder treffen werde. Und ich will, dass er stolz auf mich ist. Ich will, dass er sieht, wie hart ich an mir arbeite. Ich möchte sein Lob. Und ich glaube an seinen Plan. Es ist nicht mein Plan. Es ist ein Expertenplan. Mir ist klar, wie naiv und kindisch das ist. Ich gebe meinen Verstand ab und glaube ganz einfach. Ich glaube an meinen Coach, als ob er ein religiöser Heiland wäre und ich brauche genau diese naive Art des Urvertrauens, denn die ist das Einzige, was gegen die Verzweiflung hilft.
Denn trotz dieser bescheuerten Gefühle in mir und trotz der häufiger werdenen Ausrutscher und obwohl ich es nicht zum Training schaffe, läuft doch jeder Tag erstmal nach Plan und hat damit die Chance, mich wieder einen Schritt weiter zu bringen.

Stolpern, aufstehen, weiter machen und bloß nicht lang zurückschauen! Das ist meine neue Devise.

…und kein Schweinenacken. :(

Das Unfassbare ist passiert: Ich habe mit meinem Coach eine Stunde lang mögliche Bauchübungen durchexerziert. Und ich lebe noch! Ich hatte obendrein kaum Bauchmuskelkater. Total verrückt.

Aber ich muss auch was tun. Ich merke es an der Wirbelsäule. Beim Sitzen brennt mir der Unterrücken, ich sitze total schief. Bei den Kniebeugen oder beim Langhantel-Frontdrücken fehlt mir die Staibität im Rücken. Und wenn ich entspannt im Bad steh, ruft der Freund regelmäßig: „Oh, ein Schildkrötenbauch!“. Also heißt es jetzt auch noch den Bauch zu quälen.

Tja, und wie ich so meinem Coach erzähle, dass die Waage gerade total zickt und dass ich dennoch Anfang Juni wieder einen Ausnahmetag nehme, um den Geburtstag vom Slaine zu feiern, bei dem wir so richtig grillen wollen, sagt der Coach:

„Grillen? Kein Problem! Du musst dich nur entscheiden, ob du Eiweiß mit Fett oder mit Kohlenhydraten kombinierst.“

Keine Frage, denk ich…Wer braucht schon Kohlenhydrate, wenn er ein Kilo Schweinenac…

„Du kannst alles machen…Pute, Huhn, schön mariniert! Sogar Fisch! (ich reiße entsetzt die Augen auf) Forelle vom Grill, mit leckeren Kräutern, ich sag dir, ein Gedicht! (mein Gesicht ist vollständig entgleist)
Rind kannst du natürlich auch machen (sagt er versöhnlich, was aber nichts rettet und so fragt er schließlich) Was wolltest du denn machen?“

SCHWEINENACKEN! Ich will nur Schweinenacken.
Nun schaut er mich entsetzt an und schüttelt anschließend den Kopf. X(
Kein Schweinenacken?!%$& NEEEEEIIIINNNN. Mir blutet das Herz. Wirklich und wahrhaftig.

Wir haben uns dann auf Rind geeinigt. Bisher fallen mir die meisten Umstellungen durch den Coach wirklich leicht. Diese nicht. Grillen ohne Schweinenacken….das ist bitter.

Heute sind wir mal wieder im Clara-Zetkin-Park hier in Leipzig gewesen. Mitten durch die Innenstadt ist Leipzig von wunderschönen Parks durchzogen, aber nur im Clarapark kann man Eichhörnchen, Meisen, Spatzen, Sperber und Raben aus der Hand füttern. Dazu die frische Luft, Sonnenstrahlen, blühende Büsche uns quakende Frösche.

Diese Diashow benötigt JavaScript.


Was könnte da die Stimmung trüben?
Doch niemals der Zwischenstopp auf einen Kaffee im Glashaus, welches sich mitten im Park, unter den Bäumen befindet.
Sicher nicht.
Aber was zieht mir da in die Nase und lässt mich wie einen sabbernden Hund fast auf alle Viere fallen?
Der Grill im anschließenden Biergarten…mit dem Odeur von frisch gegrilltem SCHWEINENACKENSTEAK. AAARRRWWWWWWWW…noooooooooo! X(
Kein Schweinenacken in den nächsten Monaten für mich.
DAS ist schwer.
Wie soll ich das nur schaffen?

Da hilft nur der Stolz auf die eigenen Erfolge. Da darf man sich ruhig mal selbst auf ein Podest stellen. ;D

21. Woche

Es ist ja eine kurze Woche, haben sie gesagt. Die geht schnell rum, haben sie gesagt.
Und ich nur so…

Letzten Freitag habe ich meinen Coach getroffen. Ursprünglich wollte ich ihn ja hauptsächlich, um die Ernährung mal auf die Kette zu kriegen. Das ist noch immer so, aber die Ernährung habe ich ganz gut auf die Kette gekriegt. Was nun? Also haben wir uns Stück für Stück Trainingsfragen vorgenommen. Und ich habe seine Meinung schätzen gelernt.

Mit meinem Trainer habe ich wirklich Glück gehabt. Er ist freundlich, aber bestimmt. Verrückterweise scheint er zu spüren, wenn ich auf Abwege gerate, denn irgendwie kommt dann immer eine Whatsapp-Nachricht von ihm. Oder spioniert er mir nach? *psychotischumschau* ;P Und was ich am meisten schätze, ist sein Fachwissen. Wenn er mir etwas zeigt, hat das Hand und Fuß.
Vor ein paar Wochen bin ich beispielsweise beim Brusttraining verzweifelt. Durch viele Trainingspausen hatte ich gar kein Muskelgefühl mehr, keinen Tonus, weder Kraft noch Ausdauer. Es war zum Heulen. Ich fühlte mich wie ein totaler Anfänger. Er zeigte mir eine Übung am Kabelzug, mit der ich die Brust richtig aufwärme. Und siehe da, nach dem Aufwärmen habe ich einen Pump wie noch nie. Die Brust ist dann voll einsatzbereit und weil sie so aufgeplustert ist, kann ich sie sehr gut spüren. An Kraft fehlt es noch immer, aber das Volumen macht das allemal wett.
Dann erklärte er: und dasselbe machst du zum Abschluss, nur dehnst du nach jedem Satz 20 Sekunden die Brust und startest dann ohne Pause den nächsten Satz mit 20 Wiederholungen. Das Ganze machst du viermal und ich verspreche dir, du wirst keinen Muskelkater haben.
Na logo, dachte ich da noch…nach einem harten Training fies dehnen…der Muskelkater wird mich umbringen!
Und was soll ich sagen…er hat recht! Ich spüre natürlich, was ich gemacht habe. Die Brust ist noch Tage später k.o. und voll. Aber der erwartete Höllenmuskelkater bleibt aus.

So macht das Training Spaß.

Blöd nur, wenn man mitten im Training spürt, wie der Hals zu kratzen beginnt. Es wundert mich nicht, arbeite ich doch seit Wochen permanent, bin oft ganz schön frustriert und das nervöse Zucken am Auge ist auch wieder da. Also wird der Hals wieder munter mit Kräutertinkturen und Kamillentee präpariert und das Training fällt mal wieder aus.
Mäh!
Dabei hab ich mir vom Coach das Rezept für pralle Handtaschen-Halter-Schultern geben lassen. Das will ich doch mal ausprobieren!
Außerdem ist mein Gewicht letztes Wochenende vor Schreck gleich unter 76kg gesunken. Und meine Beintrainingshose rutscht über den Hintern! So ohne Training schwappt das Gewicht gleich wieder über die 76-kg-Schwelle. Verdammt! 😉

Das neue Tiefstgewicht habe ich gleich zum Shoppen genutzt.


Das zweite Teil ist mit Kapuze. Ich liebe es! ❤

Drückt die Daumen, dass der Hals mitmacht. Ich will dicke Schultern! ;D