Gut, dass ich nicht hingegangen bin….

Space-Pupskonzert von Luc Besson. Die allerschlimmsten Filme sind nicht die Totalschäden, die ungewollt oder absichtlich schlechten, die so-bad-it’s-good-Kandidaten: Es sind die Filme, die mit tollen Ideen und unglaublichen Bildern um die Ecke kommen, nur um sie dann mit flammender Inkompetenz gegen die nächste Wand zu setzen. Valerian ist so ein Film. Die wunderschönen Trailer versprechen […]

über Wie blöd ist Valerian? — What’s Best in Life?

32. Woche Diät

Was sich so tut…

Inzwischen kann ich schon fast von einem Plateau reden. Die 75 hängt an mir und will nicht weichen. Kaum schaffe ich es, mehrere Tage in Folge bei 73,X zu landen, kommt eine Party, etwas Urlaub oder Ähnliches an und schwupps, habe ich die 75 kg für ein paar Tage oder Wochen wieder.

Ich habe den Bodymedia getragen, um herauszufinden, ob sich mein Grundumsatz vermindert hat, weil die Kilos einfach nicht in gewohntem Tempo weichen wollen. Blöd nur, dass man den Grundumsatz in der normalen Version nicht auslesen kann. Aber immerhin kann ich feststellen: Mein Verbrauch ist nicht gesunken. Obwohl ich über 10 kg Gewicht verloren habe, verbrauche ich noch immer durchschnittlich so viel, wie vorher. Das lässt mich vermuten, dass ich tatsächlich hauptsächlich Fett verbrannt habe und kaum Muskulatur.

Wie kommt es dann aber, dass ich nicht mehr so schnell abnehme? Nun, früher bin ich ganz regelmäßig viermal pro Woche zum Training gegangen. In den letzten Monaten wurde es stetig weniger. Ich fühlte mich einfach oft so platt und ausgepowert, dass ich es nur dreimal oder seltener schaffte. Wenn ich da war, fehlte mir schon nach der ersten Übung die Power. Ich verschob immer häufiger die Trainingseinheiten. Seltenere und weniger effektive Einheiten sparen ordentlich verbrauchte Kalorien ein…das Defizit schmilzt dahin.

Noch vor 2 Monaten war meine Wochenplanung einfach. Dienstag, Donnerstag, Samstag und Sonntag waren festgelegte Trainingstage. Ich hatte meine Ernährungslisten streng nach Trainingstag und Nichttrainingstag unterteilt und konnte so gut planen. Mit den „geschwänzten“ Trainingseinheiten wurde auch das problematischer…alles war für Trainingstage eingekauft und vorbereitet, aber plötzlich wurden es Nichttrainingstage, an denen ich wesentlich weniger Kohlenhydrate und Gesamtkalorien brauche. So konnte es nicht weiter gehen…also wechselte ich auf ein flexibleres System. Jeder Tag wird als trainingsfreier Tag geplant und es gibt einen Trainings-Bumper, den ich zusätzlich an Trainingstagen nehme. So kann ich flexibel sein und die ernährung stimmt wieder.

Meinem Coach habe ich natürlich von der Stagnation erzählt. „Die 75 sitzt auch bei dir im Kopf fest. Wenn wir die erst überwunden haben, geht es wieder voran. Aber jetzt müssen wir härter ran. Wir beschneiden die Kohlenhydrate an Trainingstagen, mehr Cardio, mehr Sätze im Trainingsplan, 15 Wiederholungen pro Satz, Satzpausen von 60 – höchstens 90 Sekunden.“
Uff…das war eine klare Ansage.

Nach dem Gespräch fuhr ich erstmal in Urlaub. Freitag früh fuhr ich mit 73,4 kg ab und kam Sonntagabend zurück. Am Montag morgen brachte ich satte 77,2kg auf die Waage. Mit 75 kg hatte ich gerechnet. 76 kg hätte ich vielleicht auch noch verstanden aber 77,2 kg haben mich richtig geschockt.

Nachhaltig.

Hinzu kommt, dass man so einen Sprung natürlich nicht einfach so schafft. Nein, man muss sich schon Mühe geben. Und das hatte ich getan. Schon am Vortag hatte ich fast ausschließlich Zuckerhaltiges gegessen und konnte abends vor Völlegefühl kaum atmen. Dennoch musste ich am nächsten Morgen 7 Rosinenschnecken, 4 Stück Kuchen, 6 Pancakes, 1 Brötchen mit viiieel Belag, Ei und Bacon und natürlich Joghurt mit Müsli und Obstsalat essen. Frühstück im Urlaub eben. Dann ein wenig bewegen, damit man wieder Luft kriegt und schon kann es weiter gehen mit Eis, Kuchen und Ähnlichem. Abends hatte ich wirklich das Gefühl, zu platzen. Alles tat mir weh.

Das war genau die richtige Ausgangssituation, um voll motiviert in die nächste Runde zu starten. Der Urlaub liegt 2 Wochen zurück, seitdem war ich fast täglich aktiv. Ich habe wieder Biss und Power und einen eisernen Willen, die 75 endlich zu besiegen und mich in Richtung 70kg aufzumachen. Nach dem Fressmassaker war der Einschnitt bei den Kohlenhydraten kein Problem. In der ersten Woche konnte ich keinen Zucker sehen und ließ sogar den Trainingsbumper unter den Tisch fallen. Ich wollte ein hohes Defizit, um die 73 schnell wiederzusehen. Geklappt hat es bisher nicht…die Waage fiel auf 75kg und dort hängt sie nun fest.

Der 4 Wochen-Rhythmus
Zyklusbedingte Wassereinlagerungen haben mich schon immer auf die Palme gebracht. Da müht man sich ab…eine Woche, zwei Wochen, drei…und die Waage sagt „Ätzschbätsch, ich weiß von nichts.“ Dazu fühle ich mich von Woche zu Woche weicher, spür- und sichtbare Muskulatur wird immer weniger. In der vierten Woche verschwindet über Nacht ein Kilo oder auch 2 und dann beginnt das Spiel von vorn. Ob ich nun mehr mache, oder weniger, mich strenger an den Ernährungsplan halte oder ein paar „Fudeltage“ zu verzeichnen sind, interessiert meine Waage kaum. Nur an diesen Sprungtagen zeigt sich, was ich geleistet habe. Es kann einen wirklich in den Wahnsinn treiben. Und obwohl ich weiß, dass es so ist, hat mich das auch vor 3 Wochen wieder fertig gemacht. Ich fühlte mich eh schlapp, wusste nicht, wo ich die Power hernehmen sollte, habe ich wirklich zusammengerissen und schon mehr gemacht, als den Monat vorher, aber Maßband und Waage waren sich einig: es war zu wenig.
Furchtbar!

Vorher

Mit diesen Erinnerungen bin ich froh über den Urlaub. Es war ein echter Resett, den brauchte ich und auch wenn mich derzeit wieder die Waage trollt, zucke ich nur mit den Schultern und mache weiter. Hosen und Shirts werden weiter, Arme fühlen sich straffer an…und ich weiß einfach, dass ich im Moment alles richtig mache. Ich bin gerade einfach gut dabei. 😉

Man sieht es vielleicht nicht, aber es ist jetzt wesentlich übersichtlicher.

Durch die Planungsumstellung beim Ernährungsplan wurden viele Listen überflüssig. Gestern habe ich einige überarbeitet und andere schlichtweg ausgemustert. Das zeigt sich auch in der Küche…teilweise vier Schichten von Plänen habe ich gestern von der Wand geholt. Nun sieht es wieder „geordneter“ aus.

Bin ich bereit für die nächsten Wochen???

Aber sowas von bereit! 😀

Der Meister hat gemeckert…

…oder schließt er sich am Ende nur meiner Meinung an?

Es ist mittlerweile die 32. Woche der Diät. Schon über ein halbes Jahr läuft hier alles so ziemlich nach Plan. Über 12 kg sind weg. Der Diätaufwand ist Routine geworden.

Meine „Küchentapete“. Jedes Blatt enthält 1-2 Tagespläne á 4 Mahlzeiten.

Heißes Wetter? Dann koch ich mir etwas schönes Warmes.

Kaltes Wetter? Lieber ohne Kochen einplanen.

Herzhafte Gelüste? Dann gibt es noch eine Gurke mit Salz und Pfeffer.

Süße Gelüste?Im Frost ist Wassereis ohne Kalorien, nur aromatisiert.

Für alles habe ich eine Idee. Eine Möglichkeit. Eine Lösung.

Listen über Listen. Heißhunger auf etwas bestimmtes? Dann wird sofort eine neue Liste erstellt.

Doch trotzdem lief es in den letzten Wochen immer schleppender. Ich habe das Cardio vor dem Training (nach dem Training geht einfach nichts mehr) hochgeschraubt. Dadurch fühle ich mich oft schon nach der erste Übung total geplättet. In der zweiten Übung ist kaum Kraft mehr da und bei der dritten Übung gähne ich und will nur noch ins Bett.

Schlimmer sind aber die trainingsfreien Tage. Endlich mal bei Netflix entspannen? Nichts da. Statt abzuschalten fordert mein Hirn ständig etwas für den Gaumengenuss. Ich kann dann an nichts anderes denken. Es nervt. Es macht mich gereizt. Deswegen habe ich jetzt mal ein paar Tage ketogen eingeschoben, nur um den Süßhunger los zu werden. Gegen das Verlangen nach Zucker hat es geholfen. Aber meine Kauleiste will dennoch dauerhaft beschäftigt sein. -.-

Dazu kommt, dass ich im Laufe des Monats immer Wasser einlagere. Das weiß ich schon lange, schließlich verschwindet jeden Monat pünktlich 1kg über Nacht. Drei Wochen lang Stillstand auf der Waage und wenn du dir schon langsam die Haare raufst…plop, 1kg weniger. Mit den ganzen Veränderungen zieht nun jedoch ein neuer Blick auf meinen Körper ein. Wo sonst flächendeckendes Gewabbel war, treten nun langsam Muskeln und Knochen hervor. Man sollte meinen, dass sich damit alles fest und straff anfühlt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Ich spüre die Muskulatur, aber die Fettschicht darüber ist viel wabbeliger als noch vor einigen Monaten. Was man nun besser erkennt sind all die Definzite in der Muskulatur. Dysbalancen, verkümmerte Muskelpartien die ich noch nie richtig genutzt habe. Die Haut schlägt Wellen. Ich fühle mich wie eines der ersten Wasserbetten. Im Laufe des Monats wird das immer schlimmer. Wo sich nach dem Kiloverlust noch Muskulatur abzeichnet, ist drei Wochen später nichts mehr zu erahnen. Alles verläuft speckig-glatt. Es ist zum Verzweifeln. Dazu noch ein guter Schuss PMS-Hormoncocktail und alles scheint sinnlos. Unschaffbar. Vergeblich. Furchtbar!

Und in so einem Moment schreibt mein Coach mich an. Was glaubt ihr, wie meine Antwort aussah?

Vielleicht ist mit über 12kg weniger mein Grundumsatz auch tatsächlich nochmal weniger, das tägliche Defizit nicht so hoch, wie vor ein paar Monaten. Das soll der Bodymedia nun ans Licht bringen.

Gestern saßen wir also zusammen. Mein Coach und ich. Und er sagt genau das, was ich befürchtet habe: Defizit vergrößern, mehr Cardio, mehr Übungen und höhere Satzzahlen im Training.

Tja…ich habe es ja so gewollt. Die nächsten Monate werden hart. Aber ich hoffe, dafür nochmal richtig voran zu kommen. Ich hoffe, es durchhalten zu können und das große Ziel endlich wieder vor Augen sehen zu können. Das Ende des Defizits und der Anfang eines Aufbauplanes.

Vierte Woche: 1kg verschwindet, alles fühlt sich etwas fester an und ich kaufe mir ein neues Shirt. In der vierten Woche ist immer alles prima, der Blick auf die Zukunft klar.

Und dann gehen wir meinen Plan durch. O-Ton: Was soll das denn sein? Das ist doch keine Einheit?! Da bist du doch in maximal 30 Minuten durch, gib mal her, ich rechne das mal durch…3 Minuten hier, vier dort…25 Minuten!

„Aber ich brauche dafür eine stunde und bin danach echt fertig“

„Ja, weil du ewig Pausen machst. 60-90 sekunden Pause zwischen den Sätzen, dann kriegst du in derselben Zeit mehr hin. Und jetzt machen wir mal einen richtigen Plan daraus. 3 Sätze Minimum bei jeder Übung. Die Übung hierhin. Die dorthin. Optionaler Trainingstag? Quatsch, entweder fängst du wieder mit dem Plan von vorn an oder du machst Cardio.“

Wenn ich nun so drüber nachdenke, ist Training für mich wirklich eher wie eine Yoga-Stunde. Ich mache alles sehr konzentriert und bewusst. Dadurch dauern die Sätze lang und saugen die Batterien leer. Vielleicht bringt etwas Tempo und kürzere Pausen tatsächlich wieder etwas Schwung rein. Andererseits könnte es auch zu nerviger Clockwork-Attitüde führen.

Wir werden sehen…

Und dann zeigt er mir noch ein paar neue Übungen und Übungsausführungen um an den Dysbalancen und Defiziten zu arbeiten. Auf dem Foto sieht man deutlich, dass ich zwar einen guten Latissimus habe, darunter aber fast keine Muskulatur zu sehen ist. Das spüre ich auch deutlich, weil ich noch immer zum Buckel neige und Probleme habe, beim Rudern die Muskulatur zu treffen. Aber natürlich hat Marcel dafür eine gute Lösung.

Es liegt viel Arbeit vor mir. Leichter wird es nicht. Aber, es lohnt sich. Und der Coach ist definitiv die beste Investition! Jeden Cent wert.