Kacke zum Trinken – Mein Darmbakterienexperiment Teil III

In Teil II hatte ich eine sehr positive Bilanz gezogen, die muss ich nun leider ganz revideren. Ich wünschte es wäre anders…

  • Die Abnahme von 2kg reduzierte sich in den Tagen nach dem Review auf 1kg…das andere Kilogramm war wohl Wasser, welches durch fehlenden Muskeltonus zunächst ausgeschwämmt war, denn obwohl ich streng nach Diät aß, wurde ich jeden Tag schwerer. Der einzige Unterschied war das nunmehr wieder regelmäßige Training.
  • Meine Darmtätigkeit wurde wieder träger…ich ging viel zu selten auf Toilette, sodass meine Teilnehmer mir nach der Mittagspause sogar eine Schwangerschaft anhängen wollten. Alles zurück zur Ausgangssituation.
  • Die gute Laune war wie weggeblasen. Statt Euphorie fühlte ich mich nur noch ausgezehrt, alles wurde zur Qual.
  • Zusammen ergab das Schritt für Schritt das Gefühl, auf einen Abgrund zuzurutschen und täglich weniger Power zu haben, um mich zu wehren. Damit war die psychische Stabilität auch dahin…

Ich bat meinen Coach, mir in den Hintern zu treten, damit ein regelmäßiges Training erhalten bleibt. Das tat er auch und mein Körper resignierte ganz, als mich eine Erkältung erwischte.

Da ließ ich einfach los. Die ersten zwei Tage habe ich noch getrackt und kam weit über 3000 kcal/d. Und dann hörte ich auch auf zu tracken und ließ einfach los. Seit einer reichlichen Woche habe ich gegessen, worauf ich Lust habe, viel gezockt und gesessen und weder trainiert noch Kalorien getrackt. Gestern war ich morgens mal auf der Waage: 75,2 kg. Die letzte Messung eine Woche zuvor waren 71,7 kg.

Paprika war sichtlich geschockt von der abrupten Wendung

Das Schlimme ist, dass ich nun wieder bei einem Schneckentempo von 1kg/Monat Abnahme bin. Ich hatte wirklich gehofft, die Darmbakterien bringen da etwas Tempo rein, stattdessen hat sich wieder bestätigt: Meine Power reicht nicht für mehr. Wenn ich mehr Gas gebe, nehme ich vielleicht im Monat 100 g – 300 g  mehr ab, aber meine Power leidet so darunter, dass ich später dafür bezahle.

Mit 71,x kg  und 2 kg/m Abnahme schien die 65 kg in greifbarer Nähe. Nun, mit einem Ausgangsgewicht um die 75 kg und einer monatlichen Abname von 1 kg darf ich an dieses Ziel gar nicht denken.

So schnell kann es gehen. Vor wenigen Wochen noch mit Blick auf die Zielgerade unterwegs, nun muss ich erstmal den Rückschlag verkraften und überhaupt wieder auf die Beine kommen. Die Erkältung lässt noch kein Training zu, aber immerhin geht ab heute wieder das Essen nach Plan los.

Zocken mit Hindernissen…

Ich habe die Woche auch genutzt um neue Rezepte auszuprobieren. Zwei Rezepte sind sehr gut gelungen und werden nun in meine Pläne eingearbeitet, weil die Ergebnisse verdammt lecker und dazu noch gesund sind.

Nummer 1: Lachs vom Pumping Chef

Nummer 2: Pralinen von Maria

 

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6 Kommentare zu “Kacke zum Trinken – Mein Darmbakterienexperiment Teil III

      • Ja prima :-). Mich würde interessieren, was er Dir empfiehlt. Zusätzlich moderates Cardio ohne besonderen Streß (Bewegung insgesamt, Schwimmen, Radfahren, Spazierengehen, ggf. Laufen), mehr langsam verdauliche Kohlenhydrate an Trainingstagen???

        Also – mich würd’s interessieren :-).

      • Zu Erkältung empfahl er mir einen täglichen Spaziergang. Sonst schaut er immer, wie es mir geht. wenn es gut geht: Mehr Kraft-Ausdauer, Cardio lieber als leichtes Zirkel-Training nach der Einheit. Aber das lehne ich strikt ab. XD

  1. Lass den Kopf nicht hängen. Komma her, ich drück Dich mal.
    Abnehmen und Muskelaufbau können Arschlöcher sein. *tröst*
    Dann gehts halt langsamer. Isso. Und die letzten Kilos sind immer die schwersten. Man ist dann irgendwie schon so ausgepowert.
    Jetzt kommen diese letzten Kilometer, die man beim Marathon nicht mehr mit dem Kopf, nicht mehr mit dem Körper, sondern dem Herzen läuft.
    Keep going!!

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