Weiter gehts…Woran man nicht denkt, bevor man abnimmt.

Diese Woche habe ich Folgendes überlebt:

  • PMS + nervige Schüler+ Low-Carb-Hardcore-Diät
  • einen Besuch meiner Eltern
  • Weltuntergangseinkaufsschlangen NACH einem Feiertag
  • langweilige Opa-Möbel in einem endlosen Höffner-Markt

Am Mittwoch bekam ich das erlösende Okay vom Coach…ab heute darf ich wieder mehr essen. Damit mir auch ja das Gewissen drückt, hüpfte das Gewicht auf der Waage seither jeden Tag tiefer.

Gestern kam es so zum Durchbruch: 69,8kg. Heute morgen gar 69,5kg. :-O

Das musste in Bildern festgehalten werden, denn durch mehr Kohlenhydrate wird das Gewicht erstmal wieder nach oben gehen.

Mit der Zeit wird einem immer klarer, dass es einiges Unvorhergesehene beim Abnehmen gibt.
Hier meine Top-5 der schlimmsten Sachen, an die man vor dem Abnehmen nicht denkt:

  • die Launen der Waage auszuhalten
  • als Unnormal zu gelten, weil man dauernd kostenloses Essen ausschlägt
  • die Sorgen der Eltern („Du siehst ja im Gesicht gar nicht soooo eingefallen aus. In einer Zeitschrift habe ich letzte Woche gelesen, dass man am Handrücken erkennt, wenn sich jemand zu sehr verausgabt, da schmilzt dort das Fett weg!“ *nachguckundfeststell,dassnochFettdaist* Man fühlt sich ja schon etwas an Hänsel und Gretel erinnert.)
  • flache, hängende Brüste
  • dass der Bauch beim Haareföhnen aussieht wie gerinnende Lava oder wie Jabba da Hutt  -> definitiv das Gruseligste

 

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Wie es sich gerade anfühlt, auf Diät zu sein..

Seit gestern friere ich dauernd. Fühle mich sonst fit, aber die Nerven liegen weiterhin total blank.
Heute eine Teilnehmerin zum Heulen gebracht („Die hat angefangen“ gilt wohl nicht, was? :-/)
Morgen gibt es ein kurzes Krisentreffen mit dem Coach.

49. Woche…eine Woche nach neuem Plan

und ich nur so

1600 kcal an Nichttrainingstagen sind hart. Härter, als ich dachte. Zuvor hatte ich ~1735kcal. Hab aber öfter mal einen Kohlrabi oder eine Gurke am Abend gefuttert. Das ging relativ gut.
Die 1600 kcal ohne irgendwas dazu habe ich diese Woche nicht einmal geschafft.

Der Hunger allein ist es nicht, der ließe sich aushalten. Es ist mein Kopf, der einfach nicht mehr will. Die Nerven.
Innerlich sperre ich mich, bin unleidlich, weinerlich, quengelig.
Könnt ihr euch eine Lehrerin vorstellen, die sich so anstellt?
Katastrophe….in meinem Job brauche ich wirklich gute Nerven und gerade saugt mich alles aus.
Jede blöde Bemerkung seitens meiner Teilnehmer bringt mich auf die Palme. Ich muss mir ständig auf die Zunge beißen und trotzdem rutscht mir öfter ein ungehaltener Kommentar raus. Dazu bin ich dauerhaft von allen und jedem genervt.
Ich möchte mich in einer stillen Kammer einschließen und von niemandem was wissen.
Doch wenn die Führung schwach ist, dreht das Volk gewöhnlich am Rad.

So auch diese Woche.
Ein Theater jagte das nächste…Drei regen sich auf und machen Terz, die nächsten Drei halten das Gemecker nicht aus und drehen deswegen durch und Einer versucht das alles zu ignorieren und stellt mir derweil munter Fragen.
Man möchte sich die Haare raufen und Kopf voraus gegen eine Wand rennen.

Und mein Kopf macht so…

Ich denke Tag und Nacht nur an Essen.
Ja, auch nachts…da träumte ich letztens, ich habe drei fetttriefende Schnitzel, drei riesige Steaks und drei Frikadellen bei einem Fleischer-Imbiss bestellt. Die schnitzel habe ich quasi eingeatmet, als der Typ hinter der Theke meint, für die Steaks brauche er aber 10 Minuten. Da habe ich total die Nerven verloren, war völlig außer mir vor Wut…und bin in diesem Zustand aufgewacht.

Am selben Tag schrieb ich meinem Coach davon. Der ist gerade im Urlaub, bis Dienstag soll ich durchhalten, dann gibt es ein Krisengespräch.

Das war am Donnerstag.
Seither ist das Körpergewicht auf neue Tiefstwerte gesunken.
Gestern war ich beim Training und hatte richtig Power.
Dabei fiel mir auf, dass Körper und Stoffwechsel sich gar nicht beschweren.
Kein Frieren, keine blauen Hände, keine Müdigkeit, im Gegenteil: nachts bin ich der reinste Backofen. Ich bin morgens munter und relativ fit.
An Bauch und Beinen erkenne ich Veränderungen. Die Einkerbung unter den Schultern wird tiefer, sodass sie größer wirkt.
Verdammt…es geht weiter einen Schritt voran. Ich gehe langsam aber sicher auf die 70kg zu. Die würde ich gerne noch dieses Jahr durchbrechen.

Aber nichts macht Spaß…mich quält nur die Frage, wann es wieder Essen gibt..bei den Mahlzeiten habe ich das Gefühl, kein Essen zu essen, sondern nur Makros. Was gar nicht stimmt…aber mein Kopf findet keine Befriedigung. Einkaufen macht mich richtiggehend unglücklich. Ich sehe alles vor mir, was ich Schönes kochen oder backen könnte, stattdessen kaufe ich große Mengen Brokkoli. Ich habe einfach einen Diätkoller.

Aber ich schätze mal, am Dienstag sag ich Marcel, dass ich weitermache. Erstmal bis zum nächsten Termin am 7.12….dann vielleicht bis Weihnachten oder Silvester.
Aber dann brauche ich erstmal einen Monat mit mindestens 2200 kcal/d. Ich brauche eine Erholungspause.

Ein „aber“ jagt das nächste…toller Schreibstil.

Und bei euch so?
Genießt ihr die Zeit?
Gönnt ihr euch feine Sachen?

3 Listen für 6 Wochen

Es war gerade soo schön…ein leckeres Rezept jagte das nächste. Jeden Tag erwarteten mich Leckereien. Im Training hatte ich das Gefühl, gute Fortschritte zu machen und allgemein ziemlich fit zu sein.

Und dann kam Marcel mit einem neuen Plan um die Ecke….
Ich bin selbst Schuld…vor 4 Wochen fragte ich ihn „Wie lange muss ich noch?!$%“ Und er antwortete: Wis Jahresende.
Und bis dahin soll ich nun nochmal richtig Gas geben.
Weniger Kalorien, etwas weniger Kohlenhydrate, mehr Training.
*seufz*

Als dann noch Zeit übrig war, fragte er, wie es beim Training läuft. „Gut“, sagte ich, aber wenn du noch eine Übung für die geraden Bauchmuskeln hättest…..

Hatte er. Sogar drei.
Der Bauchmuskelansatz fühlt sich an, als hätte ich mir die Rippen gebrochen. Und ich kann weder lachen noch etwas nach vorn schieben noch mich richtig aufrichten….
Sein Kommentar? „Aber es waren doch je nur 2 Sätze.“
*seufz*
Da hat er wohl wieder eine Schwachstelle aufgedeckt.
Eieieiei…mir stehen grausame Wochen bevor. ^^
Drückt mir die Daumen und kommt selbst gut durch die verlockende dunkle Zeit.

48. Woche der Diät – die gute Hausfrau

Draußen ist es noch immer grau und dunkel, aber ich habe die Adaptionsphase hinter mir und fühle mich wieder munterer. Mit seltsamen Nebenwirkungen. In mir wütet der Wunsch nach Optimierung. Ich habe einfach Spaß daran, Sachen funktionaler, einfacher, ordentlicher und effizienter zu machen.

Ich weiß, wie das klingt: schrecklich langweilig!

Und das ist es auch. Keine Partys, keine Ausschweifungen, keine Weltreisen, kaum Sozialkontakte…ziemlich armselig. Und dennoch bin ich vor allem Letzteres: selig. Ich habe Freude an kleinen Dingen. Ein gelungenes Essen, neue Badvorleger, ein dillettantisch genähtes Trainingsshirt.

Zur Zeit bin ich ganz versessen darauf, neue Rezepte auszuprobieren und in meine Diät einzupassen. Habe ich nicht erst vor wenigen Wochen die ganze Küchenwand entschlackt und die Hälfte der Pläne weggeworfen? Nun weiß ich schon wieder kaum noch wohin mit den Tagesplänen.

Training, nähen, essen, kochen, arbeiten, die Wohnung verschönern und was dann noch an Zeit übrig bleibt, das verbringe ich in Guild Wars 2. Es ist Herbst…da kann mir die Außenwelt gestohlen bleiben.

Durch die eine „Kontrolllose Woche“ mit Erkältung habe ich, was die Waage betrifft, einen Monat verloren, sodass ich nun auf dem Stand vom September bin. Das sollte mich ärgern, aber tatsächlich stelle ich fest, dass meine Schultern runder sind, meine Brustmuskulatur immer „dicker“ und sichtbarer wird. Auch an den Beinen tritt die Muskulatur langsam aus den restlichen Fettbeständen hervor. Und das fühlt sich guuut an. Deshalb juckt mich die Waage kaum. Was ich im Studio in den Spiegel sehe, mag ich einfach. Wenn es weiter so läuft, geht es voran. Auch wenn es langsam geht, die Richtung stimmt und momentan habe ich noch gut Puste für weitere Monate.

Wie geht es euch diesen Herbst so?

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