Ein Jahr Coaching (Vorher-Nachher-Vergleich) Blickpunkt: Training

Auch im Training hat sich in den letzten 12 Monaten viel verändert. Dabei war das zu Beginn gar nicht beabsichtigt. Marcel sollte mir hauptsächlich bei der Ernährung helfen. Bei Trainingsanleitungen und Tipps werde ich schnell knatschig.

Das liegt zum Einen daran, dass Männer generell das Bedürfnis haben, Frauen im Studio anzuleiten und zu helfen. Mir gibt das häufig das Gefühl, als unwissender Neuling wahrgenommen zu werden, den man mal fix eines Besseren belehrt. Gerade am Anfang stand dauernd irgendwo jemand glotzend rum, kam mitten im Satz angeschlendert, um mich von der Seite anzuquaken. Konzentration adé.

Und zum Anderen gehen viele davon aus, was bei ihnen gut wirkt, wirke auch bei mir so. Und so stand man dann da, versuchte etwas nachzuahmen, was sich einfach falsch anfühlte und wobei man noch im Sekundentakt Anweisungen erhielt (Schulter so, hier so, dort mehr zurück, da mehr Spannung und jetzt HOCH damit…..zum Ausrasten).

Deshalb wollte ich mir da nicht viel reinreden lassen. Mittlerweile weiß ich Marcels Tipps sehr zu schätzen und habe einiges umgestellt.

Die Änderungen im Überblick:

  • ich trainiere den Bauch (Sogar die schrägen Bauchmuskeln! Unglaublich aber wahr.)
  • ich habe viele funktionale Übungen eingebaut
  • mehr duale Übungen, bei denen ich links und rechts einzeln trainiere
  • Stretchingübungen und Übungen die meiner Skoliose entgegenwirken

Marcel hat schnell erkannt, dass mein Bauch eine große Schwachstelle ist. Große Bodybuilder machen sich meist über Situps etc. lustig, doch ich musste schweren Herzens einsehen, dass mir die Muskulatur und Stützkraft im Bauch fehlt. Inzwischen sind Bauchübungen 2x/Woche im Plan, vor und nach Trainingseinheiten. Und es hilft. Im Bauch konnte ich in kurzer Zeit eine deutliche Formverbesserung sehen und beispielweise bei Kniebeugen deutliche Kraftsteigerung und Bewegungskontrolle.

Wo immer sich Defizite in der Symetrie, Kraft oder Haltung zeigten, schleifte Marcel mich zur Functional-Trainings-Ecke. Da zehrte am Ego, doch ich muss zugeben, dass die funktionalen Übungen mit Bändern und Eigengewicht enorme Stabilität und dadurch Kraft bringen. Nachdem ich monatelang Schmerzen in der Schulter hatte, zeigte Marcel mir beispielsweise Liegestütz an den Bändern, die ich zu Beginn der Einheit als Erwärmung einband. Die Schmerzen verschwanden sofort und plötzlich hatte ich Power und Pump, wie schon ewig nicht mehr. Auch für den Rücken und Bauch bin ich nun öfter in der „peinlichen“ Ecke.

Meine Kraftwerte und Umfänge zeigen deutliche Dysbalancen. Dazu kommt nun noch eine Skoliose mit Rippenbuckel, die für ständige Verspannung und eine krumme Haltung sorgt. Um dem entgegen zu wirken, sind nun viele Übungen als duale Version in meinem Plan, sodass ich links und rechts unabhängig von einander trainiere. Dazu nutze ich Kurzhanteln, rudere zum Beispiel einarmig am Kabelzug oder nutze den Kabelzug mit zwei parallelen Bändern. Hier wird auch in Zukunft der Blickpunkt drauf liegen, weil es hier auch noch viel zu tun gibt.

Stretching habe ich früher gar nicht gemacht. Nun merke ich, dass ich älter werde. Die ersten Zipperlein und ständige Muskelverkürzungen lassen grüßen. Früher kannte ich Stretching nur aus dem Fernsehen. Inzwischen ist es fester Bestandteil meiner Trainingseinheiten und ich werde dazu übergehen, zum Feierabend immer eine kurze Runde einzubauen, sobald ich nach Hause komme. Da mir generell ein Ausstiegsritual fehlte, um auch im Kopf Feierabend zu machen, kommt die Idee gerade recht. Runterkommen und etwas für meine Haltung, Entspannung und Beweglichkeit tun. Das ist der Plan.

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5 Kommentare zu “Ein Jahr Coaching (Vorher-Nachher-Vergleich) Blickpunkt: Training

  1. Aus der Versenkung:

    WOW
    WOOOOOOW
    WOOOOOOOOOOOOOOOOW

    Ich habe hier und da reingelinst, kam aber leider nicht zum Kommentieren in der letzten Zeit, was mir schon Leid Tat.

    Und auch wenn es hier und da mitzukriegen war, bin sehr beeindruckt den Jahresvergleich direkt zu sehen. Wahnsinnsleistung.
    Du schaust echt top aus…und es klingt nocht besser, wie es Dir geht.

    Definitiv war Marcel die richtige Entscheidung und ich gehe davon aus, dass das aktuelle Gefühl das ‚verlorene‘ Geld bei weitem überschwemmt 🙂

    2018 wird definitiv Dein Jahr, Du hast eine sehr gute Basis.
    Sowohl vom Ernährungs- als auch Konzeptplan als auch körperlich.
    Mit jedem Kilo werden ab jetzt die erarbeiteten Mukkis immer besser sichtbar sein. Das ist das geniale am Krafttraining, das trainierte ist da und wartet aufs ‚rausschauen’*g*

    Wie oft gehst Du gerade zum Training?

    Und interessant dass Du auch das Stretching entdeckst, mir geht es seitdem ich Pole mache ebenso, das ist schon anspruchsvoll wenn man es richtig macht. Nach einer reinen StretchStunde bin ich doch ein wenig plättlich!

    p.s.: Im Herbst war ich tatsächlich ein paar wenige Tage in Leipzig, eine sehr coole Stadt.
    Und an dem ZooTag habe ich an Dich gedacht 🙂

    p.p.s gibt es oder wird es mal einen Blog Beitrag zu Deinen Tattoos geben?
    Ich bin schon neugierig,was hier und da dahinter steckt 🙂

    • Huhu,
      ich schaffe es meistens dreimal/Woche zum Training, obwohl es viermal sein sollte.
      Wie läuft es bei dir mit dem Poledance? Meine Nichte hat das nun auch als Hobby entdeckt.

      Hehe, in den Zoo müssten wir auch mal wieder. Das neue Südamerika haben wir noch gar nicht gesehen. ^^

      Einen Beitrag zu meinen Tattoos? Tja, das ist tatsächlich ein sehr persönliches Thema. Fragen dazu blocke ich immer genr ab. Aber ich denke mal drüber nach. 😉

      • Guten Abend,

        na immerhin, ich bin aktuell nur bei 2 mal 😦
        Aber bald gibts ja ein neues Jahr*grinz*

        PoleDance ist in einer längeren Wartepause.
        Oder eher Heilungspause.
        Hatte mir ja im Sommer eeeeendliiich ein CoverUp machen lassen.Und fand es so toll, dass ich es Ende November vergrössert habe, sozusagen.
        Und bis das ausheilt, will ich nicht mit meiner Haut an einer Stange reiben 😉
        Daher erst Anfang nächsten Jahres hin.

        Ah,okay, ja, das kann ich mir denken, mit Deinen Tattoos, scheinen Motive mit Hintergrund zu sein, daher die Neugier.
        Aber ich verstehe es voll und ganz und frage nicht mehr.
        Gibt so einiges an anderen Themen 🙂

        Entspannte Feiertage!

  2. Deine Entwicklung, dein Dranbleiben und deine Erfolge finde ich sehr bewundernswert. Ein ganzes Jahr (und noch viel mehr) zeigt, dass Du für Dich einen gangbaren Weg geschaffen hast.

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg.

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