Auf Abwegen…

Ich sehe das Bild auf Facebook und denke sofort: Scheiße, das bin ich!

Was ist passiert? Seit über einem Jahr geht es hier nur voran, voran…immer mal im Bummelzug, aber voran. Doch seit Dezember ist damit Schluss. Als ob mit der 1-Jahres-Grenze ein stilles Ultimatum abgelaufen wäre.

Der Plan war, nochmal richtig Gas zu geben. Und den Plan habe ich umgesetzt. Der Januar lief sahnig! Nur die Waage spielte nicht mit. Und an dem Satz ist „nur“ die Bagatellisierung schlechthin.

Ich sitz hier und frage mich, wie es so weit kommen konnte und die Wahrheit steht mir klar vor Augen:

Der Zweifel hat mal wieder gesiegt. Es ist ein schmaler Grad vom trotzigen Stolz zum Gefühl, total zu versagen.

Januar lief gut und trotzdem gab es schon da die ersten Vorboten: Fressanfälle. Schon Mittags wusste ich: Das kann nicht gut ausgehen. Der innere Drang war wieder da, dieses unstillbare Verlangen. Und wenn ich gegen 16 Uhr die letzte geplante Mahlzeit gegessen hatte, war die Katastrophe längst im Gange.

Es ist furchtbar, das zu schreiben. Lieber schreibe ich über Erfolge, oder poste Bilder von all der Lebensfreude, die ich in letzter Zeit gefühlt habe.

Anfangs war es etwa ein Kontrollverlust pro Woche. Bei all dem Training, dem hohen Defizit und der Bewegung auf Arbeit hätte es dennoch für ein paar verlorene Kilos reichen müssen.

Hätte…

Hat es aber nicht. Das trieb mich Stück für Stück weiter in die Untiefen des Versagens. Und als Topping gab es dann eine Erkältung. Damit fiel der Sport weg. Da fast die gesamte Belegschaft flach lag, biss ich die Zähne zusammen und arbeitete weiter. Das hielt mich bei der Stange.

Doch diese Woche…ich weiß nicht warum. Irgendwann ist auch der letzte Rest „Tschakka“ verflossen und es blieb nur das monotone „sinnlos…sinnlos…sinnlos“ meines inneren Teufelchens übig. Vielleicht ist es passiert, als ich die Schnittmuster zurechtschnitt und beim Vermessen plötzlich wieder eine Größe 40 statt einer 36 herauskam. Vielleicht passierte es, als eine nervige Person wieder auf Arbeit auftauchte und ich feststellen musste, dass 100g komplexer Kohlenhydrate für diese Situation einfach nicht ausreichen. Vielleicht hätte mich mein Rezeptordner mit einem flotten Plan-Umschwung retten können, doch den hab ich meiner Kollegin geliehen, die seit Wochen krank Zuhause ist…

Nun hock ich hier auf einem Berg von Fragen:

  • Warum hab ich nicht abgenommen?
  • Wie kann ich neuen Schwung finden?
  • Wann fühle ich mich wieder besser?
  • Woran kann ich noch glauben?

 

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