Hochs und Tiefs

Als Lehrer erlebt man wirklich ein Wechselbad der Gefühle. Von „Hallo Frau Lehrerin! Haben wir heute wieder bei dir? Ja? Oh, da freuen wir uns schon drauf!“ zu „Glotz nicht so scheiße, bild dir ja nicht ein, dass ich dir nachgeschaut hätte, mit deinem Buslenkerkreuz!“ ist alles dabei. Die Spanne reicht auch von eifrig lernenden Schülern die begierig alles aufsagen, was ich ihnen beibringe zu „Der Scheiß interessiert mich überhaupt nicht, ich lass mich freistellen, das könnense echt stecken lassen.“
Und während der eine mit fiebrigem Blick der Geschichte folgt, die ich vorlese, lässt ein anderer einen Audioclip auf voller Lautstärke aus dem Handy dröhnen. Wie lustig. *Augenverdreh*
Und dann macht der nächste plötzlich diesen:
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Gestern habe ich eine Stationsarbeit zur Großschreibung begonnen und entsetzt festgestellt, dass keiner die Methode kennt. Also erkläre ichs kurz:
Hier liegen die Aufgabenblätter. Sie sind nach thematisch nach Stationen geordnet. Station 1 ist zum Beispiel Großschreibung bei Satzanfängen und Überschriften. Ihr nehmt euch hier ein Blatt weg und versucht, es zu lösen. Auf diesem Tisch hier daneben liegen die Regeln, ebenfalls thematisch nach Station geordnet. Wenn ihr also überlegen müsst, kommt ihr vor und lest euch die Regeln dazu durch. Merkt sie euch, denn die Blätter bleiben liegen. Gleich daneben liegen die Lösungen. Habt ihr ein Blatt fertig gelöst, kontrolliert ihr selbst die Lösungen und korrigiert eure Aufzeichnungen. Die Lösungen bleiben auch hier bei mir liegen. Wer Hilfe braucht, ruft mich oder fragt kurz ins Plenum (Manchmal ist es besser, von den anderen zu lernen. Das stärkt auch Teamgeist und Durchhaltevermögen.)

Die ersten erheben sich sofort und eilen zum Aufgabentisch, die letzten tuns nach der dritten Ermahnung. Einer von den letzten sitzt erst ewig vor seinem Blatt. Gut, es geht ja darum, dass jeder sein Lerntempo selbst wählt. Bei manchen ist das eben die Geschwindigkeit in der Gebirge sich erheben. Hauptsache er weiß am Ende etwas mehr, als vorher, denke ich noch. Aber dabei bleibt es, er sitzt da und guckt. Irgendwann frage ich in der Runde rum, wie viele Stationen schon geschafft wurden, um einzuschätzen, wie lang wir mit dem Thema brauchen. Und Sie, Herr X? Von Ihnen habe ich heute noch gar nichts gehört, spreche ich ihn an. Er schreckt zusammen und fährt sich übers Gesicht. Na guten Morgen! Später seh ich ihn plötzlich fleißig schreiben. Pädagogisch schaue ich ihm über die Schulter und erkenne das Lösungsblatt…er hat jedes Wort abgeschrieben! Dabei kontrolliere ich doch die Lösungen gar nicht! Die sind zur Selbstkontrolle! Erst als die anderen ihn auslachen, wird ihm sein Fehler klar.

Selbständig lernen, um selbst weiterzukommen, dieses Konzept muss mit manchen wirklich erst hart erarbeitet werden.
Und ich fühl mich so…
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Und gerade, wenn ich mich von der Wucht der Aussichtslosigkeit total erschlagen fühle, dann kommen meine kleinen Hoschies um die Ecke, grüßen und fragen, was wir morgen in Deutsch machen. Und bei deren Grinsen geht bei mir auch wieder die Sonne auf. Dann weiß ich wieder, wos lang geht.

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Auch ich bin noch immer in der Antestphase.
Seit dieser Woche habe ich ein Büro mit festem Sitzplatz. Seit heute einen eigenen Rechner. Nachdem ich nun schon das zweite Wochenende laminiert und dabei die Nerven verloren habe, habe ich das Laminiergerät am Montag kurzerhand mit auf Arbeit genommen. Keine Arbeit mehr Zuhause!, habe ich mir versprochen, um am Abend noch schnell zwei Stunden nach passenden aktuellen Konfliktfällen für Gemeinschaftskunde zu suchen.

Und dann ist da noch dieses lästige Herpes in der Nase, dass nun zum vierten Mal erblüht, kaum dass die vorausgegangene Entzündung verheilt ist. Zum Glück nur in der Nase…sollen alle denken, ich popel zu viel. Das ist mir lieber als so dicke Flatschen auf der Lippe.
Mein Magen meint auch, dass ichs etwas langsamer angehen lassen soll. Auf Arbeit bekomme ich an manchen Tagen gar nichts runter, fühle mich wie zugeschnürt. Selbst wenn schon Feierabend ist und ich das Wochenende genießen will, kann es passieren, dass sich plötzlich alles zuschnürt. Ich nehms hin und denke, dass es doch auch verwunderlich wäre, wenn nach der Zeit im Ref gar nichts mehr zu spüren wäre. So ist es eben, Macken brauchen Zeit, um ausgebügelt zu werden.

Eines aber bleibt: das gute Gefühl, einen wichtigen Job zu haben, der zu mir passt und den ich liebe. Trotz allem. 🙂

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Auch mit einem Knacks kann man leben…

Woche um Woche zieht vorbei. Zeit, mal wieder anzuhalten und festzuhalten, wies mir mittlerweile geht. Und endlich kann ich sagen:

MIR GEHT’s SUPER!

Einen Job habe ich zwar noch immer nicht, aber dafür einen Plan, wies mit meiner Zukunft weitergehen soll. Sobald der in trockenen Tüchern ist, erzähl ich mehr davon.

Auch das Training und die Diäterfolge tun mir gut. Ich wiege zwar noch immer über 80kg und bin von meinem Traumgewicht (~70kg) Welten entfernt, aber zu wissen, dass Figur und Maße wesentlich stärker ändern, als die Waage das vermuten lässt, führt zu einer motivierenden Gelassenheit. Ich bin heiß auf Erfolg, ohne dabei den Kopf zu verlieren. Entspannt harre ich der Dinge, die da geschehen.

Die große Wende kam aber mit der ehrenamtlichen Tätigkeit. Seit ich Menschen mit Migrationshintergrund Deutschnachhilfe erteile, habe ich endlich wieder das Gefühl, zu etwas nütze zu sein. Ich habe Zeit, um alles zu planen, auszuwerten, neues Wissen anzueignen, zu experimentieren, zu basteln und mich zu verbessern. Und endlich spüre ich: Du bist ein guter Lehrer. Erst jetzt kann ich das sein, kann ich dabei ich sein. Und das ist ein wunderbares Empfinden, dass mir unglaubliche Kräfte gibt und mir letztendlich ein Gefühl beschert, wieder unbeschwert zu sein. Und diese Unbeschwertheit fühlt sich an, als wäre ich neu geboren.

Wenn ich alte Bekannte treffe oder mit der Familie telefoniere geht es natürlich immernoch ums das abgebrochene Referendariat und auch bei manchen Alltagssituationen merke ich noch immer, dass da ein Knacks in mir steckt. Aber dieser Knacks ist längst nicht mehr der unüberwindbare Riss, der meinen Alltag bestimmt und wie ein dunkler Abgrund in mir herrscht. Mehr und mehr finde ich wieder Selbstvertrauen. Und endlich genieße ich meine Zeit. Ich tue Dinge, die ich sonst gern vermieden habe: Treffe alte Freunde, gestern habe ich einen Kuchen gebacken oder ich nähe Klamotten um..

x Zack, Ärmel ab, Ränder umgenäht und fertig ist die Trainingsjacke.

Es sind Kleinigkeiten, aber eben Kleinigkeiten zu denen ich mich sonst nicht aufraffen konnte und dir mir jetzt Spaß machen.

Bei der Strandfiguraktion bin ich diese Woche ziemlich angegriffen worden. 2kg Gewichtsverlust nach 12 Wochen Diät seien lächerlich, reine Zeitverschwendung, ich sollte mich schämen. Sowas ist vor vielen Jahren in demselben Forum schon einmal geschehen. Damals hat mich das tief verletzt und gekränkt. Letztendlich habe ich wegen solcher Meinungen immer aufgegeben. Da musste nicht einmal jemand anderes etwas sagen, ich selbst hatte das Gefühl, dass es einfach nie ausreicht, egal, wie sehr ich mich bemühe.
Aber diesmal ist es anders. Diesmal zuck ich verbal mit den Schultern und sage: Ich habe kein Problem mit dem Tempo, ich fühle mich wohl dabei und kann noch locker so weitermachen. Ich wusste, dass ich keine 20kg abnehmen werde und bin mit den Resultaten zufrieden. Es könnte immer mehr sein, aber was geschehen ist, ist geschehen und das Morgen kann ich auch nicht bestimmen, nur das Jetzt liegt in meiner Macht. Und da geb ich so viel Gas, wie ich eben kann. Mein Ziel lautet von Anfang an: Durchhalten, egal, wie es läuft, diesmal will ich es einfach nur zu Ende bringen. Denn wichtiger als das Tempo ist die Dauer. Was nützen 10kg in 20 Wochen, wenn man danach kein Maß mehr kennt und 15kg zunimmt? Ich will mich endlich dauerhaft wohlfühlen und das schon ab jetzt. Nicht erst, wenn ich mir das letzte Gramm Fett runtergehungert habe.
Das habe ich im Forum auch so vertreten und auch wenn da einige Trolle unverirrbar weiter trollen, haben es doch einige begriffen und mir tut es gut, mich nicht unterkriegen zu lassen, sondern richtig schön Paroli zu bieten.

Wenn jetzt noch mein Plan für die Zukunft klappt, kann ich sagen, dass ich endgültig zurück bin: auf der Siegerseite des Lebens. 🙂

Ganz entspannt..
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Plötzlich wieder Lehrerin

Nach Wochen, in denen niemand auf Emails reagierte und bei Anrufen stehts nur „Schreibe Sie uns eine Email“ gesagt wurde, war ich etwas frustriert. Selbst ins Ehrenamt hineinzukommen scheint eine echte Hürde zu sein, dachte ich.

Und so verging eine Woche und noch eine und endlich war mein Termin bei der Freiwilligen-Agentur da. Dort wurde ich wirklich herzlich empfangen. Eine nette Dame, der man in ihrem herzlich offenem Gesicht das Alter gar nicht ansah, erzählte, dass sie meine Situation gut verstehe und ich sicher mit Kusshand genommen werde. Ich bekam 5 Blätter mit Tätigkeitsbeschreibung und Kontaktdaten im pädagogischen Bereich, zwei davon hatte ich schon auf eigene Faust zu kontaktieren versucht. Aber nun, ausgestattet mit offiziellen Dokumenten, versuchte ichs erneut. So erfuhr ich, dass viele dieser Vereine nur ehrenamtlich existieren, da arbeitet keiner für Geld. Ist jemand krank, bleibt die Arbeit liegen, so war es auch mit meinen Anfragen: durch Krankheit nicht beantwortet, aber nicht vergessen.

Bei einer Adresse erreichte ich jedoch sofort jemanden. „Können Sie morgen?“, fragte die Stimme mit russischem Akzent. Und so ging ich am Donnerstag zum Russisch-Deutschen-Hilfswerk, um mich vorzustellen…und wurde tatsächlich mit Kusshand genommen. „Wir brauchen dringend eine Lehrerin!“ Die Frau überlegte, erzählte dann von Kindern unterschiedlichen Alters, die Hausaufgabenhilfe und Deutsch-Nachhilfe brauchen. Wir vereinbarten, dass ich im April einsteigen werde. Das klang richtig gut. Und gerade als alles gesagt zu sein schien, liegt sie den Kopf schief und sagt: „Morgen! Können Sie morgen? Rentner kommen. 6 oder 8. Um 10 Uhr. Eine Stunde und eine halbe Stunde. Lehrerin ist krank. Machen Sie? Ich gebe Ihnen Material.“ Eh ich noch richtig drüber nachdenken konnte, hat mein Herz schon ja gesagt. Beim „Material“ war ich dann doch etwas erschrocken. Ein beschriebenes Blatt mit Fragen, oben russisch, unten deutsch. Thema war wohl ein Arztbesuch. Das schloss ich aus Fragen wie „Nehmen Sie ihre Medikamente ein?“ Zwei weitere Arbeitblätter sind wohl schon millionen Mal durch den Kopierer gegangen, denn man konnte kaum etwas lesen. Es war ein kurzer Text, ein paar Multiple Choice Fragen zum Textverständnis und ein Blatt mit grammatischen Übungen. Uff. Auf meinen ratlosen Blick meint die Dame „Sie können auch…“ und zeigt auf den CD-Player.

Als ich vor das Haus trat, löste sich die Schockstarre, die meine Contenance aufrecht erhalten hatte.
Was habe ich mir hier gerade angelacht?
Ich weiß ja icht einmal, wie viel die können.
Was, wenn die Truppe kaum Deutsch kann und selbst die Schrift nicht lesen kann?
Quatsch, dann hatten sie nicht solche Blätter bekommen.
Aber auf dem einen Blatt steht Russisch! Ich kann kein Russisch!
Das Material verwende ich auf keinen Fall! aber was kann ich dann nehmen? Für DaZ habe ich nichts Zuhause.
Oh weia, oh weia!
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Sofort fühlte ich die gute alte Überforderung und reine Panik. Ich rannte in die erstbeste Schulbuchverlagshandlung und die Dame schien zu merken, dass ich etwas kopflos bin. Sie hab mir auf zwei auslaufende Materialien einen dicken Rabatt und so hielt ich für 10€ ein Lehrbuch samt Arbeitsheft für Schüler in den Händen.
Ich fühlte mich gerettet. Genau so war es mir im Referendariat auch gegangen. Wenn du gutes Material hast, kannst du alles hinbekommen.


Zuhause stellte ich dann fest, dass kein Material richtig passte. Selbst wenn der Leistungsstand passt, die Themen, Ausdrücke…ach die ganze Sprache ist kindlich. Ich fand ein Arbeitsblatt im Internet, wo unterschiedliche Schmerzen bildlich dargestellt wurden. Die Lösungsworte standen darunter. Toll, dachte ich, passt ja perfekt.
Bis ich die Lösungsworte las: das Bauchweh, das Kopfweh. Süß bei Kindern, aber Damen über 70 haben eher die Kopfschmerzen oder die Bauchschmerzen.
Ich nahm es trotzdem mit und erklärte daran, dass zusammengesetzte Substantive meistens vom hinteren Teil bestimmt werden, daher wechselt der Artikel. Aber bis dahin war es ein weiter Weg.

Ein Nachmittag zwischen Recherche und Verzweiflung. Eine durchwachte Nacht mit dämlichen Albträumen und ein Morgen, in dem das Adrenalin nur so rauschte. Ich kam zu dem Schluss, dass das alles eine doofe Idee war und ich gar nichts kann und auch nichts mehr machen will und sowieso alles doof ist.
Dann legte ich los: Vorstellrunde.

Ich weiß nicht, was ihr euch unter einer Gruppe Rentner vorstellt. Meine Vorstellung lag jedenfalls Meilen daneben. Da kamen 5 hübsche, ältere Damen mit glatter, gut gepflegter Haut, schicken Frisuren und ganz lebhaftem, offenem Blick. Zu Beginn war ihr Deutsch teilweise sehr schlecht. Eine Dame ließ alle Verben aus. Sie sollten sich gegenseitig vorstellen und diese Dame sagte zum Beispiel: Maria gerne viel Fahrrad.
Doch kaum glaubte ich, das Aufgabengebiet der Stunde innerlich abgesteckt zu haben, kamen die verben hervor. Zunächst noch an falscher Stelle im Satz, aber nach ein paar weiteren Minuten hüpften sie pflichtschuldig an 2. Stelle. Maria kocht sehr viel und probiert immer neue Rezepte aus. Sie kocht für all ihre Freunde und wir treffen uns dann.

Und so merkte ich schnell, dass es nur die Nervosität war, die ihnen beim Sprechen Probleme bereitete. Mit Ruhe, Konzentration und ohne Druck war ihr Deutsch sehr, sehr gut. Und schriftlich waren sie nahezu perfekt. Jede Aufgabe wurde direkt gelöst und sie kennen die Regeln der Grammatik auswendig. Wir hatten alle zusammen großes Vergnügen in den 90 Minuten und ich hoffe, ich kann diese Gruppe noch einmal unterrichten, denn genau so ein Erlebnis brauchte ich, um wieder Zutrauen in mich selbst zu finden.

Kaum Zuhause angekommen, rief mich die Dame wieder an, ob ich nächsten Donnerstag eine Truppe Viertklässler übernehmen könnte.
„Aber gerne doch!“
Wuhuuu!

Einen Knacks weg…

Vor über 4 Monaten, am 16. Oktober 2014, war für mich der Tag gekommen, an dem mir alles zu viel wurde. 8 Monate lang hatte ich mehr als alles gegeben, um mich an ein Berufsfeld anzupassen, um zu zeigen, dass ich genügend Biss und Duchhaltevermögen habe und dabei das Lächeln nicht vergesse. 8 Monate in denen es kaum ein Ich gab, sondern nur Aufgaben und Anforderungen.

Am 16. Oktober 2014 suchte ich ein Aussprachegespräch mit meinen Mentoren unter Beisein des Schulleiters und bekam zu spüren, wie unzufrieden man mit mir ist und dass meine 120% noch mindestens 50% zu wenig sind, um den Ansprüchen zu genügen. In diesem Gespräch war ich total am Ende, alle Batterien geleert. Am Ende wusste ich nur eins: Dass ich dies keinen Tag mehr aushalte.

Die erste Zeit danach war wie eine Neugeburt. Zwar gingen mir stündlich die Gespräche durch den Kopf und ich legte vor meinem inneren Gericht eine Rechtfertigung nach der anderen vor, aber dazwischen gab es diese Zeit des Erwachens, in der man alles neu und intensiver wahrnimmt. Der Wind im Haar, das Grün des Stadtparks, die still dahinfließende Zeit…die Ruhe über den Dingen.

Ich fand im großen und ganzen langsam zu mir zurück, fühlte mich wieder in mir Zuhause. Aber eines blieb und ist bis heute zu spüren: der tiefe Knacks in mir. Es ist, als wäre an jenem 16. Oktober eine Kiste aufgerissen worden, aus der zuvor nur manchmal etwas entrinnen konnte. Eine Kiste die tief in mir schlummerte, stets verdeckt unter Optimismus und „andere schaffens doch auch“.
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Es heißt, ein Mensch könne monatelang ohne Essen leben, Tage lang ohne Trinken aber keine Sekunde ohne Hoffnung. Zu verzweifeln bedeutet genau das: die Hoffnung aus den Augen zu verlieren. Und das leckt seither aus jener tief vergrabenen Kiste: purer Zweifel.

Das Abitur fiel mir (von Mathe einmal abgesehen) noch relativ leicht. Die Fächer, die mir nicht lagen, wählte ich ab und was danach übrig blieb, beflügelte mich. Auf anstrengende Abschnitte folgte stets die Belohnung in Form von neuen Erkenntnissen und Verknüpfungen. Ich war wie betrunken vor Wissensdurst und dem guten Gefühl, am richtigen Ort zu sein. Dieses Gefühl wollte ich erhalten, ich wollte nicht zurück in eine stumpfsinnige Welt der Arbeiter. Ich wollte über Dinge nachdenken, bis ich sie durchdringe und sie Teil meines Lebens sind. Deswegen entschied ich mich fürs Studieren.

Auch im Studium gab es Seminare, die in mir dieses alte Hochgefühl erweckten, aber anders als im Abitur blieb wenig Zeit zum Verweilen, schon ging es im Sturzflug ins nächste Thema. Kaum hatte ich ein Thema auch nur angedacht, war es Zeit für die Hausarbeit oder die Klausur, in der ich zeigen sollte, dass ich all das wissenschaftlich widerkäuen kann, was ich gelernt habe. Ich war nie besonders gut darin, meine eigenen Erkenntnisse konnte ich nur schwer im wissenschaftlichen Duktus formulieren. Langsam verlor ich an Boden und hier und da entwich ein Schwall schwarzer Gedanken aus der Kiste des Zweifels, aber noch hielt mich der Gedanke, dass es anderen nicht besser geht, am Laufen. Alle jammerten darüber, dass sie sich schlecht auf den Beruf des Lehrers vorbereitet fühlen, jeder Kommilitone, mit dem man sprach, sprach auch von seinen Ängsten.

Ich kann auch nicht sagen, man hätte mich nicht gewarnt. Schon im ersten Semester sagte man uns, wie hart der Beruf des Lehrers sei und wie viele von uns mit Burnout oder Alkoholsucht in Kliniken landen. Damals dachte ich noch, ich werde doch im Studium dafür ausgebildet, so schlimm kann es doch nicht werden. Aber die Universitäten haben ihre eigenen Maximen und das Idealbild des Lehrers bietet so viele Facetten, dass man sich willkürlich eine raussuchen kann, der man begegnet um dann zu sagen: Wir machen das gut, sehen sie her, die Studien sagen, dass die von uns ausgebildeten Lehrer viel weniger schlecht in diesem oder jenem Aspekt sind.

Quelle: illumann.de

Als ich anfing zu studieren, hörten wir in vielen Veranstaltungen, dass das Hauptproblem der Lehrer sei, dass sie ungebildet seien. Deshalb müsse man sie wissenschaftlich ausbilden, um bessere Lehrer zu schaffen. Alles Praktische lernen sie dann ja noch im Beruf. Und so lernte ich viel über Sprachgeschichte und die neuesten wissenschaftlichen Theorien über die deutsche Grammatik, aber nichts darüber, wie ich das didaktisch vermittle. Schulgrammatik kam nie vor. Es gab ein Seminar zu kreativen Ideen für die Vermittlung von Grammatik…aber wie man Schülern die Basics beibringt, erfuhren wir nicht. Im Bachelorstudium hoffte man noch auf den Master und im Master war klar: da kommt nichts mehr. Jetzt sprach jeder vom Referendariat als dem Grauen der Neuzeit. Der Zweifel schwappte immer öfter über mich herein, aber ich hatte noch meine Vision von mir als Lehrerin, die ich wie ein strahlendes Schild entgegenhielt.

Jetzt sitz ich hier…über 4 Monate nach dem Zusammenbruch und dem Abbruch des Referendariats. Ich schreibe jede Woche Bewerbungen für alle möglichen Stellen. Kaum jemand schreibt zurück und sei es nur eine Eingangsbestätigung. Zu Vorstellungsgesprächen laden mich nur Personaldienstleister für Call-Center-Jobs ein. Für die einen Jobs bin ich unqualifiziert, für die anderen Jobs überqualifiziert, dem einen oder anderen gefällt vielleicht schlicht mein Anschreiben nicht, wer weiß.
Und so hat der Knacks Raum um zu wachsen…was kann ich überhaupt? Was bin ich wert? Wer will sich mein Gejammer schon anhören? Und wie lang? Braucht mich denn keiner? Habe ich Talente oder mach ich mir nur wieder etwas vor? Übernehme ich mich dabei nicht? Solche Fragen treiben einen in den Wahnsinn…oder konkret: sie treiben mich seit Oktober in den Wahnsinn.
Das Referendariat hat eine schon lange vorhandene Wunde offenbar gemacht: Dass Ausbildung etwas anderes sein muss. Das fängt mit dem Studium an. Wie konnte sich die begeistete Abiturientin, die ich einmal war, in dieses Wrack verwandeln? Ich fühle mich ausgesondert, weil ich langsamer bin als andere. Und das ist der Kernpunkt: Es muss alles immer schneller gehen…und daran gehen einige eben kaputt.

Es ist Zeit, der Kiste wieder ihren Riegel vorzuschieben.

Ich habe von so vielen Refabbrechern gehört, die Zugang zu anderen tollen Jobs gefunden haben. Wie haben die das nur gemacht? Letztens habe ich so einen Karrieremachertest ausgefüllt, als Ergebnis erhielt ich den Vorschlag zur Umschulung als Logistik-Fachangestellte, kostet auch nur 13.000 Euro. O_o
Wer berät Leute, die so einen Bruch hinter sich haben, ohne dafür gleich das letzte Hemd zu verlangen? Ermutigend war auch die Zuständige vom Jobcenter: Haaach, meinte sie, das wird schwierig. Bis Mai kann ich Sie noch aus Callcentern raushalten, aber danach müssen sie alles annehmen. Das Callcenter ist der neue Straßenfeger…

Und jetzt mach ich die Kiste für heute zu und geh zum Training.

Ein paar Kreuzchen und meine Biografie ist fertig.

Heute muss ich mal wieder die pathetische Glocke anschlagen, mir ist nämlich etwas verblüffend-wunderbares passiert. Wer hier mitliest weiß, dass ich im Lehramts-Referendariat eine Bauchlandung hingelegt habe. Seitdem ging es mir mies. Ich fühlte mich ausgelaugt, überfordert, vertraute mir nicht mehr, kurz: ich war der vollkommene Zweifel. Überlegte ich, welcher Job zu mir passen könnte, antwortete mein altes Ich ganz selbstbewusst ‚dieser oder jener‘ und der Zweifel brüllte: QUATSCH, das kannst du nicht!. Ganz schön blöd, wenn man einen neuen Job sucht.

Und so ging ich zu einer Job-Messe…an der HTWK…zu den Bauingenieuren! Denn alle anderen Messen waren viel früher. Da gab es die ganze Palette an IT-Wirtschaft-Finanzgedönse. Na, da lebte der Zweifel in mir doch richtig auf. Und dann sprach mich jemand an und stellte mir Fragen.

Lehramt? Das hätte ich ja hier gar nicht erwartet, dann sind Sie ja bei mir genau richtig, ich betreue normalerweise Lehramtsanwärter! Hätten Sie Interesse an unserem Stärken-Schwächen-Profil? Das kostet normalerweise 225 Euro, ist aber für Sie kostenlos..blablub. Fragebogen ausfüllen, individuelle Beratung.

Ja, dachte ich, da machst du dann hundert Kreuze und am Ende sagen die: Du magst Erdbeereis. So dachte ich mir das, was tatsächlich passierte, war wesentlich gruseliger.

Versprochen hatte mir der Herr, dass ich nach dem Gespräch viel besser wissen werde, welche Jobs und welches Umfeld zu mir passen, um im Job richtig glücklich zu werden. Und hey…das traf ins Schwarze. Und was hatte ich schon zu verlieren?

Heute war dann die besagte Auswertung. Der Fragebogen war wie erwartet…vier A4-Seiten in denen ich Antworten sortiere, inwieweit sie auf mich zutreffen. Ich hatte schon überlegt, ihn gleich mit „Ich mag lieber Malaga.“ zu begrüßen. Doch was dann folgte, war zugleich berauschend und erschreckend. Er legte mir einen dicken Hefter vor, der so aussieht (den bekommt man geschenkt):
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Gruselig! Finanzplanung? Wirtschaftsberatung? Leader-Check?
Aber der Inhalt lieferte etwas ganz anderes.
Zunächst einen Text, den ich mir durchlesen und grün markieren sollte, was nicht zutrifft.
Ich las…und fiel bald vom Stuhl! Dort stand mit Worten ein ziemlich genaues Profil meiner Persönlichkeit, das sehr private Details so genau getroffen hat, dass man sich automatisch fragt, wo die Kamera im Wohnzimmer hängt oder wie viele Emails er dazu gelesen hat. Und all das ist ein paar Kreuzchen entnommen?
Wow!

Nur als Beispiel steht da: ich entwickle gerne Pläne und halte diese ein, es fällt mir leichter, Entscheidungen zu treffen, wenn diese auch von anderen, die ich respektiere, mitgetragen werden. Das gibt mir ein Gefühl von Stabilität und Zugehörgkeit.

Gerade der letzte Satz ist eigentlich etwas, was tief in meiner Psyche verborgen ist. Sowas sieht man einem Menschen nicht einfach an und es stimmt so 100%ig. Das hat mich total verblüfft. Die Urteile sind nicht oberflächlich, sie sind tief aus der Substanz.

(Und mein Hirn sagt: Wenn ein paar Kreuzchen schon sooo viel Unbewusstes über dich verraten, was verrät dann erst deine Browserhistorie?!%$§)

Die ersten zwei Seiten hätten mein Hirn gut und gerne noch Stunden beschäftigt (was ja der Fall ist, sonst müsste ichs ja nicht schreibend verarbeiten :D), aber es ging noch weiter.
Es folgte eine Auflistung meiner Stärken, die für Unternehmen von Nutzen sind, eine Seite mit Situationen, die zu einem Konflikt mit mir führen.
Die Ersteller dieser Mappe wussten nichts von meinen Mentoren, aber in dieser Auflistung fand ich ganz konkrete Situationen die letztendlich zum Knall führten. Sachen wie:

  • dominant und fordernd sein, mit Macht drohen
  • unsystematisch vorgehen/Fakten in willkürlicher Reihe präsentieren
  • durch Raffinesse oder Zwang bevormunden oder erniedrigen
  • sie ohne stützenden Rückhalt lassen

Der Herr, der dieses Gespräch mit mir führte, meinte ganz zutreffend: Wenn wir uns ein halbes Jahr eher getroffen hätten, wäre meine Situation heute anders. Wenn ich diese Analyse vorher gehabt hätte, wäre mir viel eher klar geworden, wie schwierig die Situation für mich zu bewerkstelligen war und ich hätte eher auf Distanz gehen können.

Dann gibt es noch eine Auflistung von Selbstwahrnehmung vs. Fremdwahrnehmung. Darin steht klipp und klar, dass ich mich für gutmütig, teamfähig etc. halte, unter extremen Druck aber stur und gleichgültig wirke, was daraus relustliert, dass ich mich unter extremen Druck auf konkrete Ziele konzentriere, diese verfolge, aber zuwenig davon dem Gegenüber transportiere. Meine Mentoren meinten zu mir, ich setze ja nichts um von dem, was sie sagen, was mich zutiefst verletzte, weil ich in meiner Selbstwahrnehmung das ganze Gegenteil machte. Ich versuchte bis zum Schluss alle Anforderungen zu erfüllen, was aber schlicht in der Masse total überforderte, das wurde offensichtlich als Weigerung wahrgenommen.

Weiter ging es mit einer Grafik, die meine Persönlichkeit in vier Balken splitet: dominant-initiativ-stetig-gewissenhaft. Jeder hat von jeder Eigenschaft etwas. Das Spannende war jetzt, das aus diesen paar Kreuzchen zwei Schemata erstellt wurden: Eins, das zeigt, wie die Verteilung in mir durch Erziehung, Elternhaus, kurz: kindliche Prägung, entstanden ist. Eine zweite Grafik zeigte, wie die Verteilung jetzt durch Anpassung an meine Umwelt aussieht.
In meiner Basis war ich sehr initiativ, das hat sich drastisch zu gewissenhaft verschoben. Und da haben wir meine momentane Situation: statt mit Vollgas und einem fetten Lächeln in den nächsten Lebensabschnitt zu stürmen, wie es eigentlich meiner Art entspricht, durchgrüble ich alles bis zum Tod der Initiative. Und das..ich wiederhole mich, aber es ist so KRASS!, das alles holen die aus ein paar Kreuzchen..wuaaahh!

Das war noch nicht das Ende der Beratung, aber noch mehr will ich hier nicht veröffentlichen…ich gönne mir lieber gleich selbst noch etwas von der Grusellektüre.

Also an alle Lehrämtler dort draußen, es gibt hier eine kostenlose Beratung, die euch mal wirklich aufschlüsselt, was ihr braucht und wo es Konflikte geben wird, die euer Potential zeigt und wirklich hilfreich ist, um im Referendariat nicht den Kopf zu verlieren, sondern sich nicht verunsichern zu lassen. Es kostet nichts und ich kann es nur heiß empfehlen. Ehrlich, hätte ich das alles früher schwarz auf weiß gehabt, ich hätte die Situation wesentlich besser händeln können. Es wäre immernoch schlimm und die reine Überforderung gewesen, aber es hätte mir nicht persönlich so viel zu schaffen gemacht, wie es der Fall war. Ich hätte mich rationaler darauf einstellen können und wäre eine richtig tolle Lehrerin geworden, denn das, so das Abschlussurteil des Herren, steht zwischen den Zeilen: Ich eigne mich hervorragend als Lehrer….aber das Umfeld muss stimmen. Und das zu hören war einfach mal wie kaltes Wasser auf einer Verbrennung.

Und Malaga mag ich wirklich gern, aber das haben die in dem Bogen glatt vergessen.

Ich weiß zwar nicht, ob ich das darf, aber ich empfehle die Firma einfach mal weiter: https://www.horbach.de/content/sites/internet/horbach/de/home.html

Wenn man scheitert, so musste ich feststellen, hat man nicht nur selbst ein Problem. Alle anderen scheinen auch eins damit zu haben. Sobald ich „Abbruch“ bzw „abbrechen“ erwähne, werden Sehklappen aufgerissen, Kinnladen sacken herab und dann spult sich das immer gleiche Gespräch ab:

Hast du dir das überlegt?
Aber ohne Abschluss! Mach doch wenigstens fertig, dann kannst du dich ja neu entscheiden.
Und das Geld?
Du bist doch so weit gekommen.
Du hast doch so viel dafür ausgegeben.
Du warst doch so glücklich damit.
Und deine Zukunft? (Zukunft?! ZUKUNFT!)
Die paar Monate…

Dann scheint der Fußboden seitlich etwas ungeheuer Faszinierendes an sich zu haben. Nach solchen Gesprächen fühlt man sich, als hätte man beim Klötzchenstapeln zu den Kugeln gegriffen.

Und wenn man es mit Lehrern zu tun hat, folgt dann:

Ja, im Lehrerberuf muss man belastbar sein.

Übersetzt heißt das soviel wie: Ist es dir zu viel, bist du zu schwach.
Belastungsgrenzen? Gibts für Lehrer nicht. Lehrer sind nicht überbelastet, Lehrer trinken Schnaps.
Und überhaupt haben es andere Lehrer immer schwerer und schaffen es doch auch! Manche halten sich sogar eigene Kinder!

Und dann frage ich mich, wie belastbar man genau sein muss.
Zugegeben, beim Bankdrücken hatte ich letzens schon Mühe mit den 50kg….Brust- und Armmuskulatur liegen damit deutlich unter ihren früheren Belastungsgrenzen.
Dafür bin ich während des Refs jeden Freitag mit gefühlten 50kg Büchern im Rucksack 15 Minuten zum Bahnhof gejoggt…meine Beinmuskulatur und die Ausdauerbelastbarkeit müsste also über früheren Werten liegen.
Die ganzen Auseinandersetzungen im Ref. haben mich unheimlich Kraft gekostet. Einerseits war es entlastend, nicht alles einfach still hinzunehmen, sondern sich zur Wehr zu setzen, andererseits belastet es, dass man immer nur eine Schlacht gewinnt, aber nie den Krieg.
Heißt „belastbar sein“ also der „ich erdulde alles und zucke innerlich nur noch mit den Schultern“-Einstellung zu folgen? Heißt es, sich von persönlichen Empfindungen zu leeren und nur noch stoische Maske zu sein?

„Wenn Sie sich für Belastungen entscheiden, darf ihr Umfeld davon aber nichts mitbekommen.“

, forderten meine Mentoren. Aha, also Klappe halten und durch. Keine Miene verziehen und wie Brian am Kreuz noch fröhlich ein „Always look on the bright side of life…“ trällern.

Wer mit sozialem Ballast wie Familie, Freunde, Katzen oder (Gott behüte!) einem Privatleben ins Ref startet, muss sich schon Prioritäten setzen. Belastbar sein heißt auch, keine Resourcen an so fakultative Kinkerlitzchen zu verschwenden.

Und dann die ganzen albernen Studenten, die an ihrem Wohnort bleiben wollen! Ha, denen wird man schnell beibringen, was FLEXIBILITÄT bedeutet. Für so einen Traumjob muss man schon bereit sein, auch mal sein langweiliges, altes Leben hinter sich zu lassen.

Belastbar sein heißt auch, sich mit 0,45349753 Stunden Freizeit pro Tag zu begnügen. Das hat ein Bekannter schon richtig festgestellt. Der schaute genau auf die Uhr, wann seine Freundin die Hefter zur Seite schob, um privat zu surfen oder gar zu spielen! Auf ihre Klage, sie hätte gar keine Freizeit mehr, konterte er völlig korrekt: Aber du hast doch heute Freizeit gehabt, schau doch nur, wie lang du hier vorm Rechner gesessen und Seiten angeklickt hast!
Jahaa, Zeitmanagement ist alles! Hätte sie sich die Freizeit mal im Terminplaner notiert, wäre ihr ihr Denkfehler selbst aufgefallen.

Und wie belastbar seid ihr so? Habt ihr auch an eurer Flexibilität gearbeitet?
Flexibility(Quelle: wtfp.org)

Neue Reihe?

Was bei dem Gedanken, den Lehrberuf an den Nagel zu hängen, am meisten schmerzt, ist die Tatsache, dass ich mich wirklich gern mit aktueller Kinder- und Jugendliteratur beschäftigt habe und dieser Umstand nun so …sinnlos verloren geht.

Doch wieso sollte so eine Begeisterung eigentlich ungenutzt bleiben, dachte ich und schwupps, entstand dieses erste Video.
Man merkt mir meine Aufregung sichtlich an und die nächsten Videos werde ich bestimmt kürzer gestalten, aber so habe ich wenigstens das Gefühl, etwas tun zu können, was mir Spaß macht, ohne es gleich zum Beruf machen zu müssen.

Heute stelle ich also Jonathan Strouds „Die seufzende Wendeltreppe“ aus der Reihe „Lockwood & Co“ vor.

Irgendwann kriege ich bestimmt auch heraus, wie ich das Format etwas kleiner bekomme. O_o