Mein Bodymedia-Armband und ich

Seit drei Wochen habe ich nun das Bodymedia. Ein paar Tage trug es mein Freund, sonst ist es für mich zu einem stetigen Begleiter geworden. Langsam zeichnet sich für mich ab, dass es die beste Investition seit langem war.

Was macht das Bodymedia? Darüber habe ich hier schon berichtet.

Mittlerweile habe ich auch die ersten Trainings-Einheiten hinter mich gebracht und damit mehr über mich erfahren:

  • an ruhigen Arbeitstagen, verbrauche ich ca. 2600kcal
  • an Wochenenden mit Trainingseinheiten verbrauche ich ebenfalls ca. 2600kcal
  • Arbeitstage mit Training liegen zwischen 3000 und 3300kcal Verbrauch

Anfangs habe ich befürchtet, dass mich diese Art der Kontrolle unter Druck setzt, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich verbrauche mehr, als ich dachte und kann damit leichter haushalten, auch kleine Ausrutscher kann ich mir nun gnädiger verzeihen. Das führt dazu, dass ich auf Dauer motivierter bleibe.

Immer, wenn ich mein Bodymedia anstecke, bin ich einfach neugierig, wie der letzte Tag gelaufen ist. Und ein kleiner Wettkampf ist es auch. Bisher hat das Bodymedia stets Aktivitäten im normaklen Bereich gemessen. Nur einmal wurden auf dem Laufband 6 Minuten als sehr anstrengend verbucht. Da ich bisher erst bei „Wiedereinstiegseinheiten“ nach der 4wöchigen Trainingspause bin, reizt es mich natürlich, die investierte Anstrengung zu erhöhen, um zu sehen, ob das Bodymedia das widerspiegelt. Es stärkt also nicht nur meine Motivation bei der Ernährung, sondern auch beim Training.

Wunder bewirkt es nicht. Aber ich spüre momentan, dass ich mich fit für eine langfristig gute Ernährung mit leichtem Defizit fühle. Und ich bin heiß darauf, meinen Speck endgültig loszuwerden. Kein „in 12 Wochen zur Strandfigur“-Powerprogramm, sondern langfristig Freude am Abnehmen.

Ps: Ich hatte den Verbrauch meiner Trainingseinheiten am Wochenende immer höher geschätzt. Kein Wunder also, dass Wochenenden mit ~5000kcal so reingehauen haben. 😉

Gadget: mein BodyMedia-Armband

Als mein Freund seine Job bekam, machten wir eine Liste, mit all den Dingen, die wir uns anschaffen wollen. Lauter kleine kaufbare Träume.
Schon damals war das BodyMedia-Armband ganz oben auf der Liste. Da die Firma, die es in Deutschland vertrieb, jedoch um die 1300€ dafür berappen wollte, verschoben wir den Kauf immer auf später.

Jetzt gibt es die Armbänder plötzlich für um die 40€ bei Amazon, direkt aus Amerika.
Was ist passiert?
Nun, die Firmen stellten den Support ein. Totaler Räumungsverkauf. Für 40€ haben wir sofort bestellt und endlich kann der Punkt von der Liste abgehakt werden.
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Was ist das Bodymedia? Was kann es?
Überall sieht man Werbung von Fitnesstrackerarmbändern, Schrittzählern und ähnlichen Fitnessgadgets, die man am Armgelenk tragen kann. Das BodyMedia ist quasi der Prototyp.
Doch im Gegensatz zu den (meist leeren) Versprechen der Fitnesstracker soll das BodyMedia relativ genau erfassen, wie viele Kalorien man am Tag verbraucht.
Das Bodymedia verfügt auch über einen Schrittzähler, der ist jedoch genauso unzuverlässig wie bei den meisten anderen Geräten. Wer Schritte zählen will, dem sei vom BodyMedia abgeraten. Zusätzlich erfasst es noch die Dauer und Intensität von Aktivitäten, die Schlafdauer und es unterscheidet sogar Schlafphasen. Es erfasst weder Puls noch Blutdruck.

Die Daten werden durch 4 verschiedene Sensoren ermittelt:

  • ein dreiachsiger Beschleunigungssensor
  • ein Wärmestromsensor
  • Hauttemperatur-Sensor
  • ein Sensor, der galvanische Hautreaktionen misst

bodymedia
Was nützt es mir? Wozu brauch ich das?
Diäten haben mich schon immer in den Wahnsinn getrieben. Erst hört man, Frauen diäten oft viel zu hart, gehen viel zu tief ins Defizit. Doch woher weiß man denn, ob man tatsächlich so ein hohes Defizit hat? Wenn irgenwas für Frauenbodybilding wirbt, dann doch das Versprechen, durch eine höhere Muskelmasse einen größeren Grundumsatz zu erreichen. Aber es gibt schlicht keinen Anhaltspunkt dafür, wie viel Muskelmasse man besitzt (schon gar nicht, wenn eine dämmende Fettschicht drüber sitzt) und um wieviel der Grundumsatz nun erhöht ist.
Und das wurmt mich.

Wer den Blog schon länger verfolgt, erinnert sich vielleicht an das Debakel mit der Strandfiguraktion bei Team Andro. Erst waren sich alle einig, dass Frauen generell zu viel hungern, ein zu hartes Kaloriendefizit fahren und deswegen eher Muskelmasse verlieren, als Fett. Der Teufelskreislauf des Jojo-Diätens: Man verliert Muskelmasse, hat dadurch einen geringeren Kalorienverbrauch und muss folglich noch weniger essen, um das Gewicht zu halten.
Nun kam ich angetrampelt, kein Neuling, sondern schon 8 Jahre Trainingserfahrung auf dem Buckel und noch immer keine Strandfigur. Tztztz…Das Programm sah ein langsam steigendes Kaloriendefizit vor, was mir wunderbar bekam. Aller vier Wochen hatte ich etwas weniger Gewicht und einige Zentimeter weniger vorzuweisen.
Voller Erfolg? Nicht so für die Kerle bei Team Andro. Für die war ich auch nach den ersten Wochen noch viel zu fett. Da müssen radikalere Schritte eingeleitet werden! 2kg/Monat sind viel zu wenig. Da strenge ich mich ja gar nicht richtig an. Richtig leiden muss ich, nicht so fröhlich und motiviert daher schlendern.

So sehr ich bei Team Andro cool auftrat und dabei bieb, dass ein höheres Defizit nicht gleich alles besser machte, sondern im Gegenteil mein Durchhaltevermögen und damit den Gesamterfolg eher gefährdete…im Inneren blieb stets der Zweifel:
Erreiche ich überhaupt ein angemessenes Defizit?
Warum bleibt die Waage bei mir oft wochenlang stehen, bevor sie einen Sprung nach unten macht?
Diäte ich zu hart oder zu soft?
Warum geht es mir am Anfang einer Diät immer erstmal richtig gut und nach ca. einer Woche plötzlich gar nicht mehr (Waage hängt, bin ständig müde und fühle mich ausgelaugt)?

Und genau diese Fragen beantwortet mein BodyMedia jetzt. Ich weiß nun, dass ich an einem trainingsfreien Tag mit ganz normaler Aktivität (viel sitzen, etwas gehen, nichts Anstrengendes) knappe 2600 kcal verbrauche. Nehme ich an diesen Tagen also um die 2000 kcal zu mir, erreiche ich ein prima Defizit. Gehe ich tiefer, habe ich ein wirklich hohes Defizit, was wahrscheinlich dazu führt, dass ich mich nach einigen Tagen so ausgelaugt fühle.

Und noch etwas anderes Interessantes hat das Bodymedia gemessen: meinen Schlaf.
Unter der Woche muss ich früh aufstehen. Um 5:20 Uhr klingelt der Wecker und die Katzen bestürmen mich, weil sie Futter wollen. Abends versuche ich gegen 22:00 Uhr zu schlafen, schaffe es jedoch häufig nicht. Dann schlafe ich erst gegen 22:30 Uhr, 23 Uhr oder noch später ein. Das Wissen um das frühe Weckerklingeln stresst mich zusätzlich. Auch wache ich nachts mehrmals auf. Das alles wusste ich schon vorher. Aber es ist eben doch nochmal etwas anderes, etwas instinktiv zu wissen, oder es schwarz auf weiß zu sehen. Jetzt kann ich sehen, dass es mich nach einer Phase des sehr tiefen Schlafes oft in den Wachzustand katapultiert. Umgekehrt geht es aber genauso. Nach einem Wachzustand komm ich manchmal scheinbar sofort in sehr tiefen Schlaf. Ich kann also beruhigt sein, selbst wenn ich weniger Schlafe und nachts aufwache, heißt das nicht, dass mein Körper sich seine Erholung nicht holt. Und noch etwas interessantes habe ich entdeckt: Gerade wenn mich der Gedanke an den klingelnden Wecker stresst, kann ich schlecht einschlafen. Dann nehm ich manchmal eine Schlaftablette. Die Auswertung zeigt, dass ich dann zwar mehr Schlaf insgesamt erreiche (weil ich durchschlafe), aber kaum sehr tiefen Schlaf habe.
Spannend!
Fazit: Das BodyMedia ist für mich ein tolles „Spielzeug“, dessen Auswertungen mich interessieren und mir Gelassenheit geben. Ich kann nun mit weniger Druck voranschreiten.

Wie geht es weiter?
Das Spannendste steht noch bevor:
Wie viele Kalorien verbrauche ich an Trainingstagen mehr?
Und wie anstrengend ist mein Training wirklich?
Kann man den ominösen Nachbrennefekt sehen?
Kaum war das Bodymedia da, musste ich eine Trainingspause aufgrund von Krankheit einlegen. Wie passend… Umso gespannter bin ich nun auf die ersten Trainingseinheiten und auf die Auswirkung bei andauernden Trainingszyklen, denn jeder weiß ja, dass die ersten Einheiten nach einer Pause sich von regelmäßigen Einheiten unterscheiden.
Aber wie sehr unterscheiden sie sich wirklich?
Das ist so aufregend!

Drückt die Daumen, wenn ich mich morgen fit fühle, geht es zur ersten Einheit! =D

Ist DAS ein DONUT?

Im Studio werde ich immer mal wieder belustigt angeschaut, wenn ich mit meiner Handtasche von einem Gerät zum nächsten gehe. Heute werde ich das Mysterium um diese Tasche lüften und euch (mehr oder weniger) intime Einblicke in die (Trainings-)Handtasche gewähren.

Kommen wir gleich zum attraktivsten Teil. Der Zahnfleischgesundheitsprüfer, auch Beißschiene genannt.
tasche gebiss
Ein unverzichtbares Utensil, wenn sich im Studio schon Schlangen bilden und man trotzdem unbedingt mal aufs stille Örtchen muss. Diese formschöne Gebissschiene auf die Bank platzieren, das ist wirkungsvoller als der alte Badehandtuchtrick. Wenn die Schiene schlecht angepasst ist oder das Zahnfleisch gerade etwas marode ist, hat man nach dem ersten Arbeitssatz auch ein farbenfrohes Blut-Spuckegemisch angesammelt. Da werden gleich noch die Plätze ringsum frei und es wirkt so richtig hardcore.
Früher habe ich mir wie ein Karnickel selbst auf die Unterlippe gebissen, sodass sich langsam eine weiße Linie bildete. Nach dem ersten Training mit der Gebisschiene verschwand diese Linie langsam wieder und ich hatte zunächst höllischen Muskelkater im Kiefer. Der richtige Biss auf die Schiene hat mir insgesamt nochmal Power begracht. Endlich kann ich beherzt zubeißen und alles rausholen.

Wenn ich neben meinem Freund auf der Straße laufe und er romantisch seine Hand um meine schiebt, fühlt sich das an, als würde man mir ein Stück Klettverschluss übergeben, inklusive raspelndem Rascheln. Ich weiche in vielen Belangen vom weiblichen Rollenverständnis ab, ab in diesem Punkt möchte ich mir doch das weibliche Attribut einer weichen Handfläche erhalten. Darum nutze ich stets diese oldscool Polster hier:
griffpolster
Den Schaumstoff gibt es als Meterware günstig in jedem Baumarkt. Er verbessert den Griff und schützt die Handflächen. Für mich ein unverzichtbares Utensil.
Die dünneren Lappen waren mal ein Werbegeschenk bei einer Supplementbestellung. Ich finde sie für Langhantelstangen nicht ganz so schön, aber wenn ich, zum Beispiel für den Trizeps, einen Kabelzug pur, also ohne Griff, nutze, sind sie toll.

Ich betreibe Bodybuilding. Nicht Armdrücken, nicht RAW-Kraftsport, nur Bodybuilding. Wenn ich also schwere Zugübungen wie Kreuzheben oder Kurzhantelrudern ausführe, möchte ich den Rücken treffen. Ich könnte meine Griffkraft trainieren und das ganze ohne Hilfen machen, mir dabei eine schöne Klettverschlusshandfläche zulegen und den Käse über die Spaghetti künftig mit der Hand raspeln. Aber das will ich nicht und dank der Zughilfen muss ich das auch nicht. Bei dieser Variante hier:
zughilfen
ist das Band, welches das Gewicht umschlingt, fest an der Bandage befestigt, die Schlaufe um die Handgelenke zieht sich also nicht weiter zu. Auf diese Weise schnürt nichts ab und ich kann ordentlich ranglotzen, bis die Zielmuskulatur um Gnade fleht.

Und zu guter Letzt noch das witzigste Gadget, mein Donut.
donut
Den muss ich erwähnen, denn es ist so witzig, dass mich Leute immer wieder darauf ansprechen, weil sie denken, ich hänge mir ernsthaft einen Zwischensnack an die Ohrstöpsel. Scheinbar sehe ich inmitten von Hanteln noch immer sehr verfressen aus. Das „leckere“ Stück ist für mich Gold wert, denn es erfüllt gleich mehrere Aufgaben.
1. kein Kabelknäul mehr
2. kein Strangulieren oder verheddern mehr durch herumschlenkernde Kabel
3. Fokussierung des (Ohrstecker-)Gewichts und damit besserer Halt in den Ohren
Die Stöpsel bleiben, so sie sein sollen.
4. Wagt es jemand, mich anzusprechen, zieh ich die Stöpsel raus und kann sie einfach hängen lassen. Durch das verkürzte Kabel baumeln sie nicht so weit.

Bald bekomme ich noch ein weiteres Gadget: das Bodymediaarmband. Dann wird es wieder rund ums Abnehmen gehen. Doch dazu später mehr.

Was sind für Dich unverzichtbare Gadgets geworden, ob im Training oder rund um den Sport?