Diät konkret: Reis mit Huhn in Kokos-Curry-Sauce

Die heutigen Diätpläne sind alle sehr ähnlich, sie unterscheiden sich nur in der einfachen Abendmahlszeit. Und auch da gibt es nichts Spezielles dran. Je länger die Diät dauert, desto einfacher hält man es. So gibt es bei mir derzeit meistens einen Shake zum Frühstück. Da ich viel Abwechslung gegeben habe, mach ich es mir zum Frühstück gern leicht.
Das Mittagessen koche ich meistens für 3 Tage. Einmal Aufwand, drei Tage lecker.
Zunächst die Pläne:
NTTA Kokosmilch Reis

TT WE Kokosmilch Reis

TTA Kokosmilch Reis
Nun zum Rezept: Reis mit Huhn in Kokos-Curry-Sauce

Zutaten für eine Portion:

4 g Erdnussöl
500 g Hähnchenbrust-Filet
40 g Parboiled Reis (ich mische immer mit schwarzem Wildreis)
250 g Zucchini, frisch
75 g Paprika, rot
133 ml Tai Shan Kokosmilch light
Frühlingszwiebel
Gewürze: Zimtstange, Curry, Rosmarin, ein Spritzer Süßstoff (flüssig), frischer Ingwer, 1 Tropfen Sesamöl (gerösteter Sesam)

Ärgerlich ist, wenn man solche Tagespläne erstellt und dann die Produkte nicht mehr zur Verfügung stehen. So geht es mir mit der Kokosmilch. Ursprünglich hatte ich eine andere Kokosmilch mit weniger Kalorien, aber die wurde im Sortiment ersetzt.

Den Reis koche ich mit doppelter Menge Wasser, indem ich es einmal aufkochen lasse und dann auf niedrigster Stufe ca. 30 min köcheln lasse, bis alles Wasser aufgenommen wurde.
Das Huhn wird geschnitten, angebraten und ein Tropfen vom Sesamöl zum Würzen zugegeben. Außerdem wird mit Salz und Ingwer gewürzt, wobei ich mich beim Salz zurückhalte, da das Gemüse stärker gesalzen wird.

Den Zucchini schäle ich (ich mag die Schale nicht), halbiere und schneide ihn in große Stücke. Dann wird es angebraten. Währenddessen schneide ich den Paprika und die Frühlingszwiebel, füge sie aber noch nicht hinzu. Ist der Zucchini goldgelb angebraten, kommt die Kokosmilch, das Curry, der Süßstoff, Rosmarin, Salz und die Zimtstange hinzu. Das ganze wird ca. 10 Minuten köcheln gelassen, bis Paprika und Frühlingszwiebel zugegeben werden. Nun nochmal 5 Minuten köcheln lassen, die Zimtstange anschließend rausnehmen. Fertig.

Diät konkret: Apfelkuchen

Heute will ich ganz konkret zeigen, was ich so treibe. In meiner Diät sind die Makronährstoffe vorgegeben. An Trainingstagen:
2034 kcal (180g Eiweiß, 180g Kohlenhydrate, 60g Fett) und an Nichttrainingstagen:
1747 kcal (180g Eiweiß, 110g Kohlenhydrate und 60g Fett)
Außerdem soll ich jeden Tag Zimt und frische Grapefruit zu mir nehmen. Eigentlich soll das Frühstück Obst (am besten Beeren) enthalten, aber das passt derzeit selten in den Plan (110g Kohlenhydrate sind weg wie nichts).
Darüber hinaus soll ich möglichst wenig Verarbeitetes und möglichst viel Frisches essen.
Das sind so ziemlich alle Vorgaben und daraus bastel ich mir nun immer Tagespläne.

Heute zeige ich euch:
NTTA Apfelkuchen

TTA Apfelkuchen

Zum Frühstück gibt es Shake (geht immer fix runter, macht wenig Arbeit). Zum Mittag gibt es Apfelkuchen. Da ich sonst immer herzhaft esse, wurde der Wunsch nach einer süßen Abwechslung in den letzten Wochen groß.

Man nehme:

Für den Boden: 200g Haselnussmus, 700g geschälte und geriebene Möhren, 1 EL Zimt, 1 Msp. gemahlene Nelken, 20g Weizenvollkornmehl, 4 Eier ( davon 2 Eigelb in die Belagmischung), eine Prise Salz
Für den Belag: 1kg Magerquark, 1 Biozitrone (Schale und Saft), eine Prise Zimt auf 400g geschälten Apfelspalten, 40g Rosinen, 20g Mehl, 2 Eigelb, Flüssigsüßstoff, 1 Prise Salz

Ofen auf 200°C vorheizen, runde Springform fetten, alle Zutaten für den Boden zusammenrühren und 20 min backen, sodass der Boden schon eine feste Masse, aber noch nicht durchgebacken ist.

Anschließend die Zitronenschale reiben und mit einem guten Spritzer Saft zu Magerquark, Süßstoff, Salz, Mehl und Eigelb zugeben. Die Rosinen einzeln einstreuen. Äpfel schälen und leicht mit Zimt bestäuben. Quarkmasse auf den vorgebackenen Boden geben, Apfelspalten darauf verteilen und einsinken lassen.

Bei 180°C ca 45 min backen, zum Testen mit dem Messer einstechen. Klebt keine Quark- oder Bodenmasse daran, ist er fertig.

Nun nur noch abkühlen lassen, schneiden und schmecken lassen. 🙂

Nährwerte pro Stück (1/8 Kuchen)
387 kcal
Fett: 18,5 g
Kohlenhydrate: 28,5 g
Eiweiß: 22,7 g

Rezept: Apfel-Quarkkuchen mit Rübliboden

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Zutatenliste:

  • 300g Möhren
  • 8 Eier
  • 40g Zwieback
  • 100g gemahlene Haselnusskerne
  • 65g Proteinpulver Vanillegeschmack
  • 1kg Magerquark
  • 20g weiche Butter
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • Flüssigsüßstoff
  • 1TL Backpulver
  • 300ml Milch
  • 25g Mehl
  • 2 Äpfel (säuerlicher Geschmack)
  • 2EL gemahlener Zimt

Zubereitung des Bodens:

  • den Ofen auf 180°C vorheizen
  • Möhren schälen und fein reiben
  • Zwieback zerbröseln (ich habs mit den Händen gemacht, die waren danach ganz rau, besser man nutzt ein Nudelholz) und dazugeben
  • 5 Eier trennen, Eigelb mit Flüssigsüßstoff für 100g Zucker mischen und dieses Eigelb dann zu den Teigzutaten
  • Haselnuss, Zimt, Backpulver und 30g Proteinpulver zu den Zutaten geben, alles locker und ganz grob vermischen
  • Eiweiß zu festem Schnee schlagen und vorsichtig unterheben, sodass alles schön vermischt ist und eine lockere Masse ergibt

Eine Springform mit Backpapier auslegen und die Teigmasse glatt darin verstreichen. 20-25 Minuten backen lassen, sodass der Teig fest, aber noch sehr hell ist. Währenddessen werden die Quarkmasse und die Äpfel zubereitet.

Zubereitung der Quarkmasse:

  • Magerquark, 35g Proteinpulver, Butter in kleinen Flocken, Vanillezucker und 300ml Milch verrühren
  • 3 Eier trennen, Eigelb und Flüssigsüßstoff für 100g Zucker verrühren und zur Masse geben
  • Äpfel schälen, in Spalten schneiden und kurz ins Mehl tauchen, es soll nur etwas Mehl hängen bleiben, restliches Mehl zur Masse geben
  • Quarkmasse grob durchrühren
  • Eiweiß steif schlagen und unterheben
  • Boden aus dem Ofen holen, Quarkmasse darauf verteilen und die Apfel in die Masse eintauchen lassen

Den Kuchen ca. 40 Minuten backen lassen. Nach dem Backen erst richtig auskühlen lassen. Schmeckt am zweiten Tag sogar noch besser!

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Nährwerte pro Kuchen:

  • 2938kcal
  • 130g Fett
  • 180g Kohlenhydrate
  • 256g Eiweiß

Bei einer Teilung in 16 Stück ergibt das Nährwerte pro Stück:

  • 184kcal
  • 8g Fett
  • 11g Kohlenhydrate
  • 16g Protein

Da die Stücken sehr hoch sind, ergibt das ein ordentliches Stück Kuchen mit guten Nährwerten. Der Kuchen ist sehr saftig und ich fand ihn wirklich lecker. 🙂

Anabole Diät – ein erster Erfahrungsbericht

Vorweg: Ein dickes Danke an Sascha, der mich auf die Übersäuerung brachte. Manchmal kann es so einfach sein, ein Problem zu beheben.

Doch jetzt zum Erfahrungsbericht: Anabole Diät…Wenn es etwas gibt, dass ich in Hinblick auf die Ernährung allein mit Bodybuilding verbinde, dann ist es die Anabole Diät. Lange war diese Art der Ernährung als alleinige Hardcoreernährung für Bodybuilder angepriesen. Du machst kein Bodybuilding ohne anabole Diät! Vielleicht war das einer der Gründe, weshalb ich mich immer dagegen gewehrt habe.

Und nun doch! Wie kommts?
Na mein Freund hat damit angefangen und er schwärmte in höchsten Tönen, dass er ja gar keinen Appetit mehr verspüre, dass alles so gut schmecke und er sich rundherum wohl damit fühle. Und seine Pfunde purzeln! Jede Woche weniger, es geht definitiv schneller als mit dem früheren bloßen Defizit!
Da ich während des Referendariat eh vor Stress und Anspannung nur sehr wenig essen konnte, waren hochkalorische Lebensmittel wie Nüsse und Käse für mich sowieso Tagesprogramm, der Schritt zur AD fiel daher nicht schwer.

Was ist die Anabole Diät?
Sie wird auch ketogene Diät, Atkins-Diät, LOGI-Methode oder Paleo-Ernährung (auch wenn hier ein anderer Hintergrund hineinspielt und es auch als Low-Carb betrieben werden kann) genannt und ist eine verschärfte Form der Low-Carb-Ernährung. Kurz: Man verzichtet auf Kohlenhydrate. Dadurch kann der Stoffwechsel nicht auf Kohlenhydrate zur Energiegewinnung zurückgreifen und nimmt stattdessen Fett. Dafür bildet er Ketonkörper, sogenannte Ketone, die sich mit entsprechenden Teststreifen nachweisen lassen. (Ich hab in den letzten Wochen häufiger auf Teststreifen gepinkelt als eine ganze Frauenarztpraxis!) Als Faustregel wird allgemein 30g Kohlenhydrate pro Tag als oberste Grenze genannt. Allerdings kursiert das in Bodybuildingforen, wo vor allem muskelbepckte Männer unterwegs sind, daher orientiere ich mich an der Hälfte: max.15g KH/d
Damit der Körper sich nicht daran gewöhnt, schicktm an ihn einmal pro Woche mit dem Gegenteil: viele Kohlenhydrate, wenig Fett. Der Körper muss sich ruckzuck umstellen, Hormone werden ausgeschüttet, man kann abwechslungsreicher speisen, um Mangelernährung vorzubeugen, aber vor allem wird die Psyche vom strengen Verzicht entlastet.

Was isst man da so?
Nun, grundsätzlich sollte man seine Ernährung loggen, beispielsweise bei FDDB, einem kostenlosen, portablen Ernährungstagebuch. So kann man seine Kohlenhydratwerte leicht überwachen. Klingt aufwändig und nervig, ist es auf Dauer auch. Aber die anabole Diät sollte auch nicht dauerhaft angewandt werden.
Nahrungsmittel sind vor allem:

  • Fisch
  • Fleisch
  • Käse
  • bestimmte Nüsse (Macadamia, Paranüsse)
  • bestimmte Salatsorten (Blattspinat ohne Blubb, Feldsalat, Rucola)
  • Butter und Öle
  • Ei
  • Wurst (nicht alle, manche enthalten viele Kohlenhydrate)

Eigene Erfahrung:
Diese Ernährungsform war lange als Wunderernährung angepriesen, was nicht verwunderlich ist, passt sie durch ihre strenge Form doch super zum Perfektionsanspruch im Bodybuilding. In Foren ließt man oft Antworten, die immer auf die Frage abzielen: Bist du hardcore genug fürs Bodybuilding oder bist du nur ein Normalo-Fitness-Idiot? Auch las man viel darüber, dass man mit dieser Form der Ernährung so viele Kalorien essen könne, wie man mag, man nimmt immer ab, weil der Stoffwechsel einfach alles Fett verbrennt und viel aktiver ist, als mit Kohlenhydraten.
Das ist leider Bullshit. Ich kann auch die Sättigungserfahrung meines Freundes nicht teilen, im Gegenteil, ich bin immer hungrig oder verspüre einen brennenden Appetit!
Ich denke das liegt an einem Phänomen, dass jede neue Ernährungsform mit sich bringt, nennen wir es den „Diät-Effekt„.
Trifft man die Entscheidung für eine neue Diät/Ernährungsform, so widmet man sich mit Feuereifer diesem Projekt. Zwangsläufig stellt man seine Gewohnheiten um. Hat man vielleicht vorher immer Nudeln und Schnitzel zum Mittag gegessen, so wendet man sich nun bewusst von dieser Gewohnheit ab und steht plötzlich vor der Frage: Was kann ich denn essen?
Gerade der Verzicht auf Kohlenhydtrate bringt eine enorme Umstellung mit sich, da alle Beilagen, wie Nudeln, Reis, Kartoffeln aber auch Bohnen, Erbsen, Möhren, Brokkoli, Soßen etc. viele Kohlenhydrate enthalten. Lässt man das alles weg, liegt plötzlich das nackte Steak (ohne Panade natürlich) einsam auf dem Teller. Schnell gesellt sich dann ein zweites oder drittes Steak hinzu. Ohne die ganzen Beilagen erscheint so eine „Mahlzeit“ doch sehr viel, ist ein Steak sonst doch eher „das Tüpfelchen auf dem I“ und da man auf das ganze kalorische Drumherum verzichtet, spart man Kalorien ein. Auch der Kopf spielt eine große Rolle, denn ein Teller voller Steaks suggeriert: Ich habe hier eine richtig sättigende Mahlzeit. Zumindest bei halbwegs normalen Menschen.

Und hier sind wir auch bei meinen persönlichen Erfahrungen. Ich habe schon als Kind gern auf alle Beilagen verzichtet, wenn ich dafür mehr Fleisch futtern konnte. Sonntags gab es bei uns Braten, meine Geschwister hassten Braten und so wanderte er unter der Tischplatte bis auf meinen Teller. Bei fünf Geschwistern ist das eine ordentliche Menge, alle waren mit dieser Regelung glücklich. Meine Geschwister kamen um den Braten, Mutter wusste von nichts, sah nur, dass wenig ürigblieb und ich konnte mich an dem leckeren Highlight richtig sattessen. Montags hielt der Broilermann (Brathähnchen für euch Wessis) gegenüber unserem Haus und ich gab von meinem ganzen Broiler ein paar wenige Fasern der Katze ab. Legendär ist in meiner Familie ein Ausflug an einem Wochenende, wir kehrten alle sehr hungig in ein Gasthaus ein, wo es (jaaa, so was das in der DDR) nichts anderes zu Essen gab, als halbe oder ganze Broiler. Schulterzuckend setzten meine eltern mir einen halben Broiler vor und staunten nicht schlecht, als davon nur abgenagte Knochen übrigblieben. Sie hatten auf die Verteilung meiner Reste spekuliert, denn ich war gerade mal drei Jahre alt. Von da an nannten sie mich „die fleischfressende Pflanze“.
Was ich damit sagen will ist kurz gefasst: Fleischessen entspricht meinem Naturell und ich habe schon immer viel Fleisch ohne Beilage verzehrt, für meinen Kopf ist das also keine Umstellung. Was mir am meisten fehlt, ist die Milch im Kaffee, aber seit ich Kaffeesahne nehme, ist auch das nicht schlimm. Vielleicht tritt bei mir deshalb nicht der Sättigungseffekt ein, den mein Freund verspürt. Auch habe ich weit mehr Nahrungsumstellungen und Diäten hinter mir, als er und ich nehme immer nur sehr langsam ab, weshalb die Euphorie über den gewünschten Effekt bei mir nicht dieselbe ist. Also eigentlich gar keine, denn ich habe in den letzten Wochen nichts abgenommen.
Das liegt daran, dass ich krankheitsbedingt nicht trainieren war und viel geruht habe. Dadurch ist ein Kaloriendefizit nicht nur schwerer zu erreichen, nein, auch meine Angewohnheit, auf Gemütlichkeit mit Appetit zu reagieren steht einer Abnahme entgegen. 😉

Weshalb ich trotzdem weiter mache?
Nun, das liegt an den positiven Nebeneffekten einer Diät. Wie bereits geschildert entspricht das Ernährungskonzept sehr meinem Naturell und ich darf Sachen essen, die sonst wegen ihres Kaloriengehaltes nie in meinen Speiseplan gepasst hätten: Hackbraten mit Baconkruste, Broiler, Macadamia-Nüsse, in Butter gebratenes Ei und Bacon, fettige Wurst, (hatte ich schon Broiler?) mit Käse überbackenes Fleisch, Oliven, in Öl eingelegte Sardinen, Tulip Frühstücksfleisch (das hatte ich seit einem Jahrzehnt nicht mehr!).
Und am Samstag ist der Refeedtag, da kommen nur Milchkaffee, Kekse, Pizza, Burger und Kuchen auf den Tisch. Klingt nicht nach Diät, oder? Und dennoch komme ich unter der Woche auf 1600-1800kcal. Ohne den übertriebenen Refeedtag und mit Training würde ich ein ordentliches Kaloriendefizit erreichen und sicherlich Gewicht verlieren. Aber am Refeedsamstag komme ich leider häufig auf 4000kcal und mehr. Das macht jedes Defizit wett. 😉

Aufgetretene Nebenwirkung:
Die befürchteten Konzentrations- und Gedächtnisprobleme sind bei mir nicht spürbar, liegt aber vielleicht auch daran, dass ich mental im Moment eh ziemlich hinüber bin. Ich fühle mich jedenfalls nicht verändert, was das betrifft. Allerdings hatte ich in den letzten Tagen mit den Auswirkungen einer Übersäuerung zu kämpfen. Meine Muskulatur war gereizt und verspannt, es kam zu starken, anhaltendem Brennen in einigen Muskelpartien. Das ist kein Wunder denn all die oben aufgeführten Mahlzeiten sind ausschließlich Säurebildner. Mit den Kohlenhydraten fielen auch alle basischwirkenden Lebensmittel weg.
Ich habe mich nie zuvor wirklich eingehend damit beschäftigt. Das habe ich nun nachgeholt und kann nur sagen: Dem ist auch in der anabolen Diät leicht Abhilfe zu schaffen. Hier ist eine tolle Auflistung, bei der der Säuregehalt/Basengehalt angegeben ist. Bei manchen Lebensmitteln, wie zB. Zitrone käme man nie darauf, dass sie im Körper basisch wirken. Zitronensäure! Deswegen ist es gut, da einmal nachzusehen. In der Apotheke bekommt man für wenig Geld Teststreifen für Urintests (Ja, wieder pinkeln und analysieren, yay!), die dann schnell zeigen, ob man im (wortwörtlich) grünen Bereich ist.
Wie kann man basische Lebensmittel zu sich nehmen, ohne auf viele Kohlenhydrate zu kommen?
Ganz einfach, man esse einfach zu allem etwas:

  • Blattspinat/Feldsalat/Rucola
  • übergieße das ganze mit Zitronensaft
  • bestreue es mit Petersilie
  • und schneide 1-2 Champignons roh dazu

Ich habe mir auch noch einen schön fettigen Kräuter-Frischkäse dazu gesucht, so wird das Ganze sogar lecker. Der erste Test zeigte immerhin schon: leicht übersäuert. Nicht mehr schwer.

Ein toller Basebildner ist auch die Avocado. Nicht zu verwechseln mit der Software für Rechtsanwälte. Ich meine hier das grüne Ding, bei dem man nie weiß, wann es reif ist und bei dem die Hälfte aus dem nicht essbaren Kern besteht. Hier folgt ein tolles Rezept, wie man daraus eine leckere, anabole (was übrigens nicht mehr als „aufbauend“ bedeutet), basebildende Beilage macht.

  1. Avocado von Schale und Kern befreien
  2. Avocado auf einem Brett mit der Gabel zerdrücken (versucht es gar nicht erst in einer Schüssel, es geht auch so schwer genug, außer sie ist richtig, richtig reif)
  3. Zitronensaft zugeben (etwa 1 TL)
  4. ca. 15g geschälte, gewürfelte Zwiebel zugeben
  5. Salz und Pfeffer dazu
  6. umrühren und fertig

Ist auch gut als Salatdressing geeignet!
Hach, die mach ich mir jetzt gleich, leeecker! 😀
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520kcal bei 3,3g Kohlenhydraten und echt basisch. 😉

Fazit: Ich kann die Diät mit Einschränkungen empfehlen, allerdings sollte man sich vorher vom Arzt checken lassen und ein paar Grundsätze beachten. Ohne Lebensmittelwaage, Tabelle mit Kohlenhydratangaben von Lebensmitteln und einem Grundknowhow über Säue- und Basebildende Lebensmittel ist es nicht zu empfehlen. Auch für Menschen, die zu Fressattacken neigen, ist sie nicht geeignet, da der strikte Verzicht in Kombination mit dem Refeedtag eine große Herausforderung darstellen. Wer aber von Natur aus gern Fleisch u.ä. isst und mal etwas wirklich anderes ausprobieren will, dem kann ichs nur empfehlen.

Not macht erfinderisch

…und da ich immer mit dem Essen so meine liebe Not habe, bin ich da auch sehr erfinderisch…oder finderisch, denn vieles hab ich irgendwo gefunden und nachgekocht.

Ein paar meiner (Er-)Findungen will ich vorstellen. Rezepte sind es bei mir nicht wirklich, weil ich ständig Zutaten austausche. Daher kommt es bei meinen „Zubereitungsvorschlägen“ häufiger vor, dass ich sowas wie „some additional Protein“ als Zutat hinschreibe. Zu deutsch: Irgendwelche Eiweißquellen.

Ich liebe Abwechslung und ich liebe es zu essen. Deswegen geht es jetzt mit einer warmen Beilage los, die kalorienarm ist und satt macht.
Frittata
Frittata ist saulecker, kalorienarm und macht dennoch richtig satt.
Zutaten:

  • verschiedenes, reibbares Gemüse (Möhren, Zucchini, Paprika…) 400g
  • drei Eier
  • 2Tl frisch geriebener Parmesan
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz&Pfeffer
  • 50ml Milch oder Küchencreme

Alles vermischen und in einer Pfanne auf kleiner Flamme durchgaren lassen. Entstehen soll eine Art fester Teig, zumindest der Theorie nach, bei mir entsteht immer ein leckerer Brei.

Gefüllte Tomaten
Gefüllte Tomaten sind nicht ganz kalorienarm, aber verdammt lecker und sättigend.
Zutaten:

  • 8 große Tomaten
  • 1 Pck fettarmer Feta
  • Thymian

Die Tomaten köpfen und aushöhlen. Am leichtesten geht das Aushöhlen, wenn man mit einem Messer den Rand abfährt und dann mit einem kleinen Löffel auslöffelt. Thymian reinträufeln, den Feta in 8 Stücke schneiden und in die Tomaten stopfen. Alle Tomaten in eine Auflaufform stellen und bei 200° ca. 25 Minuten in den Ofen schieben.

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Mittig seht ihr das Frittata, rechts die gefüllten Tomaten.

Wrap
Wraps sind eine perfekte Mahlzeit für heiße Tage. Grundlage ist Folgendes:

  • Tortilla-Wrap
  • Kräuterquark
  • Eiweißquelle…ob Thunfisch, Bratenaufschnitt, gebratenes, geschnittenes Hühnerfilet oder Kasseler, Hauptsache lecker und viel Eiweiß 😀
  • Gemüse, ebenfalls nach Belieben austauschbar
  • 1 Ei
  • zwei Salatblätter
  • Zwiebel

Legt Alufolie auf einen Teller und den Wrapteig darauf. Streicht anschließend den Kräuterquark darauf, lasst aber am Rand ca 1,5cm Platz (sonst wird es nachher eine Schweinerei). Das Gemüse in kleine Streifen schneiden, genauso wie die gewünschte Eiweißquelle und alles in der Mitte zu einem schmalen Streifen aufschichten. Ein Tipp noch für Thunfisch: Wenn ihr in Thunfisch einen kleinen Klecks Senf oder eine andere Sauce rührt (zB BBQ oder Bautz’ner pikante Grillsauce), hat das kaum Kalorien, aber der Thunfisch ist nicht mehr so trocken und richtig lecker. Die Zwiebel in kleine Keile teilen und verteilen, den Salat in schmale Streifen schneiden und obendrauf legen.
Nun wird seitlich ein Ende übergeschlagen und der Inhalt möglichst fest geballt. Dann die Rolle weiter aufrollen, die Alufolie drumrum wickeln, ein Ende verschließen und fertig. Leider bin ich heute so hungrig über den fertigen Wrap hergefallen, dass ich völlig vergessen habe ein Foto zu schießen.
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Seetang/Algen/Wakame-Salat
Klingt furchtbar, ist aber furchtbar lecker, kalorienarm und echt exotisch. Zum ersten Mal gegessen habe ich das am Geburtstag einer meiner Schwestern. Sie hatte mit einer Freundin ihr heißgeliebtes Sushi gemacht und die Freundin hatte eben jenen Wakamesalat dabei. Da das Zeug im Sushirestaurant ziemlich teuer ist, wollte ich es selbst machen. Das Rezept habe ich aus dem Internet und es ist wirklich einfach.

  • getrocknete Wakame (Ich glaube hier gibt es verschiedene Trocknungsstufen, weil ich oft von 49g lese, bei meinem Zeug reichen 10g und man erhält eine ganze Schüssel voll. Schaut einfach auf die Packung was für eine Portion angegeben ist.)
  • 3 El Reisessig
  • 3 El Öl von geröstetem Sesam
  • 1 El Koriander
  • 1 El Limettensaft
  • 1 Zehe Knoblauch (Oder für Faule wie mich einen kleinen Löffel voll Knoblauchpüree aus dem Chinamarkt)
  • 1 El Ingwer (Oder für Faule 1 EL Ingwerpüree aus den Chinamarkt)
  • 2 EL Sesamsamen
  • Den getrockneten Wakame mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen, anschließend abgießen, nicht spülen, auch wenn es anfangs furchtbar riecht. Man kann ihn auch auswringen. Alle Gewürze, den Reisessig und das Öl zusammenmischen. Den Wakame in schmale Streifen schneiden und zur Gewürzmischung geben, umrühren und zum Schluss den Sesam drüber schütten. Eine Stunde ziehen lassen.
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    Für mich ist die Stunde jetzt rum und ich genieße mal meinen leckeren Seetang-Salat. 🙂