45. Woche der Diät: Nee, das Wetter….

Vor drei Wochen hatte ich ein echtes Tief erreicht. Mein Power war aufgebraucht, alles zerrte an den Nerven, ich war schlapp und knatschig und hätte mir über die einfachsten Dinge die Haare ausraufen wollen.

Ich entschied mich für eine Pause. Pause von Arbeit war eh geplant (Urlaub), Pause vom Training (Erkältung…yay) und dann auch Pause von der Diät.

Letzteres bedeutet eigentlich immer: Auf zum Binge-Eating! Mal schauen, was der Magen wirklich für ein Fassungsvolumen hat! Solang es unten bleibt, ist noch nicht Schluss!

Ich wollte nur eines: Das essen, worauf ich wirklich just in diesem Moment Lust habe.

Rückblickend hat sich da etwas verändert. Landete sonst Pizza, Dürüm, Kuchen und Eis im Warenkorb, war es diesmal saftiges Obst vom Markt (kurz vor Marktschluss wird man nicht unter 6kg vom Platz gelassen) und Joghurt. Joghurt! So viele Sorten.

Der Fokus lag klar bei Zucker und die Mengen waren viel zu groß (immer über 3000 kcal/d). Trotzdem war ich….zufrieden damit, eine grundlegende Änderung zu spüren. Ich fühlte mich nicht so in der Falle wie sonst.

Dann war klar, dass der nächste Termin mit dem Coach anstand. Sonst habe ich immer drei Listen dabei: Abnahmeverlauf als Kurve, Maß- und Gewichtsangaben als Tabelle seit Beginn der Diät und eine Übersicht über die konsumierten Makronährstoffe und Tageskalorien. Diesmal hatte ich nichts.

Das machte auch nichts, denn ich spürte wieder, wie meine Kräfte zurückkehrten und wieder einmal verließ ich top motiviert und bereit für den neuen Monat das Studio. Die Rückkehr zum Diätplan war gar kein Problem. Wie sollte es auch. Dank Maria startete ich mit leckeren Kuchen und anderen Naschereien. Jeden Tag gab es etwas anderes.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Das Brusttraining machte wegen Schulterschmerzen seit einiger Zeit gar keinen Spaß mehr. Der Orthopäde meint, es ist ein kleiner Muskel des Rotatorenapparats. Am Donnerstag geh ich deswegen zum MRT. Aber bis dahin muss ich ja auch trainieren. Also besprachen wir das und wie immer wusste Marcel fachkundigen Rat. Wir gingen den Bewegungsablauf beim Schrägbank und Flachbankdrücken durch. Änderten hier eine Kleinigkeit und dort ein bisschen was. Er zeigte mir eine andere Möglichkeit, die Hanteln umzusetzen, ohne dabei die Schultern wie bisher zu belasten und schließlich schleppte er mich wieder in die Ecke zum hippsterischen functional Training. Ab zu den Sling-Bändern.

Mein quengeliges „Marcel, das geht langsam ans Ego immer hier in der ecke zu trainieren!“ schob er grindesn beiseite. Nun sollte ich quasi hängende Liegestütze machen. Aber was trieben meine Hände dabei? Sie zitterten als gelte es, mit einer ausschlagenden Wünschelrute eine Wasserader zu finden.

Schon nach wenigen Wiederholungen brannte die Schultermuskulatur, die Brust war prallvoll und arbeitete wie schon lange nicht mehr. Und die Schulterschmerzen? Weg.

Gestern war ich wieder beim Brusttraining. Anfangs, nach einer harten Arbeitswoche (meine Teilnehmer waren diese Woche auf Krawall gebürstet), schleppte ich mich hundemüde zur Schrägbank, wo mich gleich der altbekannte Schmerz umfing. Erst als ich die Zahlen notieren wollte, fiel mir ein, dass ja die Sling-Liegestütze zuerst kommen sollen. Also nichts wie ran.

Und es klappte wieder. Die Hände zitterten nicht mehr ganz so, als würde ich Mehl durch ein Sieb schütten wollen, aber die Brust wurde sofort vollgepumpt, war bereit volle Leistung zu bringen, die Schulter wurde warm und der schmerz verschwand.

Zurück an der Schrägbank hatte ich richtig gut Power und so setzte ich mir seit Ewigkeiten nicht mehr berührte 20kg Kurzhanteln vor. Und zack! Kamen sieben Wiederholungen. Ganz souverän. Ein super Gefühl!

 

So eine Diät-Pause ist bei mir sehr oft das Ende der Diät gewesen. Spürte man doch immer, wie viel man in kurzer Zeit wieder zerstört. Schnell stellt sich der Gedanke ein, dass ja alles nichts bringt, man halte es ja doch nicht lange aus. Ein Coach ändert das bei mir grundlegend. Bin ich ein Einzelphänomen?

Ich denke nicht, denn nach vielen Monaten der Überlegung hat sich Slaine nun entschlossen, ebenfalls die Dienste von Marcel in Anspruch zu nehmen. Anfangs noch mit der Überzeugung, das bringe nichts und sei rausgeschmissenes Geld, teilte er mir nun nach seinem 2. Termin mit, er kaufe jetzt Beeren und Nüsse und anderes, weil er ja zu viel verarbeitetes Zeug esse.

Ich dachte, ich fall vom Glauben ab. Jetzt sind wir wieder ein Team. :))

 

Advertisements

42. Woche der Diät – neuer Lichtblick?

Vorletzte Woche traf ich mich mit meinem Coach und hatte nach einem Tief wieder neue Motivation darin gefunden.

Klingt super, was? Lang hielt sie nicht.

Mein Freund ist seit gefühlten 10 Wochen erkältet und nach einem gemeinsamen besuch im Studio kam der Husten mit voller Kraft zurück. Dann kamen Zahnschmerzen dazu, mit dem neuen Job ist er auch nicht so recht glücklich. Und da hilft dann bei all dem Frust nur Pizza, Chips, Bier und Wein. Die Stimmung war bedrückt.

Was kann man tun?

Ganz klar, man muss ein Spiel finden, in das man sich flüchten kann. Und TADAAA, Guild Wars 2 hat am Freitag ein neues Add-On veröffentlicht. Ich bettel Slaine seit 5 Jahren an, es nochmal zu versuchen. Doch erst als sein Arbeitskollege meinte, er solle es sich holen, war er bereit, dem ganzen noch eine Chance zu geben.

Damit war der Untergang eigentlich besiegelt. Die Voraussetzungen zur totalen Realitätsflucht. Das Ende jeden Plans.

Viermal wollte ich diese Woche zum Training. Am Samstag war ich bis dahin nur einmal gewesen. Gegen 13 Uhr knickte ich innerlich die Trainingseinheit, um mehr Zeit zum Zocken zu haben.

Gegen 17 Uhr dachte ich intensiv darüber nach, welches Essen ich denn dann noch vernichte.

Innerlich war ich unruhig, einerseits die euphorische Stimmung vom Abenteuer und gleichzeitig wusste ich: Ich stehe am Scheideweg und eigentlich habe ich mich gerade meinem Schicksal ergeben…zurück zum Zocken, fressen….versagen.

Und dann kam das retardierende Moment…von einem Moment zum anderen ärgerte ich mich, sprang auf, flitzte zum Training und schrieb auf dem Weg meinen Coach an, um ihm zu sagen, was da gerade bei mir passiert. er solle mich doch bitte am Sonntag kontaktieren, um mir in den Hintern zu treten.

Gesagt, getan. Das Unglück ist zunächst abgewendet.

Und als Bonus hat Slaine nun einen Termin mit meinem Coach…vielleicht die große Wende?

40 Wochen Diät…und kein Ende in Sicht.

Am Montag saß ich mit meinem Coach auf der Bank. Die Tage davor plagte mich der Hunger heftig und im Training fühlte ich mich wie ausgesaugt…keine Kraft, keine Ausdauer. Bei jeder Wiederholung dachte ich: Ich will nicht mehr! Sie letzten Sätze schenkte ich mir ganz.

Und so kam es, dass ich ihm zum ersten Mal Bilder vom aktuellen Stand zeigte und die Frage nachschob: Wie lange noch? Wie viele Wochen muss ich noch hungern?

Vor dem Gespräch hatten sich 4-6 Wochen in meinem Kopf festgesetzt. In der Zeit könnte ich es knapp unter 70 kg schaffen. Ich stellte schon erste Überlegungen an, wie es danach weiter gehen könnte. Morgens täglich mindestens 20 g Kleie, samstags ein Cheatmeal, täglich mindestens 2000 kcal….Ich konnte es mir richtig gut vorstellen. Ich wollte nicht mehr..keinen Hunger mehr, nicht mehr das Gefühl, mein Körper verzehre sich selbst, bessere Leistung im Training, Brustmuskelaufbau statt jede Woche weniger. Vier Wochen sind überschaubar, so lange könnte ich es vielleicht noch aushalten. Also stellte ich die Frage und schaute ihm ins Gesicht.

Er weicht meinem Laserblick aus, zieht kurz die Schultern hoch und sagt: „Natürlich ist dein Wunsch hier maßgeblich. Ich würde dich gern unter 70 kg sehen, das sollten wir schon schaffen. Aber ich glaube, mit 65 kg sähest du perfekt aus.“

Ohhhh…dieser geschickte Teufel!!!

 

„Was denkst du…schaffst du es noch bis….sagen wir Weihnachten?“

Ich möchte sagen: „Nein!“
Ich möchte sagen: „Ich will was anderes hören!“
Aber innerlich spürte ich, wie eine Zahl sich durch meinen Verstand frisst, durch allen Widerstand hindurch und irgendwo in den Tiefen meines Restfettgewebes einrastet: 65kg.

„65 kg, das habe ich nicht mehr gewogen, seit ich 11 war.“, sage ich und vergesse dabei vollkommen meine Magersucht mit 16. Trotzdem ist 65 kg eine Zahl, die für mich so unvorstellbar ist wie eine live beobachtete Supernova. 65 und das Prädikat „perfekt“…die Zahnräder setzten sich in Bewegung.
„Weihnachten, da ist ja fast Silvester. Zu Silvester bin ich eh immer top motiviert, da geht immer etwas Neues los.“ Und damit war es besiegelt….Erstmal bis Weihnachten durchalten…und dann den Rest zur 65. Der Plan steht. Marcel weiß es vielleicht nicht, aber seine Antwort war ein Geniestreich der Rhetorik. Der Sack hat mich locker über meine Grenze geschubst. Eine Grenze die für mich schon fast eine unüberwindliche Mauer war.

Studio ist derzeit frustrierend. Überall fehlt die Kraft, die Ausdauer, es ist kalt, oft voll und ich bin ständig enttäuscht von mir. Aber das ist alles egal. Ich habe wieder ein klares Ziel vor Augen und da zählt vor allem, dass ich hingeh und ein paar Extrakalorien verbrenne.
Leistung, Müdigkeit, Wartezeit, das alles wird zur Nebensache. Durchziehen…

Und nicht immer von der Nähmaschine ablenken lassen. Die Gute wird für mich langsam zur Besessenheit. Diese Woche war Slaine beruflich unterwegs und ich war wie im Wahn. Konnte nachts nicht schlafen, konnte es tagsüber nicht erwarten, endlich wieder das nunmehr vertraute Surren zu hören. Alles andere wurde zur nervigen Unterbrechung. Ich vergaß zu essen, ging viel zu spät ins Bett und bin inzwischen so überdreht, dass ich ständig alles verpeile. Dauernd finde ich Sachen, wo sie nicht hingehören oder renne dreimal los, um etwas zu holen. Beim Kreuzheben habe ich heute links eine 15 kg-Scheibe vergessen. O_o
Nachdem ich heute den Stoff für eine Hose zuschnitt um am Ende festzustellen, dass der Fadenlauf genau anders herum gehört, habe ich mir selber eine Pause verordnet.

Das wird schwer…eine Hose und ein Shirt müssen nur noch genäht werden und ich habe noch Stoff für weitere Sachen übrig! *zitter*
Aber es nützt ja alles nichts. Lieber erfreue ich mich erstmal an den Sachen, die ich schon geschafft habe und gehe dann mit frischer Konzentration an den Rest. Der Plan für nächste Woche: viermal ins Studio!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

38. Woche der Diät

September…die ersten kühlen Tage. Der Sommer ist fast vorbei. Mitte Dezember habe ich meine Diät bzw. den neuen „Lifestyle“ gestartet. Im Januar habe ich mir zur Ermutigung einen Zettel geschrieben, auf dem ich die Monate notierte. Daneben notierte ich Zahlen…jeden Monat 2 weniger…2kg weniger. Ich wollte mir vor Augen halten, wo ich dieses Jahr hinkommen kann, wenn ich durchhalte.

Auf diesem Zettel steht bei September: 68kg. Bei Oktober steht: halten & Aufbau planen.

Gewicht heute morgen: 72,8kg. Das Schwerste ist geschafft, doch bis zum Umkehrpunkt ist es noch ein Stück. „5 kg müssen noch runter, aber dann musst du aufhören“, sagte letztens ein Trainer im Studio.

Mein Blick zum Kommentar des Trainers.


Die Zahl hat mich total geknickt. 5kg sind bei 1kg/m mal eben 5 weitere Monate. Der Gedanke an eine so lange Zeit kann mich instant zur Verzweiflung treiben. Ich sollte ihn wieder in den Hinterkopf verbannen. Der Coach sagt: „Du kommst jetzt sowieso in einen Bereich, wo die Waage weniger zu melden hat.“

Der Gute. Ich habe die Entscheidung, diesen Coach zu engagieren nie bereut. Im Gegenteil. Seit Mitte Dezember bin ich mir sicher, mein Ziel erreichen zu können und vor allem: Dabei nicht allein zu sein mit meinen bescheuerten, irrationalen Gedanken und Ängsten. Marcel hilft mir nicht nur, einen Ernährungsplan durchzuziehen. Er hat mich dazu gebracht, mich gesünder zu ernähren, meine Ausführungen verbessert, den Trainingsplan mit neuen Übungen bereichert und als ich beim letzten Mal mit ganz verkrampftem Rücken ankam, hat er erst ordentlich auf die schlimmsten Triggerpunkte gedrückt, mir dann Stretching-Übungen gezeigt und mir anschließend noch einen kleinen harten Ball empfohlen, um mir selbst die verklebte Muskulatur zu „zerdrücken“. Er hört sich jeden Monat geduldig mein Gejammer und den ganzen Stuss an, der mir durch den Kopf geht. Psychotherapeut, Ernährungsberater, Trainingsanimateur, Physiotherapeut und Bodybuilding-Experte in einem. Unbezahlbar!
Mit 80kg in den Händen bin ich von einer trainierten Frau kaum noch zu unterscheiden!

Wann immer ich meine Stretching-Routine beginnen möchte…

…muss ich erst mit diesem Boss fertig werden.

Inzwischen ist es auch etwas über zwei Wochen her, dass ich die Darm-Bakterien täglich einnehme. Um schon große Rückschlüsse zu ziehen, ist es noch zu früh. Festzustellen ist, dass ich seither entspannter bin und voller guter Laune. Ich weiß nicht, ob es nur an den Bakterien oder ob mein „neues“ Aussehen da mit hinein spielt oder der Umstand, dass ich mich gegenüber meiner Familie mehr abgrenze und der Einfluss so geringer auf mich wirkt. Jedenfalls ist es für mich als alte neurotisch veranlagte Stressbirne eine große Veränderung. In den letzten Jahren ist mir einfach fast alles, was unter Freizeit zählt, zu anstrengend gewesen. Ich fühlte mich einfach dauerhaft ausgelaugt und konnte mich zu kaum mehr durchringen, als im Bett ein Buch zu lesen. Hobbys? Fehlanzeige.

Ich konnte mich schon immer für Dinge begeistern…theoretisch. Aber praktisch umsetzen? Dazu fehlte einfach die Energie. Und nun nähe ich plötzlich. Sitze stundenlang im Nebenzimmer, klebe Schnittmuster zusammen, schneide, nähe (und trenne die Naht gleich wieder auf und nähe neu und trenne wieder). Ich vergesse zu essen, zu trinken, vergesse die Zeit und wenn etwas fertig ist, scheint mir die Supernova aus dem Arsch.

Meine neueste Anschaffung: Ein Rollschneider-Set.

Letzte Woche dachte ich noch: Abwarten, wenn ich erst wieder vor meinen Teilnehmern stehe, wird die Energie wieder weg sein. Ist aber nicht so. Im Gegenteil, ich konnte locker mit allem umgehen und meine gute Laune übertrug sich auf die Teilnehmer. Selbst Schwierigkeiten konnte ich mit voller Nervenstärke meistern, Streit schlichten, klare Ansagen machen und somit souverän für Ordnung sorgen. Und dabei fühlte ich mich ganz bei mir selbst. Etwas aufgedreht vielleicht, aber stabil!

Fühlt sich an wie….

Ich habe auch mehr Hunger als sonst…ich fühle mich den ganzen Tag hungrig. Aber ich habe weniger Heißhunger, diese alle übertönenden Gelüste, die mich irgendwann in die Knie zwingen, die hatte ich in den letzten 2 Wochen gar nicht. Appetit ja, quälender Heißhunger: nein. Liegt es an den Darmbakterien oder daran, dass ich einfach erfüller und glücklicher bin? Wer weiß.

Jedenfalls ist das Nähen meine neue Leidenschaft. Ich kann noch immer kaum glauben, dass ich trotz meiner totalen Unfähigkeit, links und rechts auseinander zu halten oder abstrakte Schnittmuster im räumlichen Zusammenhang zu einen Kleidungsstück zu denken echte Kleidungsstücke zustande bringe, die ich auch tragen kann. Für mich ein echtes Wunder!

Seit gestern meine neue Hose:

Slaines Trainingsshirt ist auch fertig. Alles schrecklich dilettantisch, aber ich habe viel dazu gelernt.

In zwei Wochen kann ich abschätzen, ob die Veränderungen nur Zufall sind, oder ob ich vielleicht doch auf dauerhafte Veränderungen hoffen kann. Dann gibt es Teil 2 von „Kacke zum Trinken“. 😉

35. Woche und plötzlich sieht die Welt wieder anders aus…

Wieder dachte ich: Es funktioniert nicht, mit mir stimmt was nicht, es stagniert, irgendwo liegt ein Fehler vor…
Ich verliere den Glauben an mich selbst und mein Projekt, an Erfolge und Konsequenzen, die aus konstantem Tun entstehen. Ich stelle die ganze Welt in Frage und fühle mich von Tag zu Tag schlechter, die Form wird schlimmer.
Und dann…springt die Waage plötzlich nach unten, ich wache schon mit super Laune auf, habe Power, fühle mich straff und fest an…es ist eine neue Welt.

Jeden Monat falle ich darauf herein und jeden Monat fühlt sich die Zeit um den 11. herum an wie eine Neugeburt. So auch heute. Nachdem das Gewicht ewig rund um die 75kg festhing, sprang die Waage über Nacht auf 72,9kg. Neuer Tiefststand!

Dazu die Erleichterung, nicht am Familienfest teilnehmen zu müssen, sondern stattdessen meine Freiheit zu genießen. Ich war total aufgedreht.

Dann hat sich auch noch eine Freundin in meinem Studio angemeldet, sodass wir uns dort treffen konnten.

Ich zeigte ihr erstmal im Schnelldurchgang das Studio, plapperte wie ein Wasserkraftwerk und schließlich kamen wir zum Functional-Bereich.
„Und hier hast du Griffe für Klimmzüge, die sind schön, weil sie sich frei drehen und bewegen lassen“, sagte ich und zog mich ein bisschen hoch, als ich plötzlich mit dem Kopf oben ankam.
Mein erster freier Klimmzug! Absolut ungeplant, überraschend, mühelos!
Okay, ich habe ihn mit Untergriff gemacht.
Aber WAHNSINN! Ich war völlig baff.

Die Pausen zwischen den Sätzen waren heute etwas länger, denn ich musste jedem Bekannten im Studio erzählen, was sich ereignet hatte. Und jeder sagte: „Das glaube ich nicht, bis ich es selbst gesehen habe.“
Insgesamt habe ich auf die Art heute 5 freie Klimmzüge gemacht. XD Obwohl es ein Beintraining war.
Jetzt bin ich total fertig und total glücklich zugleich.

Dreieinhalb Wochen Arbeit, Schweiß und Mühe und wenn ich denke, es bringt alles nichts, wird alles gut.

Ein Kumpel hat meine Veränderung heute folgendermaßen zusammengefasst:
„Ich habe alte Bilder angeschaut, da hattest du noch sooo runde Backen! Und jetzt siehst du aus, wie aus dem KZ entlassen!“
😀 Für andere eine Beleidigung, für mich ein wundervolles Kompliment.

26. Woche…einfach am Ball bleiben.

Wenn man in einem Blog viel über ein Thema liest und dann plötzlich nichts mehr kommt, kann das nur eines heißen: es läuft mies.
So schaut es aus. Die Zeit, in der mir die Diät leicht fiel und fast wie von allein ging, ist vorbei.

Meine bessere Hälfte ist noch immer auf Arbeitssuche. Das zermürbt langsam, dazu der Druck vom Arbeitsamt. Da er gut vermittelbar ist, wurde er sogleich in eine Intensivbetreuung gesteckt. So ist die Stimmung hier häufig im Keller und Dominos schreibt, es vermisse uns.

Wenn es eh schon mies aussieht, gibt es noch eine Erkältung gratis dazu!

Also gab es hier im letzten Monat häufig richtige Sündentage, an deren Ende ich nach Luft japsend und mit essensschwangerem Kugelbauch im Bett lag und mich fragte, wie es nur wieder soweit kommen konnte.

So endete Slaines Geburtstagsgrillparty mit einem lockeren kg Rindfleisch in meinem Bauch. Ohne Probleme…dazu etwas Kuchen und Haribo. 😛

Umso überraschter war ich dann gestern, als die Vergleiche zum Vormonat doch -1kg Gewicht und einige fehlende cm ergaben.
Außerdem ist mir ein großer Fehler aufgefallen.
Ich hatte mich schon gewundert, weshalb ich mich immer öfter total erschöpft und ermattet fühlte. Dazu kam ständige Gereizheit. Aber klar! Da ich mit dem neuen Job eine wirklich kurze Mittagspause habe, hab ich vormittags seit April kaum etwas gegessen. Und das machte mir mit der Zeit immer mehr zu schaffen.
Jetzt esse ich bewusst wieder mehr und fühle mich dadurch besser. Die Energie reicht länger und auch die Nerven liegen nicht mehr dauerhaft blank.
Sondern nur so aller halbe Stunde. ;D

Am Mittwoch setz ich mich wieder mit meinem Coach zusammen und werden Änderungen am Schlachtplan besprechen. Mal schauen, was dabei rauskommt.
Und sonst heißt die Parole wie immer: durchhalten!

Immerhin passt mir inzwischen diese Hose. Die hat Slaine mir vor 2 Jahren zu Weihnachten geschenkt…viel zu eng! Doch nun…seht selbst. 😉

Diät konkret: Reis mit Huhn in Kokos-Curry-Sauce

Die heutigen Diätpläne sind alle sehr ähnlich, sie unterscheiden sich nur in der einfachen Abendmahlszeit. Und auch da gibt es nichts Spezielles dran. Je länger die Diät dauert, desto einfacher hält man es. So gibt es bei mir derzeit meistens einen Shake zum Frühstück. Da ich viel Abwechslung gegeben habe, mach ich es mir zum Frühstück gern leicht.
Das Mittagessen koche ich meistens für 3 Tage. Einmal Aufwand, drei Tage lecker.
Zunächst die Pläne:
NTTA Kokosmilch Reis

TT WE Kokosmilch Reis

TTA Kokosmilch Reis
Nun zum Rezept: Reis mit Huhn in Kokos-Curry-Sauce

Zutaten für eine Portion:

4 g Erdnussöl
500 g Hähnchenbrust-Filet
40 g Parboiled Reis (ich mische immer mit schwarzem Wildreis)
250 g Zucchini, frisch
75 g Paprika, rot
133 ml Tai Shan Kokosmilch light
Frühlingszwiebel
Gewürze: Zimtstange, Curry, Rosmarin, ein Spritzer Süßstoff (flüssig), frischer Ingwer, 1 Tropfen Sesamöl (gerösteter Sesam)

Ärgerlich ist, wenn man solche Tagespläne erstellt und dann die Produkte nicht mehr zur Verfügung stehen. So geht es mir mit der Kokosmilch. Ursprünglich hatte ich eine andere Kokosmilch mit weniger Kalorien, aber die wurde im Sortiment ersetzt.

Den Reis koche ich mit doppelter Menge Wasser, indem ich es einmal aufkochen lasse und dann auf niedrigster Stufe ca. 30 min köcheln lasse, bis alles Wasser aufgenommen wurde.
Das Huhn wird geschnitten, angebraten und ein Tropfen vom Sesamöl zum Würzen zugegeben. Außerdem wird mit Salz und Ingwer gewürzt, wobei ich mich beim Salz zurückhalte, da das Gemüse stärker gesalzen wird.

Den Zucchini schäle ich (ich mag die Schale nicht), halbiere und schneide ihn in große Stücke. Dann wird es angebraten. Währenddessen schneide ich den Paprika und die Frühlingszwiebel, füge sie aber noch nicht hinzu. Ist der Zucchini goldgelb angebraten, kommt die Kokosmilch, das Curry, der Süßstoff, Rosmarin, Salz und die Zimtstange hinzu. Das ganze wird ca. 10 Minuten köcheln gelassen, bis Paprika und Frühlingszwiebel zugegeben werden. Nun nochmal 5 Minuten köcheln lassen, die Zimtstange anschließend rausnehmen. Fertig.