35. Woche und plötzlich sieht die Welt wieder anders aus…

Wieder dachte ich: Es funktioniert nicht, mit mir stimmt was nicht, es stagniert, irgendwo liegt ein Fehler vor…
Ich verliere den Glauben an mich selbst und mein Projekt, an Erfolge und Konsequenzen, die aus konstantem Tun entstehen. Ich stelle die ganze Welt in Frage und fühle mich von Tag zu Tag schlechter, die Form wird schlimmer.
Und dann…springt die Waage plötzlich nach unten, ich wache schon mit super Laune auf, habe Power, fühle mich straff und fest an…es ist eine neue Welt.

Jeden Monat falle ich darauf herein und jeden Monat fühlt sich die Zeit um den 11. herum an wie eine Neugeburt. So auch heute. Nachdem das Gewicht ewig rund um die 75kg festhing, sprang die Waage über Nacht auf 72,9kg. Neuer Tiefststand!

Dazu die Erleichterung, nicht am Familienfest teilnehmen zu müssen, sondern stattdessen meine Freiheit zu genießen. Ich war total aufgedreht.

Dann hat sich auch noch eine Freundin in meinem Studio angemeldet, sodass wir uns dort treffen konnten.

Ich zeigte ihr erstmal im Schnelldurchgang das Studio, plapperte wie ein Wasserkraftwerk und schließlich kamen wir zum Functional-Bereich.
„Und hier hast du Griffe für Klimmzüge, die sind schön, weil sie sich frei drehen und bewegen lassen“, sagte ich und zog mich ein bisschen hoch, als ich plötzlich mit dem Kopf oben ankam.
Mein erster freier Klimmzug! Absolut ungeplant, überraschend, mühelos!
Okay, ich habe ihn mit Untergriff gemacht.
Aber WAHNSINN! Ich war völlig baff.

Die Pausen zwischen den Sätzen waren heute etwas länger, denn ich musste jedem Bekannten im Studio erzählen, was sich ereignet hatte. Und jeder sagte: „Das glaube ich nicht, bis ich es selbst gesehen habe.“
Insgesamt habe ich auf die Art heute 5 freie Klimmzüge gemacht. XD Obwohl es ein Beintraining war.
Jetzt bin ich total fertig und total glücklich zugleich.

Dreieinhalb Wochen Arbeit, Schweiß und Mühe und wenn ich denke, es bringt alles nichts, wird alles gut.

Ein Kumpel hat meine Veränderung heute folgendermaßen zusammengefasst:
„Ich habe alte Bilder angeschaut, da hattest du noch sooo runde Backen! Und jetzt siehst du aus, wie aus dem KZ entlassen!“
😀 Für andere eine Beleidigung, für mich ein wundervolles Kompliment.

26. Woche…einfach am Ball bleiben.

Wenn man in einem Blog viel über ein Thema liest und dann plötzlich nichts mehr kommt, kann das nur eines heißen: es läuft mies.
So schaut es aus. Die Zeit, in der mir die Diät leicht fiel und fast wie von allein ging, ist vorbei.

Meine bessere Hälfte ist noch immer auf Arbeitssuche. Das zermürbt langsam, dazu der Druck vom Arbeitsamt. Da er gut vermittelbar ist, wurde er sogleich in eine Intensivbetreuung gesteckt. So ist die Stimmung hier häufig im Keller und Dominos schreibt, es vermisse uns.

Wenn es eh schon mies aussieht, gibt es noch eine Erkältung gratis dazu!

Also gab es hier im letzten Monat häufig richtige Sündentage, an deren Ende ich nach Luft japsend und mit essensschwangerem Kugelbauch im Bett lag und mich fragte, wie es nur wieder soweit kommen konnte.

So endete Slaines Geburtstagsgrillparty mit einem lockeren kg Rindfleisch in meinem Bauch. Ohne Probleme…dazu etwas Kuchen und Haribo. 😛

Umso überraschter war ich dann gestern, als die Vergleiche zum Vormonat doch -1kg Gewicht und einige fehlende cm ergaben.
Außerdem ist mir ein großer Fehler aufgefallen.
Ich hatte mich schon gewundert, weshalb ich mich immer öfter total erschöpft und ermattet fühlte. Dazu kam ständige Gereizheit. Aber klar! Da ich mit dem neuen Job eine wirklich kurze Mittagspause habe, hab ich vormittags seit April kaum etwas gegessen. Und das machte mir mit der Zeit immer mehr zu schaffen.
Jetzt esse ich bewusst wieder mehr und fühle mich dadurch besser. Die Energie reicht länger und auch die Nerven liegen nicht mehr dauerhaft blank.
Sondern nur so aller halbe Stunde. ;D

Am Mittwoch setz ich mich wieder mit meinem Coach zusammen und werden Änderungen am Schlachtplan besprechen. Mal schauen, was dabei rauskommt.
Und sonst heißt die Parole wie immer: durchhalten!

Immerhin passt mir inzwischen diese Hose. Die hat Slaine mir vor 2 Jahren zu Weihnachten geschenkt…viel zu eng! Doch nun…seht selbst. 😉

Diät konkret: Reis mit Huhn in Kokos-Curry-Sauce

Die heutigen Diätpläne sind alle sehr ähnlich, sie unterscheiden sich nur in der einfachen Abendmahlszeit. Und auch da gibt es nichts Spezielles dran. Je länger die Diät dauert, desto einfacher hält man es. So gibt es bei mir derzeit meistens einen Shake zum Frühstück. Da ich viel Abwechslung gegeben habe, mach ich es mir zum Frühstück gern leicht.
Das Mittagessen koche ich meistens für 3 Tage. Einmal Aufwand, drei Tage lecker.
Zunächst die Pläne:
NTTA Kokosmilch Reis

TT WE Kokosmilch Reis

TTA Kokosmilch Reis
Nun zum Rezept: Reis mit Huhn in Kokos-Curry-Sauce

Zutaten für eine Portion:

4 g Erdnussöl
500 g Hähnchenbrust-Filet
40 g Parboiled Reis (ich mische immer mit schwarzem Wildreis)
250 g Zucchini, frisch
75 g Paprika, rot
133 ml Tai Shan Kokosmilch light
Frühlingszwiebel
Gewürze: Zimtstange, Curry, Rosmarin, ein Spritzer Süßstoff (flüssig), frischer Ingwer, 1 Tropfen Sesamöl (gerösteter Sesam)

Ärgerlich ist, wenn man solche Tagespläne erstellt und dann die Produkte nicht mehr zur Verfügung stehen. So geht es mir mit der Kokosmilch. Ursprünglich hatte ich eine andere Kokosmilch mit weniger Kalorien, aber die wurde im Sortiment ersetzt.

Den Reis koche ich mit doppelter Menge Wasser, indem ich es einmal aufkochen lasse und dann auf niedrigster Stufe ca. 30 min köcheln lasse, bis alles Wasser aufgenommen wurde.
Das Huhn wird geschnitten, angebraten und ein Tropfen vom Sesamöl zum Würzen zugegeben. Außerdem wird mit Salz und Ingwer gewürzt, wobei ich mich beim Salz zurückhalte, da das Gemüse stärker gesalzen wird.

Den Zucchini schäle ich (ich mag die Schale nicht), halbiere und schneide ihn in große Stücke. Dann wird es angebraten. Währenddessen schneide ich den Paprika und die Frühlingszwiebel, füge sie aber noch nicht hinzu. Ist der Zucchini goldgelb angebraten, kommt die Kokosmilch, das Curry, der Süßstoff, Rosmarin, Salz und die Zimtstange hinzu. Das ganze wird ca. 10 Minuten köcheln gelassen, bis Paprika und Frühlingszwiebel zugegeben werden. Nun nochmal 5 Minuten köcheln lassen, die Zimtstange anschließend rausnehmen. Fertig.

13. Woche Das Ende ist nah..

..aber warum fühl ich das nicht?
Ich muss für den alten Job nichts mehr vorbereiten, muss mir keine Gedanken machen, ob ich alles schaffe. Was irgendjemand über mich denkt, wie die Zusammenarbeit in Zukunft besser werden kann, wie man nochmal alles verbessern kann…das alles muss mich nicht mehr beschäftigen. Warum fühle ich mich dann so, als wäre ich auf der Titanik in eine Kabine gesperrt worden? Mein Herz ist schon seit Wochen weitergezogen, aber mein Hirn steckt im Job fest und macht mich wahnsinnig. Ich spüre jeden Tag als dumpfes Hämmern, nagende Gedankensprünge. Mein Hirn sendet dauerhaft kurze Filmsequenzen von Dingen, an die ich noch denken muss oder die auf mich zukommen könnten. Tags wie nachts.

Aber nicht nur mein Herz ist weitergezogen. Vorher auf Arbeit…

Mein Heimweg in den letzten Wochen fühlte sich nach Atlas‘ Job an…

Inzwischen sieht es im Büro so aus:

Dafür so Zuhause. O_o Die meisten Regalböden sind doppelt belegt. -.- Chaos!

Zeit für einen endgültigen Schlussstrich.

_______________________________________________________________________________

Heute ist der 11. des Monats und damit Zeit für ein Diätupdate. Morgen treffe ich mich wieder mit meinem Coach, um die nahe Zukunft zu besprechen.

Und da sieht es deutlich besser aus. Knapp 7kg sind inzwischen runter, die Figur wird hübscher, die Sachen sitzen immer besser und ich merke einfach jeden Tag, dass mir die erfolgreiche Diät jede Menge Stabilität und Sicherheit gibt.

Die Angst, zu versagen ist nicht vorhanden. Kein fieser Kerl auf der Schulter, der mir zuflüstert: bis hierhin lief es ja gut, aber es kommt der Moment des Versagens und dann läuft die Uhr wieder rückwärts. Ich weiß einfach, dass es mit Coach bis zum süßen Ende läuft, bis meine Figur endlich so aussieht, wie sie das schon seit Jahren sein sollte. Das weiß ich so genau, weil die Diät zur Zeit mit das Beste in meinem Leben ist. Ich esse abwechslungsreich, habe den Aufwand richtig gut im Griff und wenn mir alles zu fad wird, denke ich mir neue Rezepte aus. So wird es morgen zum Mittag einen Kuchen geben (vorausgesetzt meine Idee ergibt am Ende tatsächlich etwas Kuchenartiges und nicht nur süße Masse XD).

Gestern gab es mit Käse und getrockneten Tomaten überbackenes Huhn. Saulecker!

Wenn ich den alten Job hinter mit gelassen habe, wird auch endlich wieder anständig trainiert. Aktuell schaffe ich es nur am Wochenende und bin dann entsprechend enttäuscht von den Leistungen. Da freue ich mich schon auf die Zeit, wenn ich wieder regelmäßig viermal die Woche am Eisen bin und auch Jogging häufiger auf dem Plan steht.

Und noch eine gute Neuigkeit gibt es: Slaine ist auch endlich wieder mit auf Diät. ❤

Während der dritten Woche…

..läuft alles prima. Mittlerweile macht es mir Spaß, die Woche voraus zu planen. So kann ich auch alles auf drei Einkaufszettel eingrenzen. Diese drei Einkäufe werden auf die Woche verteilt. Alles easy, kein Stress mehr.

Silvester war für mich ein Trainings- und Diättag. Während die Jungs hier eine verdammt himmlische Bowle schlüften, Pizzen aßen und Chips knabberten, war es für mich vollkommen in Ordnung, mein leckeres Omelette zu genießen und Tee zu trinken. Gut, gegen 3 Uhr nachts kam dann der Hunger, aber mit ihm kam auch die Müdigkeit.

Es läuft gut.

Und die Waage beginnt wieder zu klettern. Die alte Geschichte. Man diätet, erwartet jeden Moment neue Tiefstwerte und die Waage macht genau das Gegenteil. Jeden Tag ein bisschen mehr. Hatte ich letzte Woche Daten um die 83,2 kg, sehe ich nun 83,9, 83,8 und heute Morgen: 84,1.

Ich kenne das Phänomen nun lange genug, um mich nicht mehr aus der Bahn werfen zu lassen. Aber es nervt noch immer.

Gründe für die Steigung können sein:

  • Muskeltonus durch Wiedereinstieg ins Training (Wassereinlagerung)
  • Wassereinlagerung durch Creatin-Konsum
  • spät salzig essen (Wassereinlagerung)
  • Muskelkater (Wassereinlagerung)
  • Zyklusbedingte Wassereinlagerung

Kurz: Durch Wassereinlagerungen lassen sich Zu- und Abnahmen mittels Personenwaage, besonders bei Frauen, kaum ermitteln.

Die meisten Wassereinlagerungen sind von kurzer Dauer. Durch den Zyklus habe ich regelmäßig aller 4 Wochen einen richtigen Gewichtsrutsch nach unten. Ein Abendessen ohne Salz und schon bin ich leichter. Auch ein Muskelkater heilt schnell und mit regelmäßigen Einheiten fällt er auch weniger ins Gewicht (wortwörtlich! :D). Der Anstieg durchs Creatin wird bleiben, solange ich es regelmäßig konsumiere und den Muskeltonus möchte ich auch nicht missen. So werde ich die tiefen Werte um 83,2 kg erstmal vergessen und Werte um 84 kg als neue Tiefmarke wählen. Würde ich das nicht tun, wäre jeder Morgen, der mich nicht mit neuen Tiefstwerten empfängt, eine Enttäuschung, das macht auf Dauer mürbe.

Aller Anfang…

…ist bekanntlich schwer. Und wer glaubt, ein Personal Trainer nehme einem alles ab, der irrt sich. Die Hauptarbeit bleibt immer bei einem selbst.

Gestern bekam ich also den Ernährungsplan zugesandt. Darin steht:

  • wieviel kcal ich pro Trainingstag bzw. trainingsfreien Tagen zu mir nehmen soll
  • eine entsprechend angepasst Menge an Makronährstoffen (Eiweiß, Kohlehydrate, Fett).
  • jede Menge Mahlzeitenoptionen
  • Allgemeine Tipps und Hinweise

Wo steckt denn nun die Arbeit?

Zunächst mussten all die Zutaten Mengenangaben erhalten, sodass abzusehen ist, wo wir (also ich) mit den Kalorien am Ende des Tages landen. Da ich Kalorien tracke, habe ich gestern also munter Listen mit Mahlzeitenoptionen erstellt und die Mengen so angepasst, dass jede Mahlzeitenkategorie für sich eine bestimmte Kalorienzahl hat. Mein Frühstück hat also, egal welche Option ich wähle, immer ca. 270kcal. Mein Mittagessen hat stets um die 700kcal. An Trainingstagen gibt es einen Nachtrainingsshake und eine Dosis Dextrose, was die 300kcal Unterschied zwischen Trainings- und Nichttrainingstagen ausmacht.

Das hat viele Stunden gebraucht, aber ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Die Kombination der Makronährstoffe reguliere ich, sobald ich die ersten beiden Mahlzeiten eingetragen habe und die anderen beiden vorplane.

Nachdem das geschafft war, habe ich meine halbe Küche ausgemistet. Plastikbehälter, die ich schon lange nicht mehr nutze, wurden aussortiert. Dazu jede Menge Fertigprodukte, wie Kartoffelbreipulver, Glasnudeln etc. und steinalte Zutaten, die schon seit Jahren darauf warten, benutzt zu werden (z.B. Linsen..rote Linsen, Tellerlinsen, weiße Linsen, ich muss wohl mal eine echte Linsenphase gehabt haben…oder es gab sie im Angebot), dann noch alles hin und herräumen, damit neuer Platz entsteht.

Nun fehlten nur noch die neuen Zutaten…also raus und den ersten Schwung einkaufen.

Irgendwie war die Zeit dann so schnell rum, dass ich das Essen völlig vergessen habe. XD Und so blieb, nach einer großen Mahlzeit nichts vom Tag mehr übrig. Da nützt der beste Plan nichts. ^^

Ein Tipp war, Reis zu kaufen, der mindestens 40 Minuten kochen muss. Gesagt getan…allerdings habe ich mir angewöhnt, die Gemüsemischung immer direkt mit zu kochen. Bei 40 Minuten Kochzeit kommen interessante Ergebnisse heraus, offensichtlich haben Schalotte und Aubergine ihre Farbe abgegeben, der Reis war vorher nämlich gelblich. 😉

1
Nächstes Mal füge ich das Gemüse später hinzu.
 

Nach dem chaotischen Auftakt wollte ich heute alles richtig machen. Also morgens direkt die erste Mahlzeit und auf ging es in den nächsten Laden, um noch weitere Zutaten zu holen. Und schon war es wieder Zeit zu essen. Ich habe noch nie Quinoa gegessen, also wollte ich das heute antesten. Der Geruch ließ grauenhaftes erahnen, aber ganz so schlimm war es dann nicht. Das Rind war mal wieder etwas zäh (irgendwie immer -.-), hatte dafür eine richtig leckeren Eigengeschmack. Danach noch fix eine halbe Grapefruit geschaufelt, alles nach Plan.
2
Allerdings hatte ich vergessen, ein Foto zu machen und überfiel meinen Freund mitten in der Mahlzeit. Mein Teller war zu dem Zeitpunkt schon lange leer. Upsprünglich ist die Mahlzeit üppiger und hat mich bis jetzt gut gesättigt.
So gut, dass ich noch gar nicht an die nächste Mahlzeit denken mag, obwohl die nun bald ran ist.
Das ist schon eine Umstellung, wenn man an zwei Riesenmahlzeiten gewohnt ist, nun plötzlich alles auf vier bis fünf kleinere Mahlzeiten verteilt.

Inzwischen ist die Bestellung für den Supplementeshop raus, denn auch beim Proteinpulver muss nachgerüstet werden. Das Fleisch für die Abendmahlzeit habe ich schon beim Mittagessen mitgebraten, alle kommenden Mahlzeiten schon vorher eingetragen, sodass die Makros ungefähr passen. Nun kann ich mich eigentlich zurücklehnen. Dennoch kommt es mir heute so vor, als könnte man mit alledem auch jeden Tag füllen. Einkaufen, einräumen, abwiegen, vorbereiten, kochen, essen, abwaschen, in Dosen packen, hin und herräumen, Essen tracken und vorausplanen.
Hoffentlich stellt sich da bald eine erleichternde Routine ein. 😉