Kacke zum Trinken..mein Darmbakterienexperiment Teil I

Wir schreiben das Jahr 2017. Viele Menschen haben sich von den Göttern und natürlicher Nahrung abgewandt und glauben nun an gottgleiche Körperformen, funktionelles Essen und konsumieren Flüssignahrung aus Tüten.

Zoom auf den elektrisch erhellten Planeten…Megacities, Nahaufnahme einer Straße, schwenk in eine Küche. Wir sehen eine verzweifelte Frau, die mit zitternder Hand ein Tütchen aufreißt und mit hungrigem Blick Pulver in ein Glas schüttet. Sie gießt Wasser dazu, rührt, wartet, starrt das Glas an, als ob es den Welthunger allein besiegen könnte. Schließlich setzt sie es an die Lippen und kippt die weißliche Flüssigkeit hinab.

Die Zeit verlangsamt sich, wir zommen in die Speiseröhre, die letzten Tropfen gleiten hinab, die Zeit verrinnt immer langsamer. Ein letztes endlos langes Schlucken…und die Zeit steht still.

Mit einem Ruck läuft die Zeit normal weiter, man sieht die junge Frau. Sie sieht aus wie vorher, die Küche sieht aus wie vorher. Es hat sich nichts verändert…

Manchmal frage ich mich schon selber: Bist du wirklich so verzweifelt?
Die offensichtliche Antwort lautet: Es scheint so.

Was ist passiert?
Wir reisen eine Wochen zurück. Es ist die Woche drei Komma fünf im monatlichen Diätturnus. Die Waage steht seit 3,5 Woche still, obwohl ich fast jeden Tag trainiere und den Diätplan übererfülle. Meine Schwester ruft an und erzählt, dass sie sich viel mit dem Thema „Darm“ beschäftigt und wie unermesslich groß die Auswirkungen des Darms sind. Allergien, Autoimmunkrankheiten, Wohlbefinden, Laune, Abnehmen….alles beginnt im Darm.
Und dann gibt es da diese Studie, bei der dicke Mäuse den Kot von dünnen fressen und umgekehrt. Und siehe da, die dicken Mäuse nehmen ab und die dünnen Mäuse nehmen zu.
Ergo: Darmbakterien von Dünnen machen schlank, Darmbakterien von Dicken machen dick.
Klingt stark vereinfacht? Ist es auch.

Es klingt einfach zu schön, um wahr zu sein.
Ein Tütchen pulverisierte Kackebakterien am Tag trinken und ganz von allein abnehmen.

Aber in der dritten Diätwoche jedes Monats bin ich zu allem bereit. Und dieses Mal hat meine Schwester mir eben zur rechten Zeit diesen Floh ins Ohr gesetzt.
Wenn auch nur eine geringe Chance besteht, dass es dadurch leichter wird, dann muss ich das einfach probieren.
Drei Monate gebe ich dem Experiment Zeit.

Heute ist Tag I. Ich habe das erste Mal ein Tütchen Omni Biotic Metabolic getrunken.

Tadaaa…das neue Wundermittel. Kann alles, heilt alles…mit nur einem Schluck.

Jetzt müsst ihr mich fragen: „Wie hat es geschmeckt?“
Und ich so: „Irgendwie scheiße.“

Ha
Ha
😉

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35. Woche und plötzlich sieht die Welt wieder anders aus…

Wieder dachte ich: Es funktioniert nicht, mit mir stimmt was nicht, es stagniert, irgendwo liegt ein Fehler vor…
Ich verliere den Glauben an mich selbst und mein Projekt, an Erfolge und Konsequenzen, die aus konstantem Tun entstehen. Ich stelle die ganze Welt in Frage und fühle mich von Tag zu Tag schlechter, die Form wird schlimmer.
Und dann…springt die Waage plötzlich nach unten, ich wache schon mit super Laune auf, habe Power, fühle mich straff und fest an…es ist eine neue Welt.

Jeden Monat falle ich darauf herein und jeden Monat fühlt sich die Zeit um den 11. herum an wie eine Neugeburt. So auch heute. Nachdem das Gewicht ewig rund um die 75kg festhing, sprang die Waage über Nacht auf 72,9kg. Neuer Tiefststand!

Dazu die Erleichterung, nicht am Familienfest teilnehmen zu müssen, sondern stattdessen meine Freiheit zu genießen. Ich war total aufgedreht.

Dann hat sich auch noch eine Freundin in meinem Studio angemeldet, sodass wir uns dort treffen konnten.

Ich zeigte ihr erstmal im Schnelldurchgang das Studio, plapperte wie ein Wasserkraftwerk und schließlich kamen wir zum Functional-Bereich.
„Und hier hast du Griffe für Klimmzüge, die sind schön, weil sie sich frei drehen und bewegen lassen“, sagte ich und zog mich ein bisschen hoch, als ich plötzlich mit dem Kopf oben ankam.
Mein erster freier Klimmzug! Absolut ungeplant, überraschend, mühelos!
Okay, ich habe ihn mit Untergriff gemacht.
Aber WAHNSINN! Ich war völlig baff.

Die Pausen zwischen den Sätzen waren heute etwas länger, denn ich musste jedem Bekannten im Studio erzählen, was sich ereignet hatte. Und jeder sagte: „Das glaube ich nicht, bis ich es selbst gesehen habe.“
Insgesamt habe ich auf die Art heute 5 freie Klimmzüge gemacht. XD Obwohl es ein Beintraining war.
Jetzt bin ich total fertig und total glücklich zugleich.

Dreieinhalb Wochen Arbeit, Schweiß und Mühe und wenn ich denke, es bringt alles nichts, wird alles gut.

Ein Kumpel hat meine Veränderung heute folgendermaßen zusammengefasst:
„Ich habe alte Bilder angeschaut, da hattest du noch sooo runde Backen! Und jetzt siehst du aus, wie aus dem KZ entlassen!“
😀 Für andere eine Beleidigung, für mich ein wundervolles Kompliment.

13. Woche Das Ende ist nah..

..aber warum fühl ich das nicht?
Ich muss für den alten Job nichts mehr vorbereiten, muss mir keine Gedanken machen, ob ich alles schaffe. Was irgendjemand über mich denkt, wie die Zusammenarbeit in Zukunft besser werden kann, wie man nochmal alles verbessern kann…das alles muss mich nicht mehr beschäftigen. Warum fühle ich mich dann so, als wäre ich auf der Titanik in eine Kabine gesperrt worden? Mein Herz ist schon seit Wochen weitergezogen, aber mein Hirn steckt im Job fest und macht mich wahnsinnig. Ich spüre jeden Tag als dumpfes Hämmern, nagende Gedankensprünge. Mein Hirn sendet dauerhaft kurze Filmsequenzen von Dingen, an die ich noch denken muss oder die auf mich zukommen könnten. Tags wie nachts.

Aber nicht nur mein Herz ist weitergezogen. Vorher auf Arbeit…

Mein Heimweg in den letzten Wochen fühlte sich nach Atlas‘ Job an…

Inzwischen sieht es im Büro so aus:

Dafür so Zuhause. O_o Die meisten Regalböden sind doppelt belegt. -.- Chaos!

Zeit für einen endgültigen Schlussstrich.

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Heute ist der 11. des Monats und damit Zeit für ein Diätupdate. Morgen treffe ich mich wieder mit meinem Coach, um die nahe Zukunft zu besprechen.

Und da sieht es deutlich besser aus. Knapp 7kg sind inzwischen runter, die Figur wird hübscher, die Sachen sitzen immer besser und ich merke einfach jeden Tag, dass mir die erfolgreiche Diät jede Menge Stabilität und Sicherheit gibt.

Die Angst, zu versagen ist nicht vorhanden. Kein fieser Kerl auf der Schulter, der mir zuflüstert: bis hierhin lief es ja gut, aber es kommt der Moment des Versagens und dann läuft die Uhr wieder rückwärts. Ich weiß einfach, dass es mit Coach bis zum süßen Ende läuft, bis meine Figur endlich so aussieht, wie sie das schon seit Jahren sein sollte. Das weiß ich so genau, weil die Diät zur Zeit mit das Beste in meinem Leben ist. Ich esse abwechslungsreich, habe den Aufwand richtig gut im Griff und wenn mir alles zu fad wird, denke ich mir neue Rezepte aus. So wird es morgen zum Mittag einen Kuchen geben (vorausgesetzt meine Idee ergibt am Ende tatsächlich etwas Kuchenartiges und nicht nur süße Masse XD).

Gestern gab es mit Käse und getrockneten Tomaten überbackenes Huhn. Saulecker!

Wenn ich den alten Job hinter mit gelassen habe, wird auch endlich wieder anständig trainiert. Aktuell schaffe ich es nur am Wochenende und bin dann entsprechend enttäuscht von den Leistungen. Da freue ich mich schon auf die Zeit, wenn ich wieder regelmäßig viermal die Woche am Eisen bin und auch Jogging häufiger auf dem Plan steht.

Und noch eine gute Neuigkeit gibt es: Slaine ist auch endlich wieder mit auf Diät. ❤

Woche 10 die II.: Diätalltag eines Kontrollfreaks

Ich habe es geschafft, die schwierige Einstiegszeit liegt hinter mir. All die Zweifel „Oh, halte ich wohl durch?“ „Werde ich den Aufwand schaffen?“ „Wird es immer so anstrengend sein?“ „Läuft es richtig oder mache ich zu viele Fehler?“ liegen hinter mir. Alltag ist eingezogen. Ein Tag nach dem nächsten vergeht, ohne dass ich mich umschau oder ins Stolpern gerate. Slaine futtert hier weiter munter Pizza oder Essen vom Lieblingschinesen und spült es mit feinstem Rotwein runter, ohne dass ich auch nur mit der Schulter zucke. Alles läuft perfekt.

Perfekt sieht bei mir so aus:
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Das ist meine Küchenwand, jedes Blatt ist ein Tag mit 4 bis 5 Mahlzeiten. Jedes Gramm ist festgelegt. Es gibt 3 Kategorien:

  • TTA (Trainings- und Arbeitstag)
  • NTTA (trainingsfreier Arbeitstag)
  • TT WE (Wochenendtage sind immer Trainingstage)

um überhaupt noch durchzusehen, habe ich die drei Kategorien farblich markiert. Wenn ich Lust auf Abwechslung oder ein anderes Gericht habe, setze ich mich hin und schreibe neue Listen. Manchmal merkt man nach dem ersten oder zweiten Mal, dass etwas stört, dann wird die Liste überarbeitet. Teilweise kleben dort schon drei Versionen übereinander.

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Donnerstags oder spätestens freitags plane ich das Wochenende und die darauffolgende Woche mit wenigen Klicks durch. Spätestens freitags muss dann auch die Einkaufsliste bis zum Feierabend stehen, weil ich auf dem Heimweg schon die meisten Lebensmittel etc. einkaufe. Den Rest hole ich samstags nach dem Training.

Mahlzeiten plane ich in der Woche so, dass ich entweder nur Kaltes zusammenrühren muss, oder für mehrere Tage vorkoche. Verliere ich die Übersicht über die Zutatenmengen (wie z.B. beim Eintopf), lege ich eine Exceltabelle an. So muss ich die jeweiligen Mengen nur noch ablesen.
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Gewicht und Umfänge werden aller 4 Wochen festgehalten…natürlich in einer Excel-Übersicht. Außerdem noch zur Übersicht die täglich verzehrten Makronährstoffe und die Kalorienbilanz.

Feierabend bedeutet für mich derzeit, Klamotten für den nächsten Tag rauszulegen, die benutzten Dosen in den Geschirrspüler zu stapeln und die Mahlzeiten für den nächsten Tag abzuwiegen und zuzubereiten und natürlich das aktuelle Abendessen nicht vergessen. Erst danach ist wirklich Freizeit…außer an Trainingstagen, dann heißt es Tasche packen, Nachtrainingszeug abwiegen und ab zum Sport.

Es läuft perfekt. Wie ein Uhrwerk. Jeder Tag ist präzise. Und vergeht. Die Wochen vergehen.

 

 

Und plötzlich höre ich beim Supermarktschlendern, während ich mit leeren Händen hinter Slaine hertrotte, einen Gedanken, der eigentlich längst überfällig war. Irgendwann musste er auftauchen denn er kommt immer dann, wenn sich alles einspielt, wenn ich mich sicher fühle und der Pfad vor mir gerade, klar und gut befestigt daliegt.

„Wann kann ich denn mal wieder einen Apfelkuchen essen? So einen richtigen, nicht nur ein winziges Stückchen. Einen ganzen Kuchen mit saftigen Äpfeln und Rosinen und Caramel und dazu Wanner-Waffeln…“

Wie immer erschrak ich kurz über den Gedanken, denn ich weiß um seine Macht. Die Macht, alles Feste aufzulösen und mich in das abenteuerlich strudelne Chaos zu reißen, wo man alle Kontrolle fahren und sich einfach treiben lässt.

Denn genau das steckt hinter dem Gedanken. Es geht doch eigentlich gar nicht um Apfelkuchen oder Pizza, es geht um meinen Verstand, der sich nach einer Pause sehnt. Einfach mal Sendepause machen, nicht dieses Gefühl, bei einem langen Schlittenhunderennen ständig alle Zügel fest in der Hand halten zu müssen. Ein Ende der To-do-Listen. Urlaub von der Kontrolle.

Das Alles weiß ich nicht erst seit heute. Aber wie macht man Sendepause? Meine Lieblingskollegin geht in den Garten und schuftet. Eine andere putzt, eine weitere kocht. Und ich? Ich lese…verdränge alles, um mich in die Abenteuer anderer zu flüchten. Doch immer öfter werden ich wieder rausgerissen. Nicht einmal dort lassen mich die To-do-Gedanken in Ruhe.

Wie macht man Pause? Wie genießt man das Jetzt? Wo gibt es echt Ruhe?

Mein Bodymedia-Armband und ich

Seit drei Wochen habe ich nun das Bodymedia. Ein paar Tage trug es mein Freund, sonst ist es für mich zu einem stetigen Begleiter geworden. Langsam zeichnet sich für mich ab, dass es die beste Investition seit langem war.

Was macht das Bodymedia? Darüber habe ich hier schon berichtet.

Mittlerweile habe ich auch die ersten Trainings-Einheiten hinter mich gebracht und damit mehr über mich erfahren:

  • an ruhigen Arbeitstagen, verbrauche ich ca. 2600kcal
  • an Wochenenden mit Trainingseinheiten verbrauche ich ebenfalls ca. 2600kcal
  • Arbeitstage mit Training liegen zwischen 3000 und 3300kcal Verbrauch

Anfangs habe ich befürchtet, dass mich diese Art der Kontrolle unter Druck setzt, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich verbrauche mehr, als ich dachte und kann damit leichter haushalten, auch kleine Ausrutscher kann ich mir nun gnädiger verzeihen. Das führt dazu, dass ich auf Dauer motivierter bleibe.

Immer, wenn ich mein Bodymedia anstecke, bin ich einfach neugierig, wie der letzte Tag gelaufen ist. Und ein kleiner Wettkampf ist es auch. Bisher hat das Bodymedia stets Aktivitäten im normaklen Bereich gemessen. Nur einmal wurden auf dem Laufband 6 Minuten als sehr anstrengend verbucht. Da ich bisher erst bei „Wiedereinstiegseinheiten“ nach der 4wöchigen Trainingspause bin, reizt es mich natürlich, die investierte Anstrengung zu erhöhen, um zu sehen, ob das Bodymedia das widerspiegelt. Es stärkt also nicht nur meine Motivation bei der Ernährung, sondern auch beim Training.

Wunder bewirkt es nicht. Aber ich spüre momentan, dass ich mich fit für eine langfristig gute Ernährung mit leichtem Defizit fühle. Und ich bin heiß darauf, meinen Speck endgültig loszuwerden. Kein „in 12 Wochen zur Strandfigur“-Powerprogramm, sondern langfristig Freude am Abnehmen.

Ps: Ich hatte den Verbrauch meiner Trainingseinheiten am Wochenende immer höher geschätzt. Kein Wunder also, dass Wochenenden mit ~5000kcal so reingehauen haben. 😉

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ganz ohne zu schleichen!

Es war einmal, vor langer, langer Zeit, da startete ein kühner Recke eine Gazette. Oder in Neudeutsch: Slaine (mein Freund) hatte einen Blog und der war recht beliebt. Alle waren traurig, als er schließlich in den Tiefen des Internets versank. Am traurigsten war ich, den nun bekamen seine neuen Kollegen all seine Albernheiten, seinen herrlichen Humor und seine kreativen Künste ab und ich hatte nichts mehr davon.

Umso glücklicher bin ich nun, weil ich sein Comeback unter den Bloggern groß verkünden kann.

 

http://schlank-ohne-disziplin.blogspot.de/

Worum geht es in dem Blog?
Natürlich rund ums Abnehmen. Viele Erkenntnisse haben wir in den letzten Jahren gemeinsam entdeckt. So zum Beispiel die Erkenntnis, dass schlanke Leute zwar stets die richtigen Tipps für Dicke haben, aber nie verstehen, warum wir nicht einfach abnehmen. Wieso, warum und weshalb das so ist und auf weitere Fragen versuchen wir eine Antwort zu finden.

Dabei verkaufen wir kein ultimatives Super-schlank-Rezept, vielmehr geht es in dem Blog darum, gemeinsam unseren Weg zur Wunschfigur zu finden und zu gehen. Mit allen Erfolgserlebnissen und Niederlagen, die sich dabei auftun. Statt der ultimativen Lösung steht bei uns das Nachdenken, die Selbsterkenntnis und die refektierten Erfahrungen im Vordergrund.
Und natürlich Humor. Endlich neues Gekritzel und peinliche Fotos. ;D

Also, wer Interesse hat: >>>Klick mich<<<

„Ich möchte an den Strand…

…ich habe schon vergessen, wie der aussieht.“

Die Doku ist keine 13 Minuten lang und macht mich doch gerade sehr betroffen. Viele Gedanken erkenne ich als meine eigenen.

>>>> Klick mich<<<<