Not macht erfinderisch

…und da ich immer mit dem Essen so meine liebe Not habe, bin ich da auch sehr erfinderisch…oder finderisch, denn vieles hab ich irgendwo gefunden und nachgekocht.

Ein paar meiner (Er-)Findungen will ich vorstellen. Rezepte sind es bei mir nicht wirklich, weil ich ständig Zutaten austausche. Daher kommt es bei meinen „Zubereitungsvorschlägen“ häufiger vor, dass ich sowas wie „some additional Protein“ als Zutat hinschreibe. Zu deutsch: Irgendwelche Eiweißquellen.

Ich liebe Abwechslung und ich liebe es zu essen. Deswegen geht es jetzt mit einer warmen Beilage los, die kalorienarm ist und satt macht.
Frittata
Frittata ist saulecker, kalorienarm und macht dennoch richtig satt.
Zutaten:

  • verschiedenes, reibbares Gemüse (Möhren, Zucchini, Paprika…) 400g
  • drei Eier
  • 2Tl frisch geriebener Parmesan
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Zehe Knoblauch
  • Salz&Pfeffer
  • 50ml Milch oder Küchencreme

Alles vermischen und in einer Pfanne auf kleiner Flamme durchgaren lassen. Entstehen soll eine Art fester Teig, zumindest der Theorie nach, bei mir entsteht immer ein leckerer Brei.

Gefüllte Tomaten
Gefüllte Tomaten sind nicht ganz kalorienarm, aber verdammt lecker und sättigend.
Zutaten:

  • 8 große Tomaten
  • 1 Pck fettarmer Feta
  • Thymian

Die Tomaten köpfen und aushöhlen. Am leichtesten geht das Aushöhlen, wenn man mit einem Messer den Rand abfährt und dann mit einem kleinen Löffel auslöffelt. Thymian reinträufeln, den Feta in 8 Stücke schneiden und in die Tomaten stopfen. Alle Tomaten in eine Auflaufform stellen und bei 200° ca. 25 Minuten in den Ofen schieben.

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Mittig seht ihr das Frittata, rechts die gefüllten Tomaten.

Wrap
Wraps sind eine perfekte Mahlzeit für heiße Tage. Grundlage ist Folgendes:

  • Tortilla-Wrap
  • Kräuterquark
  • Eiweißquelle…ob Thunfisch, Bratenaufschnitt, gebratenes, geschnittenes Hühnerfilet oder Kasseler, Hauptsache lecker und viel Eiweiß 😀
  • Gemüse, ebenfalls nach Belieben austauschbar
  • 1 Ei
  • zwei Salatblätter
  • Zwiebel

Legt Alufolie auf einen Teller und den Wrapteig darauf. Streicht anschließend den Kräuterquark darauf, lasst aber am Rand ca 1,5cm Platz (sonst wird es nachher eine Schweinerei). Das Gemüse in kleine Streifen schneiden, genauso wie die gewünschte Eiweißquelle und alles in der Mitte zu einem schmalen Streifen aufschichten. Ein Tipp noch für Thunfisch: Wenn ihr in Thunfisch einen kleinen Klecks Senf oder eine andere Sauce rührt (zB BBQ oder Bautz’ner pikante Grillsauce), hat das kaum Kalorien, aber der Thunfisch ist nicht mehr so trocken und richtig lecker. Die Zwiebel in kleine Keile teilen und verteilen, den Salat in schmale Streifen schneiden und obendrauf legen.
Nun wird seitlich ein Ende übergeschlagen und der Inhalt möglichst fest geballt. Dann die Rolle weiter aufrollen, die Alufolie drumrum wickeln, ein Ende verschließen und fertig. Leider bin ich heute so hungrig über den fertigen Wrap hergefallen, dass ich völlig vergessen habe ein Foto zu schießen.
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Seetang/Algen/Wakame-Salat
Klingt furchtbar, ist aber furchtbar lecker, kalorienarm und echt exotisch. Zum ersten Mal gegessen habe ich das am Geburtstag einer meiner Schwestern. Sie hatte mit einer Freundin ihr heißgeliebtes Sushi gemacht und die Freundin hatte eben jenen Wakamesalat dabei. Da das Zeug im Sushirestaurant ziemlich teuer ist, wollte ich es selbst machen. Das Rezept habe ich aus dem Internet und es ist wirklich einfach.

  • getrocknete Wakame (Ich glaube hier gibt es verschiedene Trocknungsstufen, weil ich oft von 49g lese, bei meinem Zeug reichen 10g und man erhält eine ganze Schüssel voll. Schaut einfach auf die Packung was für eine Portion angegeben ist.)
  • 3 El Reisessig
  • 3 El Öl von geröstetem Sesam
  • 1 El Koriander
  • 1 El Limettensaft
  • 1 Zehe Knoblauch (Oder für Faule wie mich einen kleinen Löffel voll Knoblauchpüree aus dem Chinamarkt)
  • 1 El Ingwer (Oder für Faule 1 EL Ingwerpüree aus den Chinamarkt)
  • 2 EL Sesamsamen
  • Den getrockneten Wakame mit heißem Wasser übergießen und zehn Minuten ziehen lassen, anschließend abgießen, nicht spülen, auch wenn es anfangs furchtbar riecht. Man kann ihn auch auswringen. Alle Gewürze, den Reisessig und das Öl zusammenmischen. Den Wakame in schmale Streifen schneiden und zur Gewürzmischung geben, umrühren und zum Schluss den Sesam drüber schütten. Eine Stunde ziehen lassen.
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    Für mich ist die Stunde jetzt rum und ich genieße mal meinen leckeren Seetang-Salat. 🙂

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