Zwei Wochen später…

Die ersten zwei Wochen der Diät sind rum und es läuft. Das erste Foto im neuen Jahr: Mein Kühlschrank.

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ein Sammelbildchen für jeden guten Diättag

Wie ihr seht, habe ich schon einige gute Diättage hinter mir. Eine Zeile entspricht einer Woche. Jeden Samstag wird gewogen. Aller vier wochen werden Maße genommen, daher gibt es bis jetzt nur die Ausgangsmaße.

Was habe ich sonst noch vom Plan umgesetzt?

  • den zweiten Hypnosetermin habe ich abgesagt, weil ich nicht glaube, dass er mehr gebrahct hätte. Der Drang zu Essen lässt momentan nur nach, weil ich einen Plan habe, das Phänomen kenne ich bereits. Teetrinken hilft, aber ich tue eben bewusst, mein Unterbewusstsein ist noch ganz das Alte und sagt immer: aber mit mehr Essen wäre alles schöner
  • Die Belohnungsbildchen ziehen für mich am meisten. Es ist albern und nur durch einen instinkitven Sammeltrieb zu erklären, aber ich freue mich schon immer tagsüber darauf, das nächste Bildchen ziehen und aufhängen zu können. Es ist ein gutes Gefühl, zu sehen, wie sie mehr werden. Der Gedanke „oh Gott, es geht schon so ewig, wie lang muss ich denn noch“ verkehrt sich in sein Gegenteil.
  • der Trainingsraum für Trainingstage wird genutzt. Es sind nur kurze Einheiten, die aber tatsächlich unsere Schwachpunkte peinlich offenbaren. Zu zweit können wir darüber lachen und haben Spaß daran. Es ist eben auch Zeit, die wir miteinander statt nebeneinander verbringen. Filme schauen und zocken ist noch immer schön, aber die neue intensive Zweisamkeit während dieser Trainingsstunden ist eben intensiver. Auch im Fitnessstudio trainiert letztlich jeder für sich, nur im Trainingsraum stacheln wir uns wirklich gegenseitig an und sind ganz privat beieinander.
  • Das Trainingssystem rockt einfach, es fordert mich stets aufs Neue heraus. Unter der Woche ist es frustrierend, weil ich dann sehr kraftlos, schlapp und k.o. bin, aber ich hoffe, dass sich das noch einpegelt. Aber am Wochenende bringe ich mich selbst immer wieder zum Staunen und der Körper fühlt sich durch die hohe Intensität auch einfach schon an, als würden überall neue, feste Muskelfasern spriesen.katze-wird-im-spiegel-zum-loewen-dxpfxp9pv5-20-lol-de.jpg
  • Der Ernährungsplan läuft wie ein Uhrwerk. Das liegt auch daran,dass meine Tage unter der Woche einem echten Marathon gleichen. Auf Arbeit war ständig was los, ich hatte kaum Zeit für Pausen. Nach Arbeit sah ich zu, dass ich dann schnell nach Hause komme, dort wird die Tasche gepackt, Essen und Kleidung für den nächsten Tag organisiert und schon gehts los zum Training. Nach dem Training dann fix zwei Mahlzeiten auf einmal essen, die Folge irgendeiner Serie schauen und schon ist es wieder 22 Uhr und eigentlich schon viel zu spät für mich. Am Wochenende kochen mein Freund und ich dafür gemeinsam. Freitags werden zwei Rezepte

Was soll sich in den nächsten Wochen tun?

Ich möchte natürlich weiter abnehmen und die guten Seiten des neuen Plans erleben: intensivere Stunden mit meinem Freund, das ergibt sich schon daraus, dass wir mehr über unsere Pläne reden, uns gegenseitig einschwören und bestärken.

Das Gefühl des Marathonlaufes wird sich hoffentlich legen. Auf Arbeit wird es mehr Pause geben und ich gewöhne mich sicherlich noch mehr an den hohen Trainingsrhythmus. Andernfalls wird die Trainingsfrequenz leicht angepasst.

Ich denke weiter darüber nach, wie es nach den tollen Ergebnissen der Strandfiguraktion wieder zu einem solch desaströsen Gewichtsanstieg kommen konnte. Das langsame Abnehmen ist für mich weit weniger frustrierend als das Wissen darum, dass ich es immer wieder schaffe, all das gewonnene zu vermasseln.

Was kann ich tun, um auch in Zukunft nicht mehr zuzunehmen? Das ist und bleibt die große Frage. Zunächst habe ich mich damit beschäftigt, was diese Fressanfälle auslöst. Genauer: Was verspricht mir mein Unterbewusstsein da eigentlich, das auf mich so überzeugend wirkt, dass es meinen Verstand ausschaltet? Und ich bin auf ein Wort gestoßen, das wie das letzte Puzzleteil passt: Kontrollverlust. Ich bin ein sehr organisierter Mensch, der immer einen Plan hat. Jetzt noch schnell in der Küche den Wasserkocher betätigen, dann kann ich die Wäsche anstellen, wenn die läuft ist auch das Wasser für den Tee fertig. Ich könnte aber nach dem Wasserkocher auch schnell noch einen Kaffee ansetzen, der wäre dann nach dem Teeaufgießen fertig. So sieht mein Alltag aus, lauter kleine to-do-Listen, die wie Gelenke ineinander laufen und für einen reibungslosen, optimierten Ablauf sorgen. Eigentlich toll. Es wird nur zum Problem, wenn ich mich total ausgebrannt fühle, aber keine Ruhe finde, weil noch drei Listen offen sind. Und da kommt auch der Wunsch nach Kontrollverlust her. Ich muss mir Pausen gönnen und dann wirklich Entspannung finden. Entspannung meint dabei mehr als ein trotziges „Das kann ich auch später noch machen“…denn „später“ ist für mich nur eine weitere geplante to-do-Liste, die auf Ausführung wartet. Nicht optimal…

Soweit mein 2016…und bei euch so?

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Neues Jahr, neues Ich?

Na, habt ihr alle gute Vorsätze für dieses Jahr gefasst? Ich habe mir lediglich vorgenommen, da weiter zu machen, wo ich letztes Jahr aufgehört habe. Das bedeutet: Kalorien zählen, ein ganz gemütliches Defizit halten, viel Eiweiß essen und natürlich wie bescheuert trainieren.
Vor Weihnachten/Silvester hatte ich die 80kg Marke unterschritten…mal wieder. Nach den Feiertagen sagte die Waage 82kg…mal wieder.

Die Feiertage waren echt schön. Spaß mit Freunden, einmal oder dreimal ein besinnlicher Vollrausch, albern sein, Fast Food, Sorgenfreiheit und Action. Da fällt es schwer, wieder in den alten Trott zurück zu finden. Aber so langsam wird es. Schritt für Schritt.
Heute war ich das erste Mal wieder im Studio und habe ein richtiges Mädchentraining hingelegt. Überall Pipigewichte, leichte Übungen an Maschinen, wenig Sätze, wenig Wiederholungen.

Ich hatte einfach keine Lust.

Was ich sonst gar nicht mehr kenne, war heute Realität. ABER ich war da und der Spiegel grinst mir breiter entgegen, die Klamotten fühlen sich besser an und ich weiß, auch wenns nicht viel war, es tat trotzdem gut. Kalorien zähl ich nun schon den dritten Tag, heute wird davon wohl der zweite sein, an dem ich im Rahmen bleibe. Wie bei der Schildkröte, geht es nun nur darum, weiter zu laufen, bis ich das Rennen gegen den inneren Schweinehund gewonnen habe.

Wie schauts bei euch aus? Volle Kanne motiviert oder hängt ihr auch eher in den Seilen? Habt ihr euch zu den Feiertagen richtig was gegönnt oder habt ihr euch gezügelt?

The future is not a gift but an achievement…

Vier Wochen liegt das letzte Beintraining zurück und ziemlich genau solange habe ich auch keine Kalorien mehr gezählt.
Erst hab ich bei der Arbeit übertrieben, sodass ich prompt krank wurde. Innerhalb weniger Stunden schlug meine Kondition von fit auf Halsweh und total schwach um. Die Warnzeichen an den Tagen zuvor hatte ich geflissentlich ignoriert, wollte ich doch die nächsten Kilos purzeln sehen.

Nachdem das auskuriert war, stand der Urlaub vor der Tür. Freunde besuchen, schön essen und trinken, Kneipe, lachen und auf der faulen Haut liegen war angesagt.
So wie Meister Petz im „Zoom Gelsenkirchen“ es gemacht hat, als wir vorbeischauten.
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Nach solchen Besuchen fällt auch mir wieder auf, wie schön es ist, einen Freundeskreis zu haben und ich erwische mich bei dem Gedanken die Zelte abzureißen und fix mal eben umzuziehen. Bis die ganzen „Aber“ wieder im Kopf Polka tanzen.
Aber es sind immer schöne Atempausen, auf die man sich immer wieder freut.
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Und um das schön ausklingen zu lassen, haben Slaine und ich uns noch eine ganz besondere Nacht gegönnt. Vor ca. sieben Jahren verließen wir die Stadt, in der wir uns kennenlernten, voller Abscheu. Wir hatten die Enge so satt, die Leute, den ewigen Regen, die ewigen Berg- und Talläufe, alles hing uns zum Halse raus. Aber nun, nach sieben Jahren, ist der Ekel abgeklungen und die schönen Erinnerungen kommen hoch. Also gabs eine „Remebernight“ in Wuppertal. Von all den alten Freuden kam leider nur einer, eine magere Bilanz, aber es wurde dennoch ein richtig schöner Abend voller geteilter und ausgetauschter Erinnerungen, Cocktails quer durch die Karte und viel Lachen.
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Und damit der Einstieg in den Alltag nicht so schwer fällt, kamen zwei Freunde, die wir zuvor besucht hatten uns nun wiederum für ein Wochenende besuchen. Lanpartyfeeling war angesagt mit Bier, Burger und Brownies für den Frust durch verlorene Matches. Smells like teen spirit.
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Nach all diesen schönen Tagen voller Ausgelassenheit, fällt es schwer, wieder zur Diät zurückzukehren. Während ich es gar nicht erwarten konnte wieder zum Training gehen zu können, brauchte ich einige Tage und zwei miese Waagenmessungen, um wieder zurück ins Kalorienzählen zu kommen. Aus 79,7kg sind in der letzten Woche ruckzuck 81kg geworden. Hier sind die Brownies Reste vom Feste vertilgt und heute ging es wieder los mit dem Wiegen, Planen, Zählen und Eintragen.
So schön wie die Tage waren, aber vor mir liegen Erfolge und eine Zukunft, auf die ich mich freue. Ich steh auf der Schwelle und freu mich auf den nächsten Schritt.
Und eine Idee lockt im Hinterkopf: Wenn wir unsere Freunde wiedersehen, sollen die Bauklötze staunen über unsere Veränderung.
Hepp, hepp!

Bereit die Grenze erneut zu überschreiten

Abnehmen kann aus unterschiedlichsten Gründen sehr frustrierend sein. Ein Grund ist, dass lange niemand eine Veränderung erkennen kann, anfangs nicht einmal man selbst. Ein anderer Grund kann sein, dass man schon einmal viel abgenommen hatte und nun mühselig eine Strecke entlanggeht, die man vor einiger Zeit bereits gegangen war. Dabei hat man oft die alten Gewichtswerte im Kopf und kann sich nicht richtig über das erreichte freuen.

Es gibt aber auch immer Momente in Diäten, in denen man sich großartig fühlt. Das kann durch ein Kompliment, ein endlich passendes Kleidungsstück oder das Durchbrechen einer Gewichtsklasse sein.

Vor Letzterem steh ich jetzt.
80kg sind für mich wie eine magische Grenze.
In meinem Selbstbild macht 80kg die Grenze zwischen fett und normal gewichtig aus.
Hinzu kommt, dass ich das Gefühl habe, über 80kg sieht man vielleicht jedes vierte oder fünfte Kilo, das ich abnehme. Unter 80kg kann ich jedes verlorene Kilo sehen, messen und fühlen. Das letzte Mal, als ich die 80kg unterschritt, stellte ich mit jedem Kilo Veränderungen an mir fest, wie sonst nie in so kurzer Zeit. Und seitdem habe ich Muskeln aufgebaut!
Deswegen freu ich mich auf die kommenden Wochen, auf die fallende Speckhülle, auf jede Mahlzeit, jede Trainingseinheit und auf jede Schicht auf Arbeit.
Diät und Verzicht sind eine Seite des Abnehmens, günstige Umstände wie einen zeitraubenden, anstrengenden Job (auch wenn er mir viel Freude macht, trifft das dennoch zu) und viel Motivation durch sichtbare Erfolge sind die schönere Seite.

Und weil mir der Hoffnungsstrahl die Wahrnehmung grillt, hab ich heute mal wieder wunderbare Posingfotos im Studio geschossen, wo noch immer die besten Lichtverhältnisse dafür herrschen.
Ego loading…be aware! ^^
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Und so drück ich 20kg Kurzhanteln nach drei harten Sätzen an der Flachbank *stolzbin*.
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Yes! Success!

Hallo da draußen!
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Heute war in klasse Tag, ein großartiger Tag! denn heute habe ich meine Masterarbeit abgegeben.
Fertig, Ende, Schluss mit Studium.
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Und was soll ich sagen, so ein bisschen stolz ist man da schon. ICH, Mittelschülerin, mit Handwerksausbildung, habe ein Hochschulstudium absolviert, habe eine Masterarbeit ganz allein geplant, verfasst und hundertmal überarbeitet. Dabei habe ich echt viel dazu gelernt, sodass all die Arbeit sogar immer ein wenig Spaß gemacht hat.
Und nun?
Erstmal Hartz IV beantragen (denn das Referendariat beginnt erst im Februar X_x), die Bewerbung fürs Ref. verfassen, auf einen Referendariatsplatz hoffen und vor allem: die freie Zeit genießen.
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Denn wenn es etwas Frustrierendes gibt, dann ist es die Aussicht auf Stress, Stress, Stress und weiterhin kaum Kohle.
Im ersten Semester sagte man uns enthusiastisch lauschenden Studenten: „Die Burnoutkliniken sind voll mit Lehrern und Ärzten.“
Auf der Infoveranstaltung fürs Ref. hieß es letztens: „Der einjährige Vorbereitungsdienst ist eine Herausforderung für alle Beteiligten, aber wenn sie sich voll engagieren und mit all ihren Fähigkeiten einbringen, werden sie das erfolgreich bestehen.“
Aber da gibt es bestimmt keinen Zusammenhang. ;P

Jedenfalls werde ich in nun viel Zeit im Zoo verbringen und natürlich weiterhin viel Zeit im Studio.
Auch dort kann ich im Moment tolle Erfolge verbuchen. Meine Kraft nimmt zu, die Muskulatur wächst und zeigt sich und das ist im (endlich warmen) Sommer natürlich enorm motivierend.
Zwar kann ich bei den Kniebeugen wieder ganz von vorn beginnen (die Knie zeigen meterweit über die Fußspitzen hinaus), aber auf der Flachbank drücke ich ganz flockig endlich wieder die 50kg (jetzt auch mit besserer Ausführung), auf der Schrägbank habe ich mich endlich mal wieder an die 20kg Kurzhanteln getraut und war vollkommen von den Socken, weil die sich nicht schwerer angefühlt haben, als die 17,5kg. Böse Trainingspartnerzungen sagen, bei dieser Erkenntnis hätte ich ein satanisches Glitzern in den Augen gehabt. Mit den neuen, knallbunten Trainingsshirts fühle ich mich, trotz Frühlingsrollen im Hüftbereich, verdammt wohl und heute habe ich beim Rückentraining einfach mal in jeder Übung Gewicht draufgepackt.
Es läuft und ich will mehr, mehr, mehr.

Slaine hat neue BCAA’s bestellt, die sich geschmacklich im Bereich zwischen Kaugummi auf Asphalt und Bierschiss bewegen. Schmecken wie Malzbier mit Tonnen an Süßstoff. Davon bin ich in etwa so begeistert wie Rühl von Zumba.

Aber ein Ossi schmeißt nix weg! Und so komm ich zur BCAA-Supplementation. Nase zu und runter.
Voran, voran!

Denn irgendwann will ich ja auch mal tolle Vorher-Nachher-Fotos posten.
Apropos, da ist mir wieder etwas Tolles aufgefallen: Als Bodybuilder auf Diät hat man ja ständig Angst, Muskelmasse zu verlieren. Und wenn ich an meinen Speckfalten herumziehe, habe ich manchmal das Gefühl, wenn der Speck runter ist, ist nix mehr da.
Aber siehe da, ich habe mir Fotos von Leuten, die genau das durchgezogen haben, mal angeschaut und festgestellt, dass einfach durch den Fakt, dass magerere Muskelmasse auch tiefere Einschnitte mit sich bringt, alles größer wirkt. Die Berge werden überhaupt er sichtbar.
Schaut mal genau hin, sie hat weniger Umfang, sieht aber viel trainierter aus:


Ist das nicht erstaunlich? Das macht Mut.
Solche Fotos motivieren natürlich immer, aber die Erkenntnis, dass ich auf jeden Fall in allen Belangen besser aussehen würde, wenn da noch etwas Speck runter käme, gibt mir einen echten Powerboost.

Tschakka! 😀

Auf der Suche nach Motivation

Die Woche Auszeit habe ich in vollen Zügen genossen. Und ich habe darüber nachgedacht, weshalb ich sie überhaupt brauchte. Eigentlich lief doch alles locker, an den Rhythmus hatte ich mich gewöhnt. Fünf Tage lang abends stolz Striche machen und an zwei Tagen schlemmen. Ich hatte Fortschritte beim Training, beim Anziehen meiner Kleidung, im Spiegel. Alles lief top.
Aber wieso fühlte es sich dann so an, als würde ich auf der Stelle treten und als säße ich in der Falle?

Larissa Reis ist derzeit DER Star aus der Figur-Klasse

Nun, das auf der Stelle treten kam zustande, weil bei den drei Mal, bei denen ich auf einer Waage stand quasi keine Veränderung was das Gewicht angeht, festzustellen war. Und so sehr mit das Auge auch sagte, dass sich etwas verbessert, sagt der Kopf doch: Mit über 80kg wirst du nie eine Figur der „Figurklasse“ bekommen. Die Figure-Class ist die Klasse im Bodybuilding, mit der ich mich am meisten identifiziere, mit der ich mich selbst sehe, wenn ich mich meinen Träumen hingebe. Und eben genau dieser Traum ist wieder in unerreichbare Ferne gerückt, statt greifbar näher zu kommen. Das raubt mir viel Motivation…sehr viel. Und gegen diesen Gedanken muss ich ankämpfen, denn er endet darin, dass alles sinnlos ist.
In Eragon gab es eine Stelle, in der es um innere Stärke geht. Und es gab da als Beispiel diesen uralten Drachen, der so stark war, weil er es sich selbst verbat, gewisse Bedenken, Zweifel und Ängste zuzulassen. In unserer Gesellschaft sind wir mehr und mehr damit beschäftigt, unsere Zweifel, Bedenken und Ängste auszugraben und ernst zu nehmen, statt sie zu unterdrücken. Und ich weiß nicht, wie ich mich entscheiden soll.

Das Gefühl in der Falle zu sitzen bekomme ich immer, wenn sich die Kreise enger ziehen. Wenn der Alltag sich immer mehr und mehr um die verstandesmäßige Überwachung meiner alltäglichen Bedürfnisse dreht. Dann sehne ich mich nach Freiheit, Spaß und Ungezwungenheit, weil Kontrolle und Zwang einfach nicht meinem Wesen entspricht. Ich erlebe so oft andere Leute, die nicht glauben können, welchen Aufwand ich betreibe, um abzunehmen. Wieso ich nicht einfach etwas weniger esse. Das sei doch nicht normal. Sie können nicht glauben, wieso ich nicht einfach so lebe wie sie, bei ihnen hätte es doch auch geklappt. Und ich steh dann da wie der begossene Pudel, weil ich wirklich wünschte, es wäre so. Wie oft hab ich gedacht: Du machst jetzt noch diese eine Diät, die ziehst du durch und dann bist du frei. Aber so war es nie, ich erreichte nie das Ziel, stattdessen fühlte ich mich auf halber Strecke total am Ende, gab auf und hasste mich für mein Versagen.
Überall liest man dann von „Ausreden“. Dicke hätten immer nur „excuses“. Und weil ich dieses Klischee satt habe, entschuldige ich mich nicht, ich formulier auch keine Ausreden oder Gründe, ich treffe schlicht und einfach Entscheidungen. So wie die Entscheidung zur Pause diese Woche und so wie ich entschieden habe nächste Woche weiter zu machen.

Das Gefühl, in der Falle zu sitzen, ist fort, ausgemerzt durch hemmungslosen Spaß am Schlemmen und zusätzlich den faden Beigeschmack, dass alles, was erlaubt ist längst nicht so gut schmeckt wie Verbotenes.
Aber mir ist auch klar geworden, dass ich irgendwelche messbaren Daten brauche, die mir auch an schlechten Tagen sagen: Es geht wirklich voran. Du redest dir das nicht nur toll. Daher werde ich meine Umfänge mit dem Maßband festhalten. Nach einer kohlenhydratreichen Woche sollte da schnell ein Erfolg zu sehen sein. *fg*
Außerdem steht als neues Ziel, nur einen Schlemmertag zu machen, den dafür richtig bewusst. Und an dem zweiten Tag zwar nicht zu zählen, aber trotzdem zu versuchen nicht ganz so zu übertreiben. Denn irgendwie muss ich noch ein paar Kilos wegkriegen. Ich will meinen Traum erreichen, will auch an schlechten Tagen vorm Spiegel bestehen können und ich will ein fucking Freak sein, bei dem keiner denkt: guck dir die Dicke an, sondern bei dem die Kinnladen der Standartisierten auf die Tisch knallen weil sie nur denken „OMG-WTF“.

Das Trainingshirt sitzt übrigens richtig klasse…jetzt, wo ich es richtig herum anzieh. Ich habe bei den Fotos tatsächlich hinten und vorne vertauscht. XD Jetzt ist es am Rücken ziemlich frei, dafür aber vorn schön geschlossen, am Bauch hängt es frei und es fühlt sich traumhaft an. DAS Gefühl, mir so ein Shirt wirklich verdient zu haben und zu denken: Wahnsinn, sitzt das gut!, das motiviert ungemein.

Und damit heißt es: Tschakka! auf in die nächsten Wochen!

Vorstellung: weibliche Lieblingsbodybuilder

Nachdem Leonie schon fragte, ob ich auch weibliche Vorbilder unter den Bodybuildern hätte, stand die Grundidee zu einem Artikel schon fest. Als eine dieser besagten Frauen gestern noch mal ihre 10 Jahre Trainingszeit mittels Fotos auf Facebook rekapitulierte, war mir klar, dass die Zeit für einen solchen Artikel gekommen ist.

Fangen wir mit Monika Becht an. Dieser Teufel im Engelskostüm zeigt sich eigentlich immer gut gelaunt vor der Kamera und ihre Körperbeherrschung ist atemberaubend. Von ihrer Energie und Power lass ich mich gern anstecken.

Skadi Frei Seifert gehört zu den ganz großen Frauen im Bodybuilding. Aber wer glaubt, dass viele Muskeln unsexy sind, der hat dieses German-Muscle-Pin-Up-Girl noch nicht erlebt. Schau selbst, geballte Weiblichkeit.

Von den Proportionen her mein absoluter Favorit ist Heidi Vuorela. Diese Arme, die Schultern, die schmale Hüpfte…hpmf. Und ihrem Blog nach zu urteilen, ist sie das ganze Jahr durch schlank und trocken…beneidenswert. Hier ein Bild aus ihrem Blog http://heidivuorela.com/

Hier noch eins von vorn:

Und wenn mir mal wieder glasklar vor Augen steht, dass das alles für mich unerreichbar ist, dann denk ich an Michaela „Ironwitch“ Schaar. Sie hat, wie eingangs schon gesagt, gestern ihr 10jährigen Trainingsjubiläum Revue passieren lassen. Jetzt, nachdem sie bei einem großen internationalen Wettkampf den dritten Platz belegt hat, kann sie stolz Fotos zeigen, aus einer Zeit, als noch niemand daran glaubte.

Anfangszeit 2003
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Michaela Ironwitch Schaar: „2006/2007 Job weg, Frust … total am Ende 93,4kg … ich wollte endlich on Stage und Wettkämpfe machen. Alle lachten mich aus.“

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Bereits 2008 war sie in dieser Form auf der Bühne.

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Und sie entwickelt sich immer weiter.

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Eine unglaubliche Entwicklung und nicht ohne Rückschläge. Aber sie ist immer ihrem Traum nachgelaufen, bis er wahr wurde. Menr Fotos und ihre Kommentare könnt ihr auf ihrer Facebookseite sehen: https://www.facebook.com/michaela.schaar

Edit: Eine hab ich noch vergessen. Alina Popa! Auch eines der ganz großen Mädchen, steht sie mit der Creme de la Creme auf der Bodybuildingbühne, auf der die Besten der Besten gekürt werden: Die Wahl zur Mrs Olympia. Alina hat auch einen Blog und hat dort einen wunderbaren Artikel verfasst, in dem sie erzählt, wie schwer sie es in einer konservativen Familie hatte, ihren Weg zu gehen und ihren persönlichen Traum zu leben. Sie ist sogar von Zuhause weggelaufen, um ihren Eltern klar zu machen, dass sie ihre eigenen Entscheidungen trifft. Vorhang auf, für die wunderbare Alina Popa.