Das Katzenrad ist endlich da!

Yeah, yeah, yeah.

Freitag kam es endlich an. Unser knallgrünes Katzenrad.
Zunächst wurde es ausgiebig beschnuppert. Die ersten holprigen Momente wurden gemeistert und mit viel Leckerlies belohnt.

Ausgerechnet unser geräuschempfindlicher, nervöser Panikpanther Paprika fand sofort Gefallen daran. Schon nach kurzer Zeit sprang er an die Wand und lief dann mit aufgestelltem Schwanz munter weiter.
Irgendwann erschrak er dann wohl über die eigene Courage, fiepte während des Laufens, als wäre er beim Tierarzt, sah uns mit untertassengroßen Augen an…und lief nach kurzem Überlegen weiter.
Seitdem läuft er immer mal wieder kurze Strecken von allein.

Bei den anderen beiden sind wir noch in der Eingewöhnung. Den schweren Wasabi schaukelt es ordentlich durch, sobald er nicht mehr läuft. Curry findet den Teppich innen toll, um ausgiebig daran zu kratzen. Laufen findet sie dagegen weniger spannend, aber das kommt bestimmt bald.

Das Rad ist wirklich toll verarbeitet und geräuscharm. Die Farben entsprechen dem Muster. Es läuft sehr leicht und absolut stabil, kommt aber auch schnell wieder zum Stehen. Wir sind richtig glücklich, dass wir es haben.
Es ist schön, den Katzen mal wieder etwas beizubringen. Sie freuen sich natürlich über die ganze Aufmerksamkeit. Und wir sind verzückt vom Zuschauen.

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Die dicke Katze muss weg…

..und abnehmen.

Gar nicht so einfach, wenn man drei Katzen hat, wobei

  • die erste kotzt, sobald es Aufregung am Futternapf gibt
  • die zweite eine Prinzessin ist, die aller 10 Minuten mal drei Stäubchen fressen will, aber ein Mordstheater macht, wenn dann nichts da ist
  • und die dritte jede erreichbare Kalorie einsaugt und alles frisst, was sie findet.

Als die dritte nun jedoch ein Kampfgewicht von 7,6 kg erreichte, war es höchste Eisenbahn, drastische Schritte einzuleiten.

Schon vor langer Zeit schafften wir normale Futternäpfe ab und ersetzten sie durch Activity-Spieltürme und Fummelbretter. Mit sensationellem Erfolg! Alle drei Katzen sind nun sehr geschickt im Futter-aus-dem-Napf-fummeln. Sie beweisen ihre erworbenen Schlüsselkompetenzen regelmäßig an meinem Kleiderschrank (Tür auf, Hosen raus), der Schrankwand (da kann man stundenlang an den Türen fummeln, sodass die laut klappern, bis die Großen die Nerven verlieren) und sämtlichen Tüten, die man mal kurz unbeobachtet liegen lässt. Im Ausräumen sind sie wirklich super.

Futterneid gibt es zum Glück nie.

Nur dünner wird die fette Katze davon nicht.

Da sie Wohnungskatzen sind, stand die Frage nach Beschäftigungsmöglichkeiten im Raum. Es gibt wohl kaum ein Spielzeug, was wir nicht haben. Und alle davon liegen ungenutzt herum. Aber wir sind ja nicht blöd. Bei Katzen gilt: die einfachsten Sachen sind die tollsten. Man nehme einen Pappkarton, klebe ihn zu, schneide pfotengroße Löcher hinein, stopfe all das rumliegende Spielzeug mit ein wenig Lieblingsleckerlie dazwischen in den Karton und los geht stundenlanges Gefummel. Wenn man vergisst den Karton am Ende wieder wegzuräumen, auch gern mal nachts zwischen 2 und 4 Uhr!

Angeln und Bänder kommen nie aus der Mode. Und leere Kartons verlieren auch nie ihren Reiz. Aber zu einer Abnahme führte das leider auch nicht. Man musste es irgendwie schaffen, dass die nervöse Katze und die Prinzessin ihre eigenen Futterstellen haben, an die der Fette nicht rankommt. Aber wie?

Seltene Aufnahmen zeigen das scheue Tier bei der Nahrungsaufnahme

Zuerst beschafften wir „bOi-Äung“, den Futterautomaten mit dem Button. Zum Glück raffte nur der scheue Paprika, wie das Ding funktioniert. So konnte er fortan in Ruhe fressen, wann immer er wollte.

Nun blieb nur noch die krähende Prinzessin. Zwar bediente sie auch ein paar Mal den Button, allerdings nur, wenn man die Hand darüber hielt, sodass sie berm Versuch, die Hand anzuschmusen, dem Button wortwörtlich einen Headbutt gab. Es musste eine andere Möglichkeit her. Die fand sich nun zum Glück:

Der SureFeed Mikrochip Futteratomat (erhältlich beispielsweise bei ZooPlus) öffnet seine Klappe nur, wenn eine Katze mit freigeschaltenem Mikrochip in seine Nähe kommt. Wir ließen unsere Diva Curry also chippen, speicherten ihren Chip ein und nun kann sie, so oft sie möchte, zum Automaten gehen, ein Körnchen naschen und dann ladylike von dannen ziehen, ohne dass der Dickwanst etwas abbekommt. Zum Glück hat unsere IQ-niedrigste Katze das verstanden und muss nun nicht verhungern. Seitdem ist sie viel umgänglicher.

Der dicke Wasabi hingegen quält uns nun ständig. Entweder wiel er Hunger hat, schließlich findet er nun nur noch selten rumliegendes Futter, oder weil er sich langweilt. Wer kennt das nicht: Wenn man weniger Zeit mit der Essensbeschffung und dem Essen zubringt, wird man plötzlich viel aktiver.

Wir haben zwar schon überall Bretter zum Rennen angebracht, aber auf Dauer ist das wohl auch langweilig. Und immer Bespielen können wir die drei auch nicht. Was tun?

Ein Katzenrad musste her. Mit der österreichischen Firma PETHOME Catwheels fanden wir eine Möglichkeit, den Katzen ein gutes, stabiles, leises und hübsches (so viele mögliche Farben!) Katzenrad zu bescheren.

Gern hätte ich an dieser Stelle schon ein cooles Flitzevideo gepostet, aber die Spedition Dachser machte uns einen Strich durch die Rechnung. Beim Auspacken entdeckten wir einen Schaden, der vorher durch das Holzgestell verdeckt war. Der Rahmen war total zerbrochen. -.-

Für die Spedition war das unser Problem, schließlich hatten wir bei Anlieferung an der Haustür unterschrieben, dass keine Schäden daran sind. Klar, so im verschraubten Holzgestell, mitten im Hausflur, sah alles ganz aus. Und so schnell packt man das Ding nicht aus, schließlich war es fest verschraubt und umwickelt.
Wir waren echt frustriert.

Zum Glück ist der Hersteller echt klasse. Er antwortet prompt, man spürt, dass ihn die Fertigung der Räder persönlich obliegt. Er machte uns ein sehr faires Angebot: Wenn wir die Räder und Metallteile abbauen und zu ihm schicken, baut er kostenlos einen neuen Rahmen und schickt ihn uns portofrei zu. So viel Kulanz ist wirklich klasse!
Und auf eines könnt ihr euch verlassen, der nächste Speditionsfahrer kann im Hausflur warten, bis ich das Teil genüsslich ausgepackt und begutachtet habe. Und dann kann er die Verpackung gleich mitnehmen. Den Fehler, einfach zu unterschreiben, mache ich nicht zweimal.

Beim nächsten Post gibt es also hoffentlich lustige Katzenvideos. 😉