…und kein Schweinenacken. :(

Das Unfassbare ist passiert: Ich habe mit meinem Coach eine Stunde lang mögliche Bauchübungen durchexerziert. Und ich lebe noch! Ich hatte obendrein kaum Bauchmuskelkater. Total verrückt.

Aber ich muss auch was tun. Ich merke es an der Wirbelsäule. Beim Sitzen brennt mir der Unterrücken, ich sitze total schief. Bei den Kniebeugen oder beim Langhantel-Frontdrücken fehlt mir die Staibität im Rücken. Und wenn ich entspannt im Bad steh, ruft der Freund regelmäßig: „Oh, ein Schildkrötenbauch!“. Also heißt es jetzt auch noch den Bauch zu quälen.

Tja, und wie ich so meinem Coach erzähle, dass die Waage gerade total zickt und dass ich dennoch Anfang Juni wieder einen Ausnahmetag nehme, um den Geburtstag vom Slaine zu feiern, bei dem wir so richtig grillen wollen, sagt der Coach:

„Grillen? Kein Problem! Du musst dich nur entscheiden, ob du Eiweiß mit Fett oder mit Kohlenhydraten kombinierst.“

Keine Frage, denk ich…Wer braucht schon Kohlenhydrate, wenn er ein Kilo Schweinenac…

„Du kannst alles machen…Pute, Huhn, schön mariniert! Sogar Fisch! (ich reiße entsetzt die Augen auf) Forelle vom Grill, mit leckeren Kräutern, ich sag dir, ein Gedicht! (mein Gesicht ist vollständig entgleist)
Rind kannst du natürlich auch machen (sagt er versöhnlich, was aber nichts rettet und so fragt er schließlich) Was wolltest du denn machen?“

SCHWEINENACKEN! Ich will nur Schweinenacken.
Nun schaut er mich entsetzt an und schüttelt anschließend den Kopf. X(
Kein Schweinenacken?!%$& NEEEEEIIIINNNN. Mir blutet das Herz. Wirklich und wahrhaftig.

Wir haben uns dann auf Rind geeinigt. Bisher fallen mir die meisten Umstellungen durch den Coach wirklich leicht. Diese nicht. Grillen ohne Schweinenacken….das ist bitter.

Heute sind wir mal wieder im Clara-Zetkin-Park hier in Leipzig gewesen. Mitten durch die Innenstadt ist Leipzig von wunderschönen Parks durchzogen, aber nur im Clarapark kann man Eichhörnchen, Meisen, Spatzen, Sperber und Raben aus der Hand füttern. Dazu die frische Luft, Sonnenstrahlen, blühende Büsche uns quakende Frösche.

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Was könnte da die Stimmung trüben?
Doch niemals der Zwischenstopp auf einen Kaffee im Glashaus, welches sich mitten im Park, unter den Bäumen befindet.
Sicher nicht.
Aber was zieht mir da in die Nase und lässt mich wie einen sabbernden Hund fast auf alle Viere fallen?
Der Grill im anschließenden Biergarten…mit dem Odeur von frisch gegrilltem SCHWEINENACKENSTEAK. AAARRRWWWWWWWW…noooooooooo! X(
Kein Schweinenacken in den nächsten Monaten für mich.
DAS ist schwer.
Wie soll ich das nur schaffen?

Da hilft nur der Stolz auf die eigenen Erfolge. Da darf man sich ruhig mal selbst auf ein Podest stellen. ;D

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Was ist denn hier schon wieder los?

Keine neue Eiszeit, es gab nur nicht so viel zu erzählen.
Die Grippewelle hat uns hier auch erwischt.
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Erst erwischte sie mich, dann waren wir am Jahrestag in dem anderen Studio trainieren und schon lag Slaine flach.
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Und als ob das nicht ausreichen würde, habe ich dann auch noch heldenhaft versucht mir am Kratzbaum den großen Zeh zu brechen. Hat nicht ganz geklappt, aber um nicht trainieren zu können, reichte es allemal.

Soweit die schlechten Nachrichten, doch es gibt auch Gute. Zum Masterplan für dieses Jahr gehört nicht nur das Training, sondern natürlich auch die Ernährung. Die ist bekanntlich der schwerere Part und Zeiten wie diese sind meist ein Anlass, dass ich mich gänzlich gehen lasse. Man muss ja schließlich erstmal gesund werden. Aber diesmal nicht. Auch wenn es viele Lücken gibt, so zeigt mein Kühlschrank doch, dass es jede Woche mehrere Tage gibt, in denen ich mich glasklar an den Plan gehalten habe. Und selbst die meisten Lücken sind kleinen Extraportionen geschuldet und nicht den üblichen Fressgelagen.

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Es sind auch tatsächlich diese Bildchen, die das bewirken. Mein Geist lässt sich nach wie vor leicht verführen und unter Hungergefühlen bin ich ebenfalls noch immer an der Grenze zur Unzurechnungsfähigkeit, sobald kalorienreiches Fast Food in Sichtweite kommt. Und nun kommt auch noch mein Job dazu, der manchmal echt miese Tage enthält.
Letzten Freitag zum Beispiel…

Wer mich kennt, weiß ja, dass ich den gaaaanz weichen Kern eines Superhelden habe, der immer mal wieder die Welt retten will. Oder wenigstens ein paar meiner Teilnehmer…
Die meisten Teilnehmer sind das auch wirklich wert. Die haben furchtbare Biographien vorzuweisen und inzwischen ein Alter erreicht, bei dem der entscheidende „Klick-Moment“ schon hinter ihnen liegt. Die wollen raus aus der Maßnahmen-Schleife, wollen nicht bevormundet, sondern ernst genommen werden und endlich einen Schritt in eine neue Zukunft machen. Die Plagen sich mit ihren Macken und Problemen, aber sie bleiben dran und grundsätzlich wollen die.
Und dann gibt es noch die Kategorie „junger Knallhorst“, deren Kandidaten und Kandidatinnen den entscheidenden „Klick-Moment“, an dem sie schnallen, dass es im Leben nicht nur immer GEGEN andere, sondern eigentlich UM einen selbst geht, noch vor sich haben. Die legen sich volle Kanne ins Zeug, damit  die Welt sich vier Stunden lang um sie dreht. Stören, Schwatzen und eine Beteiligung die auf „Ich kenn da auch noch jemanden, dem ist das passiert und das war so…“ hinausläuft und die zu unterrichten einen zermürbt. Meistens sind diese Kandidaten bzw. ihr Verhalten sich selbst aber zu anstrengend, sodass sie sowieso nur aller zwei Wochen mal für ein paar Stunden reinschneien.

Dann gibt es noch die Tage, wo diese Kandidaten entgegen aller Wahrscheinlichkeit doch mehrere Tage hintereinander den Unterricht besuchen, um mich dann mit einem Wechsel aus Unverschämtheit, Aggressivität, Teilnahmslosigkeit und Provokation zu beehren, der mich gleichzeitig rasend vor Wut und total erschöpft zurücklässt.
So auch letzten Freitag…90 Minuten, die sich wie ein Kaugummi auf dem Rolltreppengeländer langziehen und mich am Sinn des Universums zweifeln lassen.
Auf dem Heimweg fühlte ich mich wie frisch aus der Schrottpresse geflutscht und war mir sicher, dass mein Leben nur mit Flaschen voller Desperados, Rum und Energybier zu retten ist.
Auf meinen Schultern tanzen Engelschen und Teufelchen Pogo.
Und so steuerte ich den nächsten Getränkemarkt an, wie ein Zombie mit Aussicht auf frisches Gehirn.

ABER DANN…dachte ich, dass ich doch den ganzen Tag so tapfer war und noch mein leckeres Abendessen vor mir habe und wenn ich das einfach weiter machte, dann gäbs wieder ein Bildchen am Kühlschrank.
Selten fiel mir eine Entscheidung schwerer, aber ich habs gepackt und mein Bildchen für den Tag gerettet. Oder hat das Bildchen mich gerettet?

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Und je voller der Kühlschrank wird, desto größer ist die Macht der kleinen Bildchen. Und das ist prima. 🙂

Am Dienstag gab es die erste Trainingseinheit, gestern die zweite, heute fühlt sich jede Bewegung wie sterben an und SONNTAG gibts ein großes Update inklusive Maße und (unveröffentlichter) Fotos.

Dieses Jahr will ich die 70kg schaffen, verdammichnochemal!

 

Und bei euch so?